Ehrlicher? Finde ich nicht, irgendwo muss man schließlich anfangen. Ich würde die Fleischesser wenn überhaupt, dann eher als ignoranter bezeichnen. Von einer derartigen Ehrlichkeit hat man nämlich relativ wenig bis gar nichts. Zumal ein Veganer/Vegetarier nicht weniger ehrlich sein muss.
wahrheit ist immer besser als heuchelei, oder? - selbst wenn die wahrheit grausam ist.. wenn ein veganer deiner meinung nach absolut aufrichtig zu sich selbst ist, bedeutet das doch als direkte schlussfolgerung, dass seine
prioritäten bei "tierrechten" liegen anstatt bei menschlichem leid - aber was sagt das über denjenigen aus? klar, jeder hat prioritäten, ich würde z.b. mit größerer priorität eine partei wählen, die die GEZ zerschlagen will, als eine, die gegen umweltverpestung kämpft, obwohl ich beide anliegen unterstütze.. das fällt vielleicht noch in den bereich "betrifft mich selbst/schränkt mich ein" oder "soziale gerechtigkeit"; jedoch ist das priorisieren von tierrechten gegenüber
allem anderen, was einen selbst oder andere
menschen betrifft bestenfalls fehlgeleitete empathie, schlimmstenfalls hochverrat

..
...mit einem Quatsch wie Wahlen und Robotern argumentieren, um Aussagen grundlos ins Lächerliche zu ziehen.
überhaupt nicht grundlos

.. alle "tierrechtler" hier bleiben immernoch eine definition bzw. abgrenzung der geforderten rechte schuldig - warum, wenn es scheinbar so lächerlich einfach ist? für wen forderst du denn rechte? säugetiere? wirbeltiere? DNA-basierte lebensformen? warum nicht roboter ab einer gewissen komplexität? was unterscheidet sie von kühen? - sie werden genauso von menschen erschaffen (wie zuchttiere) und genutzt.. spätestens wenn roboter sich selbst reproduzieren können, müssen sie doch in deine rechte-kategorie fallen!
Entweder die Tiere haben Rechte, damit du als Mensch irgendwann mal sagen kannst ich habe ein Recht dieses Recht einzuschränken und ein Tier zu töten - oder sie haben keine Rechte, weil sie aus dem System ausgnommen sind, wie du argumentiert hast, dann hast du trotzdem kein Recht sie zu töten.
in der natur gibt es das konzept von "rechten" nicht! sie existieren nur in einer
menschlichen gesellschaft, weil sie sich selbst dieses rechtesystem auferlegt und akzeptiert hat.. wenn du eine "höhere instanz" meinst, die den menschen rechte "gegeben" hat, bist du bei der theologie (und da siehts ganz schlecht aus mit tierrechten

).. aber das spielt auch keine rolle, denn tiere, pflanzen und steine haben von natur aus
keine rechte, es sei denn die menschliche gesellschaft gibt sie ihnen - und dafür fehlt jede grundlage (ein kaninchen ist keine person, nach jeder denkbaren definition, die teil einer menschlichen gesellschaft mit regeln und rechten sein kann - und andersrum: wenn allein die tatsache, dass ein kaninchen
lebt, es dazu qualifiziert, eine "person" zu sein, muss es auch für
alle anderen lebewesen gelten, nicht nur für die flauschigen!)..
wie jedes tier, kann nun der mensch mit dem planeten machen was er will - es gibt keine natürliche instanz (außer wieder die theologische), die sein handeln wertet oder moralisiert, abgesehen von anderen menschen, die aber nicht
über ihm stehen, sondern teil des konsens sind.. trotzdem ist der mensch (als einziges lebewesen) fähig zur vernunft und hat sich daher selbst regeln auferlegt, u.a. auch wie er mit dem planeten umgehen "darf" (z.b. tier- und umweltschutz).. diese regeln sind "unnatürlich", denn es gibt sie nicht in der natur, sie entspringen allein der menschlichen vernunft.. wie kann dann ein tier oder eine andere sache teil des gesellschaftlichen konsens sein, dem diese regeln entspringen?
