Drogenpolitik

WISSEN tust du es auch nicht, du vermutest nur anhand von ähnlichen Fällen.
Was ist denn an den Niederlanden denn so anders, dass dies für Deutschland nicht gelten würde? Sind die Deutschen echt so schwache Persönlichkeiten, dass sie sofort nach Freigabe zu Junkies werden, wohin gegen die Niederländer dies nicht tun?

Und wieso passt dir das bestehende System denn nicht?
Weil die Vorgehensweise keine positiven Effekte hatte, obwohl die gesetzlichen Massnahmen zu diesen führen sollten. Im Gegenteil, sie sind sogar kontraproduktiv.
Wenns jemanden helfen würde, dass im täglich einer in die Eier tritt, dann ist das zu verstehen, aber wenn das schon seit Jahrzehnten so geht und nichts wird besser, wieso sollte sich dann diese Person weiterhin in die Eier treten lassen? Wäre es dann nicht Zeit für eine Alternative?

godlike schrieb:
Dann erkläre mal wieso es z.B. in Chicago irgendwas um die 50.000 Heroinsüchtige gibt.
Mit Chicago kenne ich mich nicht so genau aus. Welche liberale Drogenpolitik soll denn dort verfolgt werden, die meine Ausführungen kontakariert? Gibts da Heroin auf Rezept? Gibts Crack im Supermarkt? Ist es legalisiert? Entkriminalisiert?
Ist es nicht eher so, dass Chicago seit Jahrzehnten einen Verfall erlebt und der Lebensstandard dort erheblich gesunken ist?
 
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Was für ein postiver Effekt könnte sich den überhaupt einstellen?

Es gibt keinen positiven Effekt bei Drogen.

Und was Godlike sagen möchte ist: Wenn schon X Menschen Drogen nehmen wenn es illegal ist, wieso sollten dann weniger nehmen wenn es legal ist?
Die wo es bereits nehmen sagen sicher nicht "oh nein es ist legal, jetzt bekomme ich es billiger, leichter und in besserer Quali, jetzt machts keinen Spaß mehr"....

Warum sollten denn weniger Drogen konsumiert werden wenn es legal ist? Oder auch nur entkriminalisiert?
 
Meine Menung ist "Drogen sollten weder beschaffbar sein, noch konsumiert werden dürfen".

Alles abschaffen. Verbrechen, Krankheit, Unglück, Tod, Eifersucht, Liebeskummer, Extremismus, Aggressionen.

Mit einer ausreichenden Anzahl Kernwaffen ist das machbar. Aber ist es auch wünschenswert? Eine drogenfreie Welt ohne Menschen?

Solange die leben, werde sie nach Drogen suchen und auch welche finden, das haben sie getan, solange sie existieren, es gehört einfach zum Menschen dazu.

Und das wird auch so bleiben, ob es Dir nun gefällt oder nicht.
 
Natürlich, deshalb ist es auch eine Meinung und jeder hat seine eigene ;)

Ich finde halt Dinge wie Heroin, Kokain, Meth und so ein Scheiß braucht die Welt nicht.
 
Was für ein postiver Effekt könnte sich den überhaupt einstellen?
Die Polizei hätte mehr Kapazitäten frei, um "echte" Kriminelle verfolgen zu können.
Die Justiz müsste sich nicht mit den vielen Drogenverfahren herum schlagen.
Die Knäste müssten nicht die Verurteilten verwahren.
Die Abhängigen würden "gutes Zeug" bekommen und somit würden die gesundheitlichen Schäden minimiert.
Die kriminellen Struktueren hinter den Dealern würden stark geschwächt werden.
Der Staat würde am legalen Markt mit verdienen.
Die Beschaffungskriminalität würde sinken, was die Menschen, die Polizei und auch die Justiz entlasten würde.
...

Und was Godlike sagen möchte ist: Wenn schon X Menschen Drogen nehmen wenn es illegal ist, wieso sollten dann weniger nehmen wenn es legal ist?
Die Anzahl der Drogenkonsumenten muss auch gar nicht sinken, da hier ein Übel gegen das andere abgewogen werden muss.
Ich habe oben die Vorteile angemerkt. Welche Vorteile bringt denn eine restrektive Drogenpolitik, so wie sie jetzt bei uns besteht?
Man stelle einfach die Modelle gegenüber und sehe sich die Vor- und Nachteile an.
 
Natürlich, deshalb ist es auch eine Meinung und jeder hat seine eigene ;)

Ich finde halt Dinge wie Heroin, Kokain, Meth und so ein Scheiß braucht die Welt nicht.

dann sollte das Ziel aber sein die Menschen so mündig zu erziehen dass sie selbst diese Einsicht haben und nicht alles staatlich so zu verbieten dass das womöglich eher noch ein Anreiz ist diverse Substanzen zu konsumieren.
 
Natürlich, deshalb ist es auch eine Meinung und jeder hat seine eigene ;)

Kein Problem, ich wollte Dir nur zeigen, dass sie auf die Forderung nach einer menschenfreien Welt hinausläuft. Man kann durchaus der Meinung sein und sie sogar begründen, die Menschen wären besser auf den Bäumen geblieben. Da ist viel Wahres dran.

Andererseits fängt das Elend ja schon bei den Affen an. Die schlemmen überreife, halbvergorene Früchte besonders gern, weil sie schon eine ganze Menge Alkohol enthalten. Und wäre die Affen nicht so dumm, wie sie nun mal sind, hätten sie schon lange Likörfabriken gegründet.
 
Andererseits fängt das Elend ja schon bei den Affen an. Die schlemmen überreife, halbvergorene Früchte besonders gern, weil sie schon eine ganze Menge Alkohol enthalten.
Nicht zu vergessen die wuscheligen, putzigen Kätzchen, die sich bei der Katzenminze eine ordentliche Dröhnung abholen. Breit wie ne Katze. :D
 
Die Anzahl der Drogenkonsumenten muss auch gar nicht sinken, da hier ein Übel gegen das andere abgewogen werden muss.

Was ich sagen wollte ist das die Anzahl der Drogenabhängigen dort extrem gestiegen ist einzig weil das Heroin. was dort natürlich weiterhin illegal ist, einfach einfacher zu konsumieren ist. So schnell geht es das selbst Teenager zu Heroin greifen. Ohne groß nachzudenken. Nur weil man es nicht mehr spritzen muss. Stell dir mal vor das wäre dazu noch frei verkäuflich. Denkst du ernsthaft die Bevölkerung würde da entgegen dieser Beobachtung einfach kein Gebrauch davon machen? Alles was irgendwie verfügbar ist wird meist auch konsumiert.
 
Dass das "Argument" mit "es wird mehr Süchtige geben" Schwachsinn is, sieht man an den Beispielen Holland und Portugal (was immer öfters schnell schnell unter den Tisch gekehrt wird) und wo der Konsum auch nicht wirklich angestiegen ist.
(ok wurde schon erwähnt)

und wegen den sozialen Folgen blabla: Na, wie macht es denn der Staat derzeit bei den Tausenden und abertausenden Nikotin und Ethanol Konsumenten?
 
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@godlike: Ich will ja jetzt niemanden auf dumme Gedanken bringen, aber Heroin muss man gar nicht spritzen. Schnupfen, Rauchen oder Essen macht ganz genauso abhängig. Mit der zwangsläufigen Dosissteigerung kommt dann natürlich irgendwann der Punkt, an dem die erforderlichen Konzentrationen nur noch durch Spritzen erreicht werden können.
 
Ich gebe dir recht, man sollte nicht alle Substanzen gleich behandeln. Bei Substanzen mit hohem Suchtfaktor oder zerstörerischen Potenzial sollte man einfach weit unter dem Schwarzmarktpreis bleiben aber die Substanzen eben Konsumfertig und mit entsprechender Beratung herausgeben.

Evtl sogar mit Konsumräumen bei einzelnen Substanzen, aber da sind der Phantasie keine Grenzen gesetzt. @ Crystal Meth: Das Schädlichste an dem Zeug sind momentan die Syntheseabfälle und giftigen Ausgangsstoffe die benutzt werden, weil vorher legale Zutaten nun illegalisiert wurden. Das macht die Substanz natürlich nicht gesund oder unschädlich wenns "richtig" synthetisiert wird, aber die gesundheitlichen Risiken sollten doch soweit es geht minimiert werden.

Crystal macht übrigens nicht beim ersten mal abhängig, ich habs im Januar eher durch Zufall ausprobiert. Klingt unvernünftig, wars auch aber da kam mein Ego durch. Und ist nicht empfehlenswert, nach 2 Tagen wach hatte ich kein Bock mehr und nach der dritten Nacht konnte ich dann endlich wieder pennen.. Die Dopaminauschüttung hab ich natürlich nicht als unangenehm empfunden :rolleyes: Dosiert wars mit 8mg eigentlich nicht übertrieben.

Metamphetamin war übrigens bis vor ein paar Jahren als zugelassenes Medikament "Pervitin" erhältlich.

Ich hab aus Neugier schon viel durchprobiert, immer Safer Use Regeln bedacht und kann immer noch klar denken und lt. meinem Hausarzt sind auch Herz und Leber vollkommen i.O.
Dazu muss ich aber noch sagen, dass ich eigentlich nie Trinke.
Und eine Abhängigkeit hab ich bisher nur von Nikotin gehabt bzw ist diese auch immer noch aktuell.

Damit will ich weiß Gott niemand zu irgendwas anstiften, sondern nur mal reinen Tisch machen. Will sagen ich weiß worüber ich rede wenn ich div. Substanzen anspreche.

@boesmann: Da hast du nicht ganz recht, der IV Konsum macht weitaus schneller süchtig. Und nein, Heroin habe ich nicht ausprobiert, werde ich auch nicht. Mich reizt ein totales KO einfach nicht. In meinen Augen geht jeglicher IV Konsum zu rauschzwecken zu weit, aber man sollte Menschen die das tun trotzdem nicht wegsperren.

Gerade Süchtige sollte man nicht diffamieren, immerhin sind sie Suchtkrank, das vergessen viele oft wenn sie abfällig über "Junkies" sprechen.
 
@ godlike

Die Zahlen reichen nicht, man müsste mehr über die Lage wissen. Es ist ja nicht so, dass wenn man ein Übel efernt, kein Übel mehr das ist, sondern meist ein anderes. In einem autobiographischen Roman wohnt die Erzählerin noch bei ihren Eltern, die streiten sich immerfort und keifen sich schon wieder in der Wohnung an. Sie steht in ihrem Zimmer am Fenster, total genervt, und steckt sich eine Kippe an und sagt: "Rauchen soll ungesund sein? Ohne Zigarette wäre ich schon längst aus diesem Fenster gesprungen."

Ein anderes Beispiel: Viele Indianer sind am Feuerwasser verreckt, die Weißen aber nicht, weil sie den Umgang mit dieser Droge gelernt hatten. Oder: Komasaufen kommt in den südlichen Ländern nicht vor, wo der Wein zum Essen Normalität ist. Berüchtigt für Exzesse sind Briten, Sakndinavier und auch Deutsche.

Zunächst sagen absolute Zahlen mir gar nichts. Sind 50.000 webig oder viel? Um wieviel Prozent hat die Zahl der Drogenkonsumenten zugenommen? Auf welchen Schätzungen basieren diese Zahlen? Exakt zählen kann man die Abhängigen schließlich nicht.

Dann würde mich interessieren, was die Folgen sind. Die gleichen Karrieren wie früher, oder vielleicht ganz andere? Und wie kommt es, dass nichts als eine umständliche Handhabung die Leute abgehalten hat davon, zum Heroin zu greifen? Schließlich: Wonach hätten die alternativ gegriffen, wenn es ein dermaßen starkes Bedürfnis gibt?

Also viele Fragen.
 
Was fürn Wein? In Griechenland stand auf jedem Mittagstisch ne Flasche Ouzo :D

Was übrigens auch in dem von mir auf Seite 12 glaube ich geposteten Vortrag gezeigt wird, sind die Zahlen des Drogenkonsums unter Jugendlichen, die Umfrage wurde in Frankfurt durchgeführt.
Ich hab die Zahlen ehrlich gesagt nicht mehr ganz im Kopf, aber Schnüffel- und Klebstoffe waren weit vor allen anderen Drogen ganz oben auf der Liste.

Völlig legal, absolut schädlich und merkwürdigerweise nie wie andere Substanzen medienwirksam breitgetreten. Die Leute nehmen mitunter jede Alternative die sie kriegen können und das kann dann eben wieder negativere Auswirkungen mit sich führen.
 
Und was ist mit der Wirkung auf das soziale System? Wer betreut all die Junkies? Wer bezahlt deren Medizinische Behandlung? Wer bezahlt deren Sozialhilfe, weil sie nichtmehr arbeiten gehen können/wollen? Wer haftet für die auftretende Beschaffungskriminalität?

Ach was, so viele sind doch dann gar nicht mehr süchtig, wenn man es legalisiert. ;)

Es gibt keinen positiven Effekt bei Drogen.

Genau so ist es. Das weiß jeder, der schon mit Süchtigen zu tun hatte. Selbst wenn es nur der Alkoholiker nebenan ist/war.

Ich finde halt Dinge wie Heroin, Kokain, Meth und so ein Scheiß braucht die Welt nicht.

Dito.


In den Niederlanden sind Heroin, Meth, Kokain etc legal? :eek: Weil die Niederländer ja immer als Pro Drogen Land Beispiel genannt wird.


IMO kann und darf man nicht sagen, nur weil es bei den Holländern klappt, klappts bei den Deutschen auch. Die Menschen sind unterschiedlich, egal aus welchem Land sie kommen. In den USA gibt es ja z.B. auch Ansichten, wo man hier nur mit dem Kopp schütteln würde. Und genauso kann man die Mentalität der Niederländer nicht mit der der Deutschen vergleichen. Wer übrigens schon mal süchtige Niederländer erlebt hat, der will auch hier keine Legalisierung der Drogen.
 
Aber nur weil die Drogen illegalisiert sind, sind sie doch nicht einfach weg! Das haben die letzten 40 Jahre gezeigt.
Und doch, positive Effekte kann es geben. Was ist mit Methylphenidat (Ritalin), Anti Depressiva, Anti Psychotika etc?

Nach der Logik sollten sämtliche Psychopharmaka abgeschafft werden. Und ja, ich bin auch Gegner vom Zuschütten der Kinder mit Ritalin aber die die es wirklich brauchen sollen es auch bekommen.
Wenn ich geprüftes reines Amphe bekommen würde und nen Fahrer hätte wär das imo ein gutes Hilfsmittel für einen Umzug o.ä. Die Dosis machts.
 
Die Leute nehmen mitunter jede Alternative die sie kriegen können und das kann dann eben wieder negativere Auswirkungen mit sich führen.

Vielleicht kann man sich den Anstieg der Heroinkonsumenten auch so erklären, dass der Krieg gegen die Raucher zu erfolgreich war. Die Zahl der Raucher ist drastisch gesunken, die Zahl der Heroinkonsumenten drastisch gestiegen.
 
Ich seh da keinen Kausalzusammenhang, wo willst du den hernehmen? Abgesehen davon lehne ich mich jetzt einfach mal weit aus dem Fenster und behaupte, dass der Großteil der Heroinkonsumenten auch Zigarretten raucht.

/edit: Nachtrag zu meinen Angaben zu meinem Konsum noch mal: Was ich damit eigentlich aufzeigen möchte ist die Tatsache, dass es Leute wie mich einfach gibt. Neugierige die gerne was ausprobieren. Das lässt sich auch nicht vermeiden. Es gibt aber genug die ohne Wissen über die Substanzen irgendwas nehmen und genau dann sind die Folgen Fatal und die Gesellschaft hat im Zweifel eine Last mehr.

Sowas sollte man doch auch präventiv begegnen? Außer dass mich alles zwangsläufig umbringt und süchtig macht hab ich von offizieller Seite (Schule, Aufklärungsbroschüren von staatlicher Seite etc.) keinerlei hilfreiche Infos bzgl. Dosierung, Streckmittel, Wechselwirkungen etc bekommen.
Und dass Speed mit ca. 100mg dosiert wird und man beim Crystal gleich ne Null abziehen kann wissen auch erschreckend wenige, das sind dann die unnötigen Todesfälle.
 
Zuletzt bearbeitet:
IMO kann und darf man nicht sagen, nur weil es bei den Holländern klappt, klappts bei den Deutschen auch. Die Menschen sind unterschiedlich, egal aus welchem Land sie kommen.
Yep, die Deutschen haben keine Willensstärke. Die Holländer haben die weichen Drogen frei geben können, weil sie sich nicht alles gleich einpfeiffen, was sie in die Finger bekommen. Die Deutschen sind leider echt verkommene Weichlinge und laufen jeder Droge meilenweit nach. Bei den Portugiesen klappts auch mit der Entkriminalisierung, aber die Deutschen haben einfach keine Selbstbeherrschung und somit kann man hier keine andere Drogenpolitik machen.
Stimmts?
 
Ich seh da keinen Kausalzusammenhang, wo willst du den hernehmen?

Du sagst es doch selber: Die nehmen jede Alternative.

Und wenn es die Alternative Zigárette nicht mehr gibt, dann nehmen sie eben die Alternaive Heroin.

Manch kann es sich auch so vorstellen: Morde, Selbstmorde, Geburten, Ehescheidungen - bei all dem gibt es Quoten, die für eine Gesellschaft typisch sind, und die sich nur sehr langsam verändern.

Nehmen wir die Selbstmorde, hier ist die Quote besonders spezifisch und stabil. Damit meine ich, wenn Schlaftabletten, mit denen man sich umbringen kann, nur noch auf Rezept erhältlich sind, ändert das an der Quote nichts, die Leute finden andere Wege.

Und analog dazu könnte es in der Gesellschaft ein spezifisches Suchtpotential geben, das auf diese oder jene Weise befriedigt werden muss. D.h. mit dem Tabakverbot erreicht man nur, dass die Leute sich andere Drogen suchen.
 
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