Nerephes hat in seinen letzten 4-5 Posts so ziemlich gruselig meine Meinung gespiegelt

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Um mal auf einen grünen Zweig bei dieser Diskussion zu kommen,
die Befürworter in diesem T, gehen davon aus, dass der Konsum von HARTEN DROGEN stagnieren wird oder sich gleichbleibend auf einem Level einpendelt, wenn sie legalisiert werden!
Ist das so korrekt?
Dann sagt mir doch bitte mal welchen Plan B ihr habt, wenn plötzlich jeder 20te in Deutschland zum Junkie wird?
Wollt ihr dann in jedem Ballungszentrum 5 neue Entzugskliniken über den Euro-Rettungsfond hochziehen, oder wie stellt ihr euch das vor?
Gut, also verbieten will ich Niemanden die Einnahme von solchen Substanzen. Es soll wirklich jeder mit seinem Gewölbe machen was er will. Jedoch erschließt sich mir nicht unbedingt, warum ich die Therapie eines Menschen als Teil der "zahlenden" Bevölkerung bezahlen sollte, obwohl ich ihm vorher ganz genau vor Augen geführt habe, was passieren wird. Bzw. in diesem Bezug, warum sollte ich einer Regelung zustimmen, die in meinen Augen dazu führen wird, dass es noch mehr Opfer geben wird?
Das ist doch ein Rattenschwanz ohne Ende! Ihr sagt doch selbst, dass die Leute nehmen, was sie kriegen können. Sollen die anderen, die nicht so "cool" sind und arbeiten gehen den Leuten den Stoff oder eventuell die nächsten 5 Therapien bezahlen, oder wie soll das laufen?
Als Argument wird auch immer gerne der gestreckte Stoff genommen, gut. Aber hier differenzieren sich wieder einmal die verschriebenen Drogen ( Medikamente ) von den illegal beschafften Drogen ( Dealer ). Bei den legalen verschriebenen Drogen habe ich einen Beipackzettel, der mich als lesenden Menschen darüber aufklärt was nun drin ist, wie es wirken sollte und vor allem, welche Dosis ich zu nehmen habe.
( Darf man auch nicht unbedingt von Jedem erwarten das er sich dieses wichtige Dokument durchliest! )
Mal angenommen, ich legalisiere die harten Drogen und lasse sie von Pharmafirmen synthetisieren oder von Import-Betrieben einführen und auch mit einem Beipackzettel versehen.
Was steht denn bitte dann auf der Therapie-Seite des Beipackzettels? ( Forschung nach Ansatzmöglichkeiten / Therapiemöglichkeiten steht momentan nicht zur Debatte! )
Was für positive Aspekte haben harte Drogen?
Medikamente haben ein therapeutisches Spektrum, sie sind keine Kaubonbons und sind keine Lutschpastillen, die man lutscht, weil man Langeweile hat, sie sollten im Optimalfall einen positiven Effekt auf die Physiologie des menschlichen Körpers ausüben. Meiner Meinung nach sollte man auch erst Medikamente nehmen, wenn sie absolut notwendig sind! Ich selbst scheue mich davor Aspirin oder sonst was bei ein wenig Kopfschmerzen zu nehmen. Wenn ich Medikamente nehme, dann nur im äußersten Notfall, oder weil sie rational gesehen die beste Lösung sind ( Antibiotika ). Ich habe in meinem Leben erst zweimal ein Morphin-Derivat genommen, weil es nicht anders ging. Einmal, als ich mir einen sehr sehr sehr schmerzhaften Kapselanriss mit einem Klump-Fuß fast so groß wie eine Honigmelone zugezogen habe und dann nochmal um endlich schlafen zu können, nach einer Wurzelbehandlung, wo der Doc mit dem Bohrer abgerutscht ist und mir fast die halbe Wange von innen aufgerissen hatte...
Rückwirkend betrachtet bin ich sau froh, dass es die Medikamente gab, sie haben mich nämlich ziemlich abgeschossen, aber auf der anderen Seite bin auch wieder froh, dass sie nur in so kleinen Packungen weitergegeben werden!