Die Energiewende - Traum oder Trauma?

Korrigiert mich wenn ich mich irre, aber so wie ich das sehe sind erneuerbare Energien nicht mal ansatzweise soweit die Stromversorgung in Deutschland wirklich zu decken.
Da fehlt es an Kapazitäten, Leitungen, Speichermöglichkeiten und Effizienz.
....
Für all das gibts aber technische Lösungen. Es stellt heute nur bedingt ein Problem dar, überflüssigen Strom mithilfe von CO2 und H2 in Methan zu wandeln. Und dafür haben wir ein wunderbar ausgebautes Netz, das man relativ problemlos verwenden könnte.
Ist zwar keine Premiumenergie wie Strom, aber Gaskraftwerke sind innert Minuten hochgefahren und deutlich flexibler regelbar als AKWs und können mit dem Sythese-Methan befeuert werden.
Aber auch Pumpwasser Kraftwerke sind nicht ein solch großes Problem. Wieviele Zechen liegen brach, und böten Fallstrecken von weit über 500m?
Nur wieso sollte <Energiemulti-Namen-einsetzen> dem "günstigen" Atomstrom (denn die Folgekosten trägt ja die Allgemeinheit) der eigenen AKWs im Wege stehen, und mit der Idee eigene Zechen umzubauen den bösen Ökos den Rücken stärken?

Wer soll das bezahlen?
Wer soll das umsetzen?
Das erneuerbare Energien irgendwann mal vielleicht sogar billiger sind als Atom ist das Eine, aber da erstmals hinzukommen kostet MILLIARDEN (wenn das denn überhaupt reicht) und vor allem Zeit und Knowhow.
Und ich sehe von alldem schlichtweg nix. Es wird willkürlich Geld verbrannt (viel Geld), ohne des es irgendeinen Fortschritt gibt. Das kann doch nicht sein.
Das interessante, aber leider allzu oft ignorierte, Wissen darum, dass Strom auf Photovoltaik zwischenzeitlich günstiger als Atomstrom zu sein scheint wird von Medien wie Politik leider nicht gern verbreitet.
Die EDF fordert zum Beispiel (EDF ist der 2. grösste Stromerzeuger Frankreichs und betreibt solch wunderbare technische Meisterwerke wie Fessenheim) eine Subvention von Atomstrom, um mit den regenerativ erzeugten Energien wettbewerbsfähig zu bleiben (und um die Kosten des Atomstroms zu senken, werden über 10% des Atommülls nach Russland verbracht, wo die "Endlagerung" scheinbar kein Problem darstellt)

Heute weiß man über die schöne neue Ökozukunft schon bisschen mehr, nämlich dass Energie aus nachwachsendem Material, vulgo Biosprit, die Regenwälder entgültig erledigen und die Nahrungsmittelversorgung der Armen auf der Welt gefährden wird.
DU hast natürlich Recht, der Biosprit war der grösste Hirnwichs des 21. Jahrhunderts. Wobei es nicht daran liegt, dass es um nachwachsendes Material ging.
Man könnte z.B. auch aus Algen Energie gewinnen (wenn im Moment auch nicht konkurrenzfähig aber wir stehen da noch ziemlich am Anfang).

Mit Deiner Aussage, die steigende Anzahl der AKWs erhöhe das Risiko, relativierst Du es bereits: Eigentlich kann man mit dem Risiko leben, nur sollte es nicht so hoch werden, dass alle drei Jahre ein AKW durchgeht. Aber wenn das im Schnitt alle 20 Jahre passiert, ist das okay.
Würd mich mal interessieren, ob die Umlandbewohner von Fukushima das ähnlich sehen?
 
Die Energiewende ist einfach teuer, aber auf lange Sicht rechnet sie sich. Nur diese lange und große Investition muss man überhaupt stemmen können, damit sie in Betracht kommt.

Klar. Und deshalb: Deutschland vor, noch ein Tor!

Wir tauschen aktuelle Wirtschaftsleistung und Wohlstand (EEG-Umlage) gegen eine langfristige saubere und risikoarme Energiegewinnung ein. Das ist keine Frage von purer Rationalität (wäre diese möglich, würden alle Ländern zu den selben Schlüssen kommen müssen), sondern schlichtweg von Priorität.

Ich kenne die Erzählungen des Propheten. Allein, mir fehlt der Glaube.

Wäre übrigens voll knorke, wenn du dir Pauschalisierungen, Unterstellungen und ähnlich in Zukunft sparen könntest, und dich ausschließlich auf die Inhalte der Beiträge deiner Mitdiskutanten beziehen könntest.

Welchen Inhalt bringst Du denn? Nichts als Deinen Glauben. Den kann man ja haben, solage man noch weiß, dass es ein Glauben ist. Es ist in Deinem Fall ein sehr schlichter Glaube, nämlich daran, dass durch die Verwendung sogenannter regenerativer Energien alles gut wird.

Aber leider weißt Du nicht mehr, dass es eine Glauben ist und hältst ihn für die allein seeligmachende Wahrheit. Dein Glauben sei rational, meist Du.

Als Glaube vielleicht. Aber das Rationalitätskriterium ist in diesem Fall die Praxis. Und wie die tatsächlich aussehen wird, wissen nur Hellseher. Offenbar glaubst Du auch, Du wärest einer.
 
Klar. Und deshalb: Deutschland vor, noch ein Tor!

@ Nero

Und das von einem Schweizer.... Naja, ich habe Dich viel zu oft in verschieden Threads hier gelesen, und Du hast nie wirklich etwas zur eigentlichen Diskussion beigetragen. Daher bist Du jetzt der Erste, der auf meiner Ignorier-Liste landet.

Einen schönen Tag noch... :unknown:
 
Für all das gibts aber technische Lösungen.

Sicher. Aber sind sie auch industriell nutzbar? Pilotprojekte bitte!



DU hast natürlich Recht, der Biosprit war der grösste Hirnwichs des 21. Jahrhunderts. Wobei es nicht daran liegt, dass es um nachwachsendes Material ging.
Man könnte z.B. auch aus Algen Energie gewinnen (wenn im Moment auch nicht konkurrenzfähig aber wir stehen da noch ziemlich am Anfang).

Könnte mir vorstellen, dass Abfischen von Algen in industriellem Masstab den Ozean etwas durcheinanderbringt. Das Ökosystem ist auf die gegenwärtige Menge ausgelegt.

Würd mich mal interessieren, ob die Umlandbewohner von Fukushima das ähnlich sehen?

Im Augenblick eher nicht. Aber frag mal die Einwohner von Biblis, ob sie froh über die Schließung ihres AKWs sind.

@ Nero

Und das von einem Schweizer.

Noch so eine Paranoiker, der mir eine Nationalität anhängt, die ich gerne hätte, aber nicht habe. Um auch mal eine Spekulation zu wagen: Vermutlich der andere Account von elGitarre.
 
Zuletzt bearbeitet:
Noch so eine Paranoiker, der mir eine Nationalität anhängt, die ich gerne hätte, aber nicht habe. Um auch mal eine Spekulation zu wagen: Vermutlich der andere Account von elGitarre.

Nun, ich möchte garnicht bestreiten, das meine Vermutung, das Du nicht in Deutschland lebst durch einige Posts von elGitarre gestützt werden, aber auch die Art und Weise, wie Du gerade in Sachen Politik schreibst, lässt doch sehr darauf schliessen, das es Dich nicht wirklich betrifft. Aber gut, das ist jetzt alles Off-Topic.

Zum Thema:

Ich selbst bin mir nicht wirklich sicher, ob derzeit ohne AKW´s die Stromversorgung gesichert wäre.
Mir wäre, es natürlich auch lieber, wenn der gesamte Energiebedarf aus regenerativen Quellen gewährleistet werden könnte, das halte ich aber im Moment für sehr unwahrscheinlich.
Dennoch ist es meiner Meinung nach unerlässlich die alternativen Energien zu fördern und auszubauen, sodas wir in 20-30 Jahren vielleicht doch damit auskommen können.

Aber, ist vielleicht nur Wunschdenken.... :unknown:
 
Klar. Und deshalb: Deutschland vor, noch ein Tor!
Es ist heftig, wie sehr du dich weigerst, dich auf sachlicher Ebene mit irgend etwas auseinanderzusetzen. Ich habe mich alleine auf die finanziellen Ressourcen bezogen. Wie es um die steht im Vergleich zu anderen europäischen Nationen, dürfte auch dir klar sein.

Welchen Inhalt bringst Du denn? Nichts als Deinen Glauben.
Erstens hast du dich immer noch nicht mit den Argumenten auseinandergesetzt, die du als "typisch Öko" bezeichnet hast.
Zweitens hast du noch immer nicht verstanden, dass es nicht "das rationale" Argument gibt, sondern nur "rationalisierbare" Argumente, solange es um menschliche Entscheidungen geht.
Drittens scheint es mit deiner Fähigkeit zur Selbstkritik nicht weit zu sein, wenn du anderen - ohne Eingehen auf ihre Argumente - reines Anhaften an Glauben unterstellst, aber selbiges bei dir nicht monierst. Oder hältst du gar deine eigenen Argumente für die rationalen? Müsste dann ja so sein, oder nicht?
 
Sicher. Aber sind sie auch industriell nutzbar? Pilotprojekte bitte!
Gern doch:

Könnte mir vorstellen, dass Abfischen von Algen in industriellem Masstab den Ozean etwas durcheinanderbringt. Das Ökosystem ist auf die gegenwärtige Menge ausgelegt.
Zum einen muss man Algen nicht unbedingt aus natürlichen Gewässern gewinnen (2 sehr interessante Ansätz der Gewinnung in Systemen ähnlich von Solarkollektoren sind leider magels Investoren hops gegangen).
Zum anderen gibt es immer häufiger "Algenpest" , die durchaus beträchtliche Mengen Biomasse darstellt.

Im Augenblick eher nicht. Aber frag mal die Einwohner von Biblis, ob sie froh über die Schließung ihres AKWs sind.
Ganz ehrlich: Die Happyness der Biblisianer ist mir reichlich egal. Wenn Biblis hopps geht (man darf nicht vergessen, dass Fukushima und Tschernobyl praktisch noch "near-misses" waren. Man stelle sich vor, auf die glühende Masse im Bauch des Tschernobyl-Reaktors wäre Wasser geflossen. Da wäre Nagasaki Kinderfeuerwerk dagegen gewesen) betrifft das weitaus grössere Teile von Deutschland.
Viele sind sich einfach nicht bewusst, wie gefährlich schon geringe Massen radioaktives Material sein kann. Bei Tschernobyl war es, so meine ich mal von Lesch vernommen zu haben, nur etwa ein Fingerhut voll radioaktives Jod das über Europa niederging (natürlich auch viele andere spassige Dinge, aber durch die geringe HWZ von Jod ist dort die Auswirkung am unmittelbarsten.
 
Zum einen muss man Algen nicht unbedingt aus natürlichen Gewässern gewinnen (2 sehr interessante Ansätz der Gewinnung in Systemen ähnlich von Solarkollektoren sind leider magels Investoren hops gegangen).

Flächenverbrauch?

Zum anderen gibt es immer häufiger "Algenpest" , die durchaus beträchtliche Mengen Biomasse darstellt.

Was für uns Algenpest ist, muss dies nicht auch fürs Ökosystem sein.

Ganz ehrlich: Die Happyness der Biblisianer ist mir reichlich egal.

Mir auch. Aber dann kann man auch nicht die Anwohner von Fukushima fragen. Anwohner sehen es aus ihrer Perspektive.

Wenn Biblis hopps geht (man darf nicht vergessen, dass Fukushima und Tschernobyl praktisch noch "near-misses" waren. Man stelle sich vor, auf die glühende Masse im Bauch des Tschernobyl-Reaktors wäre Wasser geflossen. Da wäre Nagasaki Kinderfeuerwerk dagegen gewesen) betrifft das weitaus grössere Teile von Deutschland.

Wenn das so ist, müsste man sämtliche AKWs ohne Rücksicht auf wirtschaftliche Folgen sofort runterfahren.

Aber das verlangt ja keiner, daher glaube ich nicht an diese Gefahr.
 
Lass mich raten, eine Antwort auf meinen letzten Post wäre dir persönlich zu unangenehm, Nero.
 
Ich sehe das Hauptproblem darin, dass wir überhaupt angefangen haben Kernenergie zu nutzen. Diese Technik ist gefährlich. Fehler können nicht nur ganze Gebiete verstrahlen sondern noch weit mehr wie man an Fukushima gerade sehr gut sieht. Diese Energie hat allerdings so viel Power, dass sie nicht von heute auf morgen mit regenerativen Energieträgern ersetzt werden kann. Daher hätte man von Anfang an die Finger davon lassen sollen. Mit Öl ist es eine ähnliche Situation, wobei es da generell um Ressourcen- und Umweltprobleme geht, aber nicht wie bei AKWs um Umweltkatastrophen.
Aber nun sitzen wir eben in diesem Boot. Die Energiewende ist nötig und eigentlich längst überfällig, da hätte man schon vor mindestens 20 Jahren mit anfangen müssen. Wobei uns da ein 'hätte' natürlich auch nicht weiterbringt. Daher sollte das gut durchdacht werden, auch wenn es dann wohl leider wohl einige Jahrzehnte dauern wird. Aber Hals über Kopf jetzt versuchen die letzten versäumten 20 Jahre nachzuholen bringt auch nichts. Strom ist lebensnotwendig. Wenn da jetzt Chaos angestellt wird nach dem Motto hauptsache Energiewende bringt uns das also auch nicht weiter. Man muss das ganze also mit kühlem Kopf angehen und hoffen, dass es zu keinen Komplikationen mehr mit AKWs gibt bis man diese Dinger vom Hals hat. Dafür muss aber auch jeder ein bisschen toleranter werden. Viele haben die im Eingangspost geschilderte Einstellung 'Saubere Energien? Coole Sache find ich gut, aber bloß nicht vor meiner Tür!'. Wobei man hier auch abgelegenere Orte in Betracht ziehen sollte. Es ist sicher nicht nötig, dass jedem Anwohner Windmühlen vor die Tür gestellt werden. Außerdem gibt es Alternativen wie Solarzellen, die keine störenden Faktoren wie Lärm erzeugen.
 
Lass mich raten, eine Antwort auf meinen letzten Post wäre dir persönlich zu unangenehm, Nero.

Na schön, meinetwegen, wenn Du unbedingt willst:

Es ist heftig, wie sehr du dich weigerst, dich auf sachlicher Ebene mit irgend etwas auseinanderzusetzen. Ich habe mich alleine auf die finanziellen Ressourcen bezogen. Wie es um die steht im Vergleich zu anderen europäischen Nationen, dürfte auch dir klar sein.

Protz, protz, wir können es uns leisten, und ihr euch nicht. Und jetzt zeigen wir euch mal, was man mit einer gut gefüllten Brieftasche alles machen kann.

Du bist ja nicht mal auf der Höhe der AKW-Gegner. Die wissen nämlich: Wenn Fessenheim (Frankreich) hochgeht, kann man Breisach und Freiburg (Deutschland) evakuieren. Wenn AKWs eine Gefahr sind, kann man das Problem nur gesamteuropäisch lösen. Frankreich traue ich die Lösung eher zu, wenn dort der Wille bestünde. Der TGV fährt, der neue ICE steht. Die Ariane wiederum fliegt, der Transrapid (Magnetschwebebahn) ist Geschichte.

Erstens hast du dich immer noch nicht mit den Argumenten auseinandergesetzt, die du als "typisch Öko" bezeichnet hast.

Öko hat Überzeugungen und keine Argumente

Zweitens hast du noch immer nicht verstanden, dass es nicht "das rationale" Argument gibt, sondern nur "rationalisierbare" Argumente, solange es um menschliche Entscheidungen geht.

Lies doch wenigstens mal, was Du schreibst: "Das ist eine rein rationale Überlegung zur Minimierung von Risiken für Mensch und Umwelt." Und guck Dir mal an, was "Rationalisierung" bedeutet:

Der Begriff bezeichnet in der Psychologie kognitive Vorgänge, bei denen gemachten Erfahrungen, Erlebnissen oder Beobachtungen nachträglich (ex post) rationale Erklärungen zugeschrieben werden. Diese müssen keinesfalls wirklich ursächlich für das Erlebnis sein, sondern sind oft konstruiert und persönlich eingefärbt. Die vermeintliche Logik reduziert kognitive Dissonanzen und vermittelt der Person einen Sinn. Dies kann soweit gehen, dass Erinnerungen konstruiert werden, um den Sinn aufrechtzuerhalten.


Wie ich gesagt habe: Suchst Rechtfertigungen für Deinen Glauben. Und jetzt gibst Du es auch noch selber zu.

Drittens scheint es mit deiner Fähigkeit zur Selbstkritik nicht weit zu sein, wenn du anderen - ohne Eingehen auf ihre Argumente - reines Anhaften an Glauben unterstellst, aber selbiges bei dir nicht monierst. Oder hältst du gar deine eigenen Argumente für die rationalen? Müsste dann ja so sein, oder nicht?

Ich bin in dieser Angelegenheit kein Weltanschauungsprediger und brauche keinen Glauben. Ich weiß, dass ich solange über die regenerativen Energien nichts weiß, bis sie sich in der Praxis bewährt oder als großer Reinfall erwiesen haben. Darum würde ich niemals alles auf eine Karte setzen. Das ist leichtsinnige Lotterie.
 
Öko hat Überzeugungen und keine Argumente
... und da spricht dein Glaube, von dem du behauptest, ihn nicht zu haben.
Nebenbei weigerst du dich noch immer, auf diese einzugehen. Du tust sie pauschal als "Überzeugung" ab. Ich habe explizit mehrere Aussagen geliefert, die nahezu tautologisch sind:
- erneuerbare Energien haben kein Risiko für einen SuperGAU
- erneuerbare Energien sind nicht auf fossile Energieträger angewiesen
- erneuerbare Energien sind durch steigende Preise fossiler Brennstoffe notwendigerweise langristig günstiger (zumindest, wenn man Grundverständnis in Mathematik besitzt)
So. Bei jedem einzelnen dieser Argumente, lege mir dar, was davon bitte nur Überzeugung sei und warum dies keine Argumente seien.

Und guck Dir mal an, was "Rationalisierung" bedeutet:
Deine Manipulation ist doch an Dreistigkeit nicht zu überbieten. Ich habe explizit Entscheidungstheorie geschrieben, du kramst die Definition der Psychologie hervor. Zweitens habe ich "rationalisierbar", was ein Attribut für Entscheidungen ist, und nicht "Rationalisierung" geschrieben, was ein Prozess der Entscheidungsbewertung ist, geschrieben.

Protz, protz, wir können es uns leisten, und ihr euch nicht. Und jetzt zeigen wir euch mal, was man mit einer gut gefüllten Brieftasche alles machen kann.
Hör endlich auf, mir Sachen in den Mund zu legen. Ich habe nun schon mehrfach geschrieben, dass es alleien um die finanzielle Möglichkeit geht, diese Investition zu tätigen. Erst unterstellst du mir Hurrah-Patriotismus ("Deutschland vor, noch ein Tor"), nun "Protzen"? Was zur Hölle soll das? Ich habe mehrfach erklärt, warum alleine die finanzielle Ausstattung Deutschlands zu einer rationalisierbaren (s.o.) Handlung führt, die für andere Staaten gemäß Entscheidungstheorie nicht rationalisierbar ist, und dass es somit keine allgemeingültige Antwort für die zu jedem Zeitpunkt richtige Entscheidung für alle Akteure gibt.

Aber statt dich hieran festzunageln - was dir Spaß machen wird, da du wieder was finden wirst, was du mir dann in den Mund legst - geh doch lieber bitte auf obige drei Punkte ein und erläutere, warum dies keine Argumente seien - das ist ja schließlich "typisch Öko". Du hast einfach nur Angst, dich mit ihnen auseinandersetzen zu müssen - da ist es doch viel einfacher, sie abzutun.
 
Zuletzt bearbeitet:
Okay, ich muss meine Augen sowieso mal von der Bildbearbeitung erholen-


Ich habe explizit mehrere Aussagen geliefert, die nahezu tautologisch sind:

Nicht nur nahezu, sondern ganz. Das ist ja das Problem bei Dir.

Tautologie (Logik), eine Aussage, die, unabhängig vom Wahrheitswert der zugrundeliegenden Bestandteile, immer wahr ist (z. B.: „Es regnet oder es regnet nicht.“).
Tautologie (Sprache), in der Stilistik eine Häufung gleichbedeutender Wörter (z.B.: kleiner Zwerg).

- erneuerbare Energien haben kein Risiko für einen SuperGAU

Definitionsgemäß nicht, Tautologie. Faktisch aber möglicherweise doch. Bricht wegen einer länger andauernden Extremwetterlage die Stromversorgung zusammen, wäre das der SuperGAU. Kein Trinkwasser mehr nach wenigen Tagen, kein Sprit an den Tankstellen, etc.

- erneuerbare Energien sind nicht auf fossile Energieträger angewiesen

Dafür auf Wind und Wetter. Die sind recht unzuverlässig, auch wenn wir den angeblich kommenden Klimawandel mal total ignorieren. Weil fossile Energieträger zuverlässiger sind, hat man sich übrigens sehr viel früher schon für Dampfschiffe entschieden. Segler verbrauchen keine Kohle, liegen bei Flaute aber auch gern mal eine Woche oder länger am selben Fleck.

- erneuerbare Energien sind durch steigende Preise fossiler Brennstoffe notwendigerweise langristig günstiger (zumindest, wenn man Grundverständnis in Mathematik besitzt)

Definitionsgemäß ja, faktisch vermutlich nein. Regenerative Energien verbrauchen Fläche. Auch die ist ein knappes und immer knapper werdendes Gut.

In den fossilen Brennstoffen ist die Leistung der Sonnenenergie von mehreren hundert Millionen Jahren gespeichert. Wenn man von der Geothermie absieht, gibt es außer der Radioaktivität keine Energie auf der Erde, die nicht im Ursprung Sonnenenergie gewesen ist. Ich weiß nicht, ob jemand es mal ausgerechnet hat, wieviele tausend Jahre gespeicherte Sonnenenergie wir im Augenblick jährlich verputzen. Ob wir es ohne Kernenergie jemals schaffen werden, pro Jahr mit einer Jahresleistung Sonnenenergie auszukommen, weiß ich nicht. Im Augenblick würde ich es eher bezweifeln.

Im Augenblick sehe ich sogar eher schwarz, wenn ich mir Deine Szenarien anschaue, alle wie aus der Reklamebroschüre, und mir dann die Entwicklung des Berliner Großfluhafens BER vergegenwärtige. Das klang ja auch alles so schön, so logisch, so plausibel, und keiner kam auf die Idee, dass sie es einfach nicht schaffen, das Ding dann auch zu backen. Und dabei gibt es bei Großflughäfen ja nun wirklich Erfahrung und Blaupausen genug, die baut man nicht zum ersten mal. Wenn ich mir jetzt vorstelle, die gleichen Trottel packen die Energiewende an, dann kaufe ich mir vorsichtshalber mal einen ganzen Haufen Kerzen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wir verbrauchen eine Menge an Energie, die einem winzigen Bruchteil der Sonneneinstrahlung auf die Erde entspricht. Ein kleines Stückchen Sahara genügt für ganz Europa, selbst bei heutiger Technik und ihrer Energieausbeute. Muss die Energie nur noch hier her gelangen, am besten in speicherfähiger Form, was aber mittelfristig kein unlösbares Problem darstellt. Die politischen Probleme sind größer. So viel zur angeblichen Unmöglichkeit, alleine mittels erneuerbarer Energien die Energieversorgung Europas sicherzustellen, und andere Erdteile haben auch ihre Wüsten vor der Haustür, da geht der Platzverbrauch auch nicht auf Kosten von Natur und Landwirtschaft. Aber das ist natürlich nicht die einzige Möglichkeit, bei derzeitiger geopolitischer Lage sicher auch nicht die beste.

Die üblichen Scheinargumente gegen erneuerbare Energien beziehen sich absichtlich auf eine verkrüppelte Anwendung der Technik. Der Wind weht nicht immer? Kann ja nicht gehen! Sonne scheint in Deutschland so selten? Nicht effizient! Wer so einen eingeschränkten Blickwinkel hat, muss natürlich zu dem Ergebnis kommen, lieber herkömmliche Technik zu verwenden. Zum Glück interessieren sich echte Ingenieure und Wissenschaftler weltweit nicht um den eingeschränkten Blickwinkel mancher Zeitgenossen, sondern lösen ein Problem nach dem anderen. Dennoch ist schon jetzt viel mehr möglich als bisher verwirklicht wurde; und auch das geht voran, wenn auch langsamer als es möglich wäre. Aber das wollen wir in Deutschland ja anscheinend so.
 
Wir verbrauchen eine Menge an Energie, die einem winzigen Bruchteil der Sonneneinstrahlung auf die Erde entspricht. Ein kleines Stückchen Sahara genügt für ganz Europa, selbst bei heutiger Technik und ihrer Energieausbeute. Muss die Energie nur noch hier her gelangen, am besten in speicherfähiger Form, was aber mittelfristig kein unlösbares Problem darstellt. Die politischen Probleme sind größer.

Tja, vielleicht wollen die Beduinen in der Sahara es nicht, dass man ihnen die Wüste mit Sonnenkollektoren zupflastert, damit Europa seine AKWs dichtmachen kann?

Diese Uneinsichtigkeit ist doch wirklich bestürzend!

Aber weißt Du, mein lieber kleiner Imperialist, seit wir den Rommel nicht mehr haben, unseren Wüstenfuchs, müssen wir mit solchen Widerborstigkeiten leider leben.

So viel zur angeblichen Unmöglichkeit, alleine mittels erneuerbarer Energien die Energieversorgung Europas sicherzustellen, und andere Erdteile haben auch ihre Wüsten vor der Haustür, da geht der Platzverbrauch auch nicht auf Kosten von Natur und Landwirtschaft.

Nö, die Wüste ist schließlich keine Natur, unter Natur stellen wird uns was anderes vor, lieblich soll sie sein. Aber so lieblich wieder nicht, dass man die Wüste bewässert und dort Ackerbau und Obstplantagen für die Hungrigen dieser Erde betreibt.

Die üblichen Scheinargumente gegen erneuerbare Energien beziehen sich absichtlich auf eine verkrüppelte Anwendung der Technik

Die Scheinargumente und die verkrüppelte Anwendung also. Wahlkampfmodus oder Sektenpriester?

Zum Glück interessieren sich echte Ingenieure und Wissenschaftler weltweit nicht um den eingeschränkten Blickwinkel mancher Zeitgenossen, sondern lösen ein Problem nach dem anderen.

Dann sind die meisten Ingenieure keine echten, sondern unechte. Die verdienen nämlich mit Planung und Bau etablierter Technik ihr Geld. Noch viel mehr gilt das für die Wissenschaftler, die in etablierten Disziplinen tätig sind. Dort werden unabsichtlich die Entdeckungen gemacht, die graoßen Einfluss auf die technische Entwicklung haben können. Die gigantische Speicherkapazität moderner Festplatten verdanken wir beispielsweise der Entdeckung eines quantenmechanischen Effekts, für welche ein Franzose und ein Deutscher mit dem Nobelpreis ausgezeichnet wurden. Beide hatten nie an Festplatten gedacht.

Dennoch ist schon jetzt viel mehr möglich als bisher verwirklicht wurde; und auch das geht voran, wenn auch langsamer als es möglich wäre. Aber das wollen wir in Deutschland ja anscheinend so.

Och, doch jetzt nicht diese weinerliche Tour! Sag lieber mal, wo es anders ist.
 


Seit wann kämpfte Rommel für ganz Europa? Lies die Argumente von Munro wenigstens bevor Du dabei scheiterst diese zu zerpflücken.

Die Wüste ist sicherlich Natur, allerdings kann man sich überlegen... ist einem die Wüste so wichtig? Wenn man es quantitativ sieht, in der Wüste lebt nicht so viel daher ist sie nicht so "rettenswert" zumal man nichtmal die ganze Sahara mit Kollektoren zupflastern müsste. Es ist schon erstaunlich welchen Weg Solaranlagen gegangen sind, ganze Hochhäuser, beziehungsweise deren Fensterfassaden werden mit diesen ausgestattet ohne die Sicht zu beeinträchtigen und dennoch das Gebäude autark mit Strom versorgen.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #97
Naja das Problem ist wohl eher, dass wir dann zwar nicht mehr von der Gunst der Öl-Fördernationen abhängig sind, dafür aber von Afrika.
Ich sehe da in puncto Versorgungssicherheit und Preisstabilität keinerlei Fortschritt, eher das Gegenteil...
 
Warum wird Nero eigentlich nicht gesperrt? Jetzt versucht er schon, Munro ideologische Nähe zu Nazi-Generälen zu unterstellen.

Nero schrieb:
Sag lieber mal, wo es anders ist.
Norwegen (60% erneuerbare Energie), Österreich (74% erneuerbare Energie), Neuseeland (75% erneuerbare Energie), Schweden (48% erneuerbare Energie), Lettland (38%), Albanien (37%).
Deutschland: 11%.

Nero schrieb:
Nicht nur nahezu, sondern ganz. Das ist ja das Problem bei Dir.
Also erst behauptest du, ich würde keinerlei Argumente bringen. Jetzt sagst du, ich würde immer wahre Argumente bringen und das sei ein Problem (und definierst dir nebenbei auch noch GAU um). Also irgendwann musst du dich auch mal mit dir selbst einigen. Aber hey, es ist natürlich einfacher, anderen Leuten ohne Textbeleg etwas zu unterstellen.
 
  • Thread Starter Thread Starter
  • #99
Norwegen (60% erneuerbare Energie), Österreich (74% erneuerbare Energie), Neuseeland (75% erneuerbare Energie), Schweden (44% erneuerbare Energie).
Das ist aber sehr kurz gegriffen.
Das sind Länder mit viel weniger produzierender Industrie und einer kleineren Bevölkerung (sprich weniger Energiebedarf), einer weniger dichten Besiedlung und/oder viel besseren natürlichen Voraussetzungen für erneuerbare Energien (Wind, Wasser, Geothermie...).
Das lässt sich keineswegs einfach so auf Deutschland übertragen.
 
Deutschland hat Hoheit über nennenswerte Teile der Nordsee, wo ohne Probleme Windparks hinkönnen, von wo auch Schweden und Norwegen einen Großteil ihrer Energie herkriegen. Und Lettland (gerade hinzueditiert) hat in etwa die selben Voraussetzungen wie wir.

Außerdem haben wir auch weit mehr Fläche zur Verfügung - d.h. wir können hier locker mit der Fläche skalieren.

Ich bin selber ja nicht der Meinung, dass wir innerhalb der nächsten 10 bis 20 Jahre auf 100% erneuerbare umsteigen können, das ist schlichtweg unmöglich. Aber ein Anteil von 30 bis 40% (statt lächerlichen 11%), vllt sogar 50% sollte drin sein, wenn Lettland dies mit viel kleinerer Fläche und sonst nahezu identischen Voraussetzungen schafft (wobei die noch mal weniger Sonne kriegen). Oder eben die Skandinavier, die dafür gar nicht ihr Festland brauchen, sondern zu guten Teilen die Nordsee nutzen.
 
Zurück
Oben