Drogenpolitik

Lass den Hardcore-Kiffern doch ihr Lebensmodell. Der gesundheitliche Schaden für sie hält sich einigermaßen in Grenzen.
Wenn sie das Leben und die Welt anders nicht ertragen können, oder die Droge aus anderen Gründen brauchen, ihre Sache.
Ich habe nicht vor Punisher-artig durch die Gegend zu ziehen und solche Leute umzulegen. Ich bin sogar für eine Cannabislegalisierung. Ich halte mich nur fern von solchen Leuten und halte nichts von ihnen.
Du konsumierst absolut keine Drogen?
Internet, Nikotin, Alkohol, Zocken oder Anerkennung?

Internet, Zocken und Anerkennung sind für dich eine Droge? Das sagt höchstens was über dich aus. Rauschmittel sind es nicht.

wiki schrieb:
Als Droge werden im heutigen deutschen Sprachgebrauch stark wirksame psychotrope Substanzen und Zubereitungen aus solchen bezeichnet.
 
"Experten" möchten Spielsucht und andere visuelle Süchte in die gleiche Klassifizierung stecken wie Süchte bedingt durch Substanzen, weil im Hirn ähnliche Areale angesprochen werden sollen. Ich finde das auch ziemlich unsinnig, aber die Diskussion in dieser Richtung ist vorhanden und wird von einigen so vertreten...
 
omg.
wer spricht denn von Arbeitslosen und was genau hat das eine mit dem anderen zu tun?
Genug Arbeitslose kiffen nicht, genug "Hardcore-Kiffer" arbeiten hart.
Wieder nur Vorurteile ohne Belege.

hab da wohl den :rolleyes:-smilie vergessen.
wo hab ich den gesagt, dass alle arbeitslosen kiffen, oder was willst du mir hier mit "vorurteilen" unterstellen?
du stimmst mir aber sicher zu, dass es leute gibt (jetzt schon und nach der legalisierung auch mehr), auch wenn es nicht viele sind, die nicht arbeiten können/wollen, weil sie nur kiffen.
und deiner aussage nach dürften wir denen dann kein hartz4 mehr zahlen, weil sie die gesellschaft mit ihrem lebensstil belasten :p


Wäre es da besser, wenn sich die Jugendlichen den Tabak vom Dealer besorgen, der das Zeug noch anständig streckt? Damit die Lunge auch wirklich schnell den Geist aufgibt?

am besten wäre es wohl wenn sie gar nicht rauchen ;)
willst du das zeug dann kostenlos rausgeben oder warum bist du dir sicher, dass es keinen schwarzmarkt mehr gibt.
ansonsten (wie schon in beitrag 202 und 204 geschrieben) kauf ich das zeug legal, streck es, und verkauf es dann wieder (billiger wie das legale zeug, aber trotzdem mit gewinn)
 
willst du das zeug dann kostenlos rausgeben oder warum bist du dir sicher, dass es keinen schwarzmarkt mehr gibt.
Für jedes Gut gibt es einen Schwarzmarkt.
Wichtig ist nur, den Schwarzmarkt einzudämmen.

... ansonsten (wie schon in beitrag 202 und 204 geschrieben) kauf ich das zeug legal, streck es, und verkauf es dann wieder (billiger wie das legale zeug, aber trotzdem mit gewinn)
Natürlich kannst du kriminell werden so, wie jeder andere auch.
Der eine verkauft gepanschten Alkohol, der andere unversteuertes Benzin und wieder ein anderer verscherbelt geklautes Zeugs zu Niedrigpreisen. Das ist kein drogenspezifisches Problem.
 
Zuletzt bearbeitet:
gras kann man mMn aber leichter strecken als zB alkohol, wodurch dieser markt dann wohl auch wieder größer wäre
 
gras kann man mMn aber leichter strecken als zB alkohol, wodurch dieser markt dann wohl auch wieder größer wäre
Ähm, Wein mit lecker Glykol, Vodka mit Wasser, usw. Strecken geht bei einem Flüssig-Flüssig Gemisch deutlich einfacher und vor allem Billiger.

Wieso versuchst Normalbürger nicht seinen Alkohol in dunklen Gassen zu besorgen?
Und wenn jemand die Wahl hat, einwandfreies Material zu kaufen, dass auch entsprechende Wirkung zeigt, wieso sollte er dann ein zweites mal zu jemandem gehen, der ihm gestrecktes und entsprechende wirkungsärmeres Material andrehen lassen?

Würdest Du Dir wegen 10ct Preisdifferenz Dein Bezin aus dem Kanister eines dubiosen Kerls beschaffen wenn nebenan ne Tankstelle ist?
 
bei wodka und wasser wird man es aber entweder schmecken, oder man nimmt so wenig wasser, dass es sich nicht lohnt. ob man glykol im wein schmeckt weiß ich nicht, ich kann mir aber nicht vorstellen, dass man da einfach jedes x-belibige glykol nehmen kann, ohne dass man es merkt.
ob normalbürger sich das kaufen kommt darauf an, wie teuer das saubere zeug ist.
ich persönlich würd mir das benzin und sowieso generell nichts auf dem schwarzmarkt kaufen, es gibt aber wohl genug leute, die dies aber doch tun, ansonsten würde es ja erst gar keinen schwarzmarkt geben ;)
 
Es gibt doch genug Leute, die ihren Diesel-PKW mit Heizöl fahren.

Allerdings haben wir ja hier im Board gelernt, dass man sich dafür in Wolfsburg bei Firma G. eine heizölfeste Einspritzpumpe kaufen muss :T
 
Gab ja so oft Fälle von Kiffern die an gestrecktem Weed gestorben sind. Ach ne, das waren ja die Touristen die in der Türkei und sonst wo an gepanschtem Alkohol verreckt sind...

Die (unheimlich schwache) Diskussionskultur in diesem Forum wird in diesem Thread noch einmal auf die Spitze getrieben, wobei ich nicht gedacht hätte dass das geht.

Ich habe jetzt auf 22 Seiten nicht ein einziges Argument contra Legalisierung gelesen das diesen Namen auch verdient.
 
Es gibt ja auch keines.
Von den Gründen des Verbots über Studien zu dessen Sinn bis zu den Folgen (Schwarzmarkt, Kriminalität,...) spricht alles für die Legalisierung...

Anscheinend hat man nichts aus der amerikanischen Prohibition gelernt, durch die Leute wie Al Capone erst so unglaublich mächtig wurden...
 
Definier das bitte mal genauer!

Was dagegen aufgeführt wird:

- Kiffen macht dumm
- Kiffen macht faul
- Legalisierung führt zu mehr Kiffern

Mal davon abgesehen das alle diese Punkte mehr als fraglich sind, und teilweise durch Studien widerlegt worden sind, machen diese Argumente vlt. abstrakt betrachtet Sinn, aber kontextual nicht. Denn in einem freiheitlichem System hat der Staat seine Bürger nicht zu bevormunden, außer es liegen triftige(!!!) Gründe vor, die dies nötig machen würden. Als da wären z.B. der Jugendschutz. Eine Legalisierung würde aber wohl kaum ohne eine Altersbeschränkung von statten gehen, ich habe auch nicht gesehen dass das hier gefordert wurde. Ansonsten könnte man mit diesen Argumenten fast alles "was Spaß macht" verbieten. Aus gutem (verfassungsrechtlichem) Grunde wird das aber z.B. bei Alkohol und Rauchen, oder aber auch ungesundem Essen nicht getan. Daher ist es an den Kritikern einer Legalisierung eine sachliche Rechtfertigung dafür zu liefern, wieso das bei THC nicht gelten soll. Dem sind sie sowohl hier, als auch in der Politik bzw. der öffentlichen Diskussion darüber aber nie nachgekommen.
 

- cannabis ist einsteigsdroge
- anzahl der cannabis-konsumenten steigt
- hemmschwelle für cannabis konsum sinkt
- schwarzmarkt wird nicht ausgelöscht
- thc löst psychosen/schizophrenie aus (wenn auch selten)

fällt mir jetzt so spontan ein

edit: zu "kiffen macht dumm"
 
Zuletzt bearbeitet:
Internet, Zocken und Anerkennung sind für dich eine Droge? Das sagt höchstens was über dich aus. Rauschmittel sind es nicht.

omg.
Ich sprach von potetiellen Suchtmitteln mit denen man sich das Leben kaputt machen kann.
Nicht von meinen Suchtmitteln.

Trotzdem könntest du meine Frage mal beantworten ob du keine potentiellen Suchtmittel konsumierst.

- cannabis ist einsteigsdroge
- anzahl der cannabis-konsumenten steigt
- hemmschwelle für cannabis konsum sinkt
- schwarzmarkt wird nicht ausgelöscht
- thc löst psychosen/schizophrenie aus (wenn auch selten)

nein, Cannabis ist keine Einstiegsdroge, das ist Nikotin und Alkohol
Nein, die Entwicklung in anderen Ländern hat gezeigt, dass die Anzahl der Konsumenten nicht steigt
Nein, die Hemmschwelle sinkt nicht, warum auch? Was ist das denn für ein bescheuertes Argument? Obwohl Alkohol unter 16 illegal ist saufen sich trotzdem genug ins Koma. Soviel zum Thema "illegal=Abschreckung.
Nein, im Gegenteil. Bei solchen Substanzen ist es schon sehr gut wenn der Staat und das Jugendschutzgesetz seine Hand drauf hat.
Viel besser als der illegale Handel den wir gerade haben.
Und doch, der Schwarzmarkt wird so gut wie ausgelöscht.
Was THC auslöst ist juck, die legalen Drogen Alkohol und Nikotin sind schlimmer.

Alles in allem nur falsche und schwache Argumente.
Genau das kennt man von Cannabis Gegnern.
Man argumentiert mit Unwissen, Vorurteilen und sieht nur potenziell schlechte Auswirkungen.

Man braucht gar nicht so viel labern sondern sich einfach mal die durchweg positiven Auswirkungen in den Ländern anschauen die in den letzen Jahren Cannabis in Form von social clubs legalisiert haben.
Was braucht man noch mehr an Argumenten?
 
Zuletzt bearbeitet:


Ich kann deine Frage nicht beantworten, weil deine Liste an potentiellen Suchtmitteln nichts mit Drogen zu tun hat. Aber ja, ich nehme keinerlei Drogen. Kein Alkohol, kein Nikotin.
 
- cannabis ist einsteigsdroge

Hauptsächlich da es einen Einstieg in die Welt der illegalen Drogen bietet. Wäre mit einer Legalisierung gelöst.

- anzahl der cannabis-konsumenten steigt

Und an der Gesetzeslage hat sich nichts geändert, also wo ist der Zusammenhang? Außerdem schwanken solche Statistiken immer, auch die Anzahl der Raucher oder Alkoholiker ist nicht konstant.

- hemmschwelle für cannabis konsum sinkt

Mag sein, obwohl ich niemanden kenne der nicht kifft weil es verboten ist. Grade das ist doch auch ein Reiz es zu tun.

- schwarzmarkt wird nicht ausgelöscht

Es gibt für jedes Gut einen Schwarzmarkt. Fraglos ausgeprägter ist dieser immer dann, wenn das betreffende Gut aus (z.B. gesetzlichen) Gründen schwer zu beschaffen ist. Als prominentestes Beispiel dürfte wohl die Zeit der Prohibition in den USA gelten, etwas aktueller ist da wohl der Iran, dort ist in den letzten 10 Jahren die Anzahl der Opiumsüchtigen explodiert nachdem die Regierung angefangen hat einen (von den USA und der EU unterstützen) harten Kurs gegen Drogen jeglicher Art zu fahren.

- thc löst psychosen/schizophrenie aus (wenn auch selten)
Richtig, ich habe nie bestritten das es ungesund ist. Rauchen verursacht Krebs, Alkohol Leberschäden, Arbeit zu Burn-Out. Fällt aber alles unter freiwillige Selbstgefärdung.


edit: zu "kiffen macht dumm"

Die Studie ist mehr als umstritten (z.B.: ), und saufen z.B. zerstört die Gehirnzellen. S.o., freiwillige Selbstgefärdung.

Ich glaube du hast nicht verstanden was ich meine. Ich habe nach einem sachlichen Grund gefragt, der die ungleiche Behandlung im Vergleich zu Drogen mit ähnlichen, teilweise erheblich schlimmeren Nebenwirkungen, rechtfertigt. Diesen Grund bist du schuldig geblieben.
Da bist du aber nicht der einzige, und genau das habe ich auch vorhin zum Ausdruck bringen wollen.
 
nein, Cannabis ist keine Einstiegsdroge, das ist Nikotin und Alkohol
Nein, die Entwicklung in anderen Ländern hat gezeigt, dass die Anzahl der Konsumenten nicht steigt
Nein, die Hemmschwelle sinkt nicht, warum auch? Was ist das denn für ein bescheuertes Argument? Obwohl Alkohol unter 16 illegal ist saufen sich trotzdem genug ins Koma. Soviel zum Thema "illegal=Abschreckung.
Nein, im Gegenteil. Bei solchen Substanzen ist es schon sehr gut wenn der Staat und das Jugendschutzgesetz seine Hand drauf hat.
Viel besser als der illegale Handel den wir gerade haben.
Und doch, der Schwarzmarkt wird so gut wie ausgelöscht.
Was THC auslöst ist juck, die legalen Drogen Alkohol und Nikotin sind schlimmer.
1) cannabis ist einsteigsdroge
2) dann gib mir bitte mal eine statistik zu den kosumentenzahlen in anderen ländern. google hat bei mir leider nichts gefunden. wobei mich da auch interessiert wie die statistik entstanden ist, sprich ob die gleiche zählmethode verwendet wurde. ansonsten kann man diese statistiken eh vergessen.
3) dann können wir ja auch auch die alterbegrenzung abschaffen, da sie ja eh keine abschreckende wirkung hat und die jugendlichen eh an das zeug kommen :rolleyes:
4) wenn die jugendlichen den stoff nicht vom "staat" bekommen, holen sie sich ihm eben vom dealer. der kann dann beim "staat" kaufen und dann entweder den stoff direkt oder, um den geinn zu steigern, gestreckt an die jugendlichen verkaufen.
5) nur das lungenkrebs und leberzirrhosen keine anderen menschen gefährden. bei psychosen wäre ich mir nicht so sicher
 


Man muss jedoch fairerweise anmerken, dass Betrunkene auf vielerlei Art andere gefährden. Sei es hinterm Steuer oder normale Straßengewalt betreffend.
 
1) cannabis ist einsteigsdroge
Nö, da die legalen Drogen, wie schon erwähnt, die Einstiegsdrogen sind.
Das Problem, welches Cannabis hat, ist, dass es von den selben Personen vertrieben wird, die auch andere illegale Drogen feil bieten. Verbiete Kaffee, geh dann zum Dealer deines Vertrauens und du wirst auch Koks angeboten bekommen. Cannabis sei eine Einstiegsdroge, ist kein Grund es weiterhin strafrechtlich zu verfolgen, sondern es ist ein Grund es aus der Illegalität heraus zu holen!



2) dann gib mir bitte mal eine statistik zu den kosumentenzahlen in anderen ländern. google hat bei mir leider nichts gefunden.
Lies dir die mehr als 20 Seiten hier durch, dann haste genug Infos, die richtigen Suchbegriffe in Google einzugeben. Wenn ich mich richtig entsinne, dann habe ich sogar den einen oder anderen Link dazu gesetzt.

3) dann können wir ja auch auch die alterbegrenzung abschaffen, da sie ja eh keine abschreckende wirkung hat und die jugendlichen eh an das zeug kommen :rolleyes:
Abschreckende Wirkung hat es nicht für den (illegalen) Dealer, aber es hat abschreckende Wirkung für den Gewerbetreibenden, der seine Lizenz riskiert, wenn er einer zu jungen Person das Produkt verkauft.
Wieder ein Argument für die Legalisierung. Reguliere den Markt und du hast mehr Kontrolle darüber. Dieser Allgemeinplatz gilt auch für Drogen.

4) wenn die jugendlichen den stoff nicht vom "staat" bekommen, holen sie sich ihm eben vom dealer.
Oh, ich vergaß, jetzt ists ja viel besser. Die letzten 40 Jahre im Kampf gegen die Drogen konnten welche Siege errungen werden? Keine!

5) nur das lungenkrebs und leberzirrhosen keine anderen menschen gefährden. bei psychosen wäre ich mir nicht so sicher
Ach ja, Leberzirrhose ist ja die einzige Auswirkung von Alkohol. Die tausenden Anzeigen wegen irgendwelcher Körperverletzungen im Suff zählen ja nicht. Die im Alkoholrausch misshandelten Frauen gehören doch einfach zu unserer Kultur. Aber das pöhse Kraut, dass bei einigen Personen Psychosen auslösen könnte, die dafür prädestiniert sind, sind natürlich DER Aufhänger.

Keiner von uns hier verharmlost Drogen, aber wenn man Jahrzehnte eine bestimmte Strategie in Sachen Drogenkomsum verfolgt und kein einziges Ziel erreicht hat, welches man damals definiert hat, dann wird es Zeit die Strategie zu ändern.
In einigen Ländern hat man das schon erkannt und einige sind soeben dabei, dies zu erkennen.
 
Zuletzt bearbeitet:


Ich kann deine Frage nicht beantworten, weil deine Liste an potentiellen Suchtmitteln nichts mit Drogen zu tun hat. Aber ja, ich nehme keinerlei Drogen. Kein Alkohol, kein Nikotin.

ist doch juck ob sich jemand mit Drogen, Spielsucht, Internetsucht oder Sexsucht sein Leben kaputt macht, oder?
Das ist der Punkt.
Verbieten kann man vieles, die letzen Jahrzehnte zeigen doch aber, dass das nichts bringt.

Sucht oder verantwortungsvoller Konsum ist bei "weichen" Drogen oder anderen Suchtmitteln immer eine Frage des Charakters oder der Gene.
 
Zurück
Oben