[Politik und Gesellschaft] New York: Zigaretten künftig erst ab 21 Jahren

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[td]Das Stadtparlament von New York hat mit 35 gegen 10 Stimmen beschlossen, dass Zigaretten künftig nur noch an Personen verkauft werden dürfen, die mindestens 21 Jahre alt sind. Damit gilt die Millionenmetropole als erste Großstadt der USA, die das Mindestalter für den Kauf von Tabakprodukten und Zigaretten auf 21 anhebt.

Unter Bürgermeister Michael Bloomberg und dessen Anti-Tabak-Politik wurde der Anteil junger Raucher zwischen 2001 und 2007 bereits von 17,6 auf 8,5 Prozent reduziert. Seit 2007 war allerdings kein weiterer Rückgang feststellbar, wie die "New York Times" berichtet.

Das Stadtparlament hat zudem noch Sonderangebote für Tabakprodukte untersagt. Eine Packung Zigaretten kostet in New York nun mindestens 10,50 US-Dollar (etwa 7,62 Euro).
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Bild: , Florian Eckerstorfer,
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Quelle:
 
Ich sehe das Problem gar nicht am rauchen an sich, sondern an der Menge. Ich bin kein Raucher laut gesellschaftlicher Definition, d.H. ich rauche nicht jeden Tag meine 5 - 50 Zigaretten. Wenn ich im Sommer abends gemütlich grille, rauche ich gerne mal eine Zigarre oder mit gutem Tabak auch eine Zigarette. Genau so, wie ich auch gerne mal ein paar Züge an einem Joint nehme, wenn man gemütlich zusammensitzt und gerade einer die Runde macht. Das mache ich seit ich 15/16 bin so, weil ich es mag. Ich bin auch der Meinung, dass das eine Menge ist, wo ich mir keine Gedanken über negative gesundheitliche Auswirkungen machen brauche. Wenn ich irgendwas geraucht habe und mein Körper anschließend zwei oder drei Wochen Zeit hat sich wieder zu reinigen, ist das wohl ungefährlicher als Autoabgase an einer Straße einzuatmen.
Warum raucht ein Mensch den man umgangssprachlich als Raucher bezeichnet also jeden Tag Zigaretten, noch dazu so gewaltige Mengen wie 1,2 oder gar noch mehr Schachteln am Tag? Das ist definitiv kein Genuss mehr, sondern eine Sucht und damit gleichzusetzen mit einem Alkoholiker oder sonstigem Junkie. Einziger Unterschied ist, dass im Gegenzug zu anderen Drogen das Bewusstsein nicht beeinträchtigt wird.

Sehe ich nicht wirklich so, denn wer sagt denn das man mit 18 plötzlich die geistige Reife hat Wodka zu saufen, oder mit 17/18 die Reife hat ein Auto zu fahren?
Genau darauf will ich ja hinaus: Die Grenzen sind willkürlich und die tatsächliche geistige Reife ist völlig individuell.

Stimmt ich soweit zu, aber: Wie willst du das alternativ regeln? Kannst ja nicht ins Gesetz reinschreiben 'Jeder der dafür reif genug ist kann Alkohol und Zigaretten kaufen'. Man könnte höchstens eine Art 'Führerschein' dafür machen. Wobei da im Endeffekt auch jemand einfach das Prüfungsbuch auswendig lernen kann, und nach bestandener Prüfung lässt er sich voll laufen. Mal abgesehen davon wäre das auch ein nicht unerheblicher Aufwand. Deswegen legt man eine Grenze fest, ab der die meisten jugendlichen in der Lage sein sollten selbst zu entscheiden. Ausnahmen bestätigen natürlich die Regel, es gibt Leute die sind 40, 50 oder älter und sind nicht reif genug um mit Drogen umzugehen. Ganz willkürlich sind die Grenzen also wohl nicht. Individuell angepasst aber genau so wenig.
 
Auf die Gefahr hin, als Troll abgetan zu werden:
in NYC leben nur rund 0,03% der US-Bevölkerung. Davon wiederum sind nur rund 26% unter 21 Jahre, das macht ca. 0,007% der US-Bevölkerung. (Die Zahlen sind vom US-Census 2010 und )
Dann kommt noch hinzu, dass NYC etwa von D entfernt ist.
Also da sag ich doch zu dem Verbot: Wayne?:unknown:
 
Es betrifft uns zwar nicht direkt, darüber zu diskutieren ist doch trotzdem ganz interessant wie ich finde.
Vielleicht schnappt es ja auch wieder einer unserer netten Politiker auf. ;)
 
Hier in Deutschland wurde das doch erst vor ein paar Jahren von 16 auf 18 angehoben. Das hier auch noch auf 21 anzuheben wäre total unsinnig, da wir mit dieser Erhebung bereits von der Logik her gleich wie die USA handeln: Bei uns waren Zigaretten ab 16 und Alkohol ab 18, in den USA Zigaretten ab 18 und Alkohol ab 21. Dementsprechend wurde dieser Unterschied bei uns mit der Anhebung auf 18 und nun auch in den USA mit der Anhebung auf 21 ausgeglichen.
Ob das jetzt sinnvoll ist oder nicht lässt sich darüber streiten. Man hat damals sicher gesagt, wer Alkoholabhängig ist kann sich in dem Alter seine komplette Zukunft versauen. Nikotin hat bei gewohnten Konsumenten praktisch keinerlei bewusstseinsverändernde Wirkung. Andererseits sind natürlich beides Drogen mit starkem Suchtpotenzial . Wenn man Nikotinabhängig ist und jeden Tag seine Schachtel oder wie viel auch immer braucht ist das zumindest gesundheitlich definitiv nicht gut.
 
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