Ein Unglück kommt selten allein

Ich würde aber doch zu allererst mal bei den Leuten anfangen, die wegen ein paar Bildern(!) Menschen umbringen. Bei dir klingt es so, als wäre das völlig normal bzw. zu erwarten gewesen, als seien die Leute bei Charlie Habdo eben selber Schuld. Ich kann schon verstehen dass sich Leute durch diese Bilder irgendwie verletzt oder angegriffen fühlen, aber wenn es denen leichter fällt deshalb Menschen zu töten, als einfach keine C.H.-Ausgaben zu kaufen (was wahrscheinlich eh die wenigsten getan haben) und sich das nicht anzuschauen, dann haben diese Leute ein Problem, nicht die Satiriker. Ich kann auch nicht immer über alles lachen und finde einige Sachen unangemessen, aber dann rolle ich mit den Augen, denke mir "Was für Idioten!" und schau mir was anderes an.
 
Ich würde aber doch zu allererst mal bei den Leuten anfangen, die wegen ein paar Bildern(!) Menschen umbringen.

Ich finde jeder Mensch sollte erstmal bei sich selbst anfangen. Da herrscht genug Nachholbedarf. Wie z.B. der Hass. Das gilt für alle Seiten. Hass ist aber schön einfach. Da muss man nicht viel nachfragen und sich nicht so viele Gedanken darüber machen, warum Menschen etwas tun, was sie tun.

Bei dir klingt es so, als wäre das völlig normal bzw. zu erwarten gewesen, als seien die Leute bei Charlie Habdo eben selber Schuld.

Das ist eine abscheuliche Tat und kann man nicht mal einen Gramm schönreden. Zu erwarten war es aber trotzdem. In der Vergangenheit war es nicht anders und Polizeischutz hatten sie auch und ja, dass ist scheiße.

Ich kann schon verstehen dass sich Leute durch diese Bilder irgendwie verletzt oder angegriffen fühlen, aber wenn es denen leichter fällt deshalb Menschen zu töten, als einfach keine C.H.-Ausgaben zu kaufen (was wahrscheinlich eh die wenigsten getan haben) und sich das nicht anzuschauen, dann haben diese Leute ein Problem, nicht die Satiriker. Ich kann auch nicht immer über alles lachen und finde einige Sachen unangemessen, aber dann rolle ich mit den Augen, denke mir "Was für Idioten!" und schau mir was anderes an.

Das die Leute, die Gewalt anwenden nicht ganz dicht sind, steht ja wohl nicht zu Debatte, aber im Gegensatz zu dir, bin ich auch der Meinung, dass diese Satiriker nicht ganz bei Trost mit ihrer Hetze und ihrem Hass sind. Nur weil man etwas tun darf, heiß das nicht, dass man etwas tun muss.

Ich könnte auch Nackt in den Kölner Dom reinlaufen und irgendein Protest machen, nur der Meinungsfreiheit willen, aber warum soll ich unnötig Leute pissig machen, wenn man mit denen auch normal diskutieren könnte? Nur um irgendeinen Punkt zu beweisen?
 
Geht ja mal gar nicht. Ich habe, wie bekannt, keinen Bock auf fanatisierte Religionsanhänger, ganze besondere nicht auf Islamisten.
Dennoch geh ich ganz selbstverständlich weiterhin zum freundlichen Türken (Gemüse/Obst/Supermarkt) um die Ecke oder zu meinem Lieblingsdöner. Man darf nie den Fehler machen, zu verallgemeinern.
Das fatale wäre jetzt, Türken oder allgemein Muslime zu meiden. Das würde m.E. nur noch mehr Menschen in die Arme der Salafisten treiben.

Nur würde ich mich wirklich freuen, wenn mehr Muslime sich klarer von den Radikalen distanzieren würden. Mir egal, ob ihr das gut findet oder nicht.

Stimme dir im großen und ganzen zu, nur den letzten Punkt kann ich nicht mehr hören, denn das passiert (auch aktuell) zur Genüge.
 
Tja, das mit dem nicht mehr hören können, macht die aktuelle Lage nicht besser.

Ich hab in der letzten Zeit öfter mal fromme Muslime - hauptächlich türkischer Abstammung - ganz sachlich gefragt, wie sie die aktuelle Lage empfinden, wie sich ihre nichtmuslimische Umwelt ihnen gegenüber verhält und was sie von der aktuellen Lage des islamitischen Terrors weltweit halten. Die allermeisten weichen meinen Fragen ziemlich deutlich aus. Es wurde mir schnell klar, dass die genannten Themen als unangenehm empfunden werden. Aber weshalb? Ich wende mich jederzeit deutlich gegen religiöse Spinner und Fundamentalisten (pseudo-)christlicher Abstammung. Die katholischen Pfaffen habe ich eh gefressen.

Es ist übrigens ein Unterschied, ob sich ein paar Vorzeige-Muslime, wie Cem Özdemir, äußern, oder Achmed-Normal-Muslim.



@ H.-Q.
mir egal, was du für einen Stuss schreibst, ignore sei Dank.
 
Ich könnte auch Nackt in den Kölner Dom reinlaufen und irgendein Protest machen, nur der Meinungsfreiheit willen, aber warum soll ich unnötig Leute pissig machen, wenn man mit denen auch normal diskutieren könnte? Nur um irgendeinen Punkt zu beweisen?

die Frage ist halt, ob die Leute dort dich gleich umbringen würden.
Irgendwie scheint ja vielleicht wohl doch was dran zu sein, dass der Islam gewaltsames Vorgehen gegen Andersgläubige gut heißt.
Was ist denn die Meinung muslimischer Führer dazu?
Was predigen denn die führenden Imame?
 
Irgendwie scheint ja vielleicht wohl doch was dran zu sein, dass der Islam gewaltsames Vorgehen gegen Andersgläubige gut heißt. Was ist denn die Meinung muslimischer Führer dazu?
Was predigen denn die führenden Imame?

Wer ist der Islam? Wer sind die Führer? Und was predigen die?

Ich hab in der letzten Zeit öfter mal fromme Muslime - hauptächlich türkischer Abstammung - ganz sachlich gefragt, wie sie die aktuelle Lage empfinden, wie sich ihre nichtmuslimische Umwelt ihnen gegenüber verhält und was sie von der aktuellen Lage des islamitischen Terrors weltweit halten. Die allermeisten weichen meinen Fragen ziemlich deutlich aus. Es wurde mir schnell klar, dass die genannten Themen als unangenehm empfunden werden. Aber weshalb?

Kannst du dir das nicht denken?
 
Das die Leute, die Gewalt anwenden nicht ganz dicht sind, steht ja wohl nicht zu Debatte, aber im Gegensatz zu dir, bin ich auch der Meinung, dass diese Satiriker nicht ganz bei Trost mit ihrer Hetze und ihrem Hass sind. Nur weil man etwas tun darf, heiß das nicht, dass man etwas tun muss.

Nein, die Leute bei C.H. oder damals bei der dänischen Aftenposten hat ja auch niemand gezwungen, solche Bilder zu veröffentlichen. Das haben die einfach so gemacht, weil sie es wollten, weil es ihr Recht ist und Satire eben manchmal auch mit dem Holzhammer spielt. Das musst du nicht mögen, kannst es meinetwegen auch Hass und Hetze nennen, aber wenn du diese Leute deshalb umbringen möchtest ("du" im übertragenden Sinn, bevor du mir daraus jetzt nen Strick drehst), haben wir ein Problem und das sind nicht die Karikaturen.

Ich könnte auch Nackt in den Kölner Dom reinlaufen und irgendein Protest machen, nur der Meinungsfreiheit willen, aber warum soll ich unnötig Leute pissig machen, wenn man mit denen auch normal diskutieren könnte? Nur um irgendeinen Punkt zu beweisen?

Ich bin mir nicht sicher, aber ich glaube wenn du so den Dom betrittst, kann die Kirche dich sehr wohl rausschmeißen und sich wegen irgendeinem Blödsinn anzeigen. Ein besseres Beispiel wäre es gewesen, wenn der Bischof von Köln zu dir in den hohen Norden fährt und dich umbringt weil er davon gehört hat, dass du manchmal nackt im Garten liegst und er sich und seinen Glauben davon bedroht/verletzt sieht. Diese Karikaturen sind mWn nicht in irgendwelchen Moscheen verteilt oder Muslimen auf der Strasse unter die Nase gehalten worden, die sind einfach so in die Öffentlichkeit hinein veröffentlich worden und wer sie sich ansehen möchte kann das gerne tun und wer sich von sowas auf den Schlips getreten fühlt, sollte sie sich vielleicht nicht anschauen. Ansonsten kommen wir irgendwann dahin, dass sich alle von allem verletzt und angegriffen fühlen, Menschen umbringen und wir in einer reizlosen, sterilen Welt mit seichter Unterhaltung (wenn überhaupt) leben.
 
bin ich auch der Meinung, dass diese Satiriker nicht ganz bei Trost mit ihrer Hetze und ihrem Hass sind. Nur weil man etwas tun darf, heiß das nicht, dass man etwas tun muss.
Also, ich bin ja auch Gegner von Pegida, ich verteidige Moslems in vielen Diskussionen, mir macht Pegida angst.

Aber einer Aussage wie oben kann ich einfach nicht zustimmen.

Denn trotzdem ich schon oft als Moslemversteher/-freund/-arschkriecher bezeichnet wurde, obwohl manch einer denkt, ich sei Deutschenhasser oder selbst Moslem, mag ich den Islam trotzdem nicht und hoffe inständig auf Zeiten, wo man den Islam wieder sachlich kritisieren kann, ohne, dass Rechte daraus ihre Munition für ihre Fremdenfeindlichkeit beziehen.
Und Satire ist nun mal keine Hetze per se, sondern eher Kritik. Was auch nichts mit Hass zu tun hat.

Der Islam ist nun mal Quatsch, wie auch das Christentum oder Judentum.
Und gerade weil dies alles Quatsch ist, kann ich auch gegen Xenophobe Argumente liefern, dass weder ein Moslem, noch ein Christ oder ein Jude in irgend einer Form ein schlechter Mensch ist, nur, weil er/sie an seine Schriften glaubt.
Denn alle Gläubigen legen ihre jeweilige Schrift in der absolut überwiegenden Masse so aus, dass es dadurch eben nicht zu Konflikten mit Andersgläubigen kommt, dass sie darin maximal eine Richtung für ihr Leben sehen, keine 1:1 Anleitung für den Alltag. Weil letzteres einfach auch unmöglich wäre, eben, weil sich alle drei Religionen innerhalb ihrer eigenen Welt selbst widersprechen.

Und genau das, alles als Quatsch zu empfinden, lasse ich mir nicht nehmen und würde es bei entsprechendem Talent als Satiriker, wenn ich einer wäre, auch mit Karikaturen ausdrücken wollen. Nicht nur gegen den Islam, auch gegen die anderen Religionen. Wobei es jedem frei steht, sich da auch nur auf eine Religion einzuschießen.
 
Das ist eine abscheuliche Tat und kann man nicht mal einen Gramm schönreden. Zu erwarten war es aber trotzdem. In der Vergangenheit war es nicht anders und Polizeischutz hatten sie auch und ja, dass ist scheiße.

Das die Leute, die Gewalt anwenden nicht ganz dicht sind, steht ja wohl nicht zu Debatte, aber im Gegensatz zu dir, bin ich auch der Meinung, dass diese Satiriker nicht ganz bei Trost mit ihrer Hetze und ihrem Hass sind. Nur weil man etwas tun darf, heiß das nicht, dass man etwas tun muss.

Na wunderbar.

Dann müssen wir uns auch nicht aufregen, wenn paar radikale Moslems von Fanatikern der Meinungsfreiheit abgeknallt werden.

Wie Du so schön sagtest: "Zu erwarten war es."

Und zu erwarten ist jetzt, dass Marine Le Pen riesigen Zulauf kriegt, und dass es danach den Moslems dreckig geht.

Und ich werde mir das anschauen und achselzuckend sagen: "Nicht schön. Aber das war doch zu erwarten."
 
Re: Ein Islamist kommt selten allein

Das die Leute, die Gewalt anwenden nicht ganz dicht sind, steht ja wohl nicht zu Debatte, aber im Gegensatz zu dir, bin ich auch der Meinung, dass diese Satiriker nicht ganz bei Trost mit ihrer Hetze und ihrem Hass sind. Nur weil man etwas tun darf, heiß das nicht, dass man etwas tun muss.

Satire hasst alle Menschen gleich. Leider fühlen sich einige Menschen gleicher und drehen den Satirikern daraus einen Strick. Strick natürlich im übertragendenen Sinne. Eine Kalashnikov und ein Raketenwerfer tun es auch, mir mag die passende Redewendung dazu nur nicht einfallen.

Nackt im Kölner Dom rumlaufen würde ich für äußerst amüsant halten. Ich würde das glatt für dich erledigen, aber da ich kein Mädel bin würde ich vermutlich mehr als nur Aufmerksamkeit erregen.
 
Re: Ein Islamist kommt selten allein

Satire hasst alle Menschen gleich.

Diese komische Diskussion darüber, was Satire darf, verstehe ich nicht.

Geht es hier um Satire oder um Mord?

Was soll die Feingeisterei, um mal wieder Tucholsky unterzubringen? Das kann man machen, wenn eine Einschränkung der Freiheit durch Gesetze droht.

Hier aber geht es nicht um ein Gesetzgebungsverfahren, sonder um blanken Mord.
 
Dennoch geh ich ganz selbstverständlich weiterhin zum freundlichen Türken (Gemüse/Obst/Supermarkt) um die Ecke oder zu meinem Lieblingsdöner. Man darf nie den Fehler machen, zu verallgemeinern.

Man geht auch nicht zum Türken und denkt dabei daran, daß der wahrscheinlich Moslem ist, oder? Jedenfalls passiert mir das nicht.

Diese Leute hassen Muslime und wollen mit Karikaturen provozieren und beleidigen.

Wer sollen 'diese Leute' sein?

Warum scheinst auch Du zu glauben, daß (Mohammed-) Karikaturen provozieren und beleidigen sollen?
 
Das ist eine abscheuliche Tat und kann man nicht mal einen Gramm schönreden. Zu erwarten war es aber trotzdem. In der Vergangenheit war es nicht anders und Polizeischutz hatten sie auch und ja, dass ist scheiße.

Das die Leute, die Gewalt anwenden nicht ganz dicht sind, steht ja wohl nicht zu Debatte, aber im Gegensatz zu dir, bin ich auch der Meinung, dass diese Satiriker nicht ganz bei Trost mit ihrer Hetze und ihrem Hass sind. Nur weil man etwas tun darf, heiß das nicht, dass man etwas tun muss.

Diese Passage ist mir nochmal durch den Kopf gegangen.

Wenn heute in der Nähe Pegida-Demo wäre, würde ich mitlatschen.

Ungeheuerlich, mit welcher Seelenruhe Du verkündest: "Zu erwarten war es aber trotzdem.".

Ich kann die Leute verstehen, die auf sowas nicht warten sondern lieber alle Moslems weghaben wollen.

Toll auch diese Formulierung: "aber im Gegensatz zu dir, bin ich auch der Meinung, dass diese Satiriker nicht ganz bei Trost mit ihrer Hetze und ihrem Hass sind."

Natürlich, wenn Moslems morden, ist das Opfer schuld. Das Opfer hat gehetzt und gehaßt. Nicht etwas seine Mörder.

Ich kann verstehen, wenn man sich vor dieser abstrusen Gedankenwelt fürchtet.
 
Wenn heute in der Nähe Pegida-Demo wäre, würde ich mitlatschen.

Das überrascht bei dir aber wohl niemanden mehr, spricht aber Bände über deine Geisteshaltung (labile Psyche? Private Frustration? Rassist?).

Ungeheuerlich, mit welcher Seelenruhe Du verkündest: "Zu erwarten war es aber trotzdem.".
Weil es zu erwarten war. Es ist eine Illusion zu glauben wir könnten auf der einen Seite von der Globalisierung profitieren, und würden auf der anderen Seite vor den negativen Seiten verschont werden...

Ich kann die Leute verstehen, die auf sowas nicht warten sondern lieber alle Moslems weghaben wollen.
Ich nicht. Ich bin aber auch nicht blöde und daher auch nicht empfänglich für die Hetze von Leuten die keine Ahnung haben wovon sie reden.
Natürlich, wenn Moslems morden, ist das Opfer schuld. Das Opfer hat gehetzt und gehaßt. Nicht etwas seine Mörder.

Aber wenn Juden morden sind doch auch immer die Opfer schuld? ;)
 
Re: Ein Islamist kommt selten allein

Diese komische Diskussion darüber, was Satire darf, verstehe ich nicht.
.

Satire darf alles.
Nur, man hätte einfach auch mit so einer Reaktion rechnen müssen.
Oder siehst du das anders?
Natürlich macht das die Sache an sich nicht besser, aber man hätte halt damit rechnen müssen.
 
Ich war hier auf dem Board nur die ersten Tage dabei, dann lange nicht mehr und hab jetzt mal wieder hier rein geschaut.
Deshalb kenne ich nero nicht wirklich. Das, was ich las, hat mir aber auch nicht gefallen, er scheint ein komischer Typ zu sein.

Aber, seinen Einwand, dass dieses "damit hat man rechnen müssen" nicht angebracht ist, würde ich teilen.
Zumindest so, wie es hier rüber kommt. Es klingt nämlich wirklich ein wenig wie "selber schuld".
Ich glaube, so war es nicht gemeint, dennoch klingt es so.

Sicher, so ein Attentat war jetzt nicht wirklich undenkbar.
Wenn man aber sagt, dass man damit rechnen muss, impliziert das immer eine gewisse Mitschuld, die aber nicht gegeben ist.
 
Neros Beiträge sind sehr lustig. Ihr müsst das aus diesem Blickwinkel betrachten. Er steht vor einem Dilemma.

Er liebt Juden und Israel über alles und hasst Deutsche. Muslime sind seiner Meinung nach die Feinde Israels/Juden und die Pegida sind Deutsche, mit rechtem Gedankengut, die er hasst, die sich aber gegen Muslime richten.

Deswegen entstehen so witzige Konstellationen. Manchmal lobt er die Pegida, weil es sich gegen Muslime (dem "Judenfeind") richtet und manchmal ist er gegen die Pegida, weil sie Rechts sind und historisch gesehen auch Feinde der Juden. Das ist total lustig zu sehen, wie er von einer Seite auf die andere springt. Immer hin und her. :D

--- [2015-01-08 15:44 CET] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

@Dorfdisko

Du meinst solche Beiträge, die meinen Muslime hätten es erwarten können?

https://ngb.to/threads/13684-Anschlag-auf-Satiremagazin-in-Paris/page5?p=428671#post428671
 
@Dorfdisko

Du meinst solche Beiträge, die meinen Muslime hätten es erwarten können?

https://ngb.to/threads/13684-Anschlag-auf-Satiremagazin-in-Paris/page5?p=428671#post428671

Ich habe bei Facebook die Seite "Rhetorische Perlen von AfD- und NPD-Anhängern" aboniert. Gestern haben die folgendes gepostet:
Puh...die aktuellen Geschehnisse in Frankreich helfen jetzt nicht gerade pegida zu bekämpfen wenn anscheinend gerufen wurde "Allah ist groß" - so was von ein gefundenes Fressen
Inhaltlich ähnliches wurde ja auch hier geschrieben.
Und es hat mir nicht gefallen.
Eben, weil die Moslems nichts dafür können, was da in Paris geschehen ist und man das trennen muss, genau so wenig, wie Pegida mit Paris in irgendwas bestätigt wurde.

Die Reaktionen waren zwar tatsächlich zu erwarten, aber das hat trotzdem nichts mit einem Bärendienst zu tun, was auch wieder so was wie eine Verantwortung der Muslime impliziert.

Oder eben auch die vorherigen Beiträge, die implizieren, wenn man solche Karikaturen veröffentlicht, dass man dann auch mit Anschlägen rechnen muss.
 
Aber, seinen Einwand, dass dieses "damit hat man rechnen müssen" nicht angebracht ist, würde ich teilen.
Zumindest so, wie es hier rüber kommt. Es klingt nämlich wirklich ein wenig wie "selber schuld".

es geht doch nicht um die Schuld.
Es geht darum in welche Gefahr man sich begibt und was realistisch gesehen passieren kann.
Zudem ist in dem Fall die Trauer oder das Mitgefühl (zumindest für mich) auch in keiner Weise mit einer Schuld oder Unschuld verknüpft.

Man bringt keine Menschen um, und schon gar nicht wegen verletztem Ehrgefühl seiner Religion gegenüber.

Allerdings muss man auch wissen, wenn man sich gewissen Gefahren aussetzt kann was passieren.


Meine Frage bleibt aber bestehen.
Wie stehen die führenden Imame des Islam gegenüber Gewalt gegen Andersgläubige?
 
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