unser uli hoen**

warum sollte man definieren was ein "fairer Prozess" ist?
das sollte doch echt klar sein, oder?

Sprich, vollständige Beweise, vollständige Aufklärung der Straftat, Strafmaß dann innerhalb des Ermessensspielraums des Gerichtes.
Aber halt eben kein Hintenrumgemauschel und auf Bewährung wo jeder andere keine bekommen hätte.
 
ich denke jeder weiß was ein "fairer Prozess" ist.
was verstehst du daran nicht?

Was nicht fair ablaufen kann, das ist Auslegungssache.

Sprich, entweder es wird unfair ein Exempel statuiert, oder er kommt unfair zu gut davon.
 
Das ist doch das übliche Gewäsch, wenn nach einem fairen Prozeß gerufen wird.

Tatsächlich meinen doch die Rufer, daß das Gericht milde sein soll.

(und nun darfst Du das letzte Wort zu dieser Frage nehmen. :D)
 
Was ist schon "fair"? Liegt wie zumeist im Auge des Betrachters...somit subjektiv ;)
Hoffen wir mal, daß das Ganze im Sinne des Gesetztes bzw. der laufenden Rechtsprechung ablaufen wird...

:cool: Cee ya, CCS
 
Der Fall Hoeneß ist ins Rollen gekommen durch widerrechtliche Ausspähung und Verrat schweizer Bankgeheimnisse. Der Täter hat zwar nicht in deutschem Auftrag gehandelt, durch den Ankauf seiner Leistung aber hat sich der deutsche Staat zum Nutznießer der Straftat gemacht.

Der Täter konnte wissen, dass er für seine Leistung im Erfolgsfall von deutschen Behörden gut bezahlt wird. Man könnte ihn als freischaffenden und auf eigene Rechnung, aber im Interesse der Bundesrepublik arbeitenden Auftragsspion bezeichnen. Zeitarbeiter im Stücklohn.

Hoeneß ist das Opfer einer Ausspähung seiner Privatsphäre geworden, die ein klarer Rechtsbruch war.

Warum keine Solidarität mit dem ausgespähten Hoeneß, warum Solidarität nur mit der ausgespähten Kanzlerin?

Könnte es sein, dass man Ausspähung eben doch nicht grundsätzlich als verwerflich, sondern als bisweilen sehr nützlich empfindet?
 
Eigentlich liegt doch hier eine zum Fall Snowden identische Situation vor:
Ein Mann hat Straftaten in seinem Heimatland publik gemacht und wird von diesem deswegen strafrechtlich verfolgt...
 
Eigentlich liegt doch hier eine zum Fall Snowden identische Situation vor:
Ein Mann hat Straftaten in seinem Heimatland publik gemacht und wird von diesem deswegen strafrechtlich verfolgt...
Nicht ganz.
Herr Kieber zB, der schon vorher kriminell und wurde wegen anderer Delikte schon verurteilt, wurde jedoch vom deutschen Staat für seinen Diebstahl fürstlich entlohnt und wurde auch noch mit einer neuen Identität ausgestattet, damit man ihn möglichst gut vor Strafverfolgung schützen konnte. Interessant ist auch, dass der Kieber von den USA Zahlungen in Höhe von zig Millionen erhalten hat, weil er Steuerhinterziehung und Beihilfe zur Steuerhinterziehung aufgedeckt hat. In de USA gibts dafür sogar gesetzliche Regelungen, die die "Entlohnung" von Whistleblowern vorsieht. Naja, nur solange es den USA nützt. Die anderen werden strafrechtlich verfolgt.
Snowden war vorher nicht kriminell und hat seine Informationen auch nicht verkauft. Das geht ja nun gar nicht! ;)
 
Zuletzt bearbeitet:
Außerdem wäre das umgekehrt ja eine perfekte Methode, der Strafverfolgung zu entgehen:

Man sorgt dafür, daß jemand die Steuerhinterziehung verrät und entgeht so der lästigen Strafverfolgung. :D
 
Der Uli ist unter die Komiker gegangen:



Uli zeigt sich also überrascht über die Anklage: :m :m :m

Aber er hat ja mächtige Freunde hinter sich:

Der FC Bayern und Sponsoren wie Adidas, Volkswagen und die Deutsche Telekom haben sich bislang geschlossen hinter Hoeneß gestellt.
 
Seine reichen Fußball-Kumpels haben dafür gesorgt, daß er bereits vor dem Verfahren vollständig resozialisiert ist.

:p :p
 
Der schweizer wie der amerikanische Täter haben in ihren Heimatländern Straftaten begangen, aus welche den deutsche Staat einen Vorteil zieht, und welche ihrem jeweiligen Heimatland zum Nachteil gereichen.

In beiden Fällen kann man die Täter als Spione begreifen.Sie haben sich Geheimwissen über ihr Heimatland angeeignetund dieses Geheimwissen dann an einen fremden Staat verraten.

Beim schweizer Täter ist die Sache einfach. Er verrät systematische Beihilfe zum Steuerbetrug in gewinnbringender Absicht.

Bei Snowden fängt die Sache an, sich im Kreis zu drehen. Er verrät. dass die USA in der BRD spionieren. Um dies in Erfahrung zu bringen, hat er aber selbst die USA ausspionieren müssen. Er hat getan, waqs eigentlich die Aufgabe qualifizierter BND-Agenten oder vom BND in die NSA eingeschleuster Mitarbeiter wäre.

BND-Agenten werden von deutschen Staat vollkommen zu Recht vor dem Zugriff fremder Mächte geschützt. Ihre Ausspähungen waren nach deutschem Recht keine Strafaten, sondern berufliche und patriotische Pflichterfüllung.

Um legitimerweise Snowden schützen zu können, müsste die BRD ihn nachträglich als BND-Mitarbeiter adoptieren, oder anders rum: Snowden zu schützen würde bedeuten, dass er faktisch als BND-Mitarbeiter betrachtet wird, womit sich der Spionagevorwurf umdrehen würde: Die BRD hat die USA ausspioniert.
 
Ja und?

Was hat das damit zu tun, daß die jeweiligen Länder die Erkenntnisse verwerten dürfen?

Die Behörden haben schließlich nicht selbst illegal ermittelt; das wäre in der Tat nicht erlaubt.
 
Nero: Hier geht es nicht um Spionage und Edward Snowden, sondern um Uli Hoeness, der massive Steuerhinterziehung betrieben hat. Wenn du etwas über Snowden loslassen möchtest, dann bitte in entsprechendem Thread.
 
Das Interessante ist doch, wenn man die beiden Fälle vergleicht.

Oder fällt Dir zum Thema "Alle hassen Hoeneß" noch was ein?
 
Was ist schon "fair"? Liegt wie zumeist im Auge des Betrachters...somit subjektiv ;)
Hoffen wir mal, daß das Ganze im Sinne des Gesetztes bzw. der laufenden Rechtsprechung ablaufen wird...

:cool: Cee ya, CCS

das stimmt, habe mich falsch ausgedrückt, was fair ist wird für viele anders sein.
Ich wünsche mir einfach, dass alles aufgedeckt wird, alles auf den Tisch kommt und das Gericht dann ein Urteil nach geltendem Recht spricht.
 
Komisch, daß dieser Ruf niemals erschallt wenn ein Kinderschänder oder Mörder vor Gericht gestellt wird.

Außerdem sollte ein fairer Prozeß der Normalfall sein und nicht aus unberufenem Mund gefordert werden.

Gerade bei prominenten Angeklagten haben solche Rufe ein bestimmtes Geschmäckle.
 
Zurück
Oben