Integration - Das Einwanderungsland wird erwachsen

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  • #81


Viel gelesen wäre übertrieben. Ich hab Faust(habe ich übrigens freiwillig gelesen lol) Zuhause und dann noch die üblichen Sachen aus der Schule. Aber immerhin.

Orhan Pamuk ist den meisten wohl trotzdem ein Fremdbegriff.
 
Orhan Pamuk ist den meisten wohl trotzdem ein Fremdbegriff.

Nobelpreis für Literatur 2006. 2009 bekam ihn Herta Müller. Die kennt auch keiner. Muss man auch nicht kennen, den einen wie die andere. Wer liest schon das Zeug.

Warum soll jemand Türkisch lernen? Im Augenblick gibt es keinen Grund.

Man lernt Englisch, Chinesisch, Spanisch, vielleicht noch Russisch.
 
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  • #83
Wenn du dein Haus oder deine Wohnung verlässt, hat der normale Bürger am meisten mit Türken zu tun und nicht mit Chinesen. Die Gründe habe ich ja schon genannt. Gesellschaftlich und wirtschaftliche Vorteile. Ist meiner Meinung nach vernünftiger und immer mehr lernen auch türkisch. Haben den Bedarf für sich entdeckt. Die Türkei ist ja auch ein Tiger und man kann durch die besseren und besonderen Beziehungen und so weiter auch beruflich erfolgreich werden.

Wer geht schon in Spanien leben oder nach Russland? Höchstens zum Ballermann und da redet sowieso jeder Deutsch.
 


Man lernt exotische Sprachen um international zu arbeiten. Und türkische Großunternehmen sind nicht gerade groß vertreten in Deutschland oder der Welt (im Vergleich mit chinesischen oder japanischen zB). Für Kleinunternehmen reicht es auch die Amtssprache zu sprechen, da sie national und nicht international sind. Und die Amtssprache ist Deutsch.
 
So langsam finde ich deine Polemik echt zum kotzen,
sorry für diese harten Worte, aber du argumentierst ohne Punkt und Koma.

Mich als "15 jährige[n] Teen[]" zu bezeichnen ist keine Polemik?

Als Quellen gibst du irgendwelche Zeitungsartikel oder Tagesschaumeldungen an, die von ein bis zwei Redakteuren geschrieben wurden und publizierst den Inhalt dieser "Fakten" als gegeben und überwiegende Realität.
Natürlich wird ein Artikel von einem oder zwei Leuten geschrieben, braucht man dazu heutzutage ein zehnköpfiges Kompetenzteam? Was willst du mir mit diesem "Fakten" sagen? Dass Zeitung und Tagesschau lügen, oder wie soll ich das verstehen? Sag es mir denn ich verstehe wirklich nicht was es bezwecken soll. (Bevor es heisst ich lege dir meine Auffassung deiner Worte in den Mund)

Sobald du für DICH rechtes Gedankengut erkennst, rastest du sofort aus, legst den Menschen DEINE Auffassung ihrer Worte in den Mund und ächtest sie gleich.
Ich raste nicht aus ich versuche hier eine konstruktive Diskussion zu führen, ich achte auf einen sachlichen Umgangston, den andere hier vermissen lassen. Überlege dir noch ein mal was ausrasten bedeutet.


Weißt du wer sowas macht?
Sowas machen Punks, Ultra-Linke und 15 Jährige Teens, wenn sie ihre Meinung durchsetzen wollen.
Da hätten wir die von dir angesprochene Polemik
Du musst nicht meinen, weil die Behörden augenscheinlich nicht so hart gegen linken Extremismus vorgehen, dass dieser weniger schlimm wie rechter ist.
Extremismus ist egal in welche Richtung totaler Dreck.

Die alte Leier, dass gegen linken Extremismus nicht so hart vorgegangen wird, wie gegen rechten. Hier ist eine terroristische Vereinigung jahrelang mordend durch Deutschland gezogen und soweit ich weiß war der NSU nicht links. Also erzähle mir bitte nicht, man sei auf dem linken Auge blind.

Ich habe eine Meinung zu rechten, als auch linken Anhängern, die quatschen nämlich immer den selben Scheiss. Immer der gleiche Müll, nur aus einer anderen Tonne...
Dann hast du scheinbar keinem von beiden richtig zugehört, denn zwischen rechts und links herrscht ein Unterschied wie Tag und Nacht.

Trotzdem gebe ich jedem Menschen die Möglichkeit in angemessenem Maße seine Meinung kund zu tun und rede ihm nicht seine Meinung aus, oder schlimmer, ich lege ihm NICHT meine Auffassung seiner Meinung in den Mund!
siehe unten

Du solltest deine Argumentations-Strategie überdenken, denn sonst wirst du von Menschen weitab vom Stammtisch nicht ernst genommen!
Ich lasse mich nicht von dir als "15-jährigen Teen" bezeichnen, bzw. damit vergleichen um mir dann noch so etwas anzuhören. Am Stammtisch kann man gerne erzählen, wieviel Müll die Nachbarn produzieren, das glaube ich dir auch gerne, weil du hier keinen Grund hättest zu lügen. Aber das als Maßstab für alle Zuwanderer zu nehmen und gleichzeitig Medienberichten zu misstrauen ist höchst fragwürdig. (Ich nehme an du misstraust den Medienberichten, da du ihnen in direkt abgesprochen hast, Fakten zu publizieren. Hier muss ich interpretieren, d.h. nach meiner Auffassung deiner Aussage gehen, da mir einfach nicht mehr Informationen vorliegen. Woher soll ich wissen, welche Intention du durch die Anführungszeichen um das Wort Fakten verfolgst?
 
Also mir wären Inder weitaus lieber, da der durchschnitts Inder Hochintelligent ist. Kann man nicht das Einwanderungsgesetz von Kanada übernehmen, und für Inder eine Sonderregelung machen?
 
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  • #87


Man lernt exotische Sprachen um international zu arbeiten. Und türkische Großunternehmen sind nicht gerade groß vertreten in Deutschland oder der Welt (im Vergleich mit chinesischen oder japanischen zB). Für Kleinunternehmen reicht es auch die Amtssprache zu sprechen, da sie national und nicht international sind. Und die Amtssprache ist Deutsch.

Ich dachte die Amtssprache wäre Dothraki. Deutschland war 2009 der größte Importpartner der Türkei und das mit 13 und 14%. Die gesellschaftlichen Vorteile für die Integration noch gar nicht mitgedacht. Gibt nur Vorteile.
 
Also ich bin definitiv der Auffassung, dass Integration von zwei Seiten ais geschehen muss. Sowohl von jenen, die sich integrieren möchten, als auch von jenen welche die anderen integrieren möchten. Das ist kein einseitiges Unterfangen und es wird eine gewisse Arbeit von beiden Standpunkten aus vorausgesetzt.

Was ich aber absolut nicht verstehe: Wieso soll ich türkisch lernen? Das leuchtet mir nicht ein, es sei denn, ich beabsichtige einen Urlaub in der Türkei zu machen, auszuwandern oder längere Zeit dort zu leben, aber ansonsten sehe ich darin absolut keinen Nutzen.

Die USA ist ein Einwandererland, wieso reden dort alle Englisch, theoretisch müssten die doch von Chinesisch bis Italienisch alles draufhaben, sonst ist eine richtige Integration wohl gar nicht möglich?! Sorry, aber das ist Quatsch.

Ich kann nicht erwarten, dass ich in ein fremdes Land auswandere und dass dann alle Bürger dort meine Sprache lernen, nur damit ich mich vollkommen integriert fühle. Wenn ich in einem fremden Land leben möchte, dann befasse ich mich vorher damit und wenn ich weiß, dass meine Heimatsprache dort alles andere als üblich unter der Bevölkerung ist, dann muss ich mit dem Lernen der dort gängigen Amtssprache beschäftigen. Alles andere ist absolut anmaßend.

Russisch, Spanisch, Englisch, Chinesisch - das sind Sprachen die ein wenig häufiger gesprochen werden, daraus könnte man noch einen anderen Nutzen ziehen, als beim Dönermann um die Ecke mit seinen Kenntnissen in türkisch zu glänzen.

Ganz davon ab, in Deutschland leben nicht nur Migranten mit türkischem Hintergrund, muss ich für eine vernünftige Integration mich jetzt auch mit den Schriftstellern, der Kultur und der Sprache der Libanesen, Vitnamesen, Polen, Russen, Dänen, Italienern, Spaniern, Franzosen (...) auseinandersetzen?

Ganz ehrlich? Dann bin ich gegen die Integration!
 
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  • #89
Also ich bin definitiv der Auffassung, dass Integration von zwei Seiten ais geschehen muss. Sowohl von jenen, die sich integrieren möchten, als auch von jenen welche die anderen integrieren möchten. Das ist kein einseitiges Unterfangen und es wird eine gewisse Arbeit von beiden Standpunkten aus vorausgesetzt.

Was ich aber absolut nicht verstehe: Wieso soll ich türkisch lernen? Das leuchtet mir nicht ein, es sei denn, ich beabsichtige einen Urlaub in der Türkei zu machen, auszuwandern oder längere Zeit dort zu leben, aber ansonsten sehe ich darin absolut keinen Nutzen.

Die USA ist ein Einwandererland, wieso reden dort alle Englisch, theoretisch müssten die doch von Chinesisch bis Italienisch alles draufhaben, sonst ist eine richtige Integration wohl gar nicht möglich?! Sorry, aber das ist Quatsch.

Ich kann nicht erwarten, dass ich in ein fremdes Land auswandere und dass dann alle Bürger dort meine Sprache lernen, nur damit ich mich vollkommen integriert fühle. Wenn ich in einem fremden Land leben möchte, dann befasse ich mich vorher damit und wenn ich weiß, dass meine Heimatsprache dort alles andere als üblich unter der Bevölkerung ist, dann muss ich mit dem Lernen der dort gängigen Amtssprache beschäftigen. Alles andere ist absolut anmaßend.

Russisch, Spanisch, Englisch, Chinesisch - das sind Sprachen die ein wenig häufiger gesprochen werden, daraus könnte man noch einen anderen Nutzen ziehen, als beim Dönermann um die Ecke mit seinen Kenntnissen in türkisch zu glänzen.

Ganz davon ab, in Deutschland leben nicht nur Migranten mit türkischem Hintergrund, muss ich für eine vernünftige Integration mich jetzt auch mit den Schriftstellern, der Kultur und der Sprache der Libanesen, Vitnamesen, Polen, Russen, Dänen, Italienern, Spaniern, Franzosen (...) auseinandersetzen?

Ganz ehrlich? Dann bin ich gegen die Integration!

Hast du nur Kontakt mit Türken, wenn du in die Türkei fliegst? Es ging auch viel mehr um das Interesse für die Sprache und Kultur. Fließend sprechen, meine ich nicht mal unbedingt.

Interesse für die Kultur ist nämlich wichtig für Integration.

In den USA und an der Westküste lernt man spanisch, weil dort die meisten spanisch reden. Das Beispiel beweist genau das Gegenteil.

Das ist es nämlich. Integration ist gar nicht erwünscht.

Das die Einheimischen die Sprache alle lernen MÜSSEN, davon war nie die Rede. Peinlich ist es, dass es niemand freiwillig will und das ist eine ganz klare Message, dass man von der Kultur der Mitmenschen nichts hält.
 


Zwischen "Sprache lernen" und "Interesse für Kultur" ist sooooooo ein Unterschied. Ich interessiere mich zB für einige Kulturen, deren Sprache ich nicht spreche. Wie zB die Maya.
 
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  • #91


Zwischen "Sprache lernen" und "Interesse für Kultur" ist sooooooo ein Unterschied. Ich interessiere mich zB für einige Kulturen, deren Sprache ich nicht spreche. Wie zB die Maya.

Nach 60 Jahren Einwanderung nicht mal 10 Worte der größten Gruppe zu kennen, wie nennst du das?

Ich erwarte nicht, dass du die ganze Rede von Atatürk auswendig kannst. Das ist doch eine ganz klare Message.

"Ihr seid uns scheiß egal!!"

Du bist ja gerne vorne mit dabei, wenn du für toleranz dich einsetzt. Die ganze Xenophobie Geschichte, aber wenn es ins Eingemachte geht, dann sind es auch nur leere Phrasen.

Viel reden, nichts tun.
 
Sorry aber das ist wirklich Schwachsinn. Wieso sollte ich denn ein paar türkische Worte kennen? Und was hätte ich denn davon? Ich kann die Sprache trotz der 10 Worte nach wie vor nicht, d.h. ich kann sie ohnehin nicht in einem Zusammenhang nutzen.
Wenn man so argumentiert, dann kann ich es nachvollziehen, dass manche Menschen integrationsskeptisch sind.
"Viel reden nichts tun" Wie gesagt, was nutzen mir die paar Worte? Wäre es nicht viel sinnvoller sich über die Kultur und die Geschichte des Landes und der Sprache zu befassen um darüber zu diskutieren? Auch wenn ich Atatürks Rede nicht, oder zumindest nicht in Originalsprache kenne, so kann ich mich doch trotzdem über ihn als Person unterhalten, wenn ich mich über ihn informiert habe.
 


Lass einen Durchschnitts-Ami 10 deutsche Wörter nennen. Und wir sprechen hier von so einer großen Gruppe, dass Deutsch fast die Amtssprache geworden ist. Es ist normal.
 
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  • #94


Lass einen Durchschnitts-Ami 10 deutsche Wörter nennen. Und wir sprechen hier von so einer großen Gruppe, dass Deutsch fast die Amtssprache geworden ist. Es ist normal.

Jedes mal, wenn ich mit einer Freundin auf Chatroulette gehe und die Amerikaner und Türken sehen, dass wir aus Deutschland sind, sagen die meisten Amis und Türken.

Guten Tag, wie gehts?

Alles gut. Dein Name.

Immerhin. Überrascht mich immer wieder, dass die Deutsch können. Zwar nur Smalltalk.
 
Dass deutsch fast Amtssprache wurde ist, wenn ich mich recht entsinne, über 200 Jahre her. Heute ist die deutsche Gruppe viel kleiner.
 


Na, nach der Logik des türkischstämmigen Fräuleins hatten sie umso mehr Zeit die Sprache zu lernen!
 
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  • #97
Sorry aber das ist wirklich Schwachsinn. Wieso sollte ich denn ein paar türkische Worte kennen? Und was hätte ich denn davon? Ich kann die Sprache trotz der 10 Worte nach wie vor nicht, d.h. ich kann sie ohnehin nicht in einem Zusammenhang nutzen.
Wenn man so argumentiert, dann kann ich es nachvollziehen, dass manche Menschen integrationsskeptisch sind.
"Viel reden nichts tun" Wie gesagt, was nutzen mir die paar Worte? Wäre es nicht viel sinnvoller sich über die Kultur und die Geschichte des Landes und der Sprache zu befassen um darüber zu diskutieren? Auch wenn ich Atatürks Rede nicht, oder zumindest nicht in Originalsprache kenne, so kann ich mich doch trotzdem über ihn als Person unterhalten, wenn ich mich über ihn informiert habe.

Sprache gehört aber zur Kultur der Menschen. Wenn man sich dafür nicht interessiert, ist das eine ganz klare Message. Ich erwarte nicht, dass man türkisch fließend kann, aber es macht einen Menschen sympathisch, wenn er zumindest bisschen was versteht.

Habe eine Freundin, die versucht manchmal einen Döner auf türkisch zu bestellen. Ist ganz lustig und sowas freut uns.

Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt, aber wenn man nach 60 Jahren Integration und Einwanderung, nicht mal einen Döner auf türkisch bestellen kann, dann ist das ein Armutszeugnis.
 
Sprache gehört aber zur Kultur der Menschen. Wenn man sich dafür nicht interessiert, ist das eine ganz klare Message. Ich erwarte nicht, dass man türkisch fließend kann, aber es macht einen Menschen sympathisch.

Habe eine Freundin, die versucht manchmal einen Döner auf türkisch zu bestellen. Ist ganz lustig und sowas freut uns.
Kann ich mich nicht für Kultur und Sprache interessieren ohne die Sprache zu sprechen? Ich hatte mich vor 2,3 Jahren mit japanisch befasst und weiss heute noch dass es dort 3 Schriftsysteme gibt, aber ich kann dennoch kein Wort japanisch.

Nein, einfach nein. Wieso sollte ich das können? Der Herr Verkäufer im Dönerladen (ich glaube er heißt Ali), lächelt mich immer freundlich an und ist mir überhaupt nicht böse, dass ich meinen Döner auf deutsch bestelle.
 
Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt, aber wenn man nach 60 Jahren Integration und Einwanderung, nicht mal einen Döner auf türkisch bestellen kann, dann ist das ein Armutszeugnis.

Ich bestelle Döner meistens online :D Außerdem ist das doch irgendwie erniedrigend, die Sprache und Kultur auf die Fast-Food Kenntnisse zu reduzieren. Vele Italiener hassen es auch, wenn man nur Pizza und Pasta in der Sprache kennt.
 
Kann ich mich nicht für Kultur und Sprache interessieren ohne die Sprache zu sprechen? Ich hatte mich vor 2,3 Jahren mit japanisch befasst und weiss heute noch dass es dort 3 Schriftsysteme gibt, aber ich kann dennoch kein Wort japanisch.

Es geht mir auch dabei um das psychologische und gegenseitige Respekt. Indem man Wörter von der Sprache benutzt, zeigt man den Migranten, dass man sie nicht für Untermenschen hält und ihre Sprache wert ist, auch mal gesprochen zu werden. Ein Migrant, der stolz auf seine Kultur ist, wird sich darüber freuen und so nähert man sich an.

Man redet über Integration, vergisst aber diese zwischenmenschlichen Auseinandersetzungen.
 
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