Es ist sowas von lächerlich und harmlos, was den Rmänen und Bulgaren vorgeworfen wird, hier und da mal was stibizen.
Wir haben hier die Mafia und die Camorra, und wenn die sich untereinander oder mit einheimischen Kollegen zanken, liegen in der Pizzerie 4 tote Gäste.
Wir haben die Russen-Mafia, die als ganz besonders robust gepriesen wird.
Wir haben hier den Menschenhandel, alias Zwangsprostitution, hier sind die Albaner, die Montenegriner und die Moldavier führend.
Wir haben hier den Drogenhandel, der personell ganz international bestückt ist.
Interessiert alles nicht.
Nur die Rumänen und Bulgaren, wenn sie die Wäsche von der Leine klauen.
Das ist doch absurd.
Ja wir haben bereits genug kriminelle Banden im Land. Muss man sich deshalb noch mehr kriminelle Banden ins Land holen?
Es geht übrigens nicht um Wäsche von der Leine, sondern um organisierten Taschendiebstahl. Bandenführer setzen Kinder unter 14 darauf an, Leuten die Taschen zu klauen als Beispiel.
Die meisten Leute, die sich zum Thema melden verstehen unter "Integration" einen Prozeß, bei dem am Ende alle Eingewanderten als sauber gewaschene Deutsche herauskommen sollen.
Blödsinn.
Integration=Eingliederung in die Arbeitswelt.
Blödsinn.
Exakt, viele missverstehen Integration als Assimilierung. Dadurch entstehen Aussagen wie:
"Ihr seid die Ausländer und kommt nach Deutschland, also habt ihr euch anzupassen"
Noch mehr blödsinn.
Lernt man Englisch aus Nächstenliebe?
Das hat nichts mit ausgrenzen zu tun. Es gibt so viele Türken in Deutschland, dass das erlernen, der Sprache wirtschaftlich und für das zusammenleben weitaus wichtiger wäre, als viele andere Zweitsprachen. Ich denke da einfach nur praktisch. Denkt mal rational und nicht so emotional. "Türkisch lernen, Oh Gott, die wollen uns übernehmen..:" Aber darum ging es mir in erster Linie nicht. Es ist doch ein Armutszeugnis, wie wenig man von den Migranten in den Schulen lernt und vor allem ist es ein Armutszeugnis, dass von den Deutschen gar kein Interesse bestand, über 50 Jahre, die Freunde die unter ihnen sind, kennenzulernen.
Totaler Blödsinn
Orhan Pamuk ist den meisten wohl trotzdem ein Fremdbegriff.
Divinyls ist dir sicher auch ein Fremdbegriff. Und nun?
Nobelpreis für Literatur 2006. 2009 bekam ihn Herta Müller. Die kennt auch keiner. Muss man auch nicht kennen, den einen wie die andere.
Da stimme ich dir zu.
Man lernt exotische Sprachen um international zu arbeiten. Und türkische Großunternehmen sind nicht gerade groß vertreten in Deutschland oder der Welt (im Vergleich mit chinesischen oder japanischen zB). Für Kleinunternehmen reicht es auch die Amtssprache zu sprechen, da sie national und nicht international sind. Und die Amtssprache ist Deutsch.
Und selbst bei Kleinunternehmen und auch Ämtern wird sich schon angepasst und Leute eingestellt, die türkisch, russisch, vietnamesisch können.
Also ich bin definitiv der Auffassung, dass Integration von zwei Seiten ais geschehen muss. Sowohl von jenen, die sich integrieren möchten, als auch von jenen welche die anderen integrieren möchten. Das ist kein einseitiges Unterfangen und es wird eine gewisse Arbeit von beiden Standpunkten aus vorausgesetzt.
...
Interesse für die Kultur ist nämlich wichtig für Integration.
Sich für Kultur zu interessieren, bedeutet aber nicht, dass man auch die Sprache lernen muss.
Zwischen "Sprache lernen" und "Interesse für Kultur" ist sooooooo ein Unterschied. Ich interessiere mich zB für einige Kulturen, deren Sprache ich nicht spreche. Wie zB die Maya.
Viel Spaß beim Erlernen der Maya-Sprache zwecks Integration oder so...
Nach 60 Jahren Einwanderung nicht mal 10 Worte der größten Gruppe zu kennen, wie nennst du das?
Stimmt. Es ist schlimm, dass etliche Türken, die vor 60 Jahre hier eingewandert sind, nicht mal ohne Dolmetscher zum Arzt gehen können, weil sie kein Wort Deutsch können.
Sprache gehört aber zur Kultur der Menschen. Wenn man sich dafür nicht interessiert, ist das eine ganz klare Message. Ich erwarte nicht, dass man türkisch fließend kann, aber es macht einen Menschen sympathisch, wenn er zumindest bisschen was versteht.
Habe eine Freundin, die versucht manchmal einen Döner auf türkisch zu bestellen. Ist ganz lustig und sowas freut uns.
Ihr könnt mir erzählen was ihr wollt, aber wenn man nach 60 Jahren Integration und Einwanderung, nicht mal einen Döner auf türkisch bestellen kann, dann ist das ein Armutszeugnis.
Tja, nach 60 Jahren Einwanderung und Nicht erfolgter Integration nicht einmal einen Satz Deutsch zu können, das ist ein Armutszeugnis.
Es geht mir auch dabei um das psychologische und gegenseitige Respekt. Indem man Wörter von der Sprache benutzt, zeigt man den Migranten, dass man sie nicht für Untermenschen hält und ihre Sprache wert ist, auch mal gesprochen zu werden. Ein Migrant, der stolz auf seine Kultur ist, wird sich darüber freuen und so nähert man sich an.
Also nur weil jemand aus Deutschland kein türkisch... spricht, hält er eben jene Leute für Untermenschen?
Letztens habe ich eine Musik-CD gebrannt und da sie eine russische Freundin ist, habe ich russische Musik auf die CD gepackt. Als wir das gehört haben, ist sie von den Wolken gefallen und fand das total geil, dass ich mich dafür interessiert habe.
Okay, dann lade ich jetzt mal türkische Mucke runter und brenne diese auf CD und schon bedeutet das, ich interessiere mich für diese Musik? Holy Shit.
Die Parallelgesellschaft hat sich gebildet, weil man Türken in Ghettos verfrachtet hat, wo sie untereinander türkisch reden und sie nicht an der Gesellschaft teilnehmen lassen wollte. Man hatte kein politisches Mitsprache recht. Man hatte gar nichts.
Gut, aus der Ghetto Sache sollte man gelernt haben, aber genau das hat man nicht. Nun packt man osteuropäische Einwanderer auch schön zusammen, vertreibt die bisherigen Anwohner bzw. lässt sie vertreiben (wie hier bei mir in der Gegend, wo sämtliche Türken und Araber ihre Wohnungen räumen mussten und die älteren Leutchen dann solange bedroht und eingeschüchtert wurden, bis sie "freiwillig" weggezogen sind) und ignoriert bzw. toleriert einfach alles, was danach passiert. Einiges davon hab ich bereits geschildert.
In Berlin-Neukölln gab es bisher viele interkulturelle Veranstaltungen wie den Karneval der Kulturen und dort saßen dann Türken, Araber und Deutsche zusammen, tranken was, aßen was, unterhielten sich, feierten zusammen.