Das ist ein grundsätzliches Verständigungsproblem in der Sache hier.
- Du sagst, dass beim Bier nicht der Alkohol, sondern der Geschmack die Ursache für den Konsum ist.
- Dass das argumentativ nicht belegbar ist, habe ich das anhand mehrerer konstruierter Beispiele aufgezeigt.
- Das ignorierst Du und beharrst auf Deiner Meinung. Ok, be it.
Ursprünglich war Hanf zumindest in unseren Breitengraden so schwach THC-haltig, dass man sich durch den Konsum eben auch nicht abgeschossen hat, sondern eher zufrieden und entspannt war. Opas Knaster lässt grüßen. In den letzten 40 Jahren hat man dann das Gras ganz gezielt hochgezüchtet (auch wenns hinkt, vergleichbar mit dem Unterschied zwischen Bier und Schnaps).
Es ist also schwierig, das mit dem aktuellen Gras zu dosieren, aber durchaus möglich. Einmal an der Tüte ziehen bzw. entsprechend wenig reintun führt eben nicht zu einem Rausch, schon gar nicht bei Menschen, die das gewohnt sind, es löst lediglich Entspannung aus.
Und bevor das nun der nächste Diskussionspunkt wird: bei Alkohol ist das genauso. Wenn ich ungeübt im Trinken bin, kann mich eine Konsumeinheit (Glas Wein, 1 Schnaps, großes Bier) ziemlich schigger machen.
Entscheidend ist wohl, dass Alkohol kumulativ wirkt, THC aber eher nicht. Anders gesagt, die Wirkung von Alk hat eine Wellenlänge, die sich bei typischem Konsum von der Amplitude Abends auf den 0-Wert irgendwann am nächsten Tag erstreckt, wobei sie mit gesteigertem Konsum skaliert. Die Wellenlänge bei THC ist wesentlich kürzer und kaum in der Amplitude steigerbar.