Ob nun jemand Kiffen will oder nicht, sollte meiner Meinung nach jeder selbst entscheiden dürfen und müssen, der mündig ist. Es gibt genügend alternative Rauschmittel, die weitaus bedenklicher sind, jedoch schlechter kontrolliert werden. Dabei spielt es keine Rolle, ob ich persönlich für oder gegen den Konsum von Cannabis bin oder nicht. Es geht mich doch nichts an, was sich andere an weichen Drogen in den Körper jagen und was nicht. Sinnvolle Gesetze wären hier in der Richtung angebracht, dass sich der Konsum auf keine dritten negativ auswirken kann. Beispielsweise im Straßenverkehr. Meinetwegen auch bezugnehmend auf die Tauglichkeit bei der Arbeit. Wobei das eigentlich zum gesunden Menschenverstand zählen sollte. Ich habe es schön öfter gesehen, dass die halbe Belegschaft mit Restbrand vom Wochenende zur Arbeit erscheint. Manch einer nicht einmal fahrtauglich. Das ist paradoxerweise aber gesellschaftlich anerkannter, als es sein sollte. Solange die, die es nicht wollen, damit in Ruhe gelassen werden, sehe ich keinen logischen Grund dafür, jemand bezüglich der Entscheidung ob eine Tüte geraucht wird oder nicht, entmündigen zu müssen. Bedeutend wichtiger ist da aus meiner Sicht eine solide Aufklärung. Gern auch bereits in frühen Schuljahren. Ein rechtzeitiges und intensives Sensibilisieren schult sehr wahrscheinlich eher den
vernünftigen Umgang mit Gras als eine Pauschalabwehrhaltung mit Scheuklappen auf den Augen. Ich habe hier nun auch schon mehrfach gelesen, dass das Jugendschutzgesetz nicht funktioniert. Das ist ehrlich gesagt Quatsch. Zu meiner Schulzeit beispielsweise wurde an jeder Bushaltestelle geraucht. Da waren die Kids häufig definitiv noch keine 16 (was zu der Zeit noch die Grenze war). Die Kippen waren für jeden am Automaten verfügbar. Auch da war Rauchen unter den Kids (sicherlich u.a. dank mangelnder Aufklärung) deutlich cooler als heute. Natürlich finden die Jugendlichen hier und da immer mal einen Weg, dass doch zu probieren. Aber das ist bei Weitem nicht mehr so häufig zu beobachten, wie noch vor 15 Jahren. Und da hat die Entwicklung des Jugendschutzgesetzes der letzten Jahre sicherlich seinen Beitrag geleistet. Natürlich ist das Jugendschutzgesetz nicht perfekt und keine allumfassende Waffe im Kampf gegen die schädlichen Süchte, jedoch pauschal zu sagen, dass es nicht funktioniert, ist in dem Fall wirklich Unsinn. Zusätzlich kann man auch mal Alkohol in gewissen Punkten mit Cannabis gegenüberstellen. Es gibt keine handfeste Statistik über Gewaltakte nach dem Konsum von Cannabis. Es gibt keine handfeste Statistik über durch Cannabis induzierte Todesfälle. Und das obwohl Kritiker schon ewig versuche, da etwas hieb- und stichfestes auf die Beine zu bekommen.
Schau mal
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