Drogenpolitik

Es gibt einfach nur einen ganzen Haufen Leute in diesem Land die anderen diktieren wollen wie sie zu leben haben...

Angefangen bei der CDU, die gegen die "Legalisierung" von Homosexualität und Meinungsfreiheit im Internet kämpft über Leute die am Tag 2 Schachteln Kippen brauchen aber anderen ihr Gras verbieten wollen bis hin zu militanten Vegetariern/Veganern...
 
Nerephes hat in seinen letzten 4-5 Posts so ziemlich gruselig meine Meinung gespiegelt :D.
Um mal auf einen grünen Zweig bei dieser Diskussion zu kommen,
die Befürworter in diesem T, gehen davon aus, dass der Konsum von HARTEN DROGEN stagnieren wird oder sich gleichbleibend auf einem Level einpendelt, wenn sie legalisiert werden!
Ist das so korrekt?

Dann sagt mir doch bitte mal welchen Plan B ihr habt, wenn plötzlich jeder 20te in Deutschland zum Junkie wird?
Wollt ihr dann in jedem Ballungszentrum 5 neue Entzugskliniken über den Euro-Rettungsfond hochziehen, oder wie stellt ihr euch das vor?

Gut, also verbieten will ich Niemanden die Einnahme von solchen Substanzen. Es soll wirklich jeder mit seinem Gewölbe machen was er will. Jedoch erschließt sich mir nicht unbedingt, warum ich die Therapie eines Menschen als Teil der "zahlenden" Bevölkerung bezahlen sollte, obwohl ich ihm vorher ganz genau vor Augen geführt habe, was passieren wird. Bzw. in diesem Bezug, warum sollte ich einer Regelung zustimmen, die in meinen Augen dazu führen wird, dass es noch mehr Opfer geben wird?

Das ist doch ein Rattenschwanz ohne Ende! Ihr sagt doch selbst, dass die Leute nehmen, was sie kriegen können. Sollen die anderen, die nicht so "cool" sind und arbeiten gehen den Leuten den Stoff oder eventuell die nächsten 5 Therapien bezahlen, oder wie soll das laufen?

Als Argument wird auch immer gerne der gestreckte Stoff genommen, gut. Aber hier differenzieren sich wieder einmal die verschriebenen Drogen ( Medikamente ) von den illegal beschafften Drogen ( Dealer ). Bei den legalen verschriebenen Drogen habe ich einen Beipackzettel, der mich als lesenden Menschen darüber aufklärt was nun drin ist, wie es wirken sollte und vor allem, welche Dosis ich zu nehmen habe.
( Darf man auch nicht unbedingt von Jedem erwarten das er sich dieses wichtige Dokument durchliest! )
Mal angenommen, ich legalisiere die harten Drogen und lasse sie von Pharmafirmen synthetisieren oder von Import-Betrieben einführen und auch mit einem Beipackzettel versehen.
Was steht denn bitte dann auf der Therapie-Seite des Beipackzettels? ( Forschung nach Ansatzmöglichkeiten / Therapiemöglichkeiten steht momentan nicht zur Debatte! )
Was für positive Aspekte haben harte Drogen?

Medikamente haben ein therapeutisches Spektrum, sie sind keine Kaubonbons und sind keine Lutschpastillen, die man lutscht, weil man Langeweile hat, sie sollten im Optimalfall einen positiven Effekt auf die Physiologie des menschlichen Körpers ausüben. Meiner Meinung nach sollte man auch erst Medikamente nehmen, wenn sie absolut notwendig sind! Ich selbst scheue mich davor Aspirin oder sonst was bei ein wenig Kopfschmerzen zu nehmen. Wenn ich Medikamente nehme, dann nur im äußersten Notfall, oder weil sie rational gesehen die beste Lösung sind ( Antibiotika ). Ich habe in meinem Leben erst zweimal ein Morphin-Derivat genommen, weil es nicht anders ging. Einmal, als ich mir einen sehr sehr sehr schmerzhaften Kapselanriss mit einem Klump-Fuß fast so groß wie eine Honigmelone zugezogen habe und dann nochmal um endlich schlafen zu können, nach einer Wurzelbehandlung, wo der Doc mit dem Bohrer abgerutscht ist und mir fast die halbe Wange von innen aufgerissen hatte...
Rückwirkend betrachtet bin ich sau froh, dass es die Medikamente gab, sie haben mich nämlich ziemlich abgeschossen, aber auf der anderen Seite bin auch wieder froh, dass sie nur in so kleinen Packungen weitergegeben werden!
 
Um mal auf einen grünen Zweig bei dieser Diskussion zu kommen,
die Befürworter in diesem T, gehen davon aus, dass der Konsum von HARTEN DROGEN stagnieren wird oder sich gleichbleibend auf einem Level einpendelt, wenn sie legalisiert werden!
Ist das so korrekt?
Yep, so wird es wahrscheinlich sein. Aber was würde passieren, wenn sich die Anzahl der Süchtigen zB verdoppelt? Die Süchtigen würden wenig Beeinträchtigung erfahren, da sie ihre Substanzen in guter Qualität erhalten würden. Sie wären weiterhin in der Gesellschaft verankert und würden in den meisten Fällen weiterhin einer Arbeit nachgehen. Im jetzigen System ist das nahezu unmöglich. Mir persönlich sind doppelt soviele Süchtige in der geschilderten Form lieber, als die Hälfte, die jetzt im Elend leben müssen.


Dann sagt mir doch bitte mal welchen Plan B ihr habt, wenn plötzlich jeder 20te in Deutschland zum Junkie wird?
Spielst du jetzt auf die willensschwachen Deutschen an, die in Scharen der Droge verfallen werden, wohingegen zB die Portugiesen dem widerstehen?
Habt ihr Deutschen etwa ein kollektives Defizit, von dem andere nichts wissen?

Gut, also verbieten will ich Niemanden die Einnahme von solchen Substanzen. Es soll wirklich jeder mit seinem Gewölbe machen was er will.
Entkriminalisierung. Da bin ich ganz bei dir.

Jedoch erschließt sich mir nicht unbedingt, warum ich die Therapie eines Menschen als Teil der "zahlenden" Bevölkerung bezahlen sollte, obwohl ich ihm vorher ganz genau vor Augen geführt habe, was passieren wird. Bzw. in diesem Bezug, warum sollte ich einer Regelung zustimmen, die in meinen Augen dazu führen wird, dass es noch mehr Opfer geben wird?
Das ist eine Abwägung zweier Übel. Wirft man Junkies in den Knast, lässt man sie am Rande der Gesellschaft dahin vegetieren und liefert man sie auf Gedeih und Verderb Kriminellen aus, oder versucht man ihnen effektiv zu helfen?

Ihr sagt doch selbst, dass die Leute nehmen, was sie kriegen können.
Sagt wer? Ich zB gehe davon aus, dass eine Entkriminalsierung bei harten Drogen und eine Legalisierung bei weichen Drogen ähnliche Auswirkungen haben wird, wie in anderen Ländern auch.

Sollen die anderen, die nicht so "cool" sind und arbeiten gehen den Leuten den Stoff oder eventuell die nächsten 5 Therapien bezahlen, oder wie soll das laufen?
Ja so wird es laufen. Genauer gesagt läuft es doch jetzt auch schon so. Die vielen Alkoholiker stellen sich auch täglich folgende Frage. Wer von den idiotischen Steuerzahlern löhnt denn für meine Therapie? Hm, oder sind Alkoholiker doch nicht so zynisch?
Aber lassen wir die alkoholkranken Personen aussen vor und fragen uns, was denn im jetzigen System die Kosten sind? Beschaffungskriminalität mit dem Rattenschwanz der organisierten Kriminalität, der volkswirtschaftliche Schaden, weil diese Personen aus der Gesellschaft ausgeschlossen sind und der grosse Arbeitsaufwand von Polizei, Zoll, Justiz und Strafvollzug schlagen jetzt schon zu Buche.
Da könnte man locker hunderttausende Süchtige mit durchfüttern, wenn man das System ändern würde.

Was für positive Aspekte haben harte Drogen?
Wohl die selben, die auch Tabak und hochprozentiger Alkohol haben. Für mich gibt es keine positiven Aspekte, aber wenn Idioten etwas idiotischen tun wollen, dann kann ich ihnen entweder helfen, oder sie noch mehr bestrafen und so Kriminellen in die Hände spielen.

Was hat denn der "Krieg gegen die Drogen" bis jetzt gebracht? Kein einziges anvisierte Ziel wurde erreicht!
Wenn man Jahrzehnte kämpft, aber nichts erreicht, dann muss ein Strategiewechsel her.
 
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...Die Süchtigen würden wenig Beeinträchtigung erfahren, da sie ihre Substanzen in guter Qualität erhalten würden...

...Spielst du jetzt auf die willensschwachen Deutschen an...

...Ja so wird es laufen. Genauer gesagt läuft es doch jetzt auch schon so. Die vielen Alkoholiker stellen sich auch täglich folgende Frage. Wer von den idiotischen Steuerzahler löhnt denn für meine Therapie? Hm, oder sind Alkoholiker doch nicht so zynisch?...

...Beschaffungskriminalität mit dem Rattenschwanz der organisierten Kriminalität...

...Wohl die selben, die auch Tabak und hochprozentiger Alkohol haben. Für mich gibts keine positiven Aspekte...

Also siehst du es als Aufgabe an, den Süchtigen reinen Stoff klar zu machen, damit sie sich mit ruhigem Gewissen die Dröhnung geben können?
Ich glaube du verkennst, dass das überwiegende Problem nicht in verunreinigtem Stoff liegt, sondern in der Substanz selbst.

Ich spiele auf kein bestimmtes Volk an, sondern viel mehr auf die Vollidioten, oder generell die Menschen die eine Affinität zu solchen Süchten haben!

Ich sagte schon vorher, bei Alkohol und Nikotin haben wir eben das Problem, dass die Büchse der Pandora schon lange lange lange vorher geöffnet wurde. Sie jetzt zu schließen liegt nicht mehr in unserer Macht, bzw. würde einen zu hohen Tribut fordern. Etwas braucht der Mensch um das Leben an sich verkraften zu können.

Beschaffungskriminalität und organisierte Kriminalität sind zwei komplett andere paar Schuhe. Ein Drogen-Kartell, oder eine Schleuser-Bande gehören zur organisierten Kriminalität, aber doch nicht der Penner vom Bahnhof, der bei einem Elektronik-Handel einbricht, um DVD-Player zu klauen, damit er sich Drogen kaufen kann. Ich glaube du verkennst das Ausmaß von Kriminalität und deren Schäden! Dem organisierten Verbrechen die Grundlage mit einer Legalisierung ihres Hauptgeschäftes zu entziehen ist verdammt naiv! Selbst wenn die Banden den Stoff nur 1€ günstiger beschaffen, werden sich genug Kunden einfinden, die den Stoff abnehmen. Glaub mir das doch bitte einfach, ich bin Händler. Es ist nun mal so, du kannst dem Kunden Ware für 10€ anbieten, die eigentlich 40€ kostet, wenn sich ein Händler findet, der ein gutes Plagiat von minderer Qualität für 7€ anbietet, wird er das Angebot für 7€ nehmen!

Sicherlich, wie schon gesagt, zurückrudern ist nicht mehr möglich. Ich stelle ja im Gegenzug auch mit eine der wichtigsten Fragen:
Was passiert, wenn wenn wir das zulassen und plötzlich feststellen, das war ein absoluter Griff ins Klo!
Das sind eben halt so ziemlich die Basis betreffende Fragen, die man bei diesem Thema stellen MUSS!
 
Zuletzt bearbeitet:
Also siehst du es als Aufgabe an, den Süchtigen reinen Stoff klar zu machen, damit sie sich mit ruhigem Gewissen die Dröhnung geben können?
Ich glaube du verkennst, dass das überwiegende Problem nicht in verunreinigtem Stoff liegt, sondern in der Substanz selbst.
Reines Heroin zB macht keine Probleme. Was jedoch Probleme macht sind die "Zusatzstoffe", der Reinheitsgrad und die Kosten.
Nimmt man diese Probleme weg, dann können sogar Langzeitabhängige wieder berufstätig werden.

Ich spiele auf kein bestimmtes Volk an, sondern viel mehr auf die Vollidioten, oder generell die Menschen die eine Affinität zu solchen Süchten haben!
Dann wäre es doch kein Problem Erfahrungen aus anderen Ländern auch auf Deutschland zu übertragen.

Ich sagte schon vorher, bei Alkohol und Nikotin haben wir eben das Problem, dass die Büchse der Pandora schon lange lange lange vorher geöffnet wurde. Sie jetzt zu schließen liegt nicht mehr in unserer Macht, bzw. würde einen zu hohen Tribut fordern. Etwas braucht der Mensch um das Leben an sich verkraften zu können.
Ach so, weils seit hundert Jahren so läuft, lassen wir es so, auch wenn der Kampf gegen Drogen nichts bringt.

Beschaffungskriminalität und organisierte Kriminalität sind zwei komplett andere paar Schuhe.
Aber sie sind Teil der Kosten, die ich angemerkt habe. Wenn du das anders siehst, dann erläutere dies.

Dem organisierten Verbrechen die Grundlage mit einer Legalisierung ihres Hauptgeschäftes zu entziehen ist verdammt naiv! Selbst wenn die Banden den Stoff nur 1€ günstiger beschaffen, werden sich genug Kunden einfinden, die den Stoff abnehmen. Glaub mir das doch bitte einfach, ich bin Händler.
Nach Ende der Alkoholprohibition in den USA ist was passiert? Ist die Alkoholbranche noch immer in Mafiehand, oder ging ihnen dieser Markt verloren?

Sicherlich, wie schon gesagt, zurückrudern ist nicht mehr möglich. Ich stelle ja im Gegenzug auch mit eine der wichtigsten Fragen:
Was passiert, wenn wenn wir das zulassen und plötzlich feststellen, das war ein absoluter Griff ins Klo!
Das sind eben halt so ziemlich die Basis betreffende Fragen, die man bei diesem Thema stellen MUSS!
Wie du schon oben angemerkt hast, sind die Deutschen mit anderen Nationen vergleichbar. Demnach sind Erfahrungen aus anderen Ländern auch auf Deutschland übertragbar. Was lässt dich also vermuten, dass eine andere Drogenpolitil "ein Griff ins Klo" wäre?

Wenn du dir schon selbst Fragen stellst, dann frage dich doch auch, was der Kampf gegen Drogen in den letzten 40 Jahren an Erfolgen gebracht hat.
Wurde die Zahl der Süchtigen vermindert? Nein.
Wurde die Zahl der Drogentoten stark dezimiert? Nein.
Wude die Beschaffungskriminalität eingedämmt? Nein.
Wurden die Transitrouten geschlossen? Nein
Wurden die Kartelle zerschlagen? Nein.
Wurde die Korruption eingedämmt? Nein.
...

All dies wollte man ursprünglich verwirklichen. Was wurde davon erreicht? Nichts!
Welcher Feldherr würde wohl bei so einer vernichtenden Bilanz nach Jahrzenten des Kampfes seiner Strategie treu bleiben?
 
...Wurde die Zahl der Süchtigen vermindert? Nein.
Wurde die Zahl der Drogentoten stark dezimiert? Nein.
Wude die Beschaffungskriminalität eingedämmt? Nein.
Wurden die Transitrouten geschlossen? Nein
Wurden die Kartelle zerschlagen? Nein.
Wurde die Korruption eingedämmt? Nein....

...Welcher Feldherr würde wohl bei so einer vernichtenden Bilanz nach Jahrzenten des Kampfes seiner Strategie treu bleiben?...

Wie soll man die Zahl der Süchtigen vermindern, wenn man die Ursache für die Sucht legalisiert? Schnall ich nicht?!

Wie soll man die Beschaffungskriminalität eindämmen? Der Substanz zuflüstern, dass sie weniger süchtig machen soll?

Transitrouten liegen immer im Bereich von mehreren Ländern und sind somit dem Gesetz des Chaoses unterworfen, sobald sich drei Länder einigen müssen, wird es Stress geben! Es wäre an engagierten Menschen wie dir, die den Google Translator nutzen können, um den zuständigen Stellen deine Ideen zu übermitteln, damit diese umgesetzt werden können :D!

Wie willst du ein Kartell zerschlagen, was über mehrere Staaten hinaus agiert? Es ist jahrelange Recherche nötig um solche Menschen und nahezu alle Köpfe zu erwischen. Sicher wird mal der eine oder andere "Mafioso" ins Netz gehen, aber teilweise spielen hier noch ganz andere Faktoren eine Rolle. Du musst einen anderen Weg gehen, Solche Banden und Terroristen wird es immer in der Menschheitsgeschichte geben, die kann man nicht ausmerzen. Für jeden Kopf den du fängst, werden 5 neue nachwachsen...

Korruption gehört zum Leben wie das Wasser zum Brot. Ob es Politiker sind, Bankangestellte oder einfach ein Mitarbeiter des Tüv's. Das ist eines der Dinge, die du NIEMALS ausräumen kannst und wirst. Egal was du tust, egal wie du reagierst, fast JEDER Mensch hat seinen Preis. Soll ich dir mal was sagen, obwohl ich ein sehr prinzipientreuer Mensch bin, kenne ich meinen Preis auch ziemlich genau!

Zum Feldherren, er hat zumindest die Stellung gehalten, das ist in einem Krieg zumindest eine 3,45/5 wert!
Wie hat meine Oma immer gesagt :"Lieber den Schiss auf der Hand, als die Luft im Sack"
 
.. habe aber irgendwo mal gelesen, dass die Toten durch Streckmittel nur einen ganz kleinen Bruchteil der Drogentoten ausmachen.
Natürlich machen die Streckmittel nur einen sehr sehr kleinen Teil der durch Drogenintoxikation enstandenen Fälle aus. Ist auch logisch, denn dabei geht es um die lethale Wirkung der Drogen.
Stirbt jemand wegen einem Streckmittel, ist es defakto keine Drogenintoxikation mehr.

Die weitaus grösseren gesundheitlichen Folgen kommen jedoch, und das ist wissenschaftlich unbestritten, von den Verunreinigungen, nicht von den Wirkstoffen.

Du magst vielleicht damit Recht haben, dass hier dann eine Verminderung der Opfer zu bewirken wäre, aber zu welchem Preis?
Hast Du Dir mal die Mühe gemacht zum Beispiel nach Berichten über die Heroinabgabe in der Schweiz zu suchen?

--- [2013-10-10 07:02 CEST] Automatisch zusammengeführter Beitrag ---

Mal angenommen, ich legalisiere die harten Drogen und lasse sie von Pharmafirmen synthetisieren oder von Import-Betrieben einführen und auch mit einem Beipackzettel versehen.
Was steht denn bitte dann auf der Therapie-Seite des Beipackzettels? ( Forschung nach Ansatzmöglichkeiten / Therapiemöglichkeiten steht momentan nicht zur Debatte! )
Die Wahrheit. NIcht mehr, aber auch nicht weniger. Wie schon einige male geschrieben, wird bei uns DIA (umgs. Heroin) für den schweizer Markt hergestellt. Der Beipackzettel ist deutlich kleiner als z.B. der von ASS. Und das alles zu einem Preis, wo nichtmal der bestorganisierte Dealer mit besten Beziehungen drunter kommt.

Ich glaube du verkennst, dass das überwiegende Problem nicht in verunreinigtem Stoff liegt, sondern in der Substanz selbst.
Das ist, schlicht und ergreifend, nicht wahr.
 
Das ist, schlicht und ergreifend, nicht wahr.

Doch das ist es.

Kein Mensch würde sich die Abfälle die in dem Produkt enthalten sind reinpfeifen wenn er nicht abhänig von der Substanz ist, daher ist die Substanz definitiv das Problem!

Das absolute totschlag Argument ist einfach: Es macht unglaublich abhängig!

Wenn Herr Max Mustermann sich einmal im Monat eine H-Nadel in den Arm rammt, dann soll er das bitte.

Aber egal ob das Zeug 100%ig rein oder total verseucht mit Asbest ist, er wird immer mehr wollen, brauchen, haben müssen.

Und so fängt der Scheiß richtig an. Und dagegen gibt es kein Medikament und auch kein Argument.

Immer wieder höre ich den scheiß Spruch "Ich kann sofort aufhören wenn ich will" BLA!

15 Jähre Fixer-Jungs würden sich doch nicht an 70jährige Pädophile für 25 € Prostituieren wenn sie das Zeug nicht ebenso bräuchten wie die Luft zum Atmen.

Deswegen ist Alk ja auch relativ(!) harmlos.

In D gibt es ca. 1,8 Mio (höchstschätzung) Alkoholiker. Das sind auf ca. 60Mio Menschen, die regelmäßig Alkohol trinken ca. 3%!

Das ist viel, aber zeigt dass das Suchtrisiko bei verantwortungsbewusstem Umgang (kann sogar mehrmals wöchentlich sein), ein überschaubare Risiko ist.

Wie viel regelmäßige Heroinkonsumenten sind vollkommen abhänig? 98% oder sogar 100%?

Starke Abhängige müssen teilweise sogar längere Zeit in Narkose gelegt werden um den körperlichen Entzug überstehen zu können.

Und dann soll nicht das H selbst, sondern die Streckmittel problematisch sein?


Und Tbow, in den Knast kommt ein Junkie nur wenn er aufgrund seiner Sucht ein Verbrechen unabhängig vom Drogenkonsum begeht.

Überflälle, Einbruch, Diebstahl, usw. für Drogenbesitz kommt man nur in den Knast wenn es solche Mengen sind, das man dich als Dealer behandelt (bei Gras ab 7,5g). Drogenkonsum ist in D übrigends nicht strafbar, nur zur Info :)

Also ist es für den Konsumenten ja ohnehion schon relativ ungefährlich.
 
Quatsch, spätetestens wenn sich jemand 2x mit H in der Tasche erwischen lässt wandert der in den Bau.
Ja Nerephes, das H macht stark abhängig. Die darin enthaltenen Streckmittel mitunter aber noch mehr (das machen Dealer mit Absicht), außerdem machen sie das H gesundheitlich weitaus bedenklicher!

Heroin an sich ist abgesehen vom Suchtfaktor eigentlich gut verträglich, wenn der Stoff rein wäre gäb es zumindest weniger körperlich Arbeitsunfähige Konsumenten. Im Stoff auf der Straße sind nur ca. 20% Wirkstoff, der Rest der im schlimmsten Fall gespritzt wird kann sonst was sein.

Drogenkonsum nicht, nein. Aber der Besitz ist strafbar und um zu konsumieren musst du besitzen. Die geringe Menge ist ein totaler Witz, da kann dir jeder Kiffer sein Leid klagen. Das Verfahren kann nämlich eingestellt werden, muss aber nicht. Und das wirds beim zweiten Vergehen im Regelfall auch nicht. Und die Werte variieren in jedem Bundesland, schmeiss nicht einfach irgendeine Zahl in den Raum. Hausdurchsuchung, Vernehmungen und den ganzen Quatsch gibts trotzdem.
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(ist auf Gras bezogen, in manchen Bundesländern gibt es für andere Drogen auch keine RIchtwerte)
 
Das absolute totschlag Argument ist einfach: Es macht unglaublich abhängig!

Alle sofort umbringen!

Alle sind nämlich abhängig.

Drei Tage nicht zu esssen und zu trinken, und du wirst allmählich verrückt.

Aber egal ob das Zeug 100%ig rein oder total verseucht mit Asbest ist, er wird immer mehr wollen, brauchen, haben müssen.

Genau!!!

Das ist das Problem. Die Menschen wollen immer was zu fressen. Und wenn sie nicht Anständiges kriegen, fressen sie den größten Dreck.

Und so fängt der Scheiß richtig an. Und dagegen gibt es kein Medikament und auch kein Argument.

Stimmt. Gegen Hunger und Durst helfen keine Piillen.

15 Jähre Fixer-Jungs würden sich doch nicht an 70jährige Pädophile für 25 € Prostituieren wenn sie das Zeug nicht ebenso bräuchten wie die Luft zum Atmen.

Oder wie Essen und Trinken.

Dies zu wissen, UND den Verkauf des benötigten Stoffs verbieten zu wollen ist doch reiner Sadismus.
 
Sei nicht so fies sarkastisch nero, hier ist alles auf freundschaftlicher Basis.

Das Verbot ziehlt nicht darauf ab den bestehenden Konsumenten das Leben zu Hölle zu machen sondern Ihnen Anreize für einen Koordinierten Enzug zu bieten und die Zuwachsrate an Neukonsumenten gering zu halten.

Leute, ihr gebt selbst zu dass das Zeug hardcore ist, sehr aber nicht ein alles mögliche zu unternehmen, um es von der Strasse zu bekommen.

Klar, von mir aus alles frei verkäuflich machen.

Aber dann ab jetzt 0!!!! Sozialsystem. Krankenversicherung ist ab jetzt privatangelegenheit, Sozialhilfe gibts nicht, wer nicht arbeitet soll eben hungern oder betteln.

Aber ich zahl ganz sicher nicht die Dummheit anderer Leute, das mach ich jetzt schon zur genüge :dozey:

In jeder Grundschule wird die Kinder vom Bahnhof Zoo gelesen, es gibt Präventivaufklärung zur Genüge und es gibt immer noch Idioten, die denken sie könnten sich mit dem Teufel einlassen und heil aus der Sache rauskommen.

Aber gern aber dann soll jeder für seine Blödheit zukünftig selbst haften. Dann auch bitte für Raucher (bin einer!) und Alkis das selbe, auch für Extremsportler, Workaholiks und Fettleibige, der Liberalismuss in höchster Konzentration. Jeder ist für sich selbst Verantwortlich.

Aber ich kann nicht glauben, ich schieß mir Rattengift in die Adern und wenns mir dann zu blöd wird weil ich mir die Nieren in Stückchen aus dem Leib kotze, dann soll bitte das Kollektiv meine Verantwortung übernehmen.
 
Kein Mensch würde sich die Abfälle die in dem Produkt enthalten sind reinpfeifen wenn er nicht abhänig von der Substanz ist, daher ist die Substanz definitiv das Problem!

Das absolute totschlag Argument ist einfach: Es macht unglaublich abhängig!

Da sieht man den Unterschied zwischen unsrer Weltanschauung.

Ich sehe das Problem nicht in den Süchtigen ansich, sondern an den durch sie eingeleiteten Folgen. Und eben jene Folgen beruhen fast ausschliesslich auf den Streckmitteln.
Heroinsucht, für sich genommen, ist keinerlei Grund zum sozialen Abstieg, zur Abgrenzung, zum Jobverlust. Das alles ist seit langem bekannt und wissenschaftlich gesichert.

Was macht Heroinsucht denn zum Kostenfaktor der Gesellschaft? In erster Linie (in der Schweiz wurde von 95% gesprochen) die Folgen des körperlichen Verfalls. Eben nicht die Sucht selbst, sondern die Kollateralschäden.

Das ist viel, aber zeigt dass das Suchtrisiko bei verantwortungsbewusstem Umgang (kann sogar mehrmals wöchentlich sein), ein überschaubare Risiko ist.
Da wird Dir jeder der sich mit der Materia auskennt widersprechen.
Die Prognosen für einen 16 jährigen Alki stehen deutlich schlechter als für einen gleichaltrigen Heroin-Junkie. Dazu gibt es durchaus begreifliche FMEAs.
 
Ich versuche ja nicht Alkoholismus schön zu reden, ich versuche aufzuzeigen, dass das als Problem doch schon genug ist.

Ich selbst bin ja ein Gegner der zunehmenden Bevormundung durch immer mehr Gesetze aber bei Drogen ist die Problematik ja bekannt.

Versucht mir bitte mal genau zu erläutern, was ihr euch erhofft. Was sind eure Beweggründe?

Wollt ihr die Möglichkeit haben Drogen zu nehmen oder findet ihr nur die bisherige Lösung als Bekämpfung der Drogen nicht optimal?

Ich begreife das aktuell so, dass ihr gerne die Möglichkeit hättet legal Drogen zunehmen und da bin ich nunmal vehement dagegen.

Wenn ihr jedoch die bisherigen Gesetzte als Lösung für das Drogenproblem nicht optimal findet, dann kann ich nur eure Ansicht hierzu nicht teilen.
 
Aber dann ab jetzt 0!!!! Sozialsystem. Krankenversicherung ist ab jetzt privatangelegenheit, Sozialhilfe gibts nicht, wer nicht arbeitet soll eben hungern oder betteln.

Aber ich zahl ganz sicher nicht die Dummheit anderer Leute, das mach ich jetzt schon zur genüge :dozey:

Du lebst von anderen Menschen, ob drogenabhängig oder nicht.

Paar Tage im schalltoten Raum, und Du weißt nicht mehr, wer Du bist.

Paar Monate in Isaloationshaft, und Du bist ein Fall für die Psychiatrie.

Paar Jahre ohne Tageslicht, und Du wirst ein Engerling.

Es ist doch die reine Missgunst, vielleicht auch Neid auf Menschen, die im Rausch ein besonderes Glück erfahren, wenn man denen die paar Kröten nicht gönnt.

Beziffere doch mal, was die Drogenabhängigen kosten im Vergleich zu sinnlosen Rüstungsprojekten, Subventionen für marode Betriebe, Luxuslimousinen für Regierungsmitglieder, Unterstützung korrupter Regime etc.

Also wenn es wirklich letzten Ende mal wieder nur um die Kröten geht, scheint ja der einzige Zweck im Leben geworden zu sein, dann wenigstens an der richtigen Stelle anfangen.
 
Nero, es geht hier aber nur um das Thema Drogenpolitik und nicht um Rüstung oder sonstiges.

Und wenn das deine Ansicht ist, dann drüfte es auch kein Problem sein, wenn mir jeden Monat jeder ein paar von seinen Kröten abgibt :D

Neidisch bin ich sicher nicht.

Wenn wir die selbe Situation mit anderen Variablen umstellen: Ich klau aus der Staatskasse mal eben 100k und feier damit auf Malle...

Und du darfst nix sagen weil: "Es ist doch die reine Missgunst, vielleicht auch Neid auf Menschen, die im Rausch ein besonderes Glück erfahren, wenn man denen die paar Kröten nicht gönnt."
 
Wenn man es volkswirtschaftlich betrachtet, ist die Überführung des Drogenmarktes in einen legalen Markt nur sinnvoll.
Auch dazu gibt es durchaus handfeste Daten. Um beim "Extrem" zu bleiben, geben selbst konservative Quellen in der Schweiz einen volkswirtschaftlichen NUTZEN der kontrollierten Heroinabgabe von über 40CHF pro Person und Tag an.
 
Wenn wir die selbe Situation mit anderen Variablen umstellen: Ich klau aus der Staatskasse mal eben 100k und feier damit auf Malle...

Jetzt verstehe ich gar nichts mehr. Eben noch hieß es bei Dir:

15 Jähre Fixer-Jungs würden sich doch nicht an 70jährige Pädophile für 25 € Prostituieren wenn sie das Zeug nicht ebenso bräuchten wie die Luft zum Atmen.

Oder erkennst Du darin eine vergleichbare Situation?
 
Wie soll man die Zahl der Süchtigen vermindern, wenn man die Ursache für die Sucht legalisiert? Schnall ich nicht?!
Genau das war aber die Intention als man den Krieg gegen Drogen eröffnet hat.
Fakt ist, dass dieses Ziel nicht erreicht wurde. Was folgt daraus? Das dieser Teilaspekt des Kampfes den Kampf nicht rechtfertigen kann, weil es eben nichts bringt.

Wie soll man die Beschaffungskriminalität eindämmen? Der Substanz zuflüstern, dass sie weniger süchtig machen soll?
Ganz einfach, annstatt zum Dealer zu gehen, geht der Süchtige zur staatlich kontrollierten Abgabestelle, wo er das Produkt in sehr guter Qualität kostenlos erhält. Diverse Pilotprojekte gab und gibt es schon.

Transitrouten liegen immer im Bereich von mehreren Ländern und sind somit dem Gesetz des Chaoses unterworfen, sobald sich drei Länder einigen müssen, wird es Stress geben! Es wäre an engagierten Menschen wie dir, die den Google Translator nutzen können, um den zuständigen Stellen deine Ideen zu übermitteln, damit diese umgesetzt werden können :D!
Südamerikanischen Länder werden von den USA finanziell und logistisch im Kampf gegen die Drogen unterstützt. Welche Erfolge konnte man erzielen? Keine. Die Kartelle sind mächtiger als je zuvor. Was würde zB Mexiko daran hindern die Transitrouten durch ihr Land zu schliessen? Denk mal darüber nach, wieso das nicht passiert.
Auch dieses Ziel des Kampfes gegen die Drogen wurde nicht erreicht. Was folgt daraus? Das dieser Teilaspekt des Kampfes den Kampf nicht rechtfertigen kann.

Wie willst du ein Kartell zerschlagen, was über mehrere Staaten hinaus agiert? Es ist jahrelange Recherche nötig um solche Menschen und nahezu alle Köpfe zu erwischen. Sicher wird mal der eine oder andere "Mafioso" ins Netz gehen, aber teilweise spielen hier noch ganz andere Faktoren eine Rolle.
Man kann sie schwächen, indem man ihnen die Haupteinnahemquelle entzieht. In den letzten 4 Jahrzehnten hat man es auf die eine Art versucht und ist gescheitert. Was tut nun ein kluger Kopf? So weitermachen wie bisher, oder doch die Strategie ändern? Die USA sagen, so weitermachen. Einige Mittel- und Südamerikanische Länder, wollen jedoch eine Änderung bewirken. Und wieso wollen sie das? Denk auch darüber nach.

Korruption gehört zum Leben wie das Wasser zum Brot.
Sieh dir den Grad der Korruption in Deutschland und in den Mittel- und Südamerikanische Ländern an, die Drogenproduzenten und/oder Transitrouten sind. Fällt dir da was auf? Jetzt frag dich mal, wieso es hier krasse Unterschiede gibt und wieso das so ist. Wieso gibt es wohl in Mexiko jährlich zig tausende Tote? Wieso gibt es dort soviele korrupte Militärs und Polizisten? Wieso werden dort Staatsbedienstete reihenweise ermordet? Wieso müssen in manchen Gebieten Militärpatroullien die Lage halbwegs unter Kontrolle halten?

Was bleibt also noch von den damaligen Zielen übrig? Nichts. Man führt also einen Kampf weiter, obwohl keines der erklärten Ziele erreicht worden ist.

braegler schrieb:
Auch dazu gibt es durchaus handfeste Daten. Um beim "Extrem" zu bleiben, geben selbst konservative Quellen in der Schweiz einen volkswirtschaftlichen NUTZEN der kontrollierten Heroinabgabe von über 40CHF pro Person und Tag an.
Klingt sehr interessant. Hast du dafür auch eine Quelle aus dem WWW?
 
Zuletzt bearbeitet:
das ist alles teil des globalen kampfes gegen die dummheit. es hört nie auf.
nur wenn die junkies sich einfach irgendwo in die wüste oder auf eine insel verziehen würden, niemanden beklauen oder auf der tasche liegen würden, nur dann wäre es kein gesellschaftliches und ordnungspolitisches problem.
 
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