Die Wut auf der Autobahn

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Ich sehe tagtäglich soviel Bescheuertes auf der Autobahn dass ich meist mit einem hochrotem Kopf fahre und brülle...

[...]

Mein Fahrverhalten wie folgt: Unbeschränkt= Das was das Auto hergibt, sonst Tempolimit + 30km/h.
Als Beispiel ist in einer Baustelle 60 erlaubt fahre ich dort 90.


Klar das du bei Jeder fahrt was bescheuertest siehst, nämlich deinen eigenen Fahrstil!
 
um Menschenleben in einer solchen Situation wirklich zu gefährden, bedarf es entweder eine Vollbremsung des Vordermanns [..] oder eine starke(!!!) Erhöhung meiner Geschwindigkeit [...]

Da ich letzteres nicht tue kann ich ein ernsthaftes Gefährden von Menschenleben ausschließen.

Denk nicht so eindimensional - das ist in die Tasche gelogen. Genauso kann Dein "harmloser" Crash unbeteiligte Dritte so beeinflussen, dass es tödlich wird. Der Knall und ein kurzes Schleudern Deinerseits, könnte jemand neben oder hinter Dir so erschrecken, dass er noch einen schlimmeren Unfall baut.
Nicht konstruiert, da war dochmal vor Jahren der Fall eines schnell fahrenden Benz-Testfahrers, der auf der Autobahn eine Frau mit Kind(ern?) in einem Kleinwagen geschnitten hat, so dass die vor Schreck mit tödlichen Folgen von der Bahn abkam.


Edit: Sorry, Doppelpost, hätte ich mit meinem anderen zusammenführen sollen. Mea culpa.
 
Was bedeutet es für dich?

Das bedeutet bei mir, dass ich nicht den vorgegebenen Sicherheitsabstand einhalte, der mir von den "Pöllern" auf der rechten Straßenseite angezeigt wird.
Ich fahre so dicht auf, dass der Vordermann sieht, dass man hier schneller fahren darf und auch soll - aber nicht so dicht, dass ich ihn "bedränge" oder ihn dazu (indirekt) provoziere, sich falsch zu verhalten.

Vielleicht liegt das auch daran, dass Du so schnell fährst

Das will ich nicht abstreiten.

Es ist ja nicht so, dass ich mich über jemanden aufrege, der sich mindestens an die Geschwindigkeit hält.

Das Beispiel "Erst 120 - dann plötzlich 60 vor einer Baustelle" kann man auch anders "lösen" als mit einer direkten Vollbremsung.
Beispielsweise, in dem man langsam die Geschwindigkeit auf die Richtgeschwindigkeit drosselt - Stichwort: Leichtes abbremsen.

Ja, dadurch fährt man einen Teil der Strecke mit "überhöhter Geschwindigkeit", aber ich finde, ein starkes Abbremsen und gefährden der Hintermänner ist nicht mit dem Gesetz zu rechtfertigen. Ein Unfall der durch sowas ausgelöst wird ist - meiner Meinung nach - auch eher dem Gesetzgeber zur Last zu legen und nur sekundär demjenigen, der Gesetz über Menschenverstand stellt.

EDIT:
Genauso kann Dein "harmloser" Crash unbeteiligte Dritte so beeinflussen, dass es tödlich wird.

Meine Aussage war zwar nicht gelogen, aber selbstverständlich nicht auf jeden zukünftigen Fall übertragbar.
Ich weiß nicht, wie du meinen Fahrstil jetzt genau siehst, aber ich kann wirklich behaupten, dass ich bei meinen kleinen "Wutausbrüchen" auch ein gewisses Maß an Vorsicht mitbringe.
 
Zuletzt bearbeitet:
Weil man es darf.

Zitat aus der Wikipedia:

Ein Überschreiten der Richtgeschwindigkeit zieht per se keine strafrechtlichen Konsequenzen mit sich. Im Falle eines Unfalls kann der Fahrer bzw. Halter eines sich außerhalb der Richtgeschwindigkeit bewegenden Fahrzeugs jedoch teilweise mitbelangt werden, was aus einem Urteil des Oberlandesgerichts Nürnberg hervorgeht (Aktenzeichen: 13 U 712/10). Selbst, wenn es sich beim zu schnell Fahrenden um das Unfallopfer handelt, kann ein Mitverschulden resultieren. Das heißt, dass auch bei überwiegendem Verschulden des Unfallgegners, etwa wenn dieser nach einer Autobahnauffahrt sofort auf die linke Spur gewechselt ist, der Geschädigte einen Teil des Schadens selber tragen muss (OLG Stuttgart vom 11. November 2009, Az.: 3 U 122/09).

Reicht dir das als Antwort? Wenn es knallt und du bist bei 200, erhälst du eine Teilschuld. Das heißt auf gut Deutsch: Du hast etwas verschuldet, falsch gemacht.
 
Reicht dir das als Antwort? Wenn es knallt und du bist bei 200, erhälst du eine Teilschuld. Das heißt auf gut Deutsch: Du hast etwas verschuldet, falsch gemacht.

Wirf doch nicht wieder alte Sachen rein. 25% um genau zu sein, wer trägt die anderen 75%?
Wenn man vorrausschauend fahren soll, muss man auch den rückwärtigen Verkehr beobachten. Genauso wie diejenigen die blind rüberziehen kann ich es mir dann rausnehmen zu sagen ich fahr Maximum auf der linken Spur komme was wolle die anderen müssen damit rechnen das ich mit 3xx ankomme. Überspitzt ist ein genauso bescheuertes Verhalten.

@Seedy

Lies doch erstmal den Thread durch bevor du einfach random deinen Postcount erhöhst.
 
3.) Nicht blinken wenn man aus einem Kreisverkehr rausfährt.
Denen würd ich am liebsten jedesmal gedanklich gegens Blech treten. :buh:

Ich finde hierzulande geht das eigentlich noch...
Ich bin neulich auf Malta Auto gefahren, da hat wirklich nicht EIN EINZIGER beim Rausfahren geblinkt.

Deren Taktik: Beim EINFAHREN in den Kreisel NACH RECHTS blinken (die haben da Linksverkehr, also fährt man rechts rum durch den Kreisel), nach dem Motto "ich lenke hier nach rechts, also blinke ich auch nach rechts". Wie das den übrigen Verkehrsteilnehmern die Einfahrt in den Kreisel erleichtern soll mögen die Götter wissen. :D
 
Ich bin auch unter 24, um genau zu sein bin ich 21 Jahre alt - trotzdem habe ich es gelernt. Es sind also nicht alle "Risikogruppe". ;)

So war das auch nicht gemeint. Es gibt selbstverständlich in der Altergruppe auch gute Fahrer.

Genauso wie diejenigen die blind rüberziehen kann ich es mir dann rausnehmen zu sagen ich fahr Maximum auf der linken Spur komme was wolle die anderen müssen damit rechnen das ich mit 3xx ankomme. Überspitzt ist ein genauso bescheuertes Verhalten.

Aha, und weil sich die anderen dämlich verhalten, muss man das selbst auch?
 
schon garnicht in Baustellen, wo plötzlich ein Bauarbeiter auf die Straße "springen" könnte.
Darf man fragen, in welchem Land du lebst? Ich sehe höchst selten auf Autobahnbaustellen irgendjemanden arbeiten. Wenn ich alle paar Monate die 450 km lange Standardstrecke zu meinen Eltern fahr, quäle ich mich durch Baustellen, die schon seit Jahren im gleichen Zustand sind.


Muss Dir teilweise rechtgeben. Vielen Leuten ist es echt egal, ob hinter ihnen was kommt.

Das zeitige Rausfahren auf die Überholspur hab ich mir aber auch angewöhnt. Einfach aus dem Grund, dass es Idioten gibt, die langsam auf der Mittelspur von hinten angekommen. Ich bleib auf der rechten Spur, will den in der Mitte noch vorbeilassen, um dann noch mit halbwegs Sicherheitsabstand zum Vordermann überholen können. Das Arschloch auf der Mittelspur verringert schräg hinter mir seine Geschwindigeit, so dass ich nicht auf die Mittelspur rausziehen kann und logischerweise eine Vollbremsung hinlegen muss.

Vor 15 Jahren ging mein Arbeitsweg durch Sachsens trottligsten Landkreis. Da gab's auf den Landstraßen so Flugzeuglandebahnen. D.h. ein Auto mit 40-50 vorn dran, dahinter ca. 20 Autos, die sich nicht vorbeitrauten. Überholen konnte man nicht, jeden Tag 2x 'ne halbe Stunde die Wut rausschreien, wäre auch ungesund gewesen. Also hab ich Gothic-Mucke (damals Lacrimosa) auf voller Lautstärke gehört, einen leichten Depri bekommen und mich nicht mehr über die Idioten vor mir aufgeregt.

Ansonsten hab ich nicht soviel Ruhe wie Trolling Stone. Mich nerven Elefantenüberholmanöver, die eine kilometerlange Schlange hinter sich herziehen. Und Mittelspurfahrer überhol ich schon mal ganz gern rechts. Sollte denen zu denken geben, wenn sie mit 80 km/h auf der mittleren Spur rumschleichen gleichzeitig von links und rechts überholt werden. Allerdings glaub ich, dass die Meisten den Zaunspfahlwink nicht wirklich verstehen.

Gerade wegen solcher aussagen "Wenn unlimitiert erlaubt ist kann ich fahren wie ich will" bin ich dafür das wir wie andere Länder auch eine Maximalgeschwindigkeit einführen von 150km/h. Damit fährt es sich wesentlich entspannter und man muss nicht jederzeit damit rechnen das einer mit über 200 von hinten kommt.
Ich fahr entspannter, wenn ich das Auto einfach rollen lassen kann und bergrunter nicht permanent bremsen muss, um den Schwung zu verlieren, den ich beim nächsten Anstieg wieder brauchen würde. Gerade in Ländern wie der Schweiz ist das Fahren auf der Autobahn eklig, weil man nur an der Tachonadel klebt, um nicht geblitzt zu werden. Das ist definitiv kein entspanntes Fahren.

Mal unabhängig davon, dass rechts überholen das letzte ist, hat mal einer von den "LKW sind Pestbeulen der deutschen Straßen" Menschen daran gedacht, wie die ganzen Waren zu euch in den Supermarkt kommen?
Mal unabhängig davon, dass das Blockieren der mittleren und linken Spur ohne Grund das Letzte ist, hast du mal darüber nachgedacht, dass die ganzen Lkws nur deshalb auf der Straße sind, weil die Politik versagt hat und die Bahn zu teuer und unflexibel ist? Nicht umsonst gesellen sich seit ein paar Monaten zu den Lkw-Kolonnen jetzt auch noch die Bus-Kolonnen. Da die Bahn dadurch weniger Umsatz machen wird, werden sie wohl die Preise weiter erhöhen, um die Gewinnspanne nicht einbrechen zu lassen. Irgendwann wird's dann wie in Südamerika. Da läuft der gesamte Personentransport nur noch über Busunternehmen, obwohl die mal ein ganz gut ausgebautes Schienennetz hatten.

Generell bin ich energisch für ein Lkw- und Bus-Überholverbot auf Autobahnen und Schnellstraßen mit weniger als 3 Spuren. Und die Strafen für Grundlos-Mittelspurschleicher sollten auch drastisch erhöht werden.
 
Darf man fragen, in welchem Land du lebst? Ich sehe höchst selten auf Autobahnbaustellen irgendjemanden arbeiten. Wenn ich alle paar Monate die 450 km lange Standardstrecke zu meinen Eltern fahr, quäle ich mich durch Baustellen, die schon seit Jahren im gleichen Zustand sind.

Das ist auch so ein typisches Klischee, das mindestens 1x im Monat hervorgeholt wird - hat allerdings mit dem Thread absolut nichts zu tun. Die Hintergründe, wieso nicht gearbeitet wird, kann ich dir gerne per PN erklären.
 
Hallo,

ich bin Vielfahrerin und tagtäglich mehrere hunderte Kilometer auf der Autobahn unterwegs.

Zu meiner Fahrweise:
Ich fahre (dort, wo es geht und meistens in der Nacht) überaus schnell. Ca. 250-260 km/h
Tagsüber, bei entsprechendem Verkehr liege ich zwischen 180 und 220 km/h (Mehr geht auch teilweise nicht.)

Bei Geschwindigkeitsbegrenzungen liege ich meist 10-15 km/h drüber.
In Baustellen passe ich jedoch mich der Geschwindigkeit des Verkehrsflusses an.

Bisher ist es bei mir aber zu sehr wenigen brenzligen Situationen gekommen. Das mag vielleicht daran liegen, dass ich meine Augen offen halte und brenzlige Situationen schon im Vorfeld erkenne. Da habe ich immer genug Zeit, mit der Geschwindigkeit runterzugehen.

Dennoch bereiten mir hauptsächlich die Fahrer der oberen Mittelklasse bzw. der oberen Klassen Probleme. Vornehmlich handelt es sich um BMW-, Mercedes- oder Audifahrer, die der Meinung sind, dass ihnen die Straße gehört. Man hat förmlich den Eindruck, als wären sie in Ihrer Ehre gekränkt, dass man sie überholt.

Wenn man sie dann überholt hat, kleben sie einem hinterher an der Stoßstange und nötigen dich an Stellen, wo es aufgrund der Verkehrslage wirklich nicht schneller gehen kann. Dann macht man mal Platz und sie schaffen es nicht einmal, dich zu überholen. Wenn man dann wieder rüberzieht, (wohlgemerkt mit viel Platz dazwischen), wird man mit Lichthupe und Blinker links wieder genötigt. Manchmal frage ich mich, ob die links eine Ausfahrt suchen.

Vielleicht liegt es auch daran, dass Männer ungern von von einer Frau überholt werden oder sonste was.

Ich habe auch teilweise die Vermutung, dass manche Individuen ihre persönlichen Unzulänglichkeiten auf der Autobahn mit entsprechend PS unter dem Arsch kompensieren müssen.

Das mich einer von hinten nicht sieht, halte ich für relativ unwahrscheinlich. Ich fahre auf Autobahnen grundsätzlich mit Licht. (Sehr grelles Xenon)

Ich fahre mittlerweile über 30 Jahre unfallfrei. Bis auf kleine nicht erwähnenswerte Bagatellschäden.

LG SidneY
 
Ich fahre auch immer mit eingeschaltetem Licht, aber wenn die Leute nicht in die Spiegel schauen sehen Sie Dich trotzdem nicht. Zu der brenzligen Situation von mir da hatte ich den Schein gerade mal ein halbes Jahr. Das was Du beschreibst, habe ich leider auch oft erlebt.
 
Hallo,

ich denke auch nicht, dass die Einführung von Tempolimits auf deutschen Autobahnen erfolgsversprechend wäre.

Wie lordmat schon erwähnte: "Es handelt sich um konzentriertes Schnellfahren..."

In der EU-Statistik der Verkehrsunfälle mit Todesfolge liegt Deutschland derzeit auf dem achten Platz. Trotz der Tatsache, dass wir das einzige Land sind, in dem kein Tempolimit auf den Autobahnen besteht. Und die Zahlen sind rückläufig.

Für mich sind diese Unfälle hauptsächlich auf Unachtsamkeit, fehlende Praxis, Drogen- und Alkoholmissbrauch und evtl. Müdigkeit am Steuer zurückzuführen.

LG SidneY
 
Das einzige Verhalten, dass mich extremst stört:
Autofahrer im Kreisverkehr die nicht, oder erst beim Ausfahren blinken.
 


Man blinkt auch nicht, wenn man in den Kreisverkehr hineinfährt.
Man blinkt lediglich beim Herausfahren.
Das wurde umgestellt, seitdem es das folgende Verkehrszeichen gibt.

150px-Zeichen_215.svg.png

LG SidneY
 
Das wird ihm klar sein. Es nervt halt, wenn man umsonst wartet, weil jemand erst spät oder garnicht blinkt.
 
Wenn ich vorhabe, direkt die nächste Ausfahrt zu nehmen, blinke ich auch schon, bevor ich reinfahre. Aber nur dann, weil es sonst keinen Sinn ergibt.
 
Hallo,

um mal wieder zum Topic zu kommen. Wo gibt es auf der Autobahn eigentlich Kreisverkehr?
Gut, wenn es ihn gäbe, würde mich das extremst wütend machen. :eek:

LG SidneY
 
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