Drogenpolitik

Witziger Typ.
Und das hätte man nicht schon vor 15 Jahren wissen können? Damals im Politikunterricht, als der Typ die Leitung der UNO übernommen hat, kam er mir ganz sympathisch vor.
Aber offenbar sind auch internationale Politiker letztlich doch nur Politiker, die ihre Fahne in den Wind hängen.

Oder aber er hat einfach wirklich ein paar Geistesblitze gehabt in den letzten Jahren. Man will dem guten Herrn ja auch nichts unterstellen :unknown:

[EDIT:]
Grad noch den Artikel gelesen. Klingt ja immerhin doch so, als würde sich da auch international mal langsam was tun. Ob jetzt die anstehende Konferenz schon den entscheidenden Schritt bringt, mal sehen. Wenigstens beschäftigen sich die Regierungen aber offenbar inzwischen etwas vernünftiger damit und weniger von Vorurteilen und Lobby-Arbeit beeinflusst.
 

Ich glaube ein Teil des Umdenken ist einer Kosten~Nutzen Rechnung geschuldet:
Die u.s. Bundestaaten machen Tonnenweise Steuereinnahmen, ein Schelm wer sich die entgehen lässt.
 
Woran es nachher liegt, wenn Politiker anfangen, das Richtige zu tun, ist mir im Prinzip egal :D
Genau genommen verstehe ich ja nicht, wieso sie bei uns diesbzgl. so lange zögern. Das Argument mit den Steuereinnahmen zählt auch hier. Und es geht ja auch nicht nur um Steuereinnahmen. Wenn man Anbau und Verkauf komplett staatlich kontrolliert, dann können hier noch Gelder durch Vergabe von Lizenzen, Veranstaltung von Schulungen usw. generiert werden.
 

Denk doch mal an die Kinder?
Bald sind die Straßen voller Rastas und Gangster Rapper.
Gras hat im öffentlichen Raum (nicht deine und meine peer Group) eben einen mittleren-schlechten Ruf.
Den meisten ist es egal-pro. Also eig. sind sie für die Legalisierung, aber es interessiert sie nicht wirklich.

Kein Politiker will derjenige sein, der hinterher Schuld daran hat, dass dein Kind "DROGEN" nimmt...
Eltern, grade Öko-Bündnis90-Kevin-Eltern können sehr sehr nervig sein.
 
Die öffentliche Wahrnehmung von Cannabiskonsum ist tatsächlich sehr unterschiedlich im Vergleich mit den USA. Dort hat einfach jeder schon mal einen Joint geraucht und es gilt als Bagatelle. Dafür können die nicht glauben, dass hier Kinder mit 16 Jahren Bier trinken dürfen - öffentlich!
Deutschland ist halt eine Trinkernation, wo sich betrinken als Kultur geschätzt wird. Sehe das ähnlich wie Seedy und denke, dass eine Legalisierung von Hanf der Mehrheit einfach egal ist, da sie halt nicht zwingend mit Cannabis in Kontakt kommt.

PS: Seedy - nicht Kevin: Sönke und Dörthe
 

"Einer ausgewählten Testgruppe wird es Zeitweise in einem Versuch erlaubt"


trotzdem ein Schritt in die richtige Richtung :T
 


Absolut! Jeder kleiner Schritt für eine verantwortungsvolle Legalisierung ist ein wichtiger und richtiger Schritt, auch wenn er noch so klein und unbedeuten wirken mag. Ich glaube aber, wenn wir noch 20 Jahre warten, dann werden die Jungen die neuen Alten und eher für eine Legalisierung stimmen, so wie ich das mitbekomme tendiert die junge Bevölkerung 18-30 mehrheitlich eher für eine verantwortungsvollen politischen Umgang mit Cannabis als es die 40+ tun, welche doch eher kontrovers durch die Anti-Propaganda der 70er und 80er evtl. auch 90er Jahre geprägt sind (reefers madness).
 

Das ist ja das, was ich schon ganz leicht angesprochen habe:
Etwas vermeintlich "negatives" zu verbieten ist immer einfacher, als etwas "vermeintlich" gefährliches zu erlauben.

Sie z.B. wie fix das mit den Beschränkungen für E-Zigaretten geht.

Eine große Rolle spielt eben auch die öffentliche Wahrnehmung:
In Deutschland wird Cannabis mit bestimmten Personen/Gruppen/Eigenschaften Verbunden, die im Querschnitt der Bevölkerung nicht positiv gesehen werden. Außerdem leidet ein großer Teil der bevölkerung nicht unter dem Verbot, denen ist es schlicht weg egal.

Diejenigen, die in der Öffentlichkeit Cannabis konsumieren sind, sind eben Punks, Hipster, Gangsterrapper, Rastas oder leute die in Verbindung mit härteren Drogen stehen.

Erst jetzt kommt langsam durch, dass es zum großen Teil auch normale Leute sind:
Die machen das nur aufgrund der Restriktionen nicht gerne öffentlich.

Die Jahrelange Propaganda der hanfverbände scheint wohl langsam Früchte zu tragen, dass auch Leute die keinen Bezug zu Cannabis haben langsam sagen "was soll es, wenn die wollen, erlaubt es denen doch".

Dazu altern die harten Gegner langsam weg: Die jüngeren sehen das auch entspannter.

Der Altersdurchschnitt im Bundestag ist relativ stabil bei ~50 also Baujahr '66. Das heißt demnächst kommen so die 70er und 80er Jahrgänge. Die das statistisch noch entspannter sehen. Es ist und bleibt also sowieso nur eine Frage der Zeit.


Das letze Problem ist ist halt noch die "denkt an die Kinder" Fraktion, die
Mark Twain schrieb:
"Einem Mann ein Steak verbieten will, weil ein Kind es nicht kauen kann"

Die am liebsten alles für jeden verbieten, das ihrem verzogenen Mistbalg irgendwie gefährlich werden könnte...

Wenn du dir Debatten zum Thema Cannabis anguckst, ist Jugendschutz immer noch das größte Thema dabei, in einem Land in dem Bier ab 16 ist.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich glaube aber, wenn wir noch 20 Jahre warten, dann werden die Jungen die neuen Alten und eher für eine Legalisierung stimmen, so wie ich das mitbekomme tendiert die junge Bevölkerung 18-30 mehrheitlich eher für eine verantwortungsvollen politischen Umgang mit Cannabis als es die 40+ tun, welche doch eher kontrovers durch die Anti-Propaganda der 70er und 80er evtl. auch 90er Jahre geprägt sind (reefers madness).
Das war schon in den 80igern so. Die Jungen waren für Legalisierung, die Alten nicht. Wer auf "Die Alten Spinner sterben eh aus" setzt, ist leider auf dem Holzweg. Mich würde es aber freuen, wenn es diesesmal so kommen würde.
 
Zuletzt bearbeitet:

Da hast du wohl recht:

Ich stell das wohl auch eher dem Wandel in der Berichterstattung zu:
Statt Cannabis als Einstiegsdroge ist es immer häufiger Cannabis als Medizin.
 
Vor Jahren fand ich lycaeum.org noch recht interessant, aber das hier ist auch eine sehr interessante Seite zum Thema, so als Übersicht der Stoffe und sehr vielen weiteren Informationen dazu:

Besonders spannend finde ich die Vertriebsfirmen, die da gelistet sind. Ich hab mir mal spaßesweise ein paar der Cannabinoide angeschaut und meistens wird Cayman Chemical genannt, die dann bei der Suche nach lokalen Vertriebsstellen die Biomol GmbH vorschlagen. Aber auch Lipomed wird genannt.

Worauf ich nun damit hinaus will, weiß ich selbst noch nicht so genau. Vielleicht ists der irgendwie faszinierende Zusammenhang, dass Herstellung und Vertrieb teils in Deutschland stattfindet, wenn ich das richtig verstehe, wo dann auch gleichzeitig Gesetze dagegen gemacht werden. Das ist allerdings natürlich bei vielen Produkten so, nur dass diese hier halt so sehr verteufelt werden.

Vielleicht hat auch sonst noch jemand einen Gedanken dazu. Ich habs vorhin nur gesehen und ein wenig überflogen. Bei Zeiten schau ich es mir nochmals genauer an. Scheint zumindest mehr oder weniger spannend zu sein.
 
@MSX:
Sorry aber das mit dem neuer und stärker ist spekulativer Unsinn.
Was ich bisher weiß und das deckt fast alle neuen Substanzen ab, hier ein kleiner Überblick über die Scwemme an neuen Substanzen:
Ein paar hundert hauptsächlich halluzinogene/psychedelische Phenylethylamine (Medial in Derivate) und Tryptamine die allesamt vor Jahren schon von Alexander Sasha Shulgin dem Wiederentdecker des MDMA erfunden, synthetisiert und ausprobiert wurden.
Die PEAs haben starke Auswirkungen auf den Körper, Gefäßverengung, Puls etc. 2C-E das in Überdosierung die 30 Heilpraktiker ins Krankenhaus gebracht hat ist eins davon. Amphetamin ist z.b. auch ein PEA, Alphamethylphenethylamin.
MDMA auch.
Neben den psychedelischen PEA kamen dann auch Amphetamin Derivate auf, die sich in Rezeptoraffinität, Potenz, Wirkdauer und Neurotoxizität unterscheiden.
Da wird aber periodisch mit den Verboten einfach alles herstellbare auf den Markt geworfen, egal ob 'besser' oder 'schlechter'.

Tryptamine wirken weniger stark auf den Körper, ein Prominentes Beispiel für ein Tryptamin wäre wohl der bekannte Botenstoff Serotonin = 5-hydroxy-tryptamin.

Die Psychedelika halte ich generell für halbwegs unbedenklich, auf die Masse an Menschen bezogen weil Suchtproblematiken aufgrund der anstrengenden Wirkung Einzelfälle sind und viele Konsumenten, die eigtl Substanzen zur Verdrängung nehmen keinen Bedarf haben ihr Unterbewusstsein aufzuwühlen. Bei nicht handelbaren Erkenntnissen und Einsichten, wieder erlebten Traumata etc können dann auch die berüchtigten Psychosen auftreten.

Dazu gibts noch Cathinonderivate, die oft pedant zu Amphetaminen sind, Methylon (Methylendioxy-N-methylcathinon) zu MDMA (Methylendioxy-N- methylamphetamin) zum Beispiel. Das zum Beispiel war einer der 'Glückstreffer' des Marktes, stärker als sein Vorbild, der aber auch sehr sehr viele stark geschädigte Konsumenten zurückgelassen hat.
Daneben gibt es aber auch z.b. 5-mapb, was ähnlich wie MDMA wirkt aber scheinbar weniger neurotoxisch ist, an so Substanzen sollte IMO zur Schadens Minimierung geforscht werden! Wie Prof. David Nutt, der an einem unschädlichen Alkohol forscht.

Mal sehen was da noch kommt, wenn alles von Shulgin aufgebraucht ist. Da wird dann spekulativ irgendein Atom geändert und auf den Markt geworfen, bei zu vielen Todesfällen etc durch die Versuchskaninchen würds wieder aus dem Sortiment genommen.

Dann gibt es noch Benzodiazepine, stark körperlich abhängig machende Angstlöser/Beruhigung-/Schlafmittel die Zwischenprodukte pharmazeutischer Forschung sind, bei denen sich raus kristallisiert weshalb eben die nicht als Medikamente vermarktet wurden. Die wirken teilweise bis zu einer Woche lang, es gibt zu hauf Berichte im Netz von Leuten die sich an Wochen(!) nicht erinnern können.
Darunter sind aber auch genug fast wirkungslose, wie bei allen Stoffgruppen.

Dann gibt es noch Fentanyl Derivate die weitaus potenter als das Original sind, welches schon im mcg Bereich wirksam sind und Scheisse Gefährlich was Atemdepression und schwerste Abhängigkeit angeht. Durch die Preise können sich Konsumenten viel viel höher dosieren im Suchtverlauf, als das mit teurem Straßenheroin möglich wäre.

Die Cannabinoide stammen z.T. auch aus der Forschung, es gibt aber auch Hersteller die eigene Derivate entwerfen das ist mit chemischen Wissen wohl Oberhaupt kein großer Akt. Die wurden durch die Verbote der ersten Stoffe tatsächlich viel viel viel gefährlicher und raffen immer mehr in den Tod, aber auch zum Großteil durch die schlampig hergestellten Fertigkräutermischungen verschuldet. Und dem immensen Suchtfaktor. Das ist aber auch mehr Zufall als geplant, auch hier gibt es quasi 'Blindgänger'. Das ist den Händlern aber latte.
Und wegen dem fucking Cannabisverbot passiert sowas, Gesellschaft merks mal bitte!

Wegen der derzeitigen Politik sterben Menschen, Menschen die sonst das gut erforschte und im Vergleich absolut harmlose Cannabis konsumiert hätten.

Klar kann man "selbst schuld" sagen, aber nach der Logik kann man Drogen ebenfalls komplett legalisieren.

Dann gibts noch so Exoten wie MXE, Methoxetamin ein Ketaminderivat. Das wurde von einem Chemiker als Nebenswirkungsärmere Alternative zu Ketamin zur Selbstmedikation seiner Phantomschmerzen nach Verlust einer Hand entworfen.



Von den hier explizit genannten dürften alle mittlerweile im BtmG stehen, Nachschub wird es aber immer geben, mit immer unberechenbareren Wirkungsweisen je mehr sie sich von bekannten und erforschten Substanzen unterscheiden. Die Cannabinoide haben strukturell rein gar nichts mehr mit THC zu tun, die docken einfach nur mit perverser Stärke an den im Körper verteilten Cannabinoide steht offen an.

Ich denke das verschafft einen groben Überblick.
Mit dem Hintergrundwissen halte ich die derzeitige Politik noch für viel nutzlos er uns vor allem schädlicher.

MDMA vernünftig konsumiert ist für gesunde Menschen so unbedenklich wie das Besäufnis ab und zu. Nur dass da bei Missbrauch die negativen Auswirkungen viel schneller eintreten. Und man eben nicht wie manche jedes zweite WE Saufen das auf MDMA oder generell egal welche Substanz über tragen kann.
Die meisten Party Konsumenten haben blöderweise keine Ahnung von dem was sie tun, da sind aber auch nicht (nur, klar ist das Urteilsvermögen kurz- oder bei chronischen Konsum von sowas langfristig eingeschränkt) die Posen Moleküle schuld, sondern der Staat der außer einem dududumachdasnicht null Aufklärung zur Schadens Minimierung betreibt.


Ich selbst hatte und hätte Zugang zu allem was legal oder illegal ist und meine Dauerzustand ist trotzdem Nüchternheit. Von noch jugendlicheren teilweise unverantwortlichen Aktionen war ich in meinem Lebenslauf auch nicht befreit, das hing aber mit den Umständen und dem viel zu jungen Alter zusammen.

Falls es wen interessiert, kann ich meine doch sehr glimpflich verlaufende Probierphase gerne auch hier reflektieren, dazu möchte ich mir eh mal meine Akten Posts hier im Thread durchlesen.
Ich glaube beim Erstellen des Thread war ich im Griechenlandurlaub mit der Familie und manch Abend etwas angetrunken, sowie damals eben "mitten drin" in der Entdeckung dieser neuen Erfahrungen. Das hat emotional bei manchem Experiment schon sowas wie "boah das sowas überhaupt geht! Das müssen alle erfahren" ausgelöst.
Gleichzeitig ist mein damaliger bester Freund, den ich als Mitbewohner in einer Jugendhilfeeinrichtung kennengelernt hab und von seinem seit 10 Jahre süchtig konsumierenden Speeddealer über Drogen "aufgeklärt worden" und innerhalb eines Jahres stark psychotisch und körperlich geschädigt worden.
Durch seinen exzessiven Dauerkonsum, der ursprünglich durch die verkackte Aufklärung entstand und dann später einfach die Nüchternheit so räudig gemacht hat durch das Serotonin/Dopamindefizit dass er dann noch weiter gemacht hat und dann wars dann irgendwann vorbei mit ihm. Obdachlos, wahnhaft, aggressiv, das volle Programm.
Das war für mich absolut unschön den Wandel mitzuerleben. Das wü acht man keinem.
Er hat das, was ich alle paar Wochen oder Monate mit ihm zum Großteil nur einmalig ausprobiert hab dann eben dazwischen quasi täglich fortgesetzt.

Aber auch an seinem Schicksal war die Politik beteiligt. Leute wie er sollten nicht von so gestalten wie seinem Dealer beeinflusst und versorgt werden, das sollten ausge bildete in Fachgeschäften etc tun.

Weil Menschen konsumieren Drogen. Punkt. Da hat das BtmG in über 40 Jahren nichts dran geändert, nein das hat die Auswirkungen sogar viel schlimmer werden lassen.

Zum Schluss noch ein tolles Video, das fasst gut zusammen wie dämlich die Politik agiert und für wie dumm wir eigentlich verkauft werden sollen. Ich frag mich nur warum, kann man denn wirklich so ideologisch verblendet sein? Bzw will man die noch vorhandenen konservativeb Stammwähler wohl nicht vergraulen.
 
Volker Beck hat sich für sein "Mißgeschick" entschuldigt. Die Grünen stärken ihm den Rücken und wollen mit ihm besprechen, welche Rolle er in der Fraktion spielen könnte. Mein Vorschlag: Drogenbeschaffungsbeauftragter der Grünen Fraktion im Deutschen Bundestag.


Ich hoffe, dass dieses abenteuerliche Verhalten den Grünen kräftig schadet. CM ist kein Haschisch.
 


Weil ich nicht erkennen kann, daß es eine unterschiedliche Wirkung auf mich oder den Staat hat, welche Drogen der Mann konsumiert.

Und welchen Unterschied es für ihn selber macht, halte ich auch für ungeklärt.
 
Wer schützt unsere Kinder vor Drogen? Die Sportvereine!
(Großes Werbeplakat an allen Ecken)

Ich möchte immer draufsprayen: und Christoph Daum :T

Wer schützt unsere Kinder vor solchen Vorbildern in der Politik?
Von mir aus können sich die Leute ihre Libido mit irgendwelchen Stoffen abschießen, aber nicht, wenn man das dann als Normalität und *war ja nix* verkauft.
 
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