allerdings sehe ich bei jedem "erfolg" für die homoehe nichts als geheuchelte toleranz: dieselben leute, die jezt jubeln, was für ein gesellschaftlicher durchbruch das doch sei, haben nämlich ihre eigenen willkürlichen grenzen im kopf und sind genauso intolerant gegenüber anderen wie die frühere generation gegenüber homos.. ich sehe hier keinen gesellschaftlichen fortschritt in toleranz (ein solcher fortschritt wäre nicht an eine spezielle personengruppe gekoppelt), sondern nicht mehr oder weniger als gute lobbyarbeit..
Na, woher weißt du jetzt so genau, dass die betroffenen Kämpfer für die Homo-Ehe jetzt ein Problem mit Polygamie oder Inzest haben?
Ich habe Betroffene noch nie drüber reden hören, ich weiß das nicht und ich kann mir vorstellen, dass in diesen Kreisen zum Beispiel bei Polygamie keinerlei Probleme herrschen. Vielleicht irre ich mich, vielleicht irrst du dich, mir wäre es neu, wenn es da repräsentative Erhebungen geben würde.
Es mag wahrscheinlicher sein, dass es bei den nicht betroffenen Teilen der Bevölkerung, die dennoch für die Homo-Ehe sind, ein Problem mit den beiden anderen Formen des Zusammenlebens gibt, aber das kann man getrost als ersten Schritt zur Normalität betrachten. Und nicht als Zeichen von Verlogenheit.
Ich bin nichtbetroffener Befürworter der Homo-Ehe und hab tatsächlich kein Problem mit Polygamie, wobei mir allerdings trotzdem Gründe gegen die Polygamie einfallen.
Neben den ganzen rechtlichen und steuerlichen Vorteilen einer Ehe hat diese ihre Daseinsberechtigung ja auch aus symbolischen Gründen, ganz unabhängig von Religionen. Nämlich dem öffentlichen Bekenntnis, dass man den einen Partner hat, der einem näher steht als Dritte und für diesen Partner eben auch der eine Partner ist, der einem näher steht als andere. Dieses Bekenntnis kann es bei Polygamie nicht geben.
Zum Inzest muss ich sagen, dass ich mir darüber aus Mangel an Gelegenheiten noch nicht wirklich Gedanken gemacht habe und da rein emotional reagiere. Und emotional empfinde ich es tatsächlich als widernatürlich. Es kann aber gut sein, dass ich da tatsächlich rückständig und Intolerant denke, da müsste ich mir Gedanken machen, wenn es denn eine Notwendigkeit dafür gibt.
Aktuell sehe ich die nicht, zumal es hier ja eben auch um die Homo-Ehe geht.