Re: Coronavirus
Es wird jedenfalls super. Ich sehe das ja hier in meinem Umfeld. Vor 6 Wochen: Fast alle HomeOffice, gemeinsames Mittagessen im Besprechungsraum mit 3-4 Personen, alle Fenster komplett geöffnet, es war ja schön warm. Jetzt immer weniger HomeOffice tendenziell immer mehr beim gemeinsamen 'kleinen' Mittagessen, dafür eben bei der Kälte natürlich immer weniger Fenster geöffnet. Und wir sind schon relativ vorsichtig, verschieben Tische, halten so weit das in einem Raum mit Mikrowelle geht 1,5-2 Meter Abstand zumindest beim Essen an sich.
Währenddessen kommen ein Einschläge näher, einer hier hat einen Corona-Fall in der Familie schon gehabt und wurde getestet, ich selber kenne eine weitere Person, noch eine war auf einer Hochzeit wo (wer hätte das ahnen können!!!!) jetzt diverse Menschen Corona durch haben, inklusive ihr selber.... und währenddessen fragen mich altersbedingte Risikopatienten ob sie denn auf die Geburtstagsfeier im "Kleinen Kreis von Maximal 25 Personen" gehen sollten oder nicht vielleicht absagen sollten.
Das scheint mir alles eine interessante Mischung zu sein und ich bin aktuell "gespannt".
--- [2020-09-30 09:05 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---
Bei 3 Virusgenen, nach denen wir suchen, beträgt die Gesamt-Spezifität 99,99%, d.h. unter 10.000 richtig negativen Resultaten gibt es einen falsch Positiven, der in der Folge unnötig in Quarantäne geht.
Das ist so aber auch irreführend. Man muss zusätzlich anmerken, dass dies bedeutet, wenn 1 von 10.000 tatsächlich positiv ist, dann haben wir eine falsch-positiv Quote von 50%, nämlich einmal den richtig-positiven und einmal den falsch-positiven. Also unter der idealen Annahme von 0% falsch-negativen.
Unter der Annahme einer x5 Dunkelziffer der aktiven Fälle hätten wir also 125.000 aktive Fälle gerade, das sind ca. 1 von 650 Personen im Schnitt, also ist die durchschnittliche Prävalenz schon recht höher als die Spezifität des Tests. Ich zweifel jedoch daran, ob der Durschnitt eine sinnvolle Angabe ist hier. Jedenfalls wird ja weiterhin vornehmlich verdachtsbezogen getestet und unter den Verdächtigen ist die Prävalenz sicherlich weit höher (3% positive Tests wären wenn wir falsch-positive ausklammern ja ca. 1 aus 30 Personen).