Drogenpolitik

nein, da das ja immer noch nicht heißt dass das dann so billig wäre wie selbst anzubauen.

Es geht darum, dass die Krankenkasse den Stoff nicht zahlt, wohl auch weil die Pharmaindustrie dafür extrem überhöhte Preise verlangt.

Aber stimmt schon, wenn es frei verkäuflich wäre wäre es sicher billiger als die derzeitigen Apothekenpreise.
Aber auch darum geht es bei der Drogenpolitik nicht.

Wie reden hier über vielleicht 100 Schwerstkranke Menschen in Deutschland die das betrifft.
Drogenpolitik ist was anderes.
Aber lass uns doch am besten wieder 3 Seiten diskutieren ob das Drogenpolitik ist oder nicht.
 
Was ja egal wäre, wenn es einen legalen und freien Markt gäbe. Womit wir bei Drogenpolitik wären.
 
der legale freie Markt bedeutet weder dass man das Zeugs selbst anbauen darf, noch dass die Krankenkassen das Zeugs als Medikament zahlen.
Du willst es wieder mal nicht verstehen.
Das eine hat mit dem anderen nicht zu tun.

Einmal geht es um ein medizinisches Nischenprodukt, um Marihuana für ganz, ganz wenige Schwerkranke, das andere mal geht es um die Legalisierung einer Droge.
Klar, wenn Marihuana mal legal ist ist es vielleicht billiger als jetzt. Dann können sich Schwerstkranke das Zeugs günstiger und legal besorgen.
Das ändert aber auch nichts daran, dass die Krankenkasse denen das eigentlich zahlen sollte. Das ist in dem Fall nämlich der Kern des Problems.

Wenn es um die Legalisierung von Marihuana geht macht es da wirklich Sinn über die positiven Auswirkungen für vielleicht 100 Kranke zu reden?

Aber dieses Gerichtsurteil hat schon mit Politik zu tun. Immerhin weist es in die aus meiner Sicht richtige Richtung und kann die Politik da beeinflussen denke ich. Insgesamt sieht es für mich so aus, als würde sich die allgemeine Haltung zu dieser Thematik in unserer Gesellschaft verändern.

dieses Urteil ist ein Armutszeugnis für unser Krankensystem, nicht mehr und nicht weniger.
Wie kann es sein, dass Kranke ihre Medikamente selbst herstellen müssen weil sie sie sich sonst nicht leisten könnten?
 
der legale freie Markt bedeutet weder dass man das Zeugs selbst anbauen darf, noch dass die Krankenkassen das Zeugs als Medikament zahlen.

Wieso sollte man eine Pflanze, wenn sie denn nicht illegal ist, nicht anbauen dürfen?
Wenn in einem freien Markt der Preis niedriger ist, als die Zuzahlung für ein rezeptpflichtiges Medikament, wenn interessiert dann die Krankenkasse?
 
Politik ja. Drogenpolitik nur am Rande.
Aber ist doch auch juck.
 
oh, Entschuldigung. Offensichtlich kenne ich mich mit Schnappsbrennen nicht aus.
Es gibt aber beim Tabak und beim Alkohol strikte Beschränkungen und ein generelles Verbot.

Das sollte doch aber schon reichen um den Kapitän zufrieden zu stellen, oder?

Sicherlich finden wir auch noch andere Dinge die auf dem Markt frei verkäuflich sind (oder Produkte davon) und die man trotzdem nicht legal daheim anbauen oder herstellen darf...
 
Jetzt ist es auch in Deutschland amtlich...

Gericht gibt berauschende Kräutermischungen frei

Berauschende Kräutermischungen fallen laut Bundesgerichtshof nicht unter das Arzneimittelgesetz. Ermittler sehen in dem Urteil einen Rückschlag im Kampf gegen Drogen.

Neues Problem für Ermittlungsbehörden: Bislang hatten sie sich auf das Arzneimittelgesetz berufen, um gegen die Verbreitung neuer Drogen, sogenannter legal highs, vorzugehen. Die BGH-Richter entschieden nun, dies sei unzulässig.

Die BGH-Richter sprachen den Mann nun vom Vorwurf des "Inverkehrbringens von Arzneimitteln" frei. Damit haben die Richter eine Entscheidung des Europäischen Gerichtshofes umgesetzt, der im Juli entschieden hatte, dass derartige Designerdrogen nach europäischem Recht keine Arzneien sind.

Die Schlacht ging verloren, aber der Krieg gegen die pöhsen Drogen geht weiter.
 
jo, als Ersatz für Hanf.
Was man sich legal reinpfeifen darf nur weil es die deutlich harmlosere Droge nicht legal gibt ist schon erschreckend...
 
Was sind denn eigentlich die Voraussetzungen dafür, dass etwas unter das Arzneimittelgesetz fällt? Ich dachte immer, dass die berauschende Wirkung da durchaus Einfluss drauf hat.
Aber offenbar ja nicht. Da frage ich mich doch, wieso dann eigentlich Cannabis auf der Liste steht :unknown:
 
Wobei es ja genügend Studien gibt die nachweisen das z.B. THC durchaus gesundheitsfördernd sein kann -> Trotzdem wird man es in den wenigsten Fällen regulär verschrieben und auch bezahlt bekommen. Lieber paar Morphine, etwas Codein, Opiate, Uppers und Downer.... :T
 
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