[Politik und Gesellschaft] Anzahl der Verstöße gegen Tierschutz nimmt weiterhin zu

Fast verdoppelt haben sich die Anzeigen und Verfahren, in Bezug auf Verstöße gegen das Tierschutzgesetz seit 2009. Dies berichtet nun die .

Hauptsächlich landwirtschaftliche Betriebe sollen für den Anstieg der Zahlen verantwortlich sein. Insbesondere Rindermastbetriebe wiesen überwiegend viele Mängel auf. Beanstandet wurden dabei in erster Linie unsachgerechte Unterbringungen der Tiere, fragwürdige Zuchtmethoden, Verstümmelungen, sowie die Verabreichung von verbotenen Futtermitteln.

Im Zeitraum von 2009 bis 2013 sei die Zahl der gesetzeswidrigen Verstöße von 5.284 auf 10.054 Fälle angestiegen. Die Anzahl der Bußgeld- und Strafverfahren habe ebenfalls zugenommen, von 827 auf 1.557.

Der niedersächsische Landwirtschaftsminister Christian Meyer (Grüne) gehe nicht von einer massiven Zunahme der Verstöße aus, sondern erkläre die ansteigenden Zahlen mit einer zunehmenden Kontrolle durch die Kommunen. Zudem begrüße er, dass endlich gehandelt und bei Missständen nicht länger weggesehen werde.

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Zuletzt bearbeitet:
Mal abgesehen davon, daß Tiere dieses Recht weder begreifen, geschweige denn anerkennen können, ist eine Durchsetzung außerhalb jeder Möglichkeit.
Das Recht auf Leben und körperliche Unversehrtheit gilt ja generell, nicht nur als Schutz vor menschlichem Eingreifen. Man müßte also auch die Tiere gegen sich selber schützen. Wer ein Recht in Anspruch nimmt, muß es selber anerkennen.
Das dürfte schwierig sein.

Für welche Tiere gilt das Recht? Hunde, Katzen und alles mit Schulterhöhe über 90 cm?
Wieviele Tiere mögen jedes Jahr als Schädlinge getötet werden?
Verbot von Rattenfallen, Gift und dergleichen?
 
@KaPiTN: Das ist es eben. Grundsätzlich würde es für jedes Leben gelten. Also auch für Käfer, Milben, whatever. Wenn du nun sagst die Tiere haben keine Rechte, schließt du sie ja aus. Rechte würden somit nur innerhalb der Spezies Mensch gelten.
Dann hast du immer noch das gleiche Problem: Wenn du als Mensch also Rechte hast - mit welchem Recht tötest du ein Tier? Tiere sind aus diesem System ausgeschlossen. Ihnen können - da sie keine Rechte haben - auch keine Rechte aberkannt werden. Du kannst also Rechte innerhalb deiner Spezies festlegen aber auch nur zu dieser.

So oder so steht es einer Person nicht frei ein Leben zu nehmen, nur weil es z.B. in ihren Augen weniger wert wäre als das Leben eines Menschen.
Oder sagen wir so: Es sollte nicht so sein. Viele nehmen sich das aber eben heraus.
 


Ich töte das Tier, weil ich es will und weil ich es kann. Es gibt keine Instanz über mir und deshalb bin ich (der Mensch) das Gesetz.
Kurz. Ich nehme es mir.

Daß Rechte durch die Rechte anderer eingeschränkt werden, ist eine vernünftige Regelung, von der grundsätzlich alle profitieren.

Vernunft, im Gegensatz zu einer willkürlichen Moral.

Keine Katzen zu essen, nenne ich keine Doppelmoral.
Das ist eine Kopfsache, aber keine moralische.

Ich esse auch Wurst im Naturdarm, der mal voll Scheiße war. Aber bei Schafsaugen zögere ich.

Warum Fleisch essen, wenn es nicht nötig ist?
Andere Frage: Warum Sex haben, wenn es nicht der Fortpflanzung dient?
 
@KaPiTN: Gut. Und machst du einen Unterschied? Wenn du einen Menschen töten wolltest (warum auch immer) hieltest du dich zurück (z.B. aus moralischen Gründen), oder ließest du deinem Verlangen freien Lauf?
 
Menschenrechte für Menschen.

Der Name deutet es ja bereits zart an.
 
Aha, verstehe.
Du schriebst ja in diesem Satz nur von Rechten und von "grundsätzlich alle". Wäre ja so erst mal falsch.
Also bewertest du Menschenleben höher?

Sind übrigens wirklich nur Fragen (reines Interesse), habe nicht vor in irgendeiner Form über dich zu urteilen oder so. Nur, falls das so rüberkommen sollte - ist nicht beabsichtigt
 
Ich schrieb nicht von 'grundsätzlich allen', sondern von grundsätzlich. Man müßte auch die Gans vor dem Fuchs schützen, nicht nur vor dem Bauern.

Sicher schätze ich mein Leben höher ein, als das eines Tieres.

Daß ich mein Leben nur bedingt höher einschätze, als das Leben eines anderen Menschen, im Normalfall ihm also das gleiche Recht zuspreche, Ausnahme wäre jetzt z.B. Notwehr, führt dazu, daß somit grundsätzlich alle Menschen höher als das Tier stehen.

Formal ist ein Tier erst einmal eine Sache.

Um das klar zu stellen, dies entspricht alles nur einem Konsens in dem wir Menschen leben und sind für mich keine in Stein gemeißelten Regeln. Fällt der Konsens weg, gilt dies ebenso für die Regeln.

Die Haut der Zivilisation ist dünn und Selbsterhaltung die oberste Regel.
 
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  • #92


Ehrlicher? Finde ich nicht, irgendwo muss man schließlich anfangen. Ich würde die Fleischesser wenn überhaupt, dann eher als ignoranter bezeichnen. Von einer derartigen Ehrlichkeit hat man nämlich relativ wenig bis gar nichts. Zumal ein Veganer/Vegetarier nicht weniger ehrlich sein muss.

Das Kräfteargument ist ziemlich witzig, weil es Quark ist. Ich sag nur . Der ist nicht nur Vegetarier, sondern seit einem längeren Zeitraum schon Veganer, gibt auch ein nettes Interview mit ihm über seine Ernährung. Noch Fragen? ;)

Ja, es ging um das Nutzen von Tieren und weniger essen. Wenn du den Thread konzentriert verfolgt hättest, könntest du allerdings bemerkt haben, dass sich die einzelnen Meinungen tatsächlich noch voneinander unterscheiden und es nicht nur ein schwarzes und ein weißes Lager gibt.

kuromi hat eigentlich schon das meiste und wichtigste angemerkt. Es geht vor allem auch um das Recht des Lebens, aber darauf sollte man normalerweise auch selbst kommen und nicht mit einem Quatsch wie Wahlen und Robotern argumentieren, um Aussagen grundlos ins Lächerliche zu ziehen. Dann können wir uns die Diskussion nämlich gleich sparen.



Selbsterhaltung und Regeln sind vollkommen legitim. Inwiefern lassen sich dadurch jedoch die Zustände in Schlachthöfen und Zuchtbetrieben rechtfertigen? Der Selbsterhaltung dient das sicherlich nicht und selbst wenn, könnte man einiges anders machen und das meinte ich eben auch ein Stück weit mit sozialer Gerechtigkeit. Sozial und gerecht sind die aktuellen Zustände nämlich beileibe nicht.

Was Fuchs und Gans treiben geht uns nichts an und hat uns in aller Regel nicht zu interessieren, das ist eine andere Baustelle.


Ja, die Zustände der menschlichen Ausbeutung für Wachstum, Geld und Wohlstand sind mindestens genauso scheiße und wird wohl kaum jemand befürworten wollen, aber das ist nicht das Thema, deshalb steht das hier wenn überhaupt nur nebensächlich zur Debatte, falls jemand daraus wieder einen Schuh flechten möchte.
 
Ich schrieb nicht von 'grundsätzlich allen', sondern von grundsätzlich.

Ich bezog mich auf diese Aussage von dir:

Daß Rechte durch die Rechte anderer eingeschränkt werden, ist eine vernünftige Regelung, von der grundsätzlich alle profitieren.

Da du Rechte hier nicht genauer definierst und schreibst "grundsätzlich alle" würden durch die gegenseitige Einschränkung profitieren, hatte ich dich gefragt: Alle, aber außer den Tieren?
Dann wären es eben nicht alle. Es wären lediglich die Menschen. Entweder die Tiere haben Rechte, damit du als Mensch irgendwann mal sagen kannst ich habe ein Recht dieses Recht einzuschränken und ein Tier zu töten - oder sie haben keine Rechte, weil sie aus dem System ausgnommen sind, wie du argumentiert hast, dann hast du trotzdem kein Recht sie zu töten.

Es sei denn du bewertest das Leben eines Menschen nicht höher als das eines Tieres sondern genau gleich.
Aber allein aus dem Grund heraus, Menschenleben höher zu bewerten, weil es Menschen sind, und sich daraus das Recht zu nehmen das einem nicht gegeben ist, Tiere zu töten, zeugt von einer enormen Arroganz beim Menschen. Die gleiche Arroganz mit der der Mensch gegen die Natur lebt - in der Annahme, dass er - als Krone der Schöpfung - so etwas wie "Natur" längst entwachsen sei.
Hochmut wohin man blickt. Und dann tritt ein begradigter Fluss über die Ufer, spült all die schönen Häuser weg und plötzlich ist das Geschrei groß: Oh GOOOOTT wieso wir?! Was haben wir falsch gemacht?!
Die reinste Komödie.

Zum Rest muss ich nichts mehr schreiben, das hat FrostAgent schon ausgesprochen passend formuliert.
 
Ok, wie ist eure Haltung zu Katzen?

Es gibt ausführliche Statistiken das die Hauptsächlich zum Spaß quälen und töten.

Wie siehts mit Hartz4 Empfängern aus die nicht jeden Scheissjob machen wollen?
Foxconn zahlt für Chinesische Verhältnisse sehr gut, das ist dort der selbe
Gesellschaftliche Druck wie hier, die Leute können jederzeit gehen, brauchen nur
nicht wieder zu kommen...

...wie direkt vor eurer Haustür!


Wie siehts mit Obdachlosen aus? Wieder, direkt vor eurer Haustür, was tut ihr wo ihr wirklich helfen könntet?
Gründe? Siehe Hartz4, siehe China, vielleicht waren manche sogar einfach nur in der Probezeit krank...
 
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  • #95
Das mit den Rechten ist im Ansatz vergleichbar mit dem Schutz von Kindern. Ich möchte Kinder und Tiere nicht auf eine moralische Ebene setzen, aber Kinder können nunmal genauso wenig für ihre Rechte einstehen wie Tiere. Aus diesem Grund liegt es doch eigentlich an uns, dass wir dafür sorgen, dass ihre Rechte bewahrt werden, sofern wir ihnen überhaupt irgendwelche Rechte zusprechen. kuromi spricht bereits von der unglaublichen Arroganz einiger Menschen und der Krönung der Schöpfung.

Tiere die sich gegenseitig quälen und töten sind in den meisten Fällen Verhaltensanomalien. Es wäre dumm sich an natuerellen Ausreißern zu orientieren. Damit meine ich nicht das Töten, welches dem eigenen Überleben dient. Zumal das ohnehin ein dämlicher Vergleich wäre, da wir auf das Töten von Tieren nämlich nicht angewiesen sind.


Worauf du jetzt mit den HartzIV-Empfängern, den Obdachlosen und Chinesen hinausmöchtest verstehe ich nicht, wenn ich ehrlich sein darf. Was sollten man deiner Meinung nach denn tun und was hat das mit dem Thema zu tun? Scheint mir ein wenig sehr hochgegriffen, wenn ich es richtig einschätze.
 
@alter_Bekannter: Stimmt, Katzen sind die mir einzigen bekannten Lebewesen (neben dem Menschen), die mitunter rein aus Unterhaltungsgründen zu töten scheinen. Fraglich ob sie absichtlich töten des Tötens wegen oder ob sie gar nicht begreifen, dass sie da ein Lebewesen töten. Katzen spielen bekanntlich mit so ziemlich allem, was sich bewegt bis es sich nicht mehr bewegt und deshalb langweilig wird. Und sie sind wahrlich nicht die hellsten Lichter im Leuchter.

Inwiefern ist das relevant, wie unsere Haltung zu ihnen ist? Katzen sind Tiere. :unknown:
Menschen auch, aber Menschen verdrängen das gerne.

Möchtest du für den Rest einen eigenen Thread eröffnen, indem du die angebliche Doppelmoral von Vegetariern und Veganern diskutieren kannst, indem du sie alle über einen Kamm scherst?
Vllt. wärst du überrascht.
Würdest du differenzieren, hättest du nicht mal Unrecht. Es gibt diese Vegetarier und Veganer. Aber hier im Thread seh ich basierend auf den Aussage keinen davon - allerdings kenne ich die Leute auch nicht persönlich - wer weiß was sie schreiben und was sie leben.

Ich hatte an einer Stelle erwähnt, was ich beispielsweise für Doppelmoral halte: Veganer, die ihre Lebensart damit begründen, dass Tiere sich nicht bewusst dazu entscheiden würden z.B. als Blindenhund ausgebildet zu werden und dem Menschen als solcher zu dienen. Sie würden versklavt ohne ihren evtl. Willen zu berücksichtigen. Gleichzeitig halten sich aber genau diese Leute häufig ein Haustier - gerne ausgerechnet Fleischfresser wie eine Katze oder einen Hund und ernähren diese vegan. Sie drücken ihnen also ihren eigenen Willen auf - gegen die Natur der Tiere und machen damit genau das, was sie bei anderen anprangern. Begreifen sie das? Nein.



Ich hielt das anfangs für eine Satireseite. Die hatten (zumindest damals, weiß nicht, ob das noch so ist) auch ein Forum indem sie diskutiert haben, wie man z.B. Löwen dazu bringen könnte sich vegan zu ernähren, damit sie in der Wildnis keine Tiere mehr töten würden.
Veganer, die an diesem Punkt ankommen, haben rein gar nichts begriffen und/oder das Ziel völlig aus den Augen verloren, wie auch viele der heutigen Feministinnen.
 
Was Fuchs und Gans treiben geht uns nichts an und hat uns in aller Regel nicht zu interessieren, das ist eine andere Baustelle.

Ich bezog mich auf diese Aussage von dir:



Da du Rechte hier nicht genauer definierst und schreibst "grundsätzlich alle" würden durch die gegenseitige Einschränkung profitieren, hatte ich dich gefragt: Alle, aber außer den Tieren?.

Warum fordert Ihr Rechte ein, wenn Ihr keine Rechte meint? Was immer Ihr dann mit Rechte meint.

Ein System, in dem Rechte gegeneinander abgewogen werden, funktioniert nur, wenn diese Rechte auch a) annerkannt b) einklagbar/durchsetzbar sind.

Tiere können nicht Teil des Konsens sein, weil sie Rechte nicht anerkennen können.

Wenn die Gans ein Recht hat, muß es auch allgemein gelten.
 
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  • #98
Tiere können nicht Teil des Konsens sein, weil sie Rechte nicht anerkennen können.

Stimmt auffallend.

FrostAgent schrieb:
Das mit den Rechten ist im Ansatz vergleichbar mit dem Schutz von Kindern. Ich möchte Kinder und Tiere nicht auf eine moralische Ebene setzen, aber Kinder können nunmal genauso wenig für ihre Rechte einstehen wie Tiere. Aus diesem Grund liegt es doch eigentlich an uns, dass wir dafür sorgen, dass ihre Rechte bewahrt werden, sofern wir ihnen überhaupt irgendwelche Rechte zusprechen.
 
Ausbeutung/Leid von Menschen, hast du wirklich die Aufmerksamkeitsspanne einer Stubenfliege?

Muss ich jetzt nochmal den Thread durchgehen und die einzelnen Beiträge verlinken?

Schwarzer Peter/Monopoly? Oder sind Hartz4 Empfänger und Obdachlose jetzt einfach mal wilde Tiere oder Infantil?:rolleyes:
 
Das war mir schon klar, ich verstehe den Bezug zum Thema jedoch nicht. Es geht hier um die Ausbeutung der Tiere. Die Ausbeutung und das Leid der Menschen durch Menschen ist genauso scheiße, das sagte ich bereits.

Dinge die ich und jeder dort problemlos machen kann, die mache ich. Einen Euro oder was zu Essen abgeben, Straßenzeitschriften kaufen blablabla. Das sind Kinkerlitzchen, die sich fast jeder von uns erlauben kann und mit denen man anderes Leid, wenn auch nur marginal, reduzieren kann. Genauso wie der Fleischverzicht, das ist für jeden machbar.
 
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