Drogenpolitik

Der Staat sollte den Bürger vor dem Staat schützen , nicht vor sich selbst. Die Anschnallpflicht konnte ich damals auch nicht nachvollziehen.
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Helmpflicht etc. alles das gleiche.
ganz einfach, viele Menschen sind so dumm dass man sie tatsächlich vor sich selbst schützen muss.

Halte ich für ein Gerücht. Ich hatte im Alter von 16 - 18 Jahren Phasen, in denen ich relativ regelmäßig (also mindestens jedes Wochenende und manchmal auch dazwischen) Joints (bzw. Pfeife) und Shisha geraucht habe. Beides enthält Nikotin. Trotzdem habe ich weder während noch nach dieser Phase mal einen besonderen Bedarf nach Tabak gespürt.
Ich gebe zu, dass ich zwischenzeitlich schon ziemlich hinter Gras her war....

das du dann pur geraucht hast oder mit Nikotintabak...?
 
Bisschen OT:
Die Gurtpflicht wurde in Deutschland mit einem "Trick" legitimiert.
Die Gurtpdlicht ist in der Tat eine Einschränkung der Bürger nach Artikel 2 des Grundgesetzes, ABER es ergibt sich auch die Pflicht der Hilfeleistung.
Wer angegurtet ist, der bleibt bei einem Unfall eher in der Lage, anderen zu helfen. Nicht wegen einer Eigengefährdung ist die Gurtpflicht rechtens, sondern wegen einer möglichen verpflichtenden Hilfeleistung.
Ziemlich krumme Argumentation, aber sie hatte Bestand.

Das Bundesverfassungsgericht (BVerfG) verwarf Verfassungsbeschwerden gegen die bußgeldbewehrte Gurtanlegepflicht – beispielsweise mit Beschluss vom 24. Juli 1986 (Az. 1 BvR 331/85). Die Argumentation erinnert dabei an Lisken: Kraftfahrer schadeten nicht nur sich selbst, wenn sie mangels Gurt verletzt würden. So könnten sie etwa nicht mehr am Unfallort helfen.


Einen Bann von Drogen mit der Gurtpflicht zu untermauern, ist demnach nicht logisch, da kein Konsument anderen Hilfe zukommen lassen muss.
 
Zuletzt bearbeitet:
Man ist in Notfällen aller Art zur Hilfe verpflichtet. Notfälle können jederzeit eintreten, nicht nur im Verkehr. Auch als Fußgänger kannst du dieser Verpflichtung stoned nicht mehr (ordentlich) nachkommen.
 
Und unter dem Einfluß von Crystal Meth u.U. sogar besser als ohne.
 
Ich finde den Vergleich ganz lustig:

Der Staat traut uns zu;

- Autos zu fahren, dabei sterben täglich Menschen in Verkehrsunfällen
- Kettensägen, Messer und Äxte zu benutzen die tödlich Verletzungen verursachen können.
- Küchengeräte wie Mixer und Püriergeräte die schnell mal einen Finger kosten können.
- Explosive, stark ätzende und hoch gifitge Chemikalien zu kaufen als Form von Wasch, Putz und allg. Reinigungsmitteln oder Rattengift, Dünger.
- Gasgrille, Gasofen, Gasflaschen zu benutzen die hoch explosiv und gifitig sind.
- Kamine und Anzünder zu benutzen, die das ganze Haus abbrennen können.
- Giftige und gefährliche Haustiere zu halten.
- Medikamente, Lebensmittel und Genussmittel zu kaufen, die nicht verschreibungspflichtig und freiverkäuflich sind und bei zu hoher Dosis tödlich sind.

usw.

Aber es ist zu schädlich und gefährlich einen Joint zu rauchen? ...? ...
 

Kennst du den abschnitt des Waffengesetze, in dem dir ein Dolch verboten - ein Küchenmesser jedoch erlaubt wird? ;)
 
Man ist in Notfällen aller Art zur Hilfe verpflichtet. Notfälle können jederzeit eintreten, nicht nur im Verkehr. Auch als Fußgänger kannst du dieser Verpflichtung stoned nicht mehr (ordentlich) nachkommen.
Dein Arguiment in Richers Ohr und wir laufen selbst in unseren Wohnungen mit Helmen, Schwimmhilfen und angeklebtem Headsets herum. ;)
 
Auch ein gutes Beispiel für vollkommenen Realitätsverlust. Man darf ein Katana (Samuraischwert) kaufen. Man darf Japanische Sushi-Messer kaufen die so scharf sind, das man damit ganze Telefonbücher mit Leichtigkeit durchschneiden kann. Skalpelle und Rasierklingen die so scharf sind, dass man sich damit hauchfein rasieren kann.Aber Dolche und Balisongs sind sooooo schlimm. Denn ein schnitt und ein Stich mit rinem Dolch ist natürlich um 1000x mal lebensbedrohlicher als der mit jedem anderen genau so scharfen Messer, wer weiss das den bitte nicht? ...nicht.

Die Relationen stimmen manchmal nicht. Ich frage mich auch, ob solche Dinge nicht nur aus puren Imagegründen verboten sind. Uh.. Ein Dolch, wurde damit nicht in jedem Krimi damit jmd. Getötet?.. ach lass uns das doch dann einfach verbieten.

Bie Cannabis kann man es noch nachvollziehen. Dahinter steht die Lobby: Pharma, Tabbak und Alkohlfirmen, Holz und Textilindustrie und noch die jahrelange Hirnwäsche der Gesellschaft wie: "Kinder, wenn ihr Hanf raucht, dann habt ihr die Nadel schon im Arm, ihr seid nutzlos und werdet für immer Arbeitlos und unglücklich sein, wenn ihr deshalb nicht gleich sterben werdet...blablabla.."

Ich empfinde das jetztige Btmg als teilweise vernünftig aber stark Verbesserungswürdig. Gewisse Opiate, Amphetamine usw. sollten immer unter Kontrolle und Aufsicht stehen.Ausserdem ist diese Heroin spritzerei und diese auf crack/meth umher wandelte Zombies einfach nur ekelhaft. Ich kann auch nicht verstehen wie man als Süchtiger trotz Sucht so rücksichtlos sein kann und seine blutverschmierten Spritzen an Kinderspielplätzen, Hausfluren ode WC Becken liegen lassen kann. Das ist nicht nur unschön, sonder damit werden auch Krankheiten liegen gelassen.
 
wofür sind denn Sushi Messer und Rasierklingen gedacht?
Und was ist der Anwendungszweck eines Dolchs oder Balisongs?
Ist ein Sushi-Messer oder eine Rasierklinge eine Stichwaffe?

Warum siehst du in dem Bereich dringenden Handlungsbedarf?

....Ausserdem ist diese Heroin spritzerei und diese auf crack/meth umher wandelte Zombies einfach nur ekelhaft.

anderer finden es ekelhaft den Konsumzombies beim umherwandeln in der Einkaufsmeile zuzuschauen, wieder andere finden es ekelhaft die Egozombies jeden Tag auf Arbeit zu sehen.

... Ich kann auch nicht verstehen wie man als Süchtiger trotz Sucht so rücksichtlos sein kann und seine blutverschmierten Spritzen an Kinderspielplätzen, Hausfluren ode WC Becken liegen lassen kann....

das ist sicher richtig.
Ich finde es auch rücksichtslos das Menschen überall ihren Müll hinwerfen müssen und ihre Hunde alles vollkacken lassen.
Und das meist völlig nüchtern und zurechnungsfähig.

Gewisse Opiate, Amphetamine usw. sollten immer unter Kontrolle und Aufsicht stehen.

wie meinst du das?
Medikamente stehen heute schon unter Aufsicht, du musst sie dir vom Arzt verschreiben lassen und bekommst sie nur in der Apotheke.
Welche Aufsicht hättest du denn gerne?
 
Dein Arguiment in Richers Ohr und wir laufen selbst in unseren Wohnungen mit Helmen, Schwimmhilfen und angeklebtem Headsets herum. ;)
Ich kenne deine Wohnung nicht, bei mir brauchst du weder Helm noch Schwimmweste.



Bie Cannabis kann man es noch nachvollziehen. Dahinter steht die Lobby: Pharma,
Was hat die Pharmalobby gegen Cannabis? Das ist mir neu. Die würden es bestimmt auch gern verkaufen.



anderer finden es ekelhaft den Konsumzombies beim umherwandeln in der Einkaufsmeile zuzuschauen, wieder andere finden es ekelhaft die Egozombies jeden Tag auf Arbeit zu sehen
An deren Nadeln stechen sich meine Kinder nicht. Deine Beiträge in diesem Forum sind eine Zumutung. Ich blende die aus.
 
wofür sind denn Sushi Messer und Rasierklingen gedacht?
Und was ist der Anwendungszweck eines Dolchs oder Balisongs?
Ist ein Sushi-Messer oder eine Rasierklinge eine Stichwaffe?
Der zweck Teil stimmt, der Teil mit Stich nicht.

Warum ich das Waffengesetz einbrachte:
Es ist ziemlich vergleichbar.

Es gibt Erlaubte Gegenstände:
Taschenmesser

Es gibt Teil-Erlaubte Gegenstände:
Zweckgebundene Messer:
Du darfst ein Küchenmesser kaufen (18+)
Du darfst es nach hause bringen, du darfst damit Kochen.
Du darfst es sogar transportieren, wenn du am Zielort damit Kochen möchtest.
Du darfst es NICHT aus Spaß mit dir rumtragen.

Hast du keinen Zweck/Sinn für den Transport.
Darfst du sie nur zuhause lagern.

Es gibt Verbotene Gegenstände:
z.B. Wurfsterne.


Das gleiche gibt es für Medikamente auch:
Aspirin ist Erlaubt.
Morphin ist Teil-Erlaubt (Du brauchst einen Bedarfsnachweis(Verschreibungspflicht))
Heroin ist verboten.
 
Was hat die Pharmalobby gegen Cannabis? Das ist mir neu. Die würden es bestimmt auch gern verkaufen.

THC kann man nicht patentieren. Das bedeutet, daß man damit nicht richtig Geld verdienen kann. Auf der anderen Seite sinkt der Absatz von Schmerzmitteln, wenn Patienten selber anbauen dürfen.
 
Der zweck Teil stimmt, der Teil mit Stich nicht.

doch
Einfach mal nachlesen was Stichwaffen sind.
Sushimesser und Rasierklingen jedenfalls bauartbedingt nicht.

Der Rest deiner Ausführung ist (obwohl sicher vereinfacht) teilweise wahr (Heroin wird auch als Medikament eingesetzt usw.).

Nur verstehe ich den Zusammenhang nicht.


@zorg

Kapitän hat da schon recht, genau so sieht es halt aus.
 

Der Zusammenhang ist:
Das das Recht ist gleich aufgebaut ist.

Drogen sind nicht auf eigenen Paragraphen verboten.
Es ist das gleiche Gesetz, das Aspirin apothekenpflichtig macht und Cannabis verbietet.
Es ist das gleiche Gesetz, das ein Stiletto verbietet und eine Axt erlaubt.


Es geht um Waffe/Werkzeug. Waffen sind erlaubt, wenn sie als Werkzeug gedacht sind.
So wie Drogen erlaubt sind, wenn sie als Medizin gedacht sind.

So gilt das Küchenmesser als Verboten - bedarf einem Werkzeugzweck - z.B. Kochen.
So gilt Morphium als Verboten - bedarf einem Medizinischen Zweck, beglaubigt durch eine ärztlichen Verschreibung.

Im weiteren gibt es einige Waffen, die einfach keinen Werkzeugzweck haben.
So gibt es auch einige Drogen, die einfach keinen Medizinzweck haben.

Wobei hier gilt, keinen "anerkannten" Zweck. Darum dreht sich nämlich der gesamte Cannabis als Medizin streit.
 
das ist mir alles klar, der Zusammenhang ist mir bewusst.

Allerdings ist es schon ein Unterschied ob wir von einer Waffe reden die nur zu dem einen Zweck designed ist, nämlich andere Menschen zu töten oder zu verletzen, oder von Drogen mit denen sich der Konsument selbst schaden kann.

Außerdem halte ich es für falsch auf der medizinischen Basis eine Droge zu legalisieren.
Wer Medizin braucht sollte zum Arzt gehen dürfen und sich die Medizin verschreiben lassen können die ihm am besten hilft.
Egal ob das Ibu600, THC oder im Extremstfall halt Heroin (ganz krasse Schmerzpatienten etc. ist.

Der andere Fall sind doch Menschen die Drogen einfach aus Spaß konsumieren, abhängig sind, Drogen brauchen um durchs Leben zu kommen, oder Drogen brauchen um nicht irgendwelche legalen (und vielleicht heftigeren) Pharmazeutika nehmen zu müssen.

Im Prinzip sollte zumindest der Besitz (Eigenbedarf) und Konsum einer jeden Droge straffrei sein.

Dann müsste man was gegen den Schwarzmarkt und die Panscherei machen.
Ob das in jedem Fall eine komplette Legalisierung sein muss weiß ich nicht.
Im Falle von THC ist es aber höchste Zeit da mal endlich Gesetze zu ändern.
Ich frage mich wär bei einer Legalisierung von THC verlieren würde (außer die ewig Konservativen die keinen Plan von der Sache haben wie man sich Haschischgift spritzt;)).
 
Auf der anderen Seite sinkt der Absatz von Schmerzmitteln, wenn Patienten selber anbauen dürfen.
Schmerzmittel machen in der gesamten Pharma-Rechnung nicht den grossen Posten aus, wie manch einer denken würde.
OTC (frei verkäuflich) waren es 2014 rund 470 Mio. Euro in Deutschland. Bei einem Gesamt-Umsatz von 33 Milliarden in D (gemäss gkv).
Ich bin jetzt ehrlich gesagt zu faul genau heraus zu arbeiten, wieviel Prozent der 33 Mrd in Analgetika fliessen, aber es wird im unteren Prozentbereich liegen.

Und wieso sollten nun die Lobbyisten der Pharma darauf abfahren, wenn man doch mit anderen Medikamenten ganz andere Umsätze / Gewinne erzielen kann?
 
Die Liste lässt sich aber ausweiten.
Antidepressiva usw.

Wobei ich fast glaube die Pharmalobby ist nicht der größte Gegner einer Legalisierung weicher Drogen.

Das größte Problem sind die konservativen Wähler.
 
Das größte Problem sind die konservativen Wähler.

Das größte Problem sind die, die für eine Legalisierung eintreten.
Wenn ich die ungewaschenen deuerkiffenden weißen Mittelstandsrastafaris sehe - hab ich auch keine große Lust dazu legalisieren. Eben sowenig sind Gangster Rapper und Saufmusiker ein guter Werbeträger.

Ich bin, kann man sagen, TROTZ deren engagement für eine Legalisierung - aber garantiert nicht wegen ihnen.
 
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