Drogenpolitik

das ist alles teil des globalen kampfes gegen die dummheit. es hört nie auf.
nur wenn die junkies sich einfach irgendwo in die wüste oder auf eine insel verziehen würden, niemanden beklauen oder auf der tasche liegen würden, nur dann wäre es kein gesellschaftliches und ordnungspolitisches problem.

Juhu, das hängen wir uns übers Bett.

Die Lagerfantasien eines Ordnungspolitikers. Dass sie sowas denken, ahnte ich. Aber dass sie es auch sagen würden, überrascht dann doch.

"Auf der Tasche liegen"!!!

Meine Drogen sind Espresso und Zigaretten, reicht mir, mehr vertrage ich nicht.

Aber je mehr ich von den Drogenbekämpern erfahre, desto besser verstehe ich Menschen, die es mit härterem Zeug probieren.

Mehr als die Kohle hat keiner mehr im Kopf, egal bei welchem Thema.

Der einzige kozessionierte Rausch soll für alle der Konsumrausch sein.

Im Kopf nix los, aber Schränke voll.

Nur zu verständlich, wenn Menschen dieser armen, reduzierten Welt mittels Drogen entfliehen wollen.

Gut, dass ich zu alt dafür bin, sonst würde ich mir als Reaktion auf solche Meinungen gleich mal eine Glückspille einwerfen.
 
Nur zu verständlich, wenn Menschen dieser armen, reduzierten Welt mittels Drogen entfliehen wollen.

So Aussagen lasse ich ungerne einfach so stehen, Konsum muss nicht gleichzeitig Flucht vor der Realität sein. Warum gehen davon immer alle aus?
Wenn aus diesem Grund konsumiert wird, dann ist der Konsum falsch und sollte nicht stattfinden. Wer so denkt und konsumiert steht schon mit einem Bein in der Abhängigkeit.
 
So Aussagen lasse ich ungerne einfach so stehen, Konsum muss nicht gleichzeitig Flucht vor der Realität sein.

Ist es aber in der Regel, nicht nur bei Drogen, sondern bei vielen Dingen heute. Werbespruch der Drogeriemarktkette DM: "Hier bin ich Mensch, hier kauf ich ein."

Wirkliche Entscheidungsfreiheit hat der Mensch nur noch als Konsument, natürlich nur im Rahmen seines Überziehungskredits. Fast vergessen: Und alle 4 Jahre bei der Bundestagswahl.
 
So Aussagen lasse ich ungerne einfach so stehen, Konsum muss nicht gleichzeitig Flucht vor der Realität sein. Warum gehen davon immer alle aus?

und selbst wenn, was ist an einer zeitlich begrenzten "Flucht" aus der Realität oder einem zeitlich begrenzten Abschalten vom Alltag verkehrt?
So lange man keine gesundheitlichen Gefahren zu erwarten hat ist das doch ok.
Macht doch jeder der sich abends nach der Arbeit nen Film reinzieht oder ein paar Stunden zockt...
 
Die Gefahr einer Suchtentwicklung steigt aber gerade bei Drogen rapide. Wurd mir zumindest immer von sog. Experten eingetrichtert :unknown:
Bzw "zeitlich begrenzt" sollte man sich fest im Hirn verankern, da habt ihr schon recht
 
@Nero: Bitte erspar uns dein absurdes OT Gesabbel. DM-Märkte und Bundestagswahl haben rein gar nichts mit dem Thema zu tun.
 
Die Gefahr einer Suchtentwicklung steigt aber gerade bei Drogen rapide. Wurd mir zumindest immer von sog. Experten eingetrichtert :unknown:
Bzw "zeitlich begrenzt" sollte man sich fest im Hirn verankern, da habt ihr schon recht

würde ich so nicht unterschreiben.
Das psychische Suchtpotential dürfte bei anderen Dingen auch recht groß sein.
Zudem gibt es ja viele Drogen die gar keine körperliche Sucht hervorrufen können.
 
Die Gefahr einer Suchtentwicklung steigt aber gerade bei Drogen rapide. Wurd mir zumindest immer von sog. Experten eingetrichtert :unknown:
Bzw "zeitlich begrenzt" sollte man sich fest im Hirn verankern, da habt ihr schon recht

Das kommt mir ziemlich weltfremd vor.

In den USA ist es so, dass es beim zweiten oder dritten mal, wenn man mit Drogen erwischt wird, Knast gibt.

Dort landen fast nur arme Schwarze. Sie werden erwischt, weil sie auf der Straße konsumieren. Und die haben allen Grund, ihrem trostlosen Slum per Droge in eine andere Welt entfliehen zu wollen.

Die reichen Weißen koksen und spritzen auch, aber auf Partys in der Villa, die erwischt keiner. Außerdem brauchen sie die Drogen nicht, um einer elenden Lage zu entkommen, sondern weil ihnen in ihrem Wohlstand langweilig geworden ist, sie sind neugierig und probieren es mal aus.

Von amerikanischen Schwarzen gibt es die Theorie, der Drogenkrieg gegen die Schwarzen habe finanzielle Gründe. Die Gefängnisse in den USA werden häufig privat betrieben, die Häftlinge arbeiten dort für 1 Dollar Stundenlohn, d.h. man kann in den Knästen fast so billig wie in China produzieren.

Ob das stimmt, weiß ich nicht.
 
Realitätsflucht hat ja auch nix mit körperlicher Abhängigkeit zu tun.
Spielen, Sex, whatever spreche ich den Suchtfaktor natürlich nicht ab aber gerade bei Dauerkonsum verhindert dann nicht nur die Sucht sondern auch die normale Substanzwirkung ein klares Denken und Einschätzen der Lage.
Spielen an sich tötet keine Hirnzellen ab, wie das bei Alkohol oder Amphetaminen etc. der Fall ist. Da hat man dann mehr Faktoren.
Btw ich hab mal jmd Spielsüchtiges kennengelernt, der war echt übel dran! Hat jedes Geld sofort in die Automaten reingeschleudert, wirklich wie ein Drogensüchtiger! Sucht ist und bleibt dann am Ende Sucht. Sehr unschön.

Flucht ist imo aber eben doch negativ, gegen einen "Urlaub" von der Realität ist in meinen Augen aber nichts einzuwenden
 
Flucht ist imo aber eben doch negativ, gegen einen "Urlaub" von der Realität ist in meinen Augen aber nichts einzuwenden

Das hängt aber nicht von Dir und Deiner Umsicht oder Vorsicht ab, sondern von der Realität, der jemand entfliehen will. Wacht man nach dem Rausch im Himmelbett wieder auf, und der Diener serviert den Kräutertee, ist das Risiko gering, dass einer gleich wieder zur Flasche greift.

Kommt man aber wieder zu sich, und sieht die beschissene Bude und die beschissene Gegend, wo man wohnt, und kommen einem, kaum dass man wieder bei sich ist, die finanziellen und alle anderen Nöte wieder in den Sinn, ist das Risiko ziemlich groß, dass man wieder zur Flasche greift.

Die Wirkung der Drogen hängt natürlich vom Lebensstandard ab. Wer sich sehr gut und gesund ernährt, weil er das Geld dafür hat, verträgt Heroin oder Alkohol viel besser als jemand, der sich außer seinem Stoff praktisch nichts mehr leistet und auf Mahlzeiten verzichtet oder sich höchstens im Schnellimbiss mal eine Portion Fritten gönnt.

Fällt mir gerade noch ein, erst neulich gehört: Sucht am Arbeitsplatz wird hier ein immer größeres Problem. Ursache: Stress und Leistungsdruck. Ein Büroangestellter ist von seinem Pensum überfordert, er verzweigfelt fast. Ein Schluck aus dem Flachmann löst die Spannung. Und dann wirde aus dem Flachmann allmählich eine ganze Kompanie.
 
Zuletzt bearbeitet:
Naja der Urlaub wird ja erst zur Flucht wenn die Gegebenheiten so schlecht sind wie du sagst. Und dann sollte jeder gesunde und nüchterne Mensch im Stande sein die Entscheidung zu treffen die Finger von sowas zu lassen wenn er richtig aufgeklärt ist.
Und wer nicht geistig gesund ist sollte prinzipiell nichs anfassen.

Das sind wirkliche Risikokandidaten die aber ob legal oder illegal nicht ausbleiben. Bei einem legalen Händler der das mitbekommt und/oder Aufklärung leistet verringert sich das Risiko meines Erachtens nach.
 
Das hängt aber nicht von Dir und Deiner Umsicht oder Vorsicht ab, sondern von der Realität, der jemand entfliehen will. Wacht man nach dem Rausch im Himmelbett wieder auf, und der Diener serviert den Kräutertee, ist das Risiko gering, dass einer gleich wieder zur Flasche greift.
Ach so, und reiche Alkoholiker oder Drogenabhängige gibt es deiner Meinung nach gar nicht?
Ein weiterer (unnötiger) Beweis, das du nur rumlaberst und keine Fakten in die Diskussion einbringen kannst.
 
Ach so, und reiche Alkoholiker oder Drogenabhängige gibt es deiner Meinung nach gar nicht?
Ein weiterer (unnötiger) Beweis, das du nur rumlaberst und keine Fakten in die Diskussion einbringen kannst.

Die reichen Weißen koksen und spritzen auch, aber auf Partys in der Villa, die erwischt keiner. Außerdem brauchen sie die Drogen nicht, um einer elenden Lage zu entkommen, sondern weil ihnen in ihrem Wohlstand langweilig geworden ist, sie sind neugierig und probieren es mal aus.

Lern lesen und lass die blöde Trollerei.
 
Da hat Nero recht, warum legt ihr den Leuten immer Worte in den Mund bzw postet Sachen die keinen Sinn haben?

Obwohl ich Neros Vergleiche auch nicht ganz Durchblicke bzw worauf du hinauswillst @nero.
 
Wacht man nach dem Rausch im Himmelbett wieder auf, und der Diener serviert den Kräutertee, ist das Risiko gering, dass einer gleich wieder zur Flasche greift.
Diese Aussage ist gefährlicher Unfug. Das Risiko abhängig zu werden ist unabhängig von den Lebensumständen. Das gilt insbesondere für Alkohol.
Dieses gute und sehr unterhaltsam geschriebene Buch zum Thema kann ich jedem Interessierten wärmstens empfehlen:
Der Autor ist selber alkoholkrank und weiß ganz genau, wovon er schreibt.
 
Diese Aussage ist gefährlicher Unfug.

Stimmt genau. Nämlich diese:

Das Risiko abhängig zu werden ist unabhängig von den Lebensumständen. Das gilt insbesondere für Alkohol.

Besonders durch Alkohol gefährdet sind:

Gastwirte
Politiker
Selbständige und Freiberufler
Manager
Außendienstler
Arbeitslose


siehe auch hier:




Dieses gute und sehr unterhaltsam geschriebene Buch zum Thema kann ich jedem Interessierten wärmstens empfehlen:
Der Autor ist selber alkoholkrank und weiß ganz genau, wovon er schreibt.

Und der beste Experte für Tumore ist einer, der selber welche hat.
 
Obwohl ich Neros Vergleiche auch nicht ganz Durchblicke bzw worauf du hinauswillst @nero.

Ich will die arg abgehoben gewordene Diskussion wieder bisschen erden. Wir reden immer von Sucht. Aber wenn Bergarbeiter in den Anden Koka-Blätter kauen, um mit wenig im Magen den harten Arbeitstag durchzustehen, ist das was anderes, als wenn jemand in den Wohlstandsländern bewusstseinserweiternde Drogen ausprobiert. Und hier ist es wieder ein Unterschied, ob Schauspieler, Fernsehstars und Redakteure koksen, oder ob junge Menschen aus den bildungsfernen Schichten abhängig werden, Menschen, die in dieser Gesellschaft ziemlich ohne Perspektive dastehen.

Wenn in den Favelas brasilianischer Metropolen ein männlicher Jugendlicher im Durchschnitt 18 Jahre alt wird, mit 12 hat er sich, selbst schon süchtig, einer Drogengang angeschlossen und kommt dann in den Bandenkriegen um, dass hat das einen sozialen Hintergrund, genau so wie die Drogenabhängigkeit in den amerikanischen Slums. Vor 50 Jahren hatten die Familien noch einen Vater, der zwar oft besoffen war, aber sonst ging es dort im Vergleich zu heute ganz normal zu. Heute gibt es in der Regel keinen Vater mehr, als Vaterersatz die Jugenbande.

Wie genau das alles zusammenhängt, und wie man es fassen soll, ist mir selber nicht klar. Und diese Unklarheit ist mit ein Grund, diesen Aspekt hier zur Diskussion zu stellen. Vielleicht kommt jemand anders weiter als ich bislang.

@ Boesmann

Ich lege keinen Wert darauf, Dich zu überzeugen.
 
Auch wenn das ein wenig aufdringlich ist, aber mir hat noch NIEMAND meine Frage beantwortet:
( Tbow hat das ja geschickt gemacht, er hat sich zwar darauf bezogen, aber die Fragestellung umgangen... )

Was soll passieren, oder wie agieren wird weiter, wenn es auf einmal zu einem explosionsartigem Anstieg der Süchtigen kommt!
Das ist eine der zentralen Fragen!
Solange wir das nicht 100%ig schlüssig klären, macht die ganze Diskussion keinen Sinn. ( In meinen Augen )

Das Problem mit Alk und Nikotin ist uns ja weitgehend bekannt! Wobei man ja ganz klar sagen muss, dass diese Substanzen bei weitem nicht so schnell und schwerst abhängig machen wie z.B Heroin. Hier ist es so, dass alleine vom körperlichen Aspekt her schon die Initialdosis ausreichend sein kann um auf dem Zeug hängen zu bleiben KÖRPERLICH!
Das macht mir am meisten Bauchschmerzen. Man muss einfach zu viele Leute vor sich selbst schützen. Das ist leider so. Es gibt auch viel zu viele Leute, die geführt werden wollen, weil sie A entweder gar nicht genug Hirnschmalz haben um wichtige Entscheidungen vernünftig zu treffen, oder B weil sie viel zu faul dafür sind und lieber im Schwarm mitschwimmen wollen. Der Mensch, oder zumindest die meisten werden immer den Weg mit dem geringsten Widerstand wählen, was ja irgendwo verständlich ist.

Das ist ja auch einer der Punkte die interessant ist, wenn es wie Manche fordern, oder behaupten wie es laufen soll, wenn die Leute teilweise günstig, oder kostenlos den Stoff erhalten können,
WAS in aller Welt soll sie daran hindern dieses Angebot auch wahr zu nehmen?
 
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