Die Bewegung spricht gerade in Dresden über Zustände, die sie gar nicht kennt. In ganz Sachsen gibt es etwa 4000 Muslime, der Ausländeranteil in Sachsen beträgt 2,2 Prozent. Ich wage die Vermutung, dass Pegida zunächst einmal ein ostdeutsches Phänomen ist und keine nennenswerte Ansteckung in Westdeutschland erreicht. Die DDR war mit einem Prozent – weitgehend kasernierten – Ausländern ein nahezu ausländerfreies Territorium; ihre Bürger hatten nie gelernt, mit Fremden zu leben. Nach 25 Jahren schauen sich die Einheitsverlierer in der Vereinten Republik und in Europa um und befinden: So, wie ihr das in Berlin, in Paris, in Amsterdam und in London macht, haben wir uns die Demokratie nicht vorgestellt.