Es ist, wie KaPiTN sagt. Ausführlicher:
Beinahe lachhaft, wie sich die Geschichte wiederholt.
Im frühen Mittelalter gab es nur einen Christenglauben, und den teilten alle.
Sie kamen gar nicht auf die Idee, dass es einen anderen Glauben geben könne. Es war eine glückliche und friedliche Zeit.
Dann suchten sie den Unterschied und wurden Katholiken oder Protestanten. In dieser Eigenschaft rotteten sie im 30-jährigen Krieg einander beinahe aus. Europa war danach entvölkert.
Bei den Moslems erfüllt die Spaltung in Schiiten und Sunniten die gleiche Funktion.
Aber das ist nur ein Vorgeschmack auf die eigentliche Glaubenskrise . Wenn es zwei Glaubensrichtungen gibt, ist die Verbindlichkeit jeden Glaubens gefährdet. Er wird eine Frage des Beliebens und Geschmacks.
Der Glaube kann sich nur noch mit Terror und Gewalt behaupten, wir sind im Zeitalter der Inquisition angekommen. Mit öffentlichen Ketzerverbrennungen, extrem sadistische Folter und Galgen in jedem Kuhkaff.
Bei den Christen führte die Unverbindlichkeit des Glaubens nach vielen blutigen Kämpfen zur Säkularisierung, zur Trennung von Kirche und Staat und damit zum verkaufsoffenen Sonntag und zur Mischehe katholisch – protestantisch. Dem Islam steht diese Entwicklung noch bevor.
Als im Irak nach dem Krieg die Porno-Kinos wie Pilze aus dem Boden schossen und trotzdem den Andrang kaum bewältigen konnten, war das schon mal ein Anfang.