Gewerkschaften wurden verbannt, Löhne festgesetzt, Arbeiter entmachtet. Jobs wurden vor allem in der Metall- und Fertigungsindustrie geschaffen, um Panzer und Kampfflugzeuge herzustellen. Die Armee wurde vergrößert, Arbeitsverweigerer wurden in Konzentrationslager gesteckt. Die Arbeitsbedingungen für Juden und andere Minderheiten waren Katastrophal.
Ich glaube als Gesellschaft sind wir etwas weiter, um diese "etwas Zweifelhaften" Methoden als einen Erfolg zu betrachten.
Nein, sind wir leider nicht. Schau dich mal um in der Welt der sogenannten prekären Arbeitsverhältnisse. Wir vergrößern zwar keine Armee mehr und stecken "Arbeitsverweigerer" nicht mehr in Konzentrationslager. Wir zwingen sie aber seit rund 11 Jahren dazu, fast jeden, noch so mies bezahlten, Job anzunehmen - kürzen andernfalls die Bezüge. Und dazu wird dann noch Applaus geklatscht. Denn sozial ist, was Arbeit schafft. Ob man von der Arbeit leben kann oder vielleicht sogar noch Geld mitbringen muss (Aufstocker), spielt keine Rolle.
Rein taktisch ist es also gar nicht so verkehrt gewesen, wenn jemand die AfD aus Protest gewählt hat (unabhängig von der Flüchtlingsthematik). Denn vermutlich bessere Alternativen wie Die Linke wählt ja kaum einer. Frei nach Volker Pispers ist der Deutsche halt zu blöd, eine Politik zu wählen, von der 80% der Menschen profitieren würden.
Die AFD ist in dem Fall FDP nah:
Sie will die mittelständischen Unternehmer fördern, die Arbeitsplätze schaffen:
Jedoch ist sie Extremer als die FDP, die will den Sozialstaat nämlich nicht abschaffen.
Googelt man nach FDP und Hartz-IV, könnte man zu einem anderen Schluss kommen. Zumindest steht die FDP für deutliche Kürzungen der "sozialen Hängematte". Allerdings sind die Suchergebnisse idR. schon ein paar Jahre alt. Ist ja relativ still gewesen um die FDP in der letzten Zeit (und das ist auch gut so!).
Sie wollen nicht kapieren, dass wir es in der BRD wirklich gut hatten, wenn man die hiesigen Bedingungen mit denen anderswo vergleicht.
Die Bedingungen anderswo interessieren mich in dem Zusammenhang Null! Ich lebe hier in Deutschland und hier in Deutschland müssen Menschen bei Tafeln betteln gehen und alte Menschen durch Arbeit ihre Rente aufbessern, weil ihr Sozialgeld bzw. die schmale Rente vorne und hinten nicht reicht. Und das alles nur, weil man sich nicht traut, die wirklich Reichen auch endlich mal wieder zur Kasse zu bitten.
Kannst du auch was anderes als kabarett nachplappern?
Das macht dich nicht regierungskritisch, es macht dich zu einem Papagai.
Der Grund warum Wirtschaftsinteressen so hoch gehandelt werden sind soziale Gründe:
Da ist zwar ein Fehler im System: Generell steht aber diese einfache Gleichung:
1. Viel Wirtschaft
2. Viel Arbeitsplatz
3. Viel Profit
Ich entschuldige mich schon mal im Voraus dafür, dass ich Pispers zitiert habe.

Deine Aufzählung hat allerdings schon im Grundsatz einen Fehler. Natürlich könnte man es auch als sozial bezeichnen, wenn der Herr seinen Sklaven nicht verhungern lässt. Er wird ihm also Brot und Wasser geben, damit seine Arbeitskraft erhalten bleibt.
Die Frage ist, ob man das auch wirklich als sozial bezeichnen sollte.
Richtig ist vermutlich, dass unsere Politiker nicht die Absicht haben, Deutschland bzw. den Menschen in Deutschland zu schaden. Aber andererseits müssen sie sich vorwerfen lassen, dass sie auch nicht wirklich viel dagegen unternehmen. Das Thema
ist hier wohl ein gutes Beispiel, denn Leiharbeit als modernes Sklaventum schaden den betroffenen Menschen durchaus. Wenn nicht jetzt, spätestens dann, wenn niedriglohnbedingte Altersarmut folgt. Und trotz gegenteiliger Versprechungen hat sich nichts für die Arbeitnehmer verbessert.
Und da muss ich dann doch wieder den guten alten Kabarettisten frei zitieren. Seit 30 Jahren macht(e) er Kabarett und spricht seit 30 Jahren über die selben Themen. Geändert hat sich nichts. Und das erklärt dann vielleicht auch zu einem Teil die Erfolge der AfD.
Schön wäre es, wenn unsere Politiker endlich wachgerüttelt worden wären. Erstaunlicherweise kriegen die übrigens immer nur Panik, wenn es um mögliche Wahlerfolge rechtsgerichteter Parteien geht. Siehe NPD, DVU oder jetzt die AfD.
Wirtschaft = Steuereinnahmen = Geld für Staat = Geld für Harz 4, Schule und Autobahn.
Wirtschaft = Arbeitsplatz = Gehalt = Geld für Brot, Butter und PC
Schwer ist dein Gedankengang nicht - aber ein bisschen naiv vielleicht.

Gut zu wirtschaften bedeutet in erster Linie, Kosten zu vermeiden. Zu denen übrigens auch die Steuern gehören. Und da gibt es einige Unternehmen, die das sehr gut hinkriegen.
Ja, Die Zustände sind so Hammer hart in Deutschland, dass es uns besser geht als 99% Der Welt und 90% von Europa - traurig traurig
Also ich finde, dass die Zustände hier durchaus ziemlich hart sind.
Im Vergleich zu den restlichen 99% der Welt mag es uns vielleicht tatsächlich noch einigermaßen gut gehen. Ich halte es allerdings für falsch, (soziale) Ungerechtigkeit damit rechtfertigen oder relativieren zu wollen, dass es anderen Menschen ja noch schlechter geht. Das ist genau so neoliberales Geschwafel wie das von CDU/CSU und FDP.
Das was du als asoziale Politik siehst, ist ein Einsparen in den Sozialsystemen mit dem Hintergrund des Schuldenabbaus.
...
Die versuchen die Sozialsysteme auf ein bezahlbares Niveau zu bringen:
Die Einsparungen wären aber nicht notwendig, wenn man vorhandenes Geld eintreiben und unnötige Kosten verringern würde.
Und gerade die FDP steht hier für das Gegenteil, nämlich für Klientelpolitik und die Umverteilung von unten nach oben.
Ebenso ließe sich in den Sozialsystemen etwas einsparen, wenn Arzneimittelhersteller mal eingebremst werden würden.
Auch das bekommt unsere Politik ja leider nicht hin.
Zwei halbwegs aktuelle Beispiele, wie Gewinne privatisiert und Verluste sozialisiert werden: A.T.U. und Kettler. Beiden Unternehmen sind in der Vergangenheit die Gewerbesteuern in Millionenhöhe erlassen worden, um eine drohenden Insolvenz abzuwenden.
Man könnte jetzt damit argumentieren, dass man damit Arbeitsplätze gerettet habe. Das mag durchaus zutreffend sein. Man hätte die Zahlung der Gewerbesteuer allerdings auch nur stunden können. Dann wäre das Geld wenigstens nicht komplett weg.
So dürfen sich zumindest im Fall von A.T.U. die Investoren freuen, dass ihre Dividende gerettet ist.
Nicht zu vergessen der "Reichenschutzzaun" (sorry, wieder von Pispers) bei den Sozialbeiträgen. Wieso muss jemand, der 10 Riesen verdient nur genau so viel zahlen wie jemand, der nur 5000,-€ verdient?
Geld ist mehr als genug vorhanden, um unseren Staat komplett zu entschulden und trotzdem sein bisheriges Sozialsystem zu erhalten bzw. sogar noch zu verbessern. Also erzähl hier nichts von "sozialer Politik".
Nein, Kapitalmaximierung gibt es nicht. Es würde nämlich bedeuten den Einsatz des Produktionsfaktors Kapital zu maximieren, was sinnlos wäre. Was du meinst ist Gewinnmaximierung...
Da Gewinne dem Kapital zufließen, ist das alles nur wieder unnötige Erbsenzählerei. Wäre schön, wenn darauf einfach mal verzichtet werden könnte.
Wie ist IYO die Chance eines Langzeitarbeitslosen wohl zurzeit an Arbeit zu kommen?
Praktisch gleich null. Das war aber vor der Flüchtlingskrise schon so und wird sich mit der AfD auch nicht ändern.
Das ganze linke Zeug ist doch parawissenschaftlich. Vo den seriösen Wirtschaftswissenschaftlern der BWL und VWL hält davon jeder Abstand.
ROFL
ymmd
