Also ich bin definitiv der Auffassung, dass Integration von zwei Seiten ais geschehen muss. Sowohl von jenen, die sich integrieren möchten, als auch von jenen welche die anderen integrieren möchten. Das ist kein einseitiges Unterfangen und es wird eine gewisse Arbeit von beiden Standpunkten aus vorausgesetzt.
Was ich aber absolut nicht verstehe: Wieso soll ich türkisch lernen? Das leuchtet mir nicht ein, es sei denn, ich beabsichtige einen Urlaub in der Türkei zu machen, auszuwandern oder längere Zeit dort zu leben, aber ansonsten sehe ich darin absolut keinen Nutzen.
Die USA ist ein Einwandererland, wieso reden dort alle Englisch, theoretisch müssten die doch von Chinesisch bis Italienisch alles draufhaben, sonst ist eine richtige Integration wohl gar nicht möglich?! Sorry, aber das ist Quatsch.
Ich kann nicht erwarten, dass ich in ein fremdes Land auswandere und dass dann alle Bürger dort meine Sprache lernen, nur damit ich mich vollkommen integriert fühle. Wenn ich in einem fremden Land leben möchte, dann befasse ich mich vorher damit und wenn ich weiß, dass meine Heimatsprache dort alles andere als üblich unter der Bevölkerung ist, dann muss ich mit dem Lernen der dort gängigen Amtssprache beschäftigen. Alles andere ist absolut anmaßend.
Russisch, Spanisch, Englisch, Chinesisch - das sind Sprachen die ein wenig häufiger gesprochen werden, daraus könnte man noch einen anderen Nutzen ziehen, als beim Dönermann um die Ecke mit seinen Kenntnissen in türkisch zu glänzen.
Ganz davon ab, in Deutschland leben nicht nur Migranten mit türkischem Hintergrund, muss ich für eine vernünftige Integration mich jetzt auch mit den Schriftstellern, der Kultur und der Sprache der Libanesen, Vitnamesen, Polen, Russen, Dänen, Italienern, Spaniern, Franzosen (...) auseinandersetzen?
Ganz ehrlich? Dann bin ich gegen die Integration!