Die "Erfolge" der AfD


komisch... ich hab die Bibel ein wenig anders in Erinnerung...

Nur weil du dir wünscht, dass sie friedlich sein sollen - wird das nicht zur Wahrheit und du hast sie plötzlich besser verstanden als alle anderen - tut mir leid.

"Glaubet nicht, ich sei gekommen, Frieden auf die Erde zu bringen. Ich bin nicht gekommen, Frieden zu bringen, sondern das Schwert. Denn ich bin gekommen, den Menschen zu entzweien mit seinem Vater und die Tochter mit der Mutter und die Schwiegertochter mit ihrer Schwiegermutter." (Mt 10:34-35)

"[Jesus spricht:] Glaubt nicht, daß ich gekommen bin, das Gesetz oder die Propheten aufzulösen; ich bin nicht gekommen, aufzulösen, sondern zu erfüllen. Denn wahrlich, ich sage euch: Bis der Himmel und die Erde vergehen, soll auch nicht ein Jota oder ein Strichlein von dem Gesetz vergehen, bis alles geschehen ist. Wer irgend nun eines dieser geringsten Gebote auflöst und also die Menschen lehrt, wird der geringste heißen im Himmelreich; wer irgend aber sie tut und lehrt, dieser wird groß heißen im Himmelreich."
(Mt 5:17-19)
 
Beispiel:

altes Testament, Auge um Auge:
„Und wer seinen Nächsten verletzt, dem soll man tun, wie er getan hat, Schade um Schade, Auge um Auge, Zahn um Zahn; wie er hat einen Menschen verletzt, so soll man ihm wieder tun.“ (Lutherbibel 1912, 3.Mo 24,19–20)

Aufklärung im neuen Testament:
„[Jesus lehrte und sprach:] Ihr habt gehört, daß da gesagt ist: ‚Auge um Auge, Zahn um Zahn.‘ Ich aber sage euch, daß ihr nicht widerstreben sollt dem Übel; sondern, so dir jemand einen Streich gibt auf deinen rechten Backen, dem biete den andern auch dar.“ (Lutherbibel 1912, Mt 5,38–39)"

Und wer jetzt nach dem alten Testament handelt und seine Handlungen durch das alte Testament rechtfertigt, der hat womöglich seine Religion nicht verstanden und sollte sich nicht "Christ" nennen. Ich denke das was in dem Punkt Christus gesagt hat sollte als Christ auch mehr Wert haben als das was im AT steht.

Der Grundsatz "Auge um Auge..." ist kein Aufruf zur Gewalt sondern das Gegenteil. Es ging um Verhältnismäßigkeit und angemessenen Schadensersatz. Das war ein eindeutiger Fortschritt gegenüber der davor geltenden Blutrache.

Bei der Bergpredigt geht man davon aus, daß Jesus mit der Feindesliebe ,im Angesicht des nahenden Himmelreichs, zu Geduld der Juden gegenüber den römischen Besatzern aufgerufen hat.
 

Guter Einwand und oft vernachlässigt :T :
Die Situation in der bestimmte Aussagen getroffen wurden, sowohl Koran als auch Bibel.
Da macht man häufig das richtige in einer Situation zu dem Richtigen für Immer und legt sich damit auf die Schnauze.
 
klar, natürlich kommt es auch auf die Situation an.

Allerdings, wie gesagt, ich bin mir sicher weder das Christentum noch der Islam heißt Mord an andersgläubigen oder ungläubigen Menschen gut.
Oder besser, weder Jesus noch Mohammed hätten das gut geheißen.
Und genau das muss doch der Maßstab sein.
 

äh- Mohammed hat den halben Nah-Ost erobert, mit Soldaten, falls es dir entgangen sein sollte :unknown:
 
klar, trotzdem muss das ja nicht heißen das er Mord unterstützt.

Bist du der Meinung der Islam ist eine Religion die zwangsläufig zu Krieg, Terror und Mord führen wird?
 

ETA, IRA, Tigers of Tamil, Irgun Tzwa'i Le'umi, Jewish Defense League, LRA, Die Kirche des Allmächtigen Gottes, Das Netzwerk der Armee Gottes, Rote Khmer

Der böse böse Islam, was denkt der sich nur.

bis 2003 waren die pöhsen Hindus die größten Terroristen ;)
 
Zuletzt bearbeitet:

äh- Mohammed hat den halben Nah-Ost erobert, mit Soldaten

Beim Tod Mohammed erstreckte sich der islamische Machtbereich auf die arabische Halbinsel.

Inwieweit die Landnahme Kanaans durch die Juden nach dem Auszug aus Ägypten friedlich war, ist auch nicht bekannt.
 

Was die Juden machen tut dabei nix zu Sache:
Es war eine Antwort darauf, dass Religion immer friedlich wäre, wenn man sie richtig macht - was faktisch nicht stimmt
 
Aber daß jemand Soldat ist, sagt nichts über seine Haltung zu Frieden und Mord aus.
 
Und was wäre wenn das im Ganzen garnichts mit Religionen zu tun hat, könnte es sein das viele Menschen einen Hang zum Fanatismus haben, egal in welchem Kontext.
Selbst in den trivialsten Situationen, es soll ja Anhänger vom Sportverein X geben die Anhänger vom Sportverein Y bis aufs Blut hassen und umgekehrt...alternativ kann man sich auch mal ein x-beliebiges Techforum ansehen in dem zB ein Apple Nutzer auf einen Android Nutzer trifft, oder Vegitarier auf Liebhaber eines gut gegrillten Steaks...usw...
 
Und was wäre wenn das im Ganzen garnichts mit Religionen zu tun hat, könnte es sein das viele Menschen einen Hang zum Fanatismus haben, egal in welchem Kontext.

Die Religionen sind eine Möglichkeit, seine Kriegswillen auszuleben.

Die Staaten sind eine andere. Als die Europäer die Glaubensunterschiede nicht mehr ernst nehmen konnten, haben sie mit den Weltkriegen angefangen.

Um einen Grund, die lieben Nächsten den Schädel einzuschlagen, ist der Mensch nie verlegen.
 

Ganz rausrechnen kann man Religion (nicht speziell Islam, sondern Religion allgemein) auch nicht:

Sie eignet sich durch das Konzept des Lebens nach dem Tot, besonders gut um den Selbsterhaltungstrieb zu überwinden.
So wird aus Terror einfacher Suizidterror.

Dennoch, recht hast du:
Prinzipiell eignet sich jede Ideologie um Leute zu Radikalisieren.
 
Prinzipiell eignet sich jede Ideologie um Leute zu Radikalisieren.

Prinzipiell eignet sich jede Ideologie dazu, den in der Natur des Menschen vorhandenen Willen, andere Menschen zu töten, zu organisieren und zu aktivieren. Auf welchem Niveau das geschieht, ist abhängig von der Entwicklung der Produktivkräfte.

In der Steinzeit wurde ein Faustkeil benutzt, der für damalige Populationen völlig ausreichte.

Heute müssten Atomwaffen zum Einsatz kommen, aber das traut sich zum Glück keiner ran.

Die "friedliche Koexistenz" ist einzig dem "Gleichgewicht des Schreckens" geschuldet.
 
Die "friedliche Koexistenz" ist einzig dem "Gleichgewicht des Schreckens" geschuldet.

Das allerdings wurde durch die Asymmetrie der Kriege gebrochen:
Das Gleichgewicht des Schreckens funktioniert nur zwischen den Mächten mit der Bombe...

Frankreich hat den IS nicht weg nuklearisiert, Korea und Vietnam fanden trotzdem statt.

Das Gleichgewicht des Schreckens ist also keine allumfassende Friedensgarantie.
Es sorgt nur für an bestimmten Stellen für Frieden.
 
Das Gleichgewicht des Schreckens ist also keine allumfassende Friedensgarantie.
Es sorgt nur für an bestimmten Stellen für Frieden.

An den entscheidenden, wo es um den Bestand der Menschheit geht.

Voraussetzung dafür ist, dass beide Kriegsparteien selbst Atomwaffen besitzen oder mit Atommächten verbündet sind.

Korea und Vietnam blieben nur deshalb konventionell.

Aktuell besteht ein dominierendes Interesse am Islamismus und an Religionsgfragen generell, weil man damit von den größeren Gefahren ablenkt.
 
Zuletzt bearbeitet:
Das Christentum in Europa ist zahnlos geworden.
Du musst hier schon groß auffahren um noch irgendwo einen Konflikt mit denen her zu stellen.
Während der Islam sehr schnell und sehr extrem auf Angriffe reagiert.

...

In den USA sieht das schon anders aus. Der Konflikt ist zwar selten gewaltsam, dennoch existent und das Christentum hat dort noch größeren Einfluss auf Recht und Kultur.
Hier reicht es auch noch um Kinderschänder unter den Angestellten vor Strafverfolgung zu schützen
 

Ja, Meinungsfreiheit bedeutet das Pispers nachplappern darfst, sie bedeutet aber auch das ich Sagen darf, dass das unreflektiert und dämlich ist.
Das ist keine Meinung, das ist eine Lüge. :p


So aber nun zu Sache:
Der Arbeitsmarkt in DE hält sich im Vergleich zu unseren Nachbarländern noch relativ gut.
Das liegt daran, dass wir die ganze Miesere mit einem ausgebauten Sozialsystem und guten, starken Gewerkschaften begonnen haben.
Der Arbeitsmarkt ist deshalb hier so gut, weil unser Sozialsystem immer weiter abgebaut wird. Ausweitung der Befristungen, Ausnahmen vom Mindestlohn, Zeitarbeit, Werksverträge, um die Vorgaben der Zeitarbeit nochmals zu umgehen.
Löhne zahlt der Arbeitgeber nicht mehr komplett selbst, sondern lässt sich sich in Form von Wiedereingliederungshilfen und aufstockendem Hartz-IV subventionieren.
Steuern werden, so gut es geht, vermieden und Gewinne künstlich klein gerechnet.

Was mich übrigens daran erinnert: Ja, ich wäre durchaus bereit, 80 Millionen Euro Gewerbesteuer einzufordern, auch wenn Schmarotzer-Firmen wie A.T.U dann pleite gehen. Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach. Die "Heuschrecken" ziehen sowieso weiter, wenn so ein Unternehmen nicht mehr ausreichend Rendite abwirft (möglichst im zweistelligen Prozentbereich).
Geschrieben hatte ich übrigens, dass man auch die Möglichkeit gehabt hätte, im Falle von A.T.U. und auch Kettler, die Gewerbesteuer zu stunden. Das bedeutet, man fordert es nicht sofort, sondern erst später, wenn es dem Unternehmen wieder gut geht - oder wenn es dann doch pleite geht. Das wäre zumindest ein guter Kompromiss gewesen, um die Kohle nicht gleich aus dem Fenster zu werfen. Von ungerechtfertigten Wettbewerbsvorteilen gegenüber Mitbewerbern mal ganz zu schweigen.
Zumindest im Fall von A.T.U. gab es durchaus auch deshalb Kritik, weil andere ortsansässige Kfz-Betriebe keine Dumpingpreise als Lockangebote anbieten konnten, weil die brav ihre Gewerbesteuer zahlen mussten.



Das es aber mehreren Ländern, die nah bei einander liegen und ähnlichen Lebensstandard hatten gemeinsam Berg ab geht. - Ist ein gutes Indiz dafür das es ein internationales Problem ist.
Ja und nein. Natürlich lässt sich die Problematik z.B. der Steuervermeidungstricks nicht rein auf nationaler Ebene lösen. Oder vielleicht doch, man könnte entsprechende Gesetze erlassen, dass Unternehmen ihre Gewinne gefälligst in Deutschland zu versteuern haben, wenn sie auch hier ihr Geld verdienen. Funktioniert in den USA ja auch.
Das eigentliche Problem ist allerdings, dass es unserer Wirtschaft gar nicht schlecht geht. Die Wirtschaft brummt, wie man so schön sagt. Insbesondere die großen Konzerne fahren Milliardengewinne ein. (Relativ) Schlecht geht es nur der arbeitenden Bevölkerung, die an steigenden Unternehmensgewinnen nicht oder bestenfalls nur kaum partizipiert. Und das seit Jahren schon.
Einen Teil davon hat die Bevölkerung natürlich selbst zu verantworten. Findet sich halt immer ein Dummer, der für noch weniger Geld noch mehr arbeiten geht. Die gesetzliche Rahmenbedingungen dazu (z.B. Zumutbarkeitsregelung SGB II) hat allerdings unsere Regierung der letzten 15 Jahren (in wechselnder Besetzung) zu verantworten. Wobei hier, frei nach Pispers der Deutsche natürlich zum Teil auch wieder so blöd ist... ;)

Wobei ich in diesem Moment dann auch wieder ins Grübeln komme, wenn ich an die Wahlerfolge der AfD denke. Soll ich jetzt Verständnis dafür haben, dass gefrustete LINKE-Wähler aus Protest die AfD gewählt haben? Ich denke nicht.
Die Linke dadurch zu schwächen, auch wenn sie wieder mal nur in der Opposition ist, halte ich für falsch. Auch wenn es leider häufig so ist, dass unsere Politiker (u. Medien) erst wach werden, wenn Rechts mit ins Spiel kommt.


Wieso kostet eine volle Dönertasche mit Fleisch, Salat, hausgemachter Sauce! und hausgemachtem! Zaziki und selbstgebacken! Brot.
Genau so viel, wie ein lieblos zusammen gematschtes belegtes Brötchen vom Bäcker, mit Lidl-Wurst und Aldi Remoulade.
Kann ich nicht bestätigen. Das Gammelbrötchen liegt irgendwo bei 1,80 € ± 30 Cent, der Döner bei 3,50€. Allerdings mit deutlich mehr und besser schmeckendem Inhalt.

Denn im Endeffekt bist du es, der sein Geld in die Kassen der wirft.
Das typische Phänomen, die Großkonzerne anklagen, aber dennoch von ihnen profitieren. -Bigotterie
Nein, es ist zum Teil auch eine Frage der Alternativen. Die gute Milka mit Keks gibts halt eben nicht als Fairtrade-Schoki.

Das Selbe trifft leider auch auf die guten Nikes oder anderes Schuhwerk zu. Wenn ich keine Alternativen habe oder zumindest sehe, muss ich halt zu gewissen Produkten greifen, die ich im alltäglichen Leben brauche.
Milch kommt mir bspw. gar nicht erst in die Tüte, sondern in die gute alte Blechkanne beim freilandviehhaltenden Milchdealer meines Vertrauens. Dabei liegt der Liter mit etwas über einem Euro gar nicht mal unbedingt höher als "Frischmilch" aus dem Discounter.
Schmeckt aber trotzdem besser und hat vermutlich auch mehr Inhaltsstoffe als das Gelumpe aus dem Supermarkt. Das nenne ich mal profitieren. ;)
 
@bevoller:

Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach
Wo wir wieder bei "Die Reichen zahlen nicht genug steuern" wären ;)

man könnte entsprechende Gesetze erlassen, dass Unternehmen ihre Gewinne gefälligst in Deutschland zu versteuern haben, wenn sie auch hier ihr Geld verdienen.


100% Zustimmung!

Nein, es ist zum Teil auch eine Frage der Alternativen
Du bist also zu Faul und Verwöhnt um dein Verhalten zu ändern?

Damit spielt du eben jenen Großkonzernen in die Tasche, denen du die Vorwürfe machst :unknown:

Wenn ich keine Alternativen habe oder zumindest sehe, muss ich halt zu gewissen Produkten greifen
Du musst recht wenig - Verzicht ist in vielen Fällen (nicht allen) eine akzeptable alternative - man zieht sie zu selten in betracht.


Worauf ich hinaus will ist etwas Grundsätzliches:
Du kannst schlecht Klagen, wenn du Nutznießer des Systems bist.
Das ist Bigotterie, die zum Himmel stinkt.


Das ist ein so häufiges Phänomen:
Auf der einen Seite billig Kaufen, auf der anderen Seite mitleid mit den Leidtragen haben.

Es ist faktisch deine, meine UNSERE schuld, dass die Situation so ist.

Das ist auch das Problem, dass ich mit Kabarett habe - sie schieben die Schuld gerne auf DIE. - Wobei WIR es sind.
 
Zurück
Oben