Wie man's nimmt. Heute sind die Rosen selbst spottbillig, sie werden aus Afrika eingeflogen. Dass ich sie mir überhaupt leisten kann, liegt daran, dass die Beschäftigten auf den Rosenfarmen wirklich am absoluten Existenzminimum herumkratzen. Früher, als die Rosen im Winter nach aus dem Treibhaus des Gärtners kamen, hätte ich mir keine leisten können. Rosenim Winter waren früher unerschwinglicher Luxus.
Ungerecht? Natürlich. Aber: Wenn die Rosen so teuer wie früher wären und ich mir keine leisten könnte, hätten die Beschäftigten auf den Rosenfarmen nicht ungleublich wenig Geld, sondern gar keins. So ist die Welt. Wäre schön, wenn sie anders wäre, ist sie aber nicht.
Ach ja, dann war da noch die Floristin. Ehrlich gesagt: Die brauche ich nicht. Ich brauche die Blumen, richten kann ich sie mir selber.