Coronavirus

Das sehe ich genau so. Auch da können wir uns in der Führungstetage bedanken, die sich lieber nach den Wünschen einzelner Lobbygruppen richtet und aktuell aktuell nur noch mit Geschenken und Dreck um sich werfen um bei der nächsten Wahl nochmal ein paar Stimmen abzustauben.

Ich glaube auch, dass ein Großteil der Leute auch immer noch glaubt, dass man das mit Corona irgendwie verhandeln könnte, wie man es beim Klimawandel glaubt. Da ging die Tage ein Tweet ein paar Mal an mir vorbei nach dem Motto:

Flut: Ich komme und werde 8 m hoch.
Politik: Ja sorry, mehr als 4 m Deich können wir nicht machen. Das wäre zu teuer
Flut: Ich komme und werde 8 m hoch.
Politik: Na gut, dann eben 4,50 m. Mehr geht jetzt aber wirklich nicht.
Flut: Ich komme und werde 8 m hoch

Der beschreibt das eigentlicch ganz gut und bei Corona ist nicht anders. Da kommt die Muation um die Ecke und die Leute glauben, dass ein bisschen Urlaub und Stadionbesuch eigentlich ja noch gehen sollten.

Erst kommen die Leute mit der kleinsten Lobby unter den Bus und dann später der Rest. Das ärgert mich alles maßlos, weil wieder zuerst die die Dummen sind, die sich ordentlich verhalten haben.
 
@Buschfunk: Der Punkt ist, dass Australien, Neuseeland und die ganzen Staaten, die sich in meine Richtung begeben haben, jetzt kaum noch Probleme mit Corona haben bzw. so früh schon gegensteuern, dass innerhalb ihres Landes die Zahlen nie in die Ecke kommen werden, wo das Auftreten von Mutationen eine statistische Wahrscheinlichkeit gegen 1 hat. Nur die Trottel drum rum glauben, mit natürlichen Systemen lässt sich - wie im Deich-Beispiel - verhandeln.

Jetzt haben wir noch Glück mit Corona. Lass da mal ein Hämorrhagisches Fieber die gleichen Verbreitungseigenschaften entwickeln wie SARS-CoV-2, und dann will ich gerne sehen, wie blöd die Leute gucken, wenn um sie rum die Überlebenschancen langsam einstellig werden und Lockdownchen keine Lösung, sondern nur ein weiteres Problem darstellen.

Bzgl. Nahrungsmittelversorgung in einem weltweiten Lockdown - das Problem ist ein rein künstliches und daher eine dumme Ausrede. Jeder ist in der Lage, Grundnahrungsmittel für einen Monat zu bunkern, egal wo, es sei denn, der Einkauf ist finanziell nicht drin - aber dafür gibt es Staatshilfen. Klar braucht man Vorlaufzeit, aber die Nahrungsmittel sind da, sie sind nur in Zentrallagern, und die Auslagerung ist ein zeitliches Problem, kein logistisches. Der Punkt, den man hier übersieht, ist folgender: So ein Lockdown ist auch dann effizient, wenn bereits 40-100% der Bevölkerung infiziert sind, weil die Verkleinerung der Ausbreitungsräume zu abgeschlossenen Systemen immer die gleichen Prinzipien triggert, egal wie viele dieser Systeme dann tatsächlich Infizierte beherbergen. Das hab ich in meinem letzten Post auch kurz angeschnitten in der letzten Rechnung, die Sache mit dem Stern. Daher ist es auch irrelevant, ob man ihn zwei Wochen hinauszögert oder nicht. Nur die halbherzigen Lockdowns haben mit höheren Startzahlen ein Problem, weil sie nur bremsen, nicht verhindern.
 
Wieweit stimmt das denn eigentlich, mit kurzem harten Lockdown in Australien?

Vergessen wir mal die Nachrichten der letzten Woche und die Deltavariante, dann bekomme ich da bei Google eine Nachricht von

Anfang März, daß da gerade in Melbourne ein 122 Tage Lockdown beendet wurde. Ende Mai dann der 4 Lockdown in Melbourne seit Anfang der Pandemie.

Aktuell sind mehr als ein Drittel der Bevölkerung von weitreichenden Maßnahmen betroffen.

(Australien: Weniger las 5% 2x geimpft; Winter)
 
@KaPiTN: Ich kanns dir wirklich nicht für jedes einzelne Land sagen, das meiste weiß ich von China, die tatsächlich ganze Städte abriegeln, wenn sich ein paar Fälle darin häufen.

Aber Google findet eine Menge unter den Stichwörtern "australia lockdown history covid"
 
In genügte oft nur ein einziger Covid-Fall, dass für ein paar Tage dicht gemacht wurde.
Letztens wieder in Neuseeland für, ich glaube, 4 oder 5 Tage.

Klar, das sind Inseln, aber besonders Australien ist nicht gerade klein.

Allerdings muss man dazu sagen, dass sich die Bevölkerung auch tatsächlich hinter die Maßnahmen der Regierungen stellt.
In vielen Ländern, auch besonders hier in Deutschland, sprossen und sprießen ja die demonstrierenden Jammerlappen und Leugner nur so aus der braunen Versenkung.
 
Ich weiß leider auch nur von Erzählungen einer 'Kollegin' aus Australien, dass die da wohl schon beim kleinsten Mucks wohl knallhart durchgreifen. Zuletzt hatte sie mal wieder was geschrieben von 4-5 entdeckten Fällen und sofort wurde alles dicht gemacht, direkt alles wieder in Homeoffice, vor die Tür nur noch mit driftigen Grund (in ihrem Fall mit dem Hund raus) und bei den paar wenigen Ausnahmen, die ein Verlassen der eigenen vier Wände rechtfertigen ausschließlich mit FFP2 oder höherwertiger (auch auf dem eigenen Grundstück). Und das obwohl bei ihr in der Gegend zwischen den Nachbarn halt auch mal ein paar Kilometer liegen ... :eek:
Ist aber wie gesagt nur das, was sie so geschrieben hat. Hab da nun nicht wirklich nachgeforscht oder mich genauer mit beschäftigt. Waren uns allerdings recht schnell einig, dass wenn bei uns so durchgegriffen werden würde, ein paar Querdenkende vermutlich schon Berlin nieder gefackelt hätten.

Was mich mal wegen den Mutante(n?) und/oder Varianten interessieren würde:
Irgendwo hatte ich vor einiger Zeit mal was gelesen, dass im Prinzip nur die ersten "Generationen" bzw. Varianten wirklich extrem gefährlich werden würden und über kurz oder lang die Varianten/Mutante deutlich ungefährlicher für uns werden. Hintergrund war, das Viren eben einen Wirt brauchen und es daher letztendlich eher kontraproduktiv wäre, wenn das Virus quasi die Wirte ausrotten würde.
Leider finde ich den Artikel nicht mehr, aber da es hier ja doch den ein oder anderen gibt den ich auf diesem Gebiet mal als kompetent einstufen würde, was könnte da dran sein?
 
Aber wieso hatten die in Melbourne einen Lockdown von gut 4 Monaten, und das im Sommer, wenn das alles so hart, kurz und effektiv sein soll?
 
In der Tat gab es zu Beginn der Pandemie einen längeren Lockdown in einzelnen Distrikten. Nachdem das aber "durch" war, kamen nur noch vereinzelte kurze, aber harte Lockdowns.

The second wave, though largely localised to , was much more widespread and deadlier than the first; at its peak, the state had over 7,000 active cases.[SUP] [/SUP] Victoria underwent a second strict lockdown which eventually lasted almost four months.[SUP] [/SUP] The wave ended with zero new cases being recorded on 26 October 2020.[SUP] [/SUP][SUP] [/SUP][SUP] [/SUP]

und später:

The stated goal of the is "suppression", as opposed to "elimination", meaning continually trying to drive community transmission to zero but expecting that new outbreaks may occur.[SUP] [/SUP][SUP] [/SUP][SUP] [/SUP] This is in contrast to the mitigation strategies implemented by most other nations. Compared to other Western countries, notably the United States and European countries, Australia's handling has been praised for its effectiveness.[SUP] [/SUP][SUP] [/SUP][SUP] [/SUP] Distinctive aspects of that response included to reduce reflected transmission from countries other than China during late January and February 2020; rapid recruitment of a large contact tracing workforce during March 2020;[SUP] [/SUP] comparatively high public trust in government responses to the pandemic, at least compared to the US [SUP] [/SUP] and later on, the use of short intense lockdowns to facilitate exhaustive contact tracing of new outbreaks.[SUP] [/SUP][SUP] [/SUP]

Quelle:

Laut ging der erste "Lockdown" in Deutschland vom 22. März grob 7 Wochen und war dann aber nicht vorbei, sondern wurde Stück für Stück gelockert und war nie komplett weg.
 


Stimmt. Die 112 Tage waren von Juli bis Oktober 2020.

Blöd, wenn da ein dt. Portal vom Ende dieser Zeit im März 2021 berichtet. :m
 
@MasterOfTheUnicorn: Das mit der Tendenz zur Ungefährlichkeit stimmt, allerdings ist das nur ein Teil der Rechnung, denn dazu gehören unter Anderem:

- höhere Ansteckungsfähigkeit des einzelnen Virus (d. h. weniger Viren nötig, um einen Wirt zu infizieren)
- mehrere mögliche Wirtsspezies
- mehrere Übertragungswege
- mehr Virenausstoß aus dem Wirt
- bessere Evasivität (damit schwerer für das Immunsystem, ihn zu bekämpfen), z. B. durch hohe Änderungsfrequenz der Oberflächenproteine
- Schnellere Reproduktion (effizienteres Genom, Aminosäure-Verteilung möglichst nahe an der des Wirts, Infektion von produktiveren Zelllinien etc.)
- Höhere Resistenz gegenüber Umwelteinflüssen, damit länger außerhalb eines Wirts infektiös
- möglichst geringe Einschränkung des Wirts während der Verbreitungsphase (damit er rumläuft und weitere Wirte ansteckt), nach dieser Zeit ist das Wohlergehen des Wirts jedoch völlig nachrangig und möglicherweise sogar kontraproduktiv, wenn hohe Umweltresistenz...

Du siehst, es gibt nicht nur "den Weg", sondern viele, und je nach Phase im Lebenszyklus (Ex-vivo, Ansteckung, initiale Ausbreitung im Wirt, erste Immunreaktion, Verbreitungsphase, volle Immunreaktion etc.) können einige davon sehr wichtig, andere völlig unwichtig sein. Es kann auch eine valide Strategie sein, wenn zum Beispiel die Evasivität und die Reproduktionsrate sehr gering ist, dafür der Ausstoß aus dem Wirt, die Umwelttoleranz und die Infektiosität sehr hoch, dass der Virus den Wirt und sein Immunsystem gezielt schwächt bis hin zum Exitus, um eine längere ungestörte Reproduktion (und damit einen hohen Grad an Verbreitung in der Umwelt) zu erreichen. Ein toter Wirt muss ja nicht problematisch sein, wenn er zum Beispiel als Nahrung für ein ebenfalls infizierbares Tier dienen kann, oder ein so starker Infektionsherd ist, dass Begräbnisrituale zur Ansteckung weiterer Wirte führen.

SARS-CoV-2 ist ziemlich effizient in der Verbreitung (Aerosole sind mit großem Abstand die effizienteste Übertragungsart bei sozialen Wirten), hat einen hohen Ausstoß aus dem Wirt, ist solide evasiv, halbwegs passabel gegen Umwelteinflüsse gerüstet und schränkt den Wirt in den ersten Tagen der Verbreitung gar nicht ein, sondern kaschiert sehr gut seine Infektion. Ihn nach 14 Tagen umbringen ist nun wirklich kein Schaden für die Verbreitung des Virus, ganz im Gegenteil: Das Immunsystem ist nach wenigen Tagen auf Volllast und damit eine Gefahr für das Virus - es zu zerstören (was SARS-CoV-2 durch Zytokinsturm recht effizient schafft, wenn es im Wettlauf nach einer Woche noch die Oberhand behält) bedeutet noch ein paar Tage länger andere Wirte anstecken können, insbesondere weil seine neue Wirtsspezies sehr sozial ist, d. h. die Individuen kümmern sich um ihre Kranken, insbesondere wenn es diesen wirklich schlecht geht, und sind damit leichte Beute.
 
Das ist wohl erst der Anfang:

Die EM ist wohl das größte Superspreader Event dieses Jahr. Beim nächsten Lockdown werden aber wieder die Kneipen als erstes geschlossen. Werden dann wieder als die größten Pandemie-Treiber hingestellt.
Frage mich wie viele Geldkoffer den Besitzer gewechselt haben um die EM statt finden zu lassen.
 
Ein etwas längerer Twitter-Thread zur Delta-Variante in Singapur, wo sie sehr gut tracen:

Es zeigt sich, dass doppelt Geimpfte trotzdem übertragen können, wobei es Unterschiede gibt, ob sie symptomatisch oder asymptomatisch sind. Asymptomatisch und doppelt geimpft endet einen Ansteckungsstrang.
 
Frage mich wie viele Geldkoffer den Besitzer gewechselt haben um die EM statt finden zu lassen.
Vermutlich unnötig, es sind schließlich bald Wahlen.

Erfolgreiche Pandemiebekämpfer hatten durchwegs 1-3 der folgenden Eigenschaften:
1. Sie sind eine Insel
2. Sie haben eine praxis-erprobte Epidemie-Bekämpfungsinfrastruktur
3. Sie sind autoritär und nehmen es mit Datenschutz und Bürgerrechten nicht ganz so genau


Israel ist z.B. ein spannendes Mischwesen. Keine Insel im geografischen Sinne aber in der Theorie erst einmal vergleichbar. Haben keine Epidemie-Infrastruktur, aber ist ein autoritärer Staat mit viel Überwachungs- und Kontrollinfrastruktur. Die haben zeitweise ganz gut durchgehalten.
Zu Australien kann ich nichts sagen, die sind ja 'nur' eine Insel, so wie Neuseeland auch, welches aber wiederum natürlich eine sehr kleine Insel ist. Jedenfalls dürfte klar sein, dass wir uns weder mit Neuseeland noch mit China vergleichen können, da wir einerseits keine Mini-Insel sind und andererseits kein.. naja, kein China.
 
Isreal ist deshalb ein Überwachungsstaat, um sich vor Anschlägen zu schützen. Ist nicht unbedingt autoritär.

Und die haben in Israel geimpft was das Zeug hält.
Ohne die 6 Formulare die man hier ausfüllen muss. Und ohne dieses Rumgehampel mit Alter, warten auf Berechtigung, warten, dass die Server zur Anmeldung laufen, etc.
Da wurde in Bars und Restaurants geimpft, man konnte auf dem Heimweg nach Resten fragen und bekam dann welche und in Unternehmen wurde auch reingesemmelt.
Was da jetzt an Neuinfektionen kommt, ist aus den Schulen und Kitas. Das kommt auch noch auf uns zu.
 
Die Regelungen kommen ja unter anderem aufgrund des Mangels an Impfstoff. Das ist schon auch nicht ganz zu vergleichen.
Israel hat zwar knapp 60% voll geimpft, das aber mit gut 5Mio Dosen.
Wir wind bei 37% voll mit 31Mio Dosen.

Und Deutsche will ich sehen - wenn man dich in Bars und Restaurants impfen lassen könnte. Die Schlagzeilen und Beschwerden über problematische Hygiene, Personen die den verklagen der geimpft hat da ihm der Arm weh tut und der evtl. nicht genügend geschult war...
 
Ich werde nächsten Mittwoch meine zweite Biontech mitnehmen und die Stiko einen guten Mann sein lassen. Dass sind zwar nur vier Wochen Abstand und nicht sechs, wie von der Stiko empfohlen, aber die Beurteilungen der Wirkung beruhen sowieso auf 3 Wochen Abstand.

Oder hab ich da was falsch verstanden?
 
@one:

Ich wurde am Anfang noch im 3 Wochen Rhythmus mit Biontech geimpft.

Der Impfabstand soll laut Europäischer Arzneimittelkomission zwischen 3 Wochen (optimal) und 6 Wochen (maximal) betragen. Damit möglichst viele Menschen schon mal eine Erstimpfung erhalten können, wird in den Impfzentren und bei vielen Hausärzten jetzt ein Abstand von 6 Wochen bis zur zweiten Dosis angesetzt.
 
Ja, das ergaben meine Recherchen auch. Die Stiko hat die Abstände offensichtlich gesetzt um genügend Leuten die Erstimpfung zur Verfügung zu stellen. Leider ist das Internet dahingehend voll von Informationen, die genau diesen Umstand nicht erwähnen. Man findet betreffs Biontech immer nur die 6 Wochen. Daher meine "Schlaumache" wie der Hersteller eigentlich getestet hat.

Egal, nächsten Mittwoch in zwei Wochen ist der Semmel erstmal soweit durch.
 
Toll. Jetzt empfiehlt die Stiko für AstraZeneca Impflinge die 2. Impfung wegen Delta mit einen mRNA-Impfstoff wie BioNTech oder Moderna durchzuführen.
Abstand wäre dann 4 statt 9-12 Wochen.

"Die STIKO hob hervor, es sei angesichts der deutlich ansteckenderen Delta-Variante wichtig, die zweite Impfstoffdosis „zeitgerecht wahrzunehmen"

Jetzt frage ich mich natürlich, ob die Warteschlange für BioNTech oder Moderna nicht so lang ist, daß, wenn man dann dran ist, es da auch schon Zeit für die 2. AstraZ Impfung wäre, es also gar keinen zeitlichen Vorteil gibt.

Die Expertinnen und Experten begründen diesen Rat damit, dass die Immunantwort nach dem Verabreichen von zwei verschiedenen Präparaten – erst Vektor-, dann mRNA-Impfstoff – der Immunantwort nach zwei Dosen AstraZeneca „deutlich überlegen“ sei

Bedeutet das jetzt, daß das einfach nur noch besser ist, oder daß AstraZ im Hinblick auf Delta unzureichend ist?

Ich könnte ja mal bei meiner Ärztin nachfragen. Ach ne, da sind ja gerade Betriebsferien.
 
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