Man kann von Beobachtbarem auf die Realität negativ schließen, also wie sie nicht ist.
Das ist ein Irrglaube, oder hast hast einen anderen Begriff von Realität als ich, was ich eher vermute. Es gibt keinerlei Möglichkeit, aus der Wirklichkeit auszubrechen und auf die darunter liegenden Dinge zu sehen, erst recht nicht mit naturwissenschaftlichen Mitteln. Weshalb ist der Skeptiker wohl auch nach 2000 Jahren noch immer ein ernstzunehmender Gegner? Weil wir aus unserer Wirklichkeit heraus nicht einmal feststellen können, ob wir ein Hirn in Nährlösung sind oder eine Simulation in einem Rechner. Und da sollen wir feststellen können, ob und wie diese Dinge determiniert sind?
Es erscheint uns, es verhalte sich nicht determiniert, und es ist uns grundsätzlich unmöglich, Einsichten zu gewinnen geschweige denn Methoden zu finden, mittels derer wir in der Lage wären, eine Determination nachzuvollziehen, sollte sie denn dasein. Den Schritt gehe ich mit. Unter einigen Annahmen lässt sich dann zu dem Ergebnis kommen, dass es uns nicht nur so erscheine, sondern auch so sei, dass die Welt entweder nicht determiniert ist oder determiniert ist. Diese Annahmen führen jedoch letztendlich zu einem nicht weniger spekulativen Ergebnis als die Behauptung, unsere Welt sei ein Hirn in Nährlösung.
Schlussendlich lege ich jedem Physiker die Lektüre einer Einführung in die Erkenntnistheorie nahe. Das würde die ein oder andere Schwierigkeit beim Austausch der Argumente überwinden, wenn nicht die scheinbaren Gegensätze sogar auflösen, die wohl eher begrifflicher Natur sind. Das grundlegende Missverständnis kommt daher: Der Physiker ist in dieser Welt verhaftet (zurecht), und er sieht sie mit seinen Augen so wie sie sich ihm zeigt; der Philosoph fragt sich, was wir überhaupt erkennen können und wo die Grenzen des Erkennens liegen. Dazu braucht er zwangsläufig einen abgehobenen Außenblick auf die Dinge, der oft nur schwer nachvollziehbar ist.