Coronavirus

Re: Coronavirus

Würde Dir ja nur allzu gerne Recht geben. Leider scheint es jedoch auch bei leichteren Verläufen (nicht hospitalisiert) zu nicht unerheblichen Spätfolgen zu kommen.

Hierzu wären genaue Zahlen interessant. Könnte aber auch noch zu früh dafür sein. Ich kann mir nicht vorstellen, dass die Zahl der Erkrankten mit Spätfolgen so erheblich hoch ist. Das Gegenteil wäre natürlich erschreckend.

Ich gehe mittlerweile mit einem gewissem Optimismus an die Sache heran. Ist, wie ich finde, nicht verkehrt, solange aus dem Optimismus kein Leichtsinn wird.
 
Re: Coronavirus

Dazu wird es noch keine belastbaren Zahlen geben. Aber vieles was darauf hindeutet. Und damit sollte Prävention das Maß der Dinge sein. Wenn nichts passiert - gut aber was wenn die Spätfolgen in 1-2 Jahren das Gesundheits- und Sozialsystem stark belasten? Wir haben jetzt ein knappes halbes Jahr rum und wenn wir das Niveau halten können bis es ein Impfstoff in ausreichender Menge gibt, wieso dann unnötig ein Risiko eingehen?
 
Re: Coronavirus

Die Prävention soll wohl auch die Immunität voranschreiten lassen. Hab noch nicht explizit gelesen, aber das geht grad durch die Presse.
 
Re: Coronavirus

Das letzte was ich bezüglich von Langzeitfolgen las war im Lancet

We are seeing patients in clinics dedicated to COVID-19 convalescents, and for some of these patients the return to their former health trajectory is slow and painful. These patients are not only those recovering from the severe form of the acute disease (ie, post intensive care syndrome), but also those who had mild and moderate disease. A summary of the most common complaints, based on our clinical impressions, is shown in the appendix (p 1).
 
Re: Coronavirus

Schweden ist nicht Deutschland. Ich verstehe daher deinen Beitrag nicht.
Es gibt sogar Inselstaaten in denen es gar kein Corona gibt.
Die Relevanz für uns hier ist die gleiche.
 
Re: Coronavirus

Ja, hat er. Und weil ER das hat weiß man was er damit meinte und damit sagen will.
 
Re: Coronavirus

Und was er damit auch sagen möchte, Du willst es nicht hören, aus welchen Gründen auch immer?
 
Re: Coronavirus

Solche Äpfel mit Birnen Vergleiche bringen halt nichts.
Kann er dir ja erzählen.
 
Re: Coronavirus

Ja, Ländervergleiche sind bei dem Thema ja etwas ganz Neues. Damit sollte man jetzt nicht anfangen.
Für die Bewertung von Strategien und Maßnahmen sind Alternativen zum Vergleich absolut nutzlos.
 
Re: Coronavirus

Rede damit mit ichdererste oder Troll Account.
Ich bin da der falsche Ansprechpartner.
 
Re: Coronavirus

Nur, um das mit den Spätfolgen mal in eine Perspektive zu setzen:

Contergan wurde vom 1. Oktober 1957 bis zum 27. November 1961 verkauft. Die Entwicklung des Medikaments war schon 1954. Im Mai 1958 (das sind 9 Monate nach dem Verkaufsstart) wurde zum ersten Mal im Bundestag über die Häufungen von Missbildungen diskutiert, das war zu dem Zeitpunkt aber nicht im Verdacht - der ist erst am 31. Dezember 1960 aufgetaucht. Das Medikament wurde auch erst auf öffentlichen Druck vom Markt genommen; die Politik hatte vollumfänglich versagt. Es hat also von der ersten Diskussion bis zum tatsächlichen Erkennen und Verhindern der Tragweite des Problems ganze 3 Jahre gedauert und ca. 2400 Geschädigte leben heute noch in Deutschland. Das Zeitfenster, in dem die extremen Schädigungen verursacht wurden, war übrigens gerade mal 2 Wochen ("in der so genannten ‚sensiblen Phase‘ der Organentwicklung zwischen dem 27. und 40. Tag nach der Empfängnis bzw. dem 34. und 50. Tag nach Beginn der letzten Menstruation" - Wikipedia).

Und an dieser Stelle reden wir eigentlich nicht von Spätfolgen, sondern von direkten Auswirkungen, die auch noch klar und offensichtlich sind.
 
Re: Coronavirus

Leider wird es keinen Verkaufsstopp für Corona geben.
Contergan wäre auch nicht vom Markt verschwunden wenn es nicht bewiesen worden wäre was es für Folgen haben kann.
Den Vergleich kann man so nicht wirklich ziehen. Gründe dafür kennst du sicherlich selbst mehr als ich.

Was ist die Lösung? Kompletter Lockdown weil es womöglich viele Menschen mit Spätfolgen gibt ohne, dass es jetzt Beweise gibt, dass eine hohe Prozentzahl an leicht Erkrankten solche Spätfolgen überhaupt bekommt?
Schwierig, ich denke wir gehen derzeit noch ganz gut mit dem Virus um, eine Panikmache ist bei der derzeitigen Anzahl an Intensivpatienten mit covid19 einfach nicht angebracht.
Klar gibt es Leute mit Spätfolgen, klar gibt es kleine Kinder die daran sterben usw.
Die Regel ist das aber doch nicht.
Man sollte nach über einem halben Jahr durchaus schon Daten haben wie viele der positiv Getesteten auch nach Monaten noch gesundheitliche Probleme haben.
 
Re: Coronavirus

@Metal_Warrior: Könnte man die selben Argumente nicht auch gegen einen Impfstoff bringen, dessen Spätfolgen nur über ein Jahr abgeschätzt werden können? Ernst gemeinte Frage.
 
Re: Coronavirus

Den Vergleich kann man so nicht wirklich ziehen.
Du hast nicht verstanden, worauf ich abgezielt habe.
Mir ging es darum aufzuzeigen, dass selbst die krassen Nebenwirkungen von Thalidomid erst 9 Monate später aufgetreten sind, und im Vergleich dazu die verdammt kurze kritische Phase. Bei Corona haben wir Spätfolgen, die wir nicht abschätzen können, sie sind nicht unbedingt offensichtlich (keinem fehlen nach einer Infektion Ohren oder Hände), und die kritische Phase ist - nach dem aktuellen Stand - nicht nach der ersten Infektion überstanden, weil man es sich offenbar mehrfach holen kann.

Wir gehen aktuell davon aus, dass sich eine Infektion langfristig schädigend auf den gesamten Organismus auswirken kann, nahezu jede einzelne Zelle, insbesondere der Wandzellen des Gefäßsystems. Und das nicht nur bei schweren Verläufen, sondern sogar bei asymptomatischen. Ist dir eigentlich auch nur halbwegs klar, was das heißt? Geh im Falle der *aktuellen* Informationen davon aus, dass in 10-20 Jahren die Schlaganfall- und Infarktrate bei allen Erkrankten rapide steigt, und zwar nicht nur in Herz und Gehirn, was sowohl eine erhöhte Sterblichkeit (die man nicht ohne Weiteres auf SARS-CoV-2 zurückverfolgen können wird) als auch eine massive Vermehrung der medikamentenabhängigen Organgeschädigten nach sich ziehen wird.

Und ja, die deutlichen Hinweise gibts schon. Gefäßschädigungen und Herzinfekte auch bei asymptomatischen Fällen sind nun mehrfach in der Presse aufgeschlagen:


]Die Regel ist das aber doch nicht.
Ähm, die Regel ist das nicht? Bei 75% aller Infektionen Hinweise auf Herzschäden sind nicht die Regel? Holla, müssen es bei dir 150-200% sein?

Man sollte nach über einem halben Jahr durchaus schon Daten haben wie viele der positiv Getesteten auch nach Monaten noch gesundheitliche Probleme haben.
...um an dieser Stelle nochmal darauf zurückzukommen, wie das mit Contergan war: Nach einem halben Jahr war da auch noch nix zu sehen, weil beim Menschen Geburten meistens so 9 Monate nach Befruchtung stattfinden...

Nochmal: Wir reden hier von einem Virus, der sich selbstständig verbreitet, dessen Auswirkungen derzeit noch immer primär im akuten Bereich beobachtet werden und nur sehr, sehr langsam wird sich herauskristallisieren, was das für Spätfolgen hat. Nur weil der Sani, der grad ne Leiche vom Gleis gekratzt hat, am nächsten Morgen zur Arbeit erscheint, heißt das nicht, dass er nicht in 2 Jahren arbeitsunfähig ist, weil er die Bilder nicht mehr aus dem Kopf bekommt.

@Metal_Warrior: Könnte man die selben Argumente nicht auch gegen einen Impfstoff bringen, dessen Spätfolgen nur über ein Jahr abgeschätzt werden können? Ernst gemeinte Frage.
Nein. Letztlich präsentierst du dem Immunsystem nur körperfremde Proteine, und das mach dann das, was es damit immer tut - sie vernichten. Es gibt zwei Dinge, die bei einem Impfstoff schlecht sein können:

1. Er enthält lebende Pathogene, die dann tatsächlich die Krankheit auslösen.
2. Das Immunsystem ist bei der Bekämpfung zu schnell, und baut daher keine Langzeit-Antikörper auf und damit wird der Langzeitschutz nie erreicht.

Punkt 1 findest du binnen weniger Tage raus, nämlich wenn deine Patienten auf einmal aktive Viren im Blut haben und die Kranheit bekommen. Punkt 2 ist der Teil, der lange dauert und erst nach 6, 12 oder 24+ Monaten durch Gabe einer weiteren Impfung anhand der Geschwindigkeit des sich dann einstellenden Antikörpertiters überprüft werden kann. Spätfolgen, wie etwa Schädigung der eigenen Organe, sind bei einem Impfstoff nur dann denkbar, wenn die Zusatzstoffe (für Haltbarkeit, Pufferung etc.) dafür sorgen. Und die setzen wir schon so lange ein, dass wir deren (Nicht-)Auswirkung auf den Körper ziemlich gut abschätzen können.
 
Re: Coronavirus

Ich lese oft, dass der Impfstoff gegen die Schweinegrippe von 2009 Jahre später bei einigen Leuten Narkolepsie verursacht haben soll. Was war in dem Fall anders?
 
Zurück
Oben