@RedlightX: Hast du grundsätzlich recht - zumindest auch meiner Ansicht nach. Lebe selbst nach dem Motto "Was du nicht willst, das man dir tu ...". In diesem einen speziellen Punkt "Nutztiere" (ich nennen es eben so, weil es eben der Begriff ist für die Tiere die ja leider genau zu diesem Zweck gezüchtet werden: Weiterverarbeitung. Lassen wir mal außen vor, dass das schon grausam ist) meine ich aber, dass viele Menschen sich einfach von Fleisch ernähren. Und das werden sie auch nicht lassen. Das ist der derzeitige Stand.
Frage ist dann: Wie kannst du das Beste aus der Situation machen für diese Nutztiere, bis vllt. irgendwann mal ein Umdenken stattfindet oder jemand es schafft fertige Schnitzel zu züchten?
Wie schlimm es da aussieht siehst du ja an der Arbeit von Temple Grandin. Die Wirksamkeit ihrer Arbeit ist belegt, dennoch kümmert es die meisten Schlachthöfe und Viehzüchter immer noch einen Dreck.
Es ist also noch nicht mal ein Mindestmaß an Bereitschaft vorhanden, Tiere als Lebewesen anerkennend und somit respektvoll zu behandeln, wenn sie schon nur dafür gezüchtet werden auf Tellern zu landen. Da ist eine Bereitschaft zugunsten der Lebensumstände dieser Tiere völlig auf Fleisch zu verzichten reinste Utopie. Leider.
Soll kein Aburteilen sein. Ich esse selbst Fleisch. Zwar nur 3 Sorten (Pute, Huhn und Fisch, anderes ist nicht so meins), aber immerhin. Auf Pute und Huhn zu verzichten wäre kein Problem für mich, tatsächlich esse ich es nur wegen meines Freundes mit. Ist der Kompromiss. Der bekäme sonst gar kein Fleisch ausser Fisch auf den Teller.

Auf Fisch zu verzichten fände ich weitaus schwieriger.
Aber ich trinke auch Milch und konsumiere Milchprodukte - und dort dürfte es mit der Viehhaltung nicht anders aussehen. Leider. =(
Ich denke mir einfach - in der Natur gilt fressen und gefressen werden. Da mache ich keinem einen Vorwurf draus, nur weil er ein Bewusstsein hat. Und normal ist das eben von der Natur geregelt und im Gleichgewicht. Würden die Menschen sich zügeln auf sagen wir 1-2mal etwas Fleisch alle 14 Tage oder so, wäre das schon ein weiter Schritt zurück ins Gleichgewicht. Es gebe trotzdem die Nutztierzucht - klar, bei so vielen Menschen -, aber die Tiere würden vllt. unter anderen Umständen leben, da nicht mehr so viele nötig wären. Die Menschen könnten ihr bisschen Fleisch tatsächlich von Bauernhöfen beziehen, die einen Großteil der Nachfrage schon decken könnten.
Aber der Wille fehlt. Die einen sind nicht bereit weniger zu produzieren, die anderen nicht bereit weniger zu konsumieren.
Müssten die Menschen selbst schlachten, sähe das wieder anders aus. Ich könnte keinen Fisch töten und würde zwangsläufig auch keinen mehr essen. =/
Das muss aber niemand.
Bei irgendeinem Film war es so (war es Hunger games oder so?) da waren die auf einer Feier der Oberschicht. Das hat es ganz treffend beschrieben, was der Mensch ist und wie er lebt.
Die hatten so viel zu essen, die haben sich regelmäßig freiwillig übergeben, damit noch mehr Essen in sie reinpasst, weil sie das, was vorhanden war in diesem Überfluss gar nicht mehr konsumieren konnten. Sie waren jedoch auch nicht bereit es mit anderen zu teilen.
Ähnliches kannst du auch in Deutschland beobachten, wo viel lieber weggeschmissen wird, als es Menschen zu geben, die es brauchen.
Gott sei Dank gibt es aber auch Gegenbeispiele wie die Tafeln und die Kirchen.
Also ja - vieles ist sinnlos - aber wo Gier ist, kann kein Verstand sein.
(Tschuldigung für den langen Text =/)
Edit: Teile meines Beitrages überschneiden sich mit den Inhalten von FrostAgents Beitrags - der war aber, als ich anfing, noch nicht da. =$