Nein, aber angesichts der Rechtslage genau genommen unausweichlich und zu erwarten.
Wer glaubt, dass es Jugendschutz geben würde, nur weil das Zeug legal wird, ist entweder dumm oder naiv.
Hier würde eine einfache bis mittlere Transferleistung möglicherweise den Gesamtzusammenhang beleuchten. Cannabis wird legal verkauft -> Keine Ertragsmöglichkeiten für Kriminelle -> Schwarzmarkt bricht zusammen (s. USA) -> Konsequenz: selbst der unvermeidbare Teil des Grases, der den Weg zu Jugendlichen findet (vor 30 Jahren, vor 20 Jahren, vor 10 Jahren, heute und in beliebigen Zeitabständen in der Zukunft), ist sauber & nicht mit Sand, Zucker, Glasstaub oder Schlimmerem gestreckt -> Jugendschutz. Wie Du ganz richtig erkannt hast, muss man für diese Erkenntnis dumm oder naiv sein.
Das Zeug würde weiterhin illegal in den Parks verkauft werden und selbst wenn es dort nicht mehr vertickert werden würde, dann würden die Dealer halt auf härtere Sachen umsteigen.
Nein, warum auch? Sobald keine Gewinne mehr locken und der Rechtsbruch damit wirtschaftlich uninteressant geworden ist, wird Cannabis nicht mehr illegal verkauft - und wenn doch, dann der nicht verseuchte Stoff. Da Du ja mit Deiner offensichtlich breiten Basis an Fachwissen schon weißt, dass der gesamte Weltdrogenhandel ausschließlich über den illegalen Verkauf von Cannabis finanziert wird, sollte das Ergebnis unter Erbringung einer weiteren Transferleistung eigentlich klar sein.
Gerne eine legale Abgabe für Schmerzpatienten (wo normale Medis nicht mehr helfen, etwa bei Krebs im fortgeschritten Stadium...)
Jawoll, sehr gut!
- aber nicht für alle Bürger.
Nein, nur für alle Mündigen.
Wer übrigens meint, das mit dem Jugendschutz in Sachen Kiffen wird funktionieren - nun ja, bei Alkohol und Zigaretten funktioniert es auch nicht. Wieso sollte es also hier funktionieren?
Oha, touché! Die Kids saufen selbst Gebrannten und werden blind, weil der Staat sich das Alkoholmonopol nicht... oh wait...
Jetzt mal auf einer sachlichen Ebene: Du gehst - wie jeder ohne Sachverstand (ist nicht persönlich gemeint) - von der völlig irrigen Annahme aus, dass die Kriminalisierungs- und Prosektutionsmethode irgendwann zum Erfolg (niemand nimmt mehr Drogen) führen würde.
Das ist falsch.
Viele Staatsgefüge haben das in den letzten ~70 Jahren versucht, alle sind gescheitert. Davon ausgehend, bleiben nicht viele Alternativen, oder?