Drogenpolitik

Nein ich meine die Grenzen der Toleranz.
Was hat das StGB mit toleranz zu tun? Nichts, denn es hat Rechtsgüter zu schützen, und nicht die Befindlichkeit von irgend welchen Leuten. Ich muss auch tolerieren, dass Personen in ihren eigenen 4 Wänden Sachen machen, die ich persönlich befremdlich finde. Und wo bleibt da das Strafrecht? Richtig, es bleibt vor der Tür! Aber bei einigen ausgewählten Drogen steht dann plötzlich die Staatsmacht in der Bude, man landet vor dem Kadi und wird abgeurteilt.
 
Zuletzt bearbeitet:
@shinni999

Hab ich doch gesagt, was Missbrauch heißt: Wenn Du in freier Wildbahn vollgedröhnt bei schlechtem Benehmen erwischt wirst, gibt es Ärger. In der Disko Stoff konsumieren ist genau so verboten wie das Qualmen dort. Und wenn du dir auf der Parkbank ein Tütchen reinziehst oder eine Spirtze setzt, gibt es wieder Stunk wegen Erregung öffentlichen Ärgernisses, falls sich jemand darüber ärgert. Nichts Neues also, geltenden Regeln nur erweitert.

Nix da von wegen " Es sollte nur nicht so sein das Folgeschäden von allen getragen werden". Wie kann man nur so kleinlich sein! Und ausgerechnet bei den armen Teufeln, die von Drogen abhängig sind!

Diese pedantische Regelungswut läuft doch am Ende auf Stasi 2.0 heraus am besten mit Gesundheitspolizei, und dahinter steckt nichts als der offenbar unausrottbare Menschenwille, andere Menschen zu schikanieren und zu gängeln.

Dass Du auch schon die Dicken in den Kreis der ihrer Lösung harrenden Probleme aufgenommen hast, gibt Anlass zu den schlimmsten Befürchtungen. Ich schlage Bezugsscheine und Rationierung vor. Jeder darf im Supermarkt nur die Menge Kalorien kaufen, die zur Erhaltung seines Optimalgewichts erforderlich ist. Auf diese Weise kriegen wir auch den Schwarzmarkt aus Nachkriegzeiten zurück, die Margen in der Branche werden explodieren.

Aber warum nur die Dicken? Das Knuspern bim TV ist ja nur das halbe Problem, die andere Hälfte ist der Bewegungsmangel. Lösung: Als elektronische Fußfessel bekommt jeder einen Schrittzähler angehängt. Wenn der nicht auf mindestens 5.000 steht, bleibt die Glotze dunkel und die Kühlschranktür geht nicht auf. Außer er überweist einen Extra-Betrag an seine Krankenkasse, damit die Folgen seiner Faulheit nicht die Allgemeinheit tragen muss.

Viel Spaß!
 
Entschuldigung, aber ich habe die Zusammenhänge in deine Post nicht ganz verstanden. Kannst du das bitte anders erläutern?

Nero schrieb:
Nix da von wegen " Es sollte nur nicht so sein das Folgeschäden von allen getragen werden". Wie kann man nur so kleinlich sein! Und ausgerechnet bei den armen Teufeln, die von Drogen abhängig sind!
In einem meiner Post habe ich die Aussage getroffen das "Menschen über ihren eigenen Körper bzw. Körperstoffwechsel" entscheiden können/sollen. Aber für ihr Verhalten tragen nun dann auch nur sie alleine die Verantwortung. Niemand hat ihn/sie dazu gezwungen und meistens sind sich die Konsumenten vollkommen über die Folgen im klaren.
 
Zuletzt bearbeitet:
Aber für ihr Verhalten tragen nun dann auch nur sie alleine die Verantwortung.

Du redest dich wie ein Berufspolitiker im Wahlkampf raus. Erst hast Du von Folgeschäden in Form von Kosten gesprochen. Das Thema war die Kohle, einfach Kohle. Jetzt ist die Kohle von Tisch, irgendwie vergeistigt sich das alles, die Substanz verdünnisiert sich, und schon wird die "Verantwortung" aus dem Hut gezaubert wie im Zirkus das Kaninchen. Aber eine Kaninchen erkennt man wenigstens. Bei "Verantwortung" weiß keiner, was das ist.

Niemand hat ihn/sie dazu gezwungen und meistens sind sich die Konsumenten vollkommen über die Folgen im klaren.

Unsinn. Nichtmal ein Mediziner kann im Einzelfall die Folgen vorhersagen. Es gibt stark suchtgefährdete Menschen und andere, die gegen Abhängigkeit weitgehend immun sind, hängt mit irgendwelchen Hirnstrukturen zusammen. Nicht jeder Trinker wird ein Säufer. Manche können leicht wieder aufhören, andere schaffen es nie, und das ist nicht nur eine Willensfrage. Niemand kennt vorher genau sein Risiko.

Jeder hofft, dass es bei ihm gut geht. Beim Autofahren, beim Sport, beim fetten Essen, beim Bergsteigen, beim Radeln, wenn er wieder den Fahrstuhl statt die Treppe nimmt, etc. Aber jeder kennt eben auch die Risiken. Deshalb gibt es eine Krankenversicherung.
 
Aber die ganze Thematik mit den gesundheitlichen Folgen ist doch gerade das beste Argument für eine Überführung des Marktes in die Legalität.
Um mal aus der zu zitieren
Ist der Stoff rein und von guter Qualität, nimmt der Körper im Gegensatz zu anderen Drogen selbst nach mehreren Jahren nur minim Schaden. Denn Heroin sei kein Zellgift, erklärt die leitende Ärztin der Horgener Poliklinik, Irene Caspar. Als langfristige Nebenwirkung kann Osteoporose vorkommen, doch grundsätzlich gilt Heroin als eine der am besten verträglichen Substanzen.

Wer also dafür plädiert bei einer Legalisierung die gesundheitlichen Folgekosten auf die Konsumenten abzuwälzen sagt durch die Blume:

Solange die, aufgrund des Verbots, nur irgendein gestrecktes Dreckzeug konsumieren zahlen wir als Gesellschaft alles, aber wenn das dann legal werden sollte, und wir durch sauberes Material auf den Strassen mit deutlich weniger Kosten rechnen müssen, müssen die das selbst berappen. :m
klingt das nur für mich idiotisch?
 
Du redest dich wie ein Berufspolitiker im Wahlkampf raus. Erst hast Du von Folgeschäden in Form von Kosten gesprochen. Das Thema war die Kohle, einfach Kohle. Jetzt ist die Kohle von Tisch, irgendwie vergeistigt sich das alles, die Substanz verdünnisiert sich, und schon wird die "Verantwortung" aus dem Hut gezaubert wie im Zirkus das Kaninchen. Aber eine Kaninchen erkennt man wenigstens. Bei "Verantwortung" weiß keiner, was das ist.

Folgekosten/schäden die aber der Gesellschaft zur Last gelegt werden wofür aber nur einer die Verantwortung trägt. Das ist wie in der Finanzkrise -> Einige bauen Mist und der Allgemeinheit/ den Steuerzahlen wird die Rechnung hingelegt.

TBow schrieb:
Ums kurz zu machen, auch wenn die Gesellschaft etwas nicht toleriert, so rechtfertigt das kein Verbot.

Ah, danke jetzt habe ich es verstanden.
Das wollte ich ja auch nicht sagen. Wenn jemand Drogen nimmt hat man das zu tolerieren/akzeptieren. Aber dieses Toleranz-Thema hier bezieht sich eher auf die Aussagen von Crackstreetboys ist also daher eher OT.
 
Zuletzt bearbeitet:
Von diesem Schwachsinn kriegt man doch einen Hirntumor, das wird noch teurer.
Ach es geht noch besser....
90iger Jahre, grosse Koalition, Die Grünen haben im Parlament eine Gesetzesinitiative eingebracht, dass man "weiche Drogen" entkriminalisieren bzw legalisieren sollte.
Abgeordnete der einen Koalitionspartei: Es liegen Studien vor, dass der Drogenkosum steigt. Wir brauchen darum eher eine Verschärfung und keine Aufweichung, damit der Konsum nicht weiter steigt.
Abgeordnete der anderen Koalitionspartei: Es liegen Studien vor, dass der Drogenkosum sinkt. Wir brauchen darum eher eine Verschärfung und keine Aufweichung, damit der Konsum weiter sinkt.

Nach deren Logik sind also immer Verschärfungen anstatt Lockerungen erforderlich. Egal ob der Konsum steigt, oder fällt.
 
@braegler:
Solange die, aufgrund des Verbots, nur irgendein gestrecktes Dreckzeug konsumieren zahlen wir als Gesellschaft alles, aber wenn das dann legal werden sollte, und wir durch sauberes Material auf den Strassen mit deutlich weniger Kosten rechnen müssen, müssen die das selbst berappen.
klingt das nur für mich idiotisch?

Auch hier nicht zu Ende gedacht. Das sind schlechte Argumente, weil Vergleichszahlen fehlen. In USA gibt es ja jetzt einige Bundesstaaten, wo es legal wird/ist. Es wäre wirklich interessant zu wissen, wie sich die Werte entwickeln. Gibt es mehr Konsumenten, mehr Kranke (Psychisch durch Drogenindikation), weniger (...), keine illegalen Verkäufe oder weniger etc, ect... Eben alles, was für eine Abwägung Pro und Contra interessant wäre.
Mal sehen wie es sich dort entwickelt.


p n
 
Es gibt da ein prinzipielles Problem:
Für "sauberes Material" müsste es eine staatliche Reglementierung und Überwachung dieser Regeln geben. Sauberes Material ist zudem prinzipiell teurer. Es würde also weiterhin einen Schwarzmarkt mit Billigzeug geben wo Junkies und andere mit wenig finanziellen Mitteln Geld sparen können.
 
Solange die, aufgrund des Verbots, nur irgendein gestrecktes Dreckzeug konsumieren zahlen wir als Gesellschaft alles, aber wenn das dann legal werden sollte, und wir durch sauberes Material auf den Strassen mit deutlich weniger Kosten rechnen müssen, müssen die das selbst berappen.

Legalisierung von Drogen = bessere Reinheit = geringere Folgeschäden. Soweit logisch aber das funktioniert nur wenn die Anzahl an Konsumenten gleich bleibt bzw. nur leicht ansteigt. Das die Gesellschaft momentan für die Folgeschäden des gestreckten Dreckszeugs zahlt finde ich idiotisch.
 
Zuletzt bearbeitet:
Ihr liefert darüber hinaus schon das Argument warum dann mehr Menschen Drogen nehmen würden. Harmlose Darstellung der "sauberen" Drogen. Endlich mal schlemmen ohne schlechtes Gewissen. Heroin ist gar nicht so schlimm, jetzt passt der Staat ja auf, das ist gutes Zeug und super fun. Langzeitschäden, na gut, aber die hat Bier auch und das kann man schon mit 16 kaufen.
 
Ihr liefert darüber hinaus schon das Argument warum dann mehr Menschen Drogen nehmen würden. Harmlose Darstellung der "sauberen" Drogen. Endlich mal schlemmen ohne schlechtes Gewissen. Heroin ist gar nicht so schlimm, jetzt passt der Staat ja auf, das ist gutes Zeug und super fun. Langzeitschäden, na gut, aber die hat Bier auch und das kann man schon mit 16 kaufen.
Was aber bis jetzt in keinem der Länder eingetreten ist, die eine liberale Drogenpolitik verfolgen.
Selbst wenn dem so wäre, dann wäre das immer noch kein Argument die Konsumenten strafrechtlich zu verfolgen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Sauberes Material ist zudem prinzipiell teurer.
Schlicht falsch. Die Tagesdosis Heroin, aus Herstellung unter Einhaltung der GMP Richtlinien kostet weniger als 10 Euro.
Das ist einfach mal Fakt.

Soweit logisch aber das funktioniert nur wenn die Anzahl an Konsumenten gleich bleibt bzw. nur leicht ansteigt.
Woher kommt diese Binsenweisheit?
Der grosse Kostenpunkt bei den Folgen des Konsums sind die durch physische Schäden geschuldeten.
Zufällig den zu NZZ gelinkten Beitrag gelesen?

Das die Gesellschaft momentan für die Folgeschäden des gestreckten Dreckszeugs zahlt finde ich idiotisch.
[Ironie]Ich finde es total idiotisch, dass ich für die Harzt4er, die Rentner, die Arbeitsunfähigen und wen noch alles bezahle[/ironie]
Soll man die etwa einfach verrecken lassen? Oder ihnen die Behandlung in Rechnung stellen, 3mal mahnen und dann den Gerichtsvollzieher hinschicken um sich die Eidesstattliche zu besorgen?

Harmlose Darstellung der "sauberen" Drogen.
Es hat doch niemand davon gesprochen, dass die Drogen harmlos seien. Um das so aus dem Kontext zu reissen bedarfs aber schon einer gewissen Ignoranz der Tatsachen.
Beim H ist es in erster Linie die massive Suchtgefahr, die verschweigt doch niemand.

Bei anderen Drogen ist das schon wieder anders.
Irgendwelche Ahnungen welche Nebenwirkungen / Spätfolgen der Konsum von MDMA mit sich bringen kann (wohlgemerkt REINES MDMA, kein Kellerverschnitt)?
Und wie steht das im Verhältnis zu dem, was die DROPS zu den Gefahren von MDMA aussagen?
Nur als Denkanstoss.
 
Harmlose Darstellung der "sauberen" Drogen. Endlich mal schlemmen ohne schlechtes Gewissen. Heroin ist gar nicht so schlimm, jetzt passt der Staat ja auf, das ist gutes Zeug und super fun. Langzeitschäden, na gut, aber die hat Bier auch und das kann man schon mit 16 kaufen.
Geh nicht von Dir aus, nicht die ganze Welt ist süchtig nach dem Zeug und würde sich sofort vollpumpen damit, wenn es etwas billiger und nicht so verdreckt und so giftig wäre.

Mach's wie ich: Discounterbier könnte ich mir jeden Tag eine halbe Kiste leisten, aber ich trinke in der Woche vielleicht mal eine Flasche.

Und weißt Du warum? Ich mag kein Bier. Ich mag es einfach nicht.

Ich liebe Espresso und bin Kettenraucher. Und das ist absolut preisunabhängig.

Nach deren Logik sind also immer Verschärfungen anstatt Lockerungen erforderlich. Egal ob der Konsum steigt, oder fällt.
Tja, das sind noch Leute mit Grundüberzeugungen.

Die Grundüberzeugung: Gesetz ist Gegenmittel für Drogenkonsum.

Wenn der Drogenkonsum steigt, liegt das an anderen Faktoren. Damit er nicht noch mehr steigt, braucht man mehr Gesetz, mehr Gegenmittel.

Wenn der Drogenkonsum fällt, heißt das: Das Gegenmittel wirkt hervorrragend. Einfach mehr davon, und alles wird gut.

Das ist wie beim Beten: Wenn's trotzdem nichts wird, hast du nicht genug gebetet. Wenn's was wird, musst du noch mehr beten, dann kriegst du alles.
 
Zuletzt bearbeitet:

Willst damit sagen das jemand (von dem du denkst er nimmt Drogen/Beweise sind ja eh für Muttis) eh keine Meinung haben kann und du lieber allen sagen würdest was sie zu tun haben?
ganz großes Tennis....wirklich,
mag Leute wie dich, wenn ich mal die hälfte Meines Kopfes durch einen Jetski Unfall verliere darfst du alles für mich regeln.....
 
1. Woher kommt diese Binsenweisheit?
Der grosse Kostenpunkt bei den Folgen des Konsums sind die durch physische Schäden geschuldeten.

2. [Ironie]Ich finde es total idiotisch, dass ich für die Harzt4er, die Rentner, die Arbeitsunfähigen und wen noch alles bezahle[/ironie]
Soll man die etwa einfach verrecken lassen? Oder ihnen die Behandlung in Rechnung stellen, 3mal mahnen und dann den Gerichtsvollzieher hinschicken um sich die Eidesstattliche zu besorgen?

1. Naja nehmen wir mal an Drogen werden legalisiert. Damit verbessert sich auch die Reinheit der Drogen was zu geringeren Folgeschäden führt. Doch wenn im Zuge der Legalisierung die Anzahl der Konsumenten (vermutlich) steigt, erhöht sich doch auch die Anzahl der Folgeschäden.

2. Ich sagte nur das es idiotisch ist. Die Notwendigkeit habe ich nicht angezweifelt. Was deine Beispiele angeht: Rentner, Arbeitslose, Arbeitsunfähige können ja (meistens) nichts dafür das sie in eine Notlage geraten sind.

Vielleicht war es etwas hart zu fordern das den Konsumenten die Folgen allein zur Last gelegt werden.
 
Zurück
Oben