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Warp drölf
Die Drogentoten sind aber mit Sicherheit nicht an Marihuana gestorben...
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Die Harten Drogen und Gangs sind da ein ganz anderes Thema.Und das ist ein Grund für immer und ewig an den veralteten und kriminalisierenden Gesetzen festzuhalten?
Oh nein, Kanada ist dem Untergang geweiht.Kanada will Cannabis legalisieren
Im zweitgrößten Land der Erde darf bald straffrei gekifft werden. Kanada werde den Konsum von Cannabis legalisieren, gab der liberale Ministerpräsident Justin Trudeau am Freitagnachmittag (Ortszeit) in der traditionellen Thronrede im Parlament in Ottawa bekannt.
Mit der Ankündigung setzt Trudeau ein Wahlversprechen seiner Liberalen Partei um, die die Parlamentswahlen Ende Oktober mit klarer Mehrheit gewonnen hatte. Die Liberalen hatten vor der Wahl versprochen, den Zugang zu Marihuana "zu legalisieren, zu regeln und zu beschränken".
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Die Drogentoten sind aber mit Sicherheit nicht an Marihuana gestorben...

Fragt man die Richter, wie denn das eine mit dem anderen zusammenpasst, erhält man skurrile Antworten, die nichts mit der Sache, aber viel mit dem Landvogt zu tun haben. "Es ist halt nun einmal verboten", spricht blutunterlaufenen Auges der Weizenbierfreund, und Johnny Walkers Kumpel nicken bedeutend. Herr Justizminister hebt den Humpen, die Gattinnen nippen am Eierlikör.
Nach dieser Logik befürwortet man das Saufen von Methylalkohol und verhängt Sicherungsverwahrung für die Einfuhr von zweiprozentigem Marihuana. Man bestraft das Halten von Dackeln und subventioniert die Zucht von Rottweilern.
Wenn man das Gesamte anschaut: Wie kann man da auf den abwegigen Gedanken kommen, ausgerechnet Cannabis, das am wenigsten körperlich schädigende, am wenigsten suchterzeugende, seit Jahrtausenden erprobte Rauschmittel, müsse mit drastischen Strafdrohungen verfolgt werden, während zugleich an jeder Ecke der Obstbrand des Jahres und der Gourmet-Wein des Jahrzehnts gepriesen werden
Über Prohibition ist hundertmal alles gesagt. Sie ist absurd, unvernünftig, kontraproduktiv. Grausam, bigott, verrückt, nutzlos. Albern. Selbsttragend, zirkelschlüssig, menschenverachtend, verlogen.
Niemals und durch nichts ist "Verbrechen" so befördert worden wie durch die Prohibition von Drogen.
Das Betäubungsmittelstrafrecht in Deutschland ist ein großes Elend. Es produziert Elend, und trägt es fort und fort. Nichts ist in den letzten 40 Jahren dadurch besser geworden: weder gibt es weniger Süchtige noch weniger Straffällige noch weniger soziale Probleme. Was es gibt, ist allerdings eine gigantische, milliarden-verschlingende Prohibitionsindustrie, die die Preise hoch, die Qualität der Drogen miserabel und das Elend der Abhängigen konstant hält. Und eine Polizei-Industrie, der zur immerwährenden "Bekämpfung" fast alles erlaubt wird.
Es ist also nur eine Frage der Zeit und der Fantasie und der Vernunft: Das Bundeskabinett wird sich ein Tässchen Haschisch-Tee gönnen am Mittwoch, und in den Talkshows darf wieder geraucht werden – und gelacht. Die deutschen Strafrichter werden sagen: "Das habe ich immer schon gemeint. Aber ich werd' ja nicht fürs Nachdenken bezahlt"; oder "Es ist ja auch nicht alles schlecht gewesen". So wie beim Ehebruch, oder bei der Strafbarkeit homosexueller Handlungen, oder der Gotteslästerung.
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Was für eine Wende. Als Kofi Annan neuer Uno-Generalsekretär war, rief er den Mitgliedstaaten in New York zu: "Die Zeit ist reif, dass sich alle Nationen dem Ziel einer drogenfreien Welt verschreiben."
Das war im Juni 1998. Die Weltgemeinschaft war damals zusammengekommen zur Ungass-Sonderkonferenz (United Nations General Assembly Special Session on Drugs) über die Drogenpolitik. Feierlich beschloss sie, Hanf, Coca und Schlafmohn auszurotten. Cannabis, Kokain und Heroin sollten von der Erde verschwinden. Der Beginn der drogenfreien Welt, von der Annan gesprochen hatte, war für 2008 terminiert.
Zugang zu Drogen regulieren
Heute klingt Kofi Annan ganz anders. In einem SPIEGEL-Essay schreibt der Ex-Generalsekretär: "Wir müssen akzeptieren, dass eine drogenfreie Welt eine Illusion ist." Die "totale Unterdrückung von Drogen" sollten die Staaten aufgeben, "denn wir wissen, dass sie nicht funktionieren wird". Annan fordert, dass der private Drogenkonsum entkriminalisiert werde. Nicht die Justiz, einzig das Gesundheitssystem solle sich mit Süchtigen befassen. Der "Krieg gegen die Drogen", so resümiert Annan, sei doch längst vor allem ein "Krieg gegen Menschen", der mehr Elend anrichte als die Rauschmittel selbst.