zum gefühlt tausendsten mal: wieso (und wie) sollen wir den Lokführern entgegen kommen. Was haben wir denn in der Hand? Ich kann nicht hingehen und zum Lokpersonal sagen: hier haste deine Kohle, hier haste deine Ruhezeiten und was du sonst noch willst. Von mir aus sollen sie kriegen was sie wollen - aber ich, und jeder andere Bürger hier, kann absolut nichts machen. Ihnen will auch keiner das Recht auf Streiks absprechen. Gut das wir diese Rechte haben, und das sie davon auch Gebrauch gemacht haben. Aber doch nicht verfickte 8 mal ohne Erfolg. Und 8 mal hat es Leute getroffen die nichts damit zu tun haben, oder eine Änderung herbeiführen können. Es geht um den Irrsinn der hier regiert, und grundlos dem Volk das Leben zur Hölle macht.
Dein Kommentar war echt prima - das sich Leute aufregen weil sie plötzlich 1 Stunde länger brauchen. Mal eine Frage, gehst du arbeiten, oder bist du nur son Keyboardwarrior der den ganzen Tag in Foren schreibt? Dann wüsstest du vielleicht wie viel eine Stunde ist, und was für einen Effekt sie auf einen geregelten Tagesablauf hat. Die Leute planen ja auch ihre Zeit. Ich werde morgen mit dem Auto fahren , und es wird mich etwa 3 Stunden mehr kosten - das heisst ich verliere diese Woche 15 Stunden meines Lebens, für die ich keine Entschädigung erhalte - dafür zahle ich etwa 90€ Sprit drauf, und verliere 25% meiner Monatskarte. Da morgen alle Auto fahren, erhöht sich das Verkehrsaufkommen enorm, und die Wahrscheinlichkeit das jemand mein Auto schrottet steigt enorm. Und jetzt sag mir doch mal bitte, warum ich dann stillschweigend hinnehmen soll, das eine kleine Gruppe mein Leben schlechter macht - mit einem aussichtslosen Vorhaben (und das ist der Punkt - es ist sinnlos). Soll ich mich darüber noch freuen? Ist das dein Ernst? Fühlst du dich gut dabei zu sagen: Leute die sich darüber aufregen haben es verdient den Bach runter zu gehen? Wenn sollten doch gleiche Regeln für alle gelten, oder nicht? Die Lokführer dürfen also ihrer Wut Luft machen und zusätzlich Streiken - aber wenn sich hier im Forum ein paar Leute aufregen das sich die Bedingungen für viele verschlechtern, dann wird man von einigen hier oben herab mit Arroganz vollgekotzt und soll sich dafür auch noch schuldig fühlen. Sach mal gehts noch? Wen die einen sich aufregen dürfen, dann dürfen es die anderen auch - und wenn dir das nicht passt, dann musst du auch gegen den Streik sein.
Hier geht niemand auf die Barrikaden - und wir behindern auch niemanden. Wir schreiben einfach was uns ankotzt, davon hat keiner einen Schaden. Das ist bei Bahn vs. GDL nicht der Fall, also tu bitte nicht so, als würden hier die schlimmen Finger sitzen, und den Lokführern noch mehr Wasser abgraben.
Und auch an manch Andere, die immer noch das Argument bringen: wohnt halt näher an der Arbeit. Schon mal daran gedacht das es nicht nur eine Bezugsperson pro Haushalt gibt, und das der aktuelle Wohnort vielleicht genau die optimale Lösung für zwei arbeitende Menschen ist. Oder schlicht und ergreifend der beste Wohnort für die Individuelle Situation eines einzelnen. Ein Urteil darüber, oder ein lapidar hingerotztes: zieht halt um, steht euch einfach nicht zu! Solche Massiven Einschnitte in den Alltag von Millionen von Menschen sind keine Lappalie. Wahrscheinlich denken hier einige das jeder Arbeitnehmer jeden Morgen fröhlich auf Arbeit hopst, unterwegs noch n Frühstück und n Blowjob kassiert, und als erstes im Büro noch ne Massage bekommt. Die Mehrheit nimmt ohnehin schon sehr lange Reisezeit auf sich, um zur Arbeit zu kommen, und da wurde schon abgewogen - ist es das noch wert oder nicht. Da kann man eine Verschlechterung um 200% nicht einfach mal so emotionslos hinnehmen.
Das hat nichts mit "krankhafter egozentrik wohin man schaut zu tun" Das würde man erkennen, wenn man das große Gesamte im Blick hat.