GDL Streik die 8.

Warum sollten die Lokführer keine eigene Gewerkschaft haben, wie Piloten, Ärzte usw.? Den Bossen und ihren Sockenpuppen in Regierung und Parlament geht das natürlich gegen den Strich. Und der arbeitnehmerfeindlichen SPD auch, die kungelt lieber mit den Großen. Und so wird es nicht lange dauern und die Lobbyisten werden ein Gesetz erlassen, das wieder einmal ein Verfassungsrecht einschränkt und aushebelt. Die ferngesteuerte Lügenpresse wird jubeln und der blöde deutsche Michel wird zur eigenen Entrechtung Beifall klatschen.

Wer auf die GDL schimpft steht auf der falschen Seite. Wer klein-klein hier seine persönlichen Unbequemlichkeiten beweint, lebt ganz grundsätzlich verkehrt und verdient nichts besseres.
 
Einen Galant V6, an dem Motortechnisch einiges gemacht wurde.
Eine Faustregel besagt, das 1 min im Leerlauf dem verbrauch auf 3km bei optimaler Drehzahl entsprechen. Da man hier Stop and go hat (5 Autos pro Grünphase wenn man Glück hat) kommt man kaum über den ersten Gang raus, und steht ca 70% der Zeit, bei laufendem Motor. Dazu Klimaanlage und Musik. Der Tank hält eine Woche, mehrfach erlebt.
Klar, auf der Autobahn fahre ich dir auch 7,9 liter raus, mit Rückenwind, ohne Klima, Winterreifen und Tempo 110 ohne Verkehr.
Diese Bedingungen liegen aber die kommende Woche vor. Und in den 90€ ist nur der Sprit enthalten. Laut Spritmonitor sind meine realen Kosten 0.70€ pro km.
 
ICH HABE NICHTS GEGEN STREIK UND MÖCHTE DIESES PRIVILEG AUCH NICHT ABSCHAFFEN.

also willst du nur rumheulen? dafür wäre der kummerkasten besser geeignet, denn mit deiner aussage haben ergo alle deine vorigen null aussagekraft, völlig egal wie oft du noch versuchst mich substil zu beleidigen oder mit deinen vorurteilen in eine ecke zu drängen.

zusammengefasst bist du für das streikrecht, welches gerade ausgeführt wird. dann weiss ich nun endlich, dass ich den rest deiner texte nicht lesen brauche zu dem thema.

Wenn ich im Berufsverkehr [...]

-> kummerkasten

was erwartest du eigentlich für eine reaktion? "ja, mir tut das sooo unendlich für dich leid. ist ja echt doof mit dem auto zu fahren, sogar zu müssen. du armer, armer junge." sowas?

dich interessieren die anderen nicht die bohne, sondern bist, seit du hier mitschreibst, nur auf dich und deine probleme fixiert, erwartest du jetzt ernsthaft, dass man mitleid hat. ich verstehe dich nicht und befürchte, dass es dir genauso ergeht.

dein privatleben oder dein arbeitsweg interessiert mich einen scheiss. wieso erhoffst du dir etwas anderes?
 
@Psycho Mantis: Weil du einen Spritfresser fährst und fern der Arbeit wohnst kann leider das Streikrecht nicht aufgehoben werden. Beides sind keine "Grundrechte". Für beides kannst du nicht andere verantwortlich machen.
 
Besser mal froh sein dass im selben Maße noch nicht die Wasserversorgung oder Schulen privatisiert wurden...
Ist ihr gutes Recht zu streiken, wenn es einen schuldigen gibt dann die Politiker die ja unbedingt die DB privatisieren mussten.
 
Die Bahn befindet sich zu 100% in Staatsbesitz oder Volkseigentum. Das Volk könnte da Druck ausüben. Der Staat und die von ihm gelenkte Lügenpresse haben aber lieber den populistischen Weg über die Stammtische gewählt. Das was sie zB PEGIDA sonst immer vorwerfen. Im Grunde werden wir von scheinheiligen Lügnern und Betrügern regiert, von Lumpenpack halt.
 
Zitat Motor Talk

Der Vorsitzende der Jungen Union, Paul Ziemiak, sieht die Notwendigkeit, das Tarifeinheitsgesetz schnell zu beschließen. "GDL-Chef Claus Weselsky führt scheinbar einen Privatkrieg gegen den Vorstand der Bahn - und das auf dem Rücken der gesamten Bevölkerung. Damit muss jetzt Schluss sein", sagte Ziemiak. Am Montag gibt es im Bundestag eine Anhörung zu dem Gesetz. Zuletzt hatten die Lokführer von 21. bis 23. April gestreikt.

Damit mal einige kapieren woher der Wind weht.

Und hier nochmal ne Info

 
Zuletzt bearbeitet:
Ja wie jetzt der GDL guy streikt alleine, oder wie? So wie ich das verstanden habe streiken die Lokführer freiwillig. Womit wird denn die Mär des Einzelgängers untermauert, außer durch ewiges wiederholen?
" sieht die Notwendigkeit, das Tarifeinheitsgesetz schnell zu beschließen" ist ja auch frech dass der Arbeitnehmer selbst seinen Interessensvertreter aussucht, klar ist es viel schöner wenn es nur eine Arbeitgebernahe 'Gewerkschaft' gibt.

Oder mal so:
* Nicht der Wesesky streikt, sondern die Lokführer.
* Es sollen die Lokführer selber entscheiden welche Gewerkschaft sie vertritt, nicht der Staat.
* Wie schon gesagt ist es frech erst Kohle durch Privatisierung sparen zu wollen und dann zu meckern, dass die nun regulär Angestellten ihre Rechte wahrnehmen.
 
Man will einfach die kleinen Gewerkschaften kaputt machen. Verhandeln darf nur der grösste. Und den kleinen wird das Strafrecht entzogen.
 
Wenn ich mir einen Großteil der Beiträge so durchlese dann muss ich (mal wieder) feststellen, dass ich in nem Land lebe, in dem gefühlte 85% Pussys ihr Dasein fristen und deren einziges Interesse daran besteht, dass es ihnen halbwegs akzeptabel geht und andere ihnen keine Unannehmlichkeiten bescheren.
Die Bahn darf nicht streiken weil wir alle nicht zur Arbeit kommen, die Erzieher dürfen nicht streiken weil wir sonst ebenfalls nicht zur Arbeit können (keiner nimmt einem die Blagen ab und zu allem Überfluss muss man die eigene fehlende Erziehung des Nachwuchses von morgens bis abends ertragen), die Pfleger und Krankenhausmitarbeiter dürfen nicht streiken da wir uns sonst selbst mal um Oma und Opa kümmern müssen (gar für die Alten noch die Urlaubstage opfern wah?) oder unsere Wehwehchen nicht behandelt bekommen. Wer darf denn noch alles nicht streiken? Bzw wer darf denn streiken?

Dafür, dass wir uns nach 30 Jahren Arbeit bei 2800/2900 Euro Bruttoverdienst demnächst bei einer Rente auf Harz4 Niveau befinden gehen mir hier deutlich zu wenig Menschen auf die Straße. Entweder haben wir in diesem Forum nur Gutverdiener oder ihr plant alle nicht sonderlich alt zu werden. Mal abseits davon, ob das Geld im hier und jetzt noch zum Leben reicht.

Die Zeit als es noch keine Einheitsbrei-Gewerkschaft a la Verdi gab ist noch gar nicht so lange her, da wurd noch ganz anders gestreikt. Leider wächst hier ne Generation von Menschen heran, deren Höchstmaß an "Aufbegehren" durch nen Zeigen des Mittelfingers (natürlich zu Hause und erst nach getaner Arbeit) zum Ausdruck kommt und die es auch nicht anders kennt.
Aber Solidarität ist ja eh kein deutsches Wort
 
Zuletzt bearbeitet:
Ich bin auch auf der Zeche gross geworden und kenne es nicht anders. Bei uns hat bei der Anbahnung einer Zechenschliessung die ganze Stadt mitdemonstriert.
Wenn andere Gewerkschaften gestreikt haben sind wird wir auch dorthin gefahren und haben Solidarität mitbekundet.
Mich hat weder der Bergbau sonst noch die Gewerkschaft in all den Jahren in Stich gelassen.
Selbst bei der Schliessung wurde mir noch eine Umschulung zum beschissenen Lokführer gesponsort bei einer Privatbahn.

Für mich persönlich war damals die Arbeit und die Bezahlung nicht hinnehmbar. Zuviel Gepfusche damals bei den Privaten. Ich habe nach 2 Jahren dort aufgehört und kann verstehen warum die Leute streiken.

Der Bahnvorstand wollte doch damals Weselsky kaufen und zum Personalchef bei der Bahn hochhieven. Der wollte aber nicht, weil er zu seinen Genossen steht.


Die Gerichte haben entschieden das zu Recht gestreikt werden darf. Das war noch im November.

Und was hat die Bahn bis jetzt gemacht? Nichts!
Und jetzt ist die GDL der Buhmann. Weselsky selber ist ja der Teufel. Aber das es eine Urabstimmung gab und 91% dafür waren, wird gerne unter dem Teppich gekehrt.
 
zum gefühlt tausendsten mal: wieso (und wie) sollen wir den Lokführern entgegen kommen. Was haben wir denn in der Hand?

Nichts. Das ist Sinn der Sache. Es soll unter anderem demonstriert werden, wie die Gesellschaft ohne Lokführer dran wäre.
Wie man sieht, sind sie heillos überfordert.

Der fortführende Gedanke ist der, dass man den Job des Lokführers seitens des Konzerns achtet und entsprechend vergütet (Nicht nur monetär).
 
Noch einmal ganz langsam. Es geht der GDL nicht darum mehr Gehalt und bessere Arbeitsbedienungen für die Lokführer auszuhandeln. Das wird von ihr nur vorgeschoben. Bis jetzt wurde im aktuellen Tarifstreit noch kein einziges mal von der Gewerkschaft auf die Tarifangebote der Bahn eingegangen. Vielmehr drehten sich die Gespräche rein darum für welche Mietarbeitergruppen die GDL verhandeln darf. Die GDL möchte für alle verhandeln. Also nicht nur für Lokführer sondern auch für Zugbegleiter, Rangierer usw. Die Bahn sagt Nein ihr verhandelt nur für die Lokführer.

Aktuelles Tarifangebot der Bahn lautet 4,7 Prozent mehr Gehalt in zwei Stufen und 1000€ Einmalzahlung im Juni. Darüber hinaus Verbesserung der Arbeitssituation durch Neueinstellung.
 
Ganz so einfach ist es nicht und der Teufel steckt wie immer im Detail:

Die GDL soll mit einer Gewerkschaft, deren Mitglieder ganz andere Arbeiten verrichten und deren Arbeitsbedingungen und Qualifikationen völlig verschieden sind, gleichgeschaltet werden, nur weil sie in einem gemeinsamen Betrieb arbeiten. Wunschvorstellung der Bosse und ihrer Regierungsmarionetten ist eine Einheitsgewerkschaft, die eine Verschiebemasse beliebig mobil austauschbarer Arbeitssklaven nach ihrem Gusto verwaltet. Dagegen ist Widerstand zweckmäßig und geboten. Der Vorwurf, Claus Weselsky sei ein Irrer mit Streben zur Allmacht ist ein bösartiges Gerücht an dessen Demontage interessierter Kreise.
 
@Nachtschatten:

Das die Bahn jedoch eine Zweiklassen Gesellschaft in den anderen Berufsgruppen vermeiden möchte ist auch verständlich. So etwas schafft nur Unfrieden. Selbstverständlich geht es den Bahn Bossen auch darum das die GDL nicht noch mehr Macht erhält.
Nehmen wir mal an die GDL setzt ihre Forderungen durch. Nehmen wir weiter an das der Tarifvertrag wesentlich besser ist als der von EVG. Dann verdienen die nächsten zwei Jahre Mitarbeiter gleicher Berufsgruppen, welche die selbe Arbeit verrichten, unterschiedliche Gehälter. Man kann sich nun ausmalen das viele dieser schlechter bezahlten Mitarbeiter dann natürlich zur GDL wechseln um bei den nächsten Tarifverhandlungen nicht wieder mit weniger Gehalt dazustehen.
 
Sollen doch alle zur GDL wechseln und mehr verdienen. Wo ist das Problem? Wenn die andere Gewerkschaft zu lahm zum Kämpfen ist: ade!
 
Das die GDL das *will* mag ja sein - aber ich bin der Meinung das die kein bisschen was darüber zu sagen haben (dürften) - wenn dann müssten sich doch die anderen Berufsgruppen von sich aus der GDL anschließen?

Ich kann doch nicht einfach morgen eine Gewerkschaft gründen und zu einer x-beliebigen Firma gehen und denen sagen *Ich verhandle nun mal für deine Berufsgruppe neue Löhne....*
"Nur" Weil die in der Lage sind den Bahnverkehr lahm zu legen da die Züge halt ohne Fahrer nicht Fahren können Druck auf andere Berufsgruppen bzw. die Firma auszuüben ist meiner Meinung nach sogar Rechtswiedrig - mich wundert nur das da nich schon lange jemand dagegen klagt.
 
Es gibt in Deutschland kein "Gewerkschaftsgesetz", siehe GG, , .
Anträge auf Erlass einstweiliger Verfügungen gegen die Verhältnismäßigkeit .
Ich verstehe nicht, warum hier Erwägungen angestellt werden, die jeder selbst auf Sinnhaftigkeit prüfen kann.
 
Das die Lokführer für ihren Lohn nicht Streiken dürfen bezweifle ich ja auch überhaupt nicht... genau deswegen gibt es vermutlich auch keine einstweilige Verfügung.
Nachdem wir so schön viele Gesetzte haben ist das immer eine Sache der Betrachtung.

Wer hat den was von einem "Gewerkschaftsgesetzt" gesagt? Aber so wunderschön wie du es dort verlinkt hast unter *Gewerkschaft*:
Nach der Rechtsprechung deutscher Gerichte ist eine eine auf freiwilliger Basis errichtete privatrechtliche Vereinigung von , die als satzungsgemäße Aufgabe den Zweck der Wahrnehmung und Förderung jedenfalls auch der wirtschaftlichen Interessen ihrer Mitglieder verfolgt,

Für ihre Mitglieder darf die GDL auch gerne verhandeln, aber die möchte ja für "alle" einen Tarif aushandeln - nicht nur die Lokführer. Wenn die GDL aber nun nur die Lokführer vertritt und nur diese oder größtenteils nur diese als Mitglieder hat - warum sollte die GDL dann für Schaffner verhandeln dürfen?
 
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