Bundestagswahl 2013

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es ist ganz simpel. ohne mindestlohn wird es in deutschen grossstädten sehr bald zu argen problemen kommen. die mieten steigen unaufhaltsam und die einkommen für 'niedere' jobs sinken ins bodenlose. wie soll ein mitarbeiter von penny denn diese mieten bezahlen? er kann auch nicht aus der stadt rausziehen, da er sich bei den benzinpreisen einen arbeitsweg nicht leisten kann. wer füllt dann noch die regale auf und was essen die gutverdiener dann, geldscheine?

- die beitragsbemessungsgrenze muss abgeschafft werden, damit die, die wenig verdienen entlastet werden können
- die einkommenssteuer bei einkommen in zehnfacher höhe des hartz4 satzes muss drastisch nach oben gesetzt werden, damit ein jeder motiviert ist, dass die ärmsten auch was zum leben haben
- ein mindestlohn auf den monat gerechnet ist notwendig und nicht nur ein stundenbasierter, da ansonsten viele jobs auf ein neues aufgesplittet in teilzeit und aushilfe
- steuern sind an die staatsangehörig zu binden, damit gäbe es keine abwanderung.
- man sollte ernsthaft über einen maximallohn nachdenken, da kein mensch so deutlich mehr leisten kann wie ein anderer wie es momentan ist. beider lebenszeit ist und bleibt lebenszeit
- unternehmen haben ihre steuern am ort der umsatzgenerierung zu zahlen, kann doch nicht sein, dass starbucks, apple und co. keine steuern zahlen?!
- krankenversicherung gehören zusammengeführt und private krankenversicherungen abgeschafft
- grundbedürfnisse wie strom, wasser, gas, internet, öffentliche verkehrsnetze, krankenhäuser und BANKEN gehören in staatliche hände
- ebenso wäre eine nicht-konsumsteuer mal was tolles. ab einem einkommen von x wird eine steuer erhoben für geld, welches im folgemonat nicht ausgegeben wurde.
- steuern für unternehmen müssen nach ort des unternehmenssitzes bemessen werden. ein china hersteller zahlt hier mehr steuern auf seine gewinne als ein hersteller, der in deutschland herstellt.
 
Was meint ihr? Wer wird der CDU am meisten nahe kommen für eine Koalition? Grüne oder SPD?
 
- die einkommenssteuer bei einkommen in zehnfacher höhe des hartz4 satzes muss drastisch nach oben gesetzt werden, damit ein jeder motiviert ist, dass die ärmsten auch was zum leben haben

Hä? Wo bitte soll die Motivation sein, wenn du ein Durchschnittseinkommen höher besteuern willst? Ich falle in deine Kategorie und kann dazu nur sagen - Finger weg von meiner Kohle - reicht nämlich auch für mich gerade so.

Um dann mal den Bogen wieder zum Thema zu schlagen - welche Partei würde denn deine Steueridee umsetzen wollen? Das kann doch nicht ernst gemeint sein, denn das zehnfache das Harz4 Satzes ist immer noch Durchschnitt. Also Mittelschicht - und die Kotzt ja schon ab weil Lebenserhaltungskosten steigen und Löhne nicht adäquat angepasst werden.

@Destiny - 14 Stunden am Tag schuften war hier auch nicht gemeint, sondern einfach nur der Vollzeitjob der einem das Leben sichert. Nach der Uni habe ich auch Hartz4 bekommen und es war die Hölle. Wirtschaftlich und Privat war das eine Starre und UNfreiheit - das möchte ich nie wieder haben. Seit ich arbeite, bin ich in meinen Entscheidungen freier, kein Amt kann mir was, und in meiner Freizeit kann ich mir Leben leisten. Das nenne ich Freiheit durch Arbeit.


Evillive ist der einzige der nochmal (indirekt) auf mein Posting von heute Nachmittag eingegangen ist. Staatliche Einmischung in das Lohnniveau ist nicht gut. Sowohl bei der Lohnhöhe, als auch der Festsetzung von MArktpreisen für Waren/Dienstleistungen. Jeder Mensch in einem Wirtschaftssystem hat auch eine gewisse Pflicht - und zwar sich selbst zu achten und wertschätzen. Wer ist denn Schuld? - Der Arbeitgeber der Dumpinglöhne zahlt, oder der Arbeitnehmer der sich für diesen Lohn verpflichtet? Man kann doch ganz klar sagen - nein - unter 10 Euro gehe ich nicht arbeiten. Die Branchen die dann jammern das sie das nicht bezahlen können, brechen dann eben weg. Erinnert ihr euch noch an die Demo letztens, als die Böttcher protestiert haben, weil keiner mehr ihre teuren Handgefertigten Fässer mehr kaufen wollten? Nein? Tja, die gabs auch nicht - das Handwerk ist einfach ausgestorbenw eils wirtschaftlich unrentabel war. So waht, das passierte schon immer, und wirds auch weiter geben. Ich sehe es nicht ein, mit Steuergeldern unwirtschaftliche Unternehmen zu retten, bzw denen billige Arbeitskräfte zu finanzieren. Eine Unsitte der Neuzeit, das plötzlich jeder Unternehmer Hilfe haben möchte, weil er sein Unternehmen an die Wand gefahren hat. Für die Angestellten tuts mir leid, und ich wünsche ihnen das sie schnell in einem anderen Unternehmen unterkommen - aber nicht mit Finanzhilfe durch Steuern. Jede Stelle muss sich alleine Tragen können. Und wer dann einen Job annimmt, bei dem es 4 Euro Brutto gibt -und er damit nicht auskommt, der hält dieses System mit am laufen.
Es müssen einfach die Sanktionen abgeschafft werden, damit H4ler nicht gezwungen sind solche Jobs anzutreten. Staatlich am Preis mit zu arbeiten ist das allerletzte. Noch haben wir unsere Quasi-Demokratie - aber was wird wenn der Staat überall seine Finger drin hat, und es kommen in den Nächsten Generationen von Politikern ein paar Knallköppe an die Macht, die hier wieder ne Planwirtschaft installieren. Klares Nein! Jeder Bürger soll selbst über seinen Mindestlohn entscheiden DÜRFEN - ohne das ihm seine Grundsicherung weggenommen wird. Ich glaube es ist Motivation genug aus H4 raus zu kommen, da muss man die Leute nicht noch mit Knechtschaft gängeln. Und soweit isses bei uns schon - die Leute greifen nach jedem Strohhalm und lassen es mit sich machen. Ich hab bei uns in der Firma Bewerbungsgespräche mit angehört - die Leute da nennen gewünschte Bruttogehälter, da fragt man sich ob die überhaupt rechnen können. Das würde vorn und hinten nicht reichen - aber aus Angst die Stelle nicht zu kriegen, verkaufen sie sich weit unter Wert. Der Chef freut sich - ich kotze ab, weil meine Steuern das Gehalt des Kollegen subventionieren, wenn er aufstockt. Zum Glück ist es unsere Firmenpolitik keine Gehälter unterhalb eine vernünftigen Summe zu zahlen. Man hat ja auch als Firma ein Image zu wahren. Anderswo läuft das nicht so - und es wird die billigste Human Resource eingekauft. Die Forderung an die Politik ist ganz klar: Arbeitnehmer schützen und in ihrer Entscheidung "nein" zu nem Job zu sagen unterstützen. Die Gehälter verhandeln jedoch AG und AN.
 
Mehrere SPD-Landesverbände haben sich wohl schon gegen eine Neuauflage der großen Koalition positioniert. Vllt. mal eine dumme Frage. Würdet ihr es der SPD überl nehmen, wenn sie doch noch Wortbruch begehen und zusammen mit Der Linken und den den Grünen einen Machtwechsel einleiten?
 
@Psycho Mantis
Wegen dem was sie verbieten wollen oder ihren Steuerplänen?

@ DerMitleser
Bin auf jedenfall gespannt, ob das beim Parteikonvent angesprochen wird.
 
Eigentlich wegen dem was sie schon getan haben - ich bin leidenschaftlicher Autofahrer UND Naturschützer. Die Grünen sind von ÖKO soweit weg wies nur geht. Doppelmoral finde ich Scheiße. Mal Gucken wie sich in den nächsten 4 Jahren geben und was ihr Programm ist.
 
Finger weg von meiner Kohle - reicht nämlich auch für mich gerade so.

dementsprechend müsstest du ja für eine drastische erhöhung von hartz4 sein, wenn du von deinem lohn gerade so leben kannst. wie soll das deiner meinung nach dann mit einem zehntel funktionieren?



da du dich nicht daran erinnern kannst, frische ich dein gedächtnis auf, damit du weisst, was ich von dir halte:
http://ngb.to/threads/2362-Fernseh-Duell-Merkel-Steinbrück?p=68729#post68729
 
dementsprechend müsstest du ja für eine drastische erhöhung von hartz4 sein, wenn du von deinem lohn gerade so leben kannst. wie soll das deiner meinung nach dann mit einem zehntel funktionieren?

Du würdest es mit Deinem Programm doch glatt noch schaffen, dass die BRD von der Welthungerhilfe untersützt werden muss.

Die Arbeiter von Daimler, Audi und Porsche gehen stempeln, weil sich die Schlitten keiner mehr leisten kann. Der private Wohnungsbau entfällt vollkommen, weil die Leute das Geld fürs Bauen oder für Eigentumswohnungen nicht mehr zusammenkratzen können, Massenarbeitslosigkeit usw.
 
@Destiny - 14 Stunden am Tag schuften war hier auch nicht gemeint, sondern einfach nur der Vollzeitjob der einem das Leben sichert. Nach der Uni habe ich auch Hartz4 bekommen und es war die Hölle. Wirtschaftlich und Privat war das eine Starre und UNfreiheit - das möchte ich nie wieder haben. Seit ich arbeite, bin ich in meinen Entscheidungen freier, kein Amt kann mir was, und in meiner Freizeit kann ich mir Leben leisten. Das nenne ich Freiheit durch Arbeit.

Bloß das tut es bei vielen nicht, sonst hätten wir nicht so viele Aufstocker und es werden immer mehr.

Wegen der Abschaffung der Sanktionen gebe ich dir recht. Eigentlich dürfte es die gar nicht geben, da ja damit das im GG verankerte Existenzminimum unterschritten wird. Minimum bedeutet ja schon das Minimalste. Und weniger als minimal ist fast gar nix mehr.

Mit Schwarz/Grün oder Rot wird das nix. Da wird sich noch mehr verschlechtern für die Bevölkerung der unteren Einkommen.
 
[...] Man kann doch ganz klar sagen - nein - unter 10 Euro gehe ich nicht arbeiten.[...]
Das kann man, darf man aber soweit ich weiß nicht. Wer arbeitslos ist und z.B. Hartz-IV bezieht, kann sich nicht aussuchen für wie viel er arbeiten geht.
Andere Menschen haben inzwischen so viel Angst davor in Hartz-IV zu geraten, dass sie auch für 5-6 Euro im Callcenter arbeiten gehen, Hauptsache man muss nicht zum Amt.
Das ist die Kehrseite. Selbst eine gute Bildung ist heute keine Garantie mehr für einen angemessen bezahlten Job oder überhaupt einen Job.
 
Das kann man, darf man aber soweit ich weiß nicht. Wer arbeitslos ist und z.B. Hartz-IV bezieht, kann sich nicht aussuchen für wie viel er arbeiten geht.
Andere Menschen haben inzwischen so viel Angst davor in Hartz-IV zu geraten, dass sie auch für 5-6 Euro im Callcenter arbeiten gehen, Hauptsache man muss nicht zum Amt.
Das ist die Kehrseite. Selbst eine gute Bildung ist heute keine Garantie mehr für einen angemessen bezahlten Job oder überhaupt einen Job.

Viele verzichten auch auf das Aufstockergeld und nehmen ggfl. ein niedrigeren Wohngeldzuschuss anstatt aufstocken zu lassen, damit sie nicht mehr den Repressalien des Amtes ausgesetzt sind. Deshalb haben viele auch 2 oder 3 oder 4 Jobs nebeneinander.

Dass solch eine Belastung früher oder später auf die Gesundheit schlagen wird, wissen die Leute, trotzdem machen sie es und arbeiten auch für einen Minimallohn auch in Callcentern in unregelmäßigen Schichten und am Wochenende.




P.S. Steuererhöhungen (Einkommenssteuererhöhung für höhere Einkommen) werden nicht mehr ausgeschlossen von der CDU bezüglich einer Koalition mit SPD oder Grünen. Da wissen wir ja noch, was beim letzten Mal bei rum kam - eine Mehrwertsteuererhöhung von 3 %. Obwohl CDU nur 2 % wollte und SPD 0 %. Ob jetzt wirklich die Einkommenssteuer für höhere Einkommen angehoben wird - ich glaub es nicht. Eher gibt es eine weitere Mehrwertsteuererhöhung, womit schon liebäugelt wurde - auf 21 %.
 
Ein taktischer Zug von CDU/CSU auf den schon die FDP reingefallen ist: Vor der Wahl behaupten man wolle irgendwas oder irgendwas nicht (aber eigentlich will man natürlich das Gegenteil), nach der Wahl einen Koalitionspartner suchen der das eben vertritt und ihm in diesem Punkt - natürlich gezwungenermaßen - entgegenkommen.
Aktuell ist es eben die Steuererhöhung.
CDU/CSU zieht sich fein aus der Affäre und die Konsequenzen (wütende Wähler, obwohl es die Union war, die das Wahlversprechen brach) hat die Koalitionspartei zu tragen.
Interessanterweise funktioniert das offenbar nie andersherum. Bricht die Koalitionspartei ein Versprechen um mit der CDU/CSU klarzukommen, bleibt sie trotzdem der Arsch, nicht die Union.

Ich bezweifle jedoch, dass es tatsächlich der Spitzensteuersatz sein wird. Das würde mich sehr wundern.
 
Oh ja, der Gag zieht immer noch.
"Wählt mich, denn die anderen wollen nur an dein Geld. Ich niiiicht". Ich wette, den hatten schon die alten Griechen drauf.
Wie bezeichnend ist es wohl im Hinblick auf die Ernsthaftigkeit der eigenen politischen Position, wenn eine Partei schon vor den Koalitionsverhandlungen mit der Aufgabe des eigenen Standpunktes winkt?
 
Euch ist schon bewusst, dass wir mittlerweile das eifgentliche Thema dieses Threads völlig außer Acht lassen und eine Grundsatzdiskussion führen? Kommt doch bitte mal wieder zum Thema zurück, sonst werde ich hier schließen!

vielleicht wäre es besser Teile des Threads einfach in einen "Mindestlohn"-Thread zu verschieben.

Wobei ich schon finde, dass es hier um viele andere Sachen geht.
Zur Wahl 2013 gehört vieles, aber halt auch diverse Wahlversprechen und Kernpunkte der Wahlprogramme.
 
vielleicht wäre es besser Teile des Threads einfach in einen "Mindestlohn"-Thread zu verschieben.

Wozu denn. Sind doch immer die gleichen Beiträge, die bei diesem ausgelutschten Thema kommen. Ich sehe hier keinen Beitrag mit so großen Seltenheitswert, dass er in den Mindestlohnthread hinübergerettet werden müsste.
 
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