Das Problem ist nicht, dass es Maßnahmen gibt. Das ist in einer Pandemie unerlässlich. Das Problem ist vielmehr die Art und Weise vieler Maßnahmen und vor allem die Zeitdauer. Gerade letzteres ist es, was die Menschen kaputt macht, gepaart mit der Ungewissheit.
Die Tatsache dass wir nun mit Wischiwaschimaßnahmen letzten Winter über ein halbes Jahr Lockdown geschoben haben. Die Tatsache, dass wir gerade voll dabei sind, wieder in den selben zermürbenden Lockdown zu rauschen. Die Tatsache, dass sich mit der aktuellen Regelung kaum noch jemand so wirklich auskennt und man Angst haben muss, irgendwas falsch zu machen, was einem nicht auf den ersten Blick als "gefährlich" vorkommt, wie z. B. letztes Jahr um 22:00 Uhr draußen zu sein. Und nicht zuletzt die Tatsache, dass wir es viel besser haben könnten, wäre bereits im September eine Impfpflicht beschlossen worden, was überhaupt kein Problem gewesen wäre.
Nein, stattdessen hat unsere Politik den üblichen Lagerkampf wegen der Wahl abgezogen und wertvolle Zeit verschwendet. Stattdessen wird die Umsetzung der Impfpflicht über die Hintertür an die Arbeitgeber, Gastwirte, etc. übergeben, die so deutlich mehr Aufwand und weniger Gewinn haben. Stattdessen werden Regeln beschlossen, so verworren und ständig geändert, dass sie kaum noch jemand versteht.
Wir bekommen in diesem Land gefühlt bald gar nichts mehr hin. Früher wurde ein Atomkraftwerk gebaut, wenn bestimmte Politiker der Meinung waren, dass es sinnvoll wäre (ob das jetzt richtig war oder falsch, ist jetzt gar nicht das Thema). Aber heutzutage schaffen wir es ja schon bald nicht mehr, ein verdammtes Windrad zu bauen, weil überall ein paar Hanseln protestieren müssen.