Welchen Film habt ihr zuletzt gesehen? - mit Bewertung!

- 8/10

Vorweg gesagt, finde ich es absolut beeindruckend, dass dieser Film tatsächlich vor Ort in Afghanistan gedreht wurde. Auch die afghanische Hauptrolle wird von einem vor Ort gecasteten Einheimischen gespielt, der zum ersten Mal vor der Kamera steht.
Dafür bekommt der Film schonmal ein dickes + für Authentizität!
Kurz angerissen dreht sich die Story um einen Bundeswehr Soldaten, der bei seinem zweiten Einsatz in Afghanistan so einige psychische Lasten mit sich trägt. Nicht nur die nervliche Belastung durch akute Bedrohungslagen machen ihm das Leben schwer, auch der allgegenwärtige Zweifel an der Sinnhaftigkeit des eigenen Auftrags belastet, angesichts von Bundeswehrbürokratie und mangelnden Befugnissen. Dieses Spannungsfeld zwischen "Wollen" und "Nicht dürfen" führt unweigerlich zur Kernfrage des Filmes: Welchen Unterschied macht unsere Anwesenheit in diesem Land tatsächlich?
Generell finde ich es erstmal positiv und wichtig, dass diese Frage nun erstmals auch im Film thematisiert wird.
Inwiefern die Umsetzung jedoch Kinotauglich ist, wird auch sehr vom persönlichen Geschmack abhängen. Der Film erzählt nämlich größtenteils sehr ruhig und unaufgeregt, fast schon ermüdend. Stylistisch ist die Umsetzung eben sehr nah an der Realität: Wir sehen eine Truppe, die Dienst nach Vorschrift macht, die fast gelähmt in der Hitze ihre Zeit abgammelt und hofft nicht von einer Sprengfalle bei den gelegentlich notwendigen Einsätzen zerfetzt zu werden. Der engagierte und mit sich hadernde Protagonist wirkt im ganzen Film wie ein Fremdkörper, wie eine seltene Negativausnahme, die von den Kameraden und Vorgesetzten zunehmend skeptisch beäugt wird.
Ich persönlich hätte mir einfach etwas mehr Intensität und zugespitze Kontroversität gewünscht, vorallem in den Dialogen.
Dennoch finde ich den Film insgesamt sehr gelungen. Wie nah die Story an der Realität ansetzt, lässt sich auch in diversen Artikeln wie zum Beispiel hier nachlesen:
 


Eine Romantikkomödie die sich aber nicht zu sehr darauf konzentriert sondern auch andere Ereignisse im Leben beleuchtet.
Das besondere an diesem Film ist, dass die männlichen Mitglieder der Familie des Protagonisten ein großes Geheimnis bergen, was dem Film erst ermöglicht so interessant zu sein, meiner Meinung nach.
Meiner Meinung nach ist das einer dieser Filme die man mit seiner Freundin/Frau gucken kann bei denen man selber nicht uninteressiert bleibt, also anders als die meisten anderen Romantikkomödien.
 


Märchenfilme haben mich ja in den letzten Jahren nicht gerade beeindruckt. Ich erinnere mich an "Snow White and the Huntsman" (2012), "Spieglein Spieglein" (2012) und "Alice im Wunderland" (2010) als unheimlich schlechte Filme.
Umso überraschter war ich nun von Maleficent. Die Besetzung ist so ziemlich perfekt. Elle Fanning vermag es wirklich diese unschuldige Naivität rüberzubringen, die jedes Herz erwärmen muss. Auch Angelina Jolie überzeugt in der Rolle als dunkle Fee mit verbittertem Herzen. Die Story wird auch sehr zügig und fokussiert erzählt, ohne sich auf irgendwelchen Nebenschauplätzen zu verlieren, wodurch die Spannung erhalten blieb. Ebenfalls super positiv fand ich, wie der Film kaum versucht auf irgendeine Weise lustig zu sein, wie es leider viele derartige Filme versuchen welche auch eine Kinderzielgruppe haben. Gleichzeitig ist er aber auch nicht übertrieben düster oder grausam. Die Balance stimmt da einfach, so dass es ein Film ist den man sowohl allein unter Erwachsenen, als auch mit Kindern genießen kann. Und dann ist der Film einfach unglaublich süüüüß, anders vermag ich das nicht zu sagen. Diese ganzen ulkigen Wesen, diese süßen Feen, sind einfach zum verlieben. Während ich solche animierten Fabelwesen in vergleichbaren Filmen meistens kitschig und albern fand, passen sie in Maleficent irgendwie genau in diese Welt und sind einfach süß.., so naja ich könnte noch ewig schreiben, wie süß der Film ist. Mich hat er jedenfalls sehr positiv überrascht und ich finde ihn rundum gelungen.
 

Ein weiterer wunderbarer Wes Anderson Film. Wer Moonlight Kingdom oder Grand Budapest Hotel mag, der wird auch mit diesem Film etwas anfangen können. Sehr verschrobene Charaktere und ein unabgenutztes Setting.
8/10


Der Film beschreibt eine düsteres Endzeitszenario in dem die letzten überlebenden Menschen in einem geschlossenen Ökosystem in Form eines Zuges in ewigen Runden über ein die ganze Welt umspannendes Schienennetz rasen. Durch ein missglücktes Wetterexperiment ist die Welt in eine neue Eiszeit gerutscht, mit lebensfeindlichen Temperaturen. Innerhalb des Zuges herrscht eine klare Klassentrennung, je weiter hinten im Zug die Menschen hausen, um so schlechter sind die Lebensbedingungen. Es kommt wie es kommen muss und einige der Untersten Kaste zetteln eine Revolution an um an die Spitze des Zuges zu gelangen um dessen "Maschine" unter ihre Kontrolle zu bringen.

Hört sich seltsam an? Ja, habe ich auch gedacht. Der Südkoreanische Regisseur Joon-ho Bong schafft es aber diese wirre Konstelation schlüssig und glaubwürdig zu inszenieren. Auch die Schauspieler, allen voran Tilda Swinton machen einen klasse Job und hauchen dieser Dystopie Leben ein. Ich habe mich überraschend gut unterhalten gefühlt obwohl man dem Film an einigen Stellen ansieht, dass das Budget recht niedrig war.
8/10
 
Fandest du es nicht etwas seltsam bei Snowpiercer das die Zugstrecke, welche ja teilweise durch wirklich hanebüchenes Gelände führt, so ohne weiteres befahrbar ist? Das schafft die deutsche Bahn ja noch nicht mal im Sommer ohne ein Weltuntergangsszenario :D Wäre wohl gescheiter gewesen die Energie für eine Siedlung zu nutzen oder ähnliches :coffee:
 
Ja, das ist unlogisch, wie noch einige andere Faktoren des Films. Da habe ich in meiner unendlichen Gnade aber einfach drüber weg gesehen. :D
 
Naja aber der Zug wird im Film ja auch sehr überhöht als eine unglaubliche gewaltvolle Maschine und technische Meisterleistung dargestellt. Insofern ist es in diesem Szenario nicht so unrealistisch, dass er auch durch Eismassen durchschlägt.
 
Ich fand den Trailer sehr geil und hab mich schon tierisch auf den Film gefreut.
Das Ergebniss war dann aber eher..... bescheiden.
 
Edge of Tomorrow

8/10


Ich fand ihn von der Idee und den Effekten klasse! Die Story ist einfach interessant auch wenn die "Endkämpfe" dann doch etwas zäh geraten. Darum auch "nur" eine 8 :coffee:
 
7/10

Ein schwieriges Film-Thema haben die Leute sich da ausgesucht. Recht unrealistische Hacks finden statt, gehen aber nicht auf die Kosten der Unterhaltung.
Wärend des Film selbst, findet man vereinzelt Hinweise die erklären was passiert ist. (Wer auf sowas steht - )
Auch bemerkt man in so manchem Dialog, dass es ein Deutscher Film ist. Stellenweise muss man sich da echt an den Kopf fassen.
Eine tolle Idee finde ich die Sache mit dem Zug, die Unterhaltungen zu inszenieren, anstatt auf einem Bildschirm Texte mit zu lesen.
 
@Kenobi van Gin:

Nein. Den Film den du meinst ist aus den 1990ern. Der aktuelle "Who am I" ist ein Hackerfilm mit deutschen Schauspielern von 2014. Ganz andere Baustelle.
 
Der Pate - The Godfather I

8/10

Hab ihn endlich mal gesehen und muss sagen, er ist nicht schlecht. Stellenweise sind mir aber zu grosse Zeitspruenge drin wo man sich fragt "Ehm, wieso das jetzt?". Ab und an etwas in die laenge gezogen, aber dennoch recht solide. Anderen Teile werd ich mir auch noch anschauen.
 
7/10

Ein schwieriges Film-Thema haben die Leute sich da ausgesucht. Recht unrealistische Hacks finden statt, gehen aber nicht auf die Kosten der Unterhaltung.
Wärend des Film selbst, findet man vereinzelt Hinweise die erklären was passiert ist. (Wer auf sowas steht - )
Auch bemerkt man in so manchem Dialog, dass es ein Deutscher Film ist. Stellenweise muss man sich da echt an den Kopf fassen.
Eine tolle Idee finde ich die Sache mit dem Zug, die Unterhaltungen zu inszenieren, anstatt auf einem Bildschirm Texte mit zu lesen.

Auch ich habe heute Whoami gesehen und würde ihn mit derselben Punktzahl bewerten. So unrealistisch finde ich die Hacks größtenteils nicht mal, meistens nur etwas abgekürzt. Am Anfang direkt mal vom unvorbereiteten Macbook ein nmap-Script, naja – mit wget und nem eigenen Server etc. sicher irgendwie möglich. Die restlichen 80% der Hacks sind auch möglich, nur nicht in der dargestellten Art und Weise. Die Sache mit dem Zug finde ich auch sehr genial gemacht und war letztendlich das, was den Film u.a. noch von einer 4/10 aufgewertet hat. Die Cinematografie und die Wahl des Soundtracks (Boyz Noize <3) sind super, Anspielungen auf Hackerthemen wie Kevin Mitnicks "die Kunst der Täuschung" und Filme wie Fight Club und Sneakers geben den dritten Gnadenpunkt. Die Hacks sind meiner Meinung nach aber auch das kleinste Problem des Films, vielmehr ist der hanebüchene Plot ab der Hälfte des Films
– kurz vor dem Einbruch im BND, danach drei Kehrtwendungen der Geschichte, inklusive "multiple Persönlichkeiten" (gibt's nicht, nur multiple Persönlicheitsstörungen, was komplett anderes) und extremsten deus ex machina Momenten –
einfach nur zum Kopfschütteln. Über den Film und seine Plot"fehler" kann man sicher einen eigenen Thread aufmachen.
 
Ja es kommt schon viel zusammen. Das die Sachen unmöglich waren sagt niemand. Nur würde man es anders machen. Das es Zeitlich gekürzt ist, sollte ebenfalls klar sein. Könnte sonst echt langweilig werden. :D
Die "amüsanten" Sachen setzen aber auch schon eine gewisse Infrastruktur voraus, die man so nicht immer vorfindet. (Das große Gebäude mit dem Licht)

Ja, der Handlungsstrang ist schon etwas crazy.
 
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