Coronavirus

Grenzübergreifendes Reisen sollte unterbunden werden.
Wer so etwas fordert, hat noch nie in einer Grenzregion gelebt. Das ist in Europa absolut unrealistisch. Ich lebe seit einigen Jahren im Pays de Gex bei Genf und der Versuch da Grenzen zu schliessen, waere absolut kontraproduktiv. Die Grundversorgung waere gefaehrdet, zu viele Leute leben auf einer Seite der Grenze und arbeiten auf der anderen. Mal ganz abgesehen davon, dass die gruene Grenze eh nicht kontrolliert werden kann - bei einem Sonntagsspaziergang geh ich da locker 4 mal drueber. Und FR-CH ist noch nicht mal eine EU-Binnengrenze, sondern "nur" Schengen-Raum. Grenzen koennen das Virus nicht aufhalten.

Uebrigens halte ich die Forderung nach der Einschraenkung politischer Rechte fuer sehr bedenklich. Klar, die Meinung der so genannten "Querdenkerszene" ist keinesfalls die Meine. Vieles davon ist fuer mich auf den ersten Blick wissenschaftlich unhaltbar - und ich bin nur Physiker, kein Mediziner. Aber wie dem auch sei, Freiheit ist in erste Linie die Freiheit der Andersdenkenden. Im Zweifel laissez-faire.
 
Er schreibt von Reisen, nicht von Grenzübertretung.

Ersetze unterbinden durch verbieten! Es ist kein Argument, daß man Sachen nicht zu 100% durchsetzen kann.

Was soll an der Forderung nach Einschränkung politischer Rechter bedenklich sein, solange es im rechtlichen Rahmen ist?
Sie sollen ja gerade deswegen eingeschränkt werden, weil sie Grenzen übertreten.

Wer Verbote versucht zu unterwandern, wer sich rechtswidrig verhält, der ist dementsprechend zu behandeln.
Ob der andersdenkt oder überhaupt, ist da gar nicht entscheidend.
 
Er schreibt von Reisen, nicht von Grenzübertretung.
Wenn man einige Grenzuebertritte erlaubt (und daran fuehrt in Europa wie gesagt kein Weg vorbei), dann halten die Grenzen das Virus noch weniger auf als eh schon. Dann wird es halt statt ueber die Flughaefen ueber die Grenzregionen eingetragen. Von da aus wird es sich dann auch wieder weiter verbreiten.

Das Problem ist, dass es bei der regionalen oder nationalen "Eindaemmung" nur ein einziges Leck im "Damm" braucht, damit der ganze Damm eher fueher als spaeter hinfaellig wird. Man gewinnt dadurch allenfalls ein paar Reproduktionszyklen an Vorsprung.
 
Das ist Unsinn. Das Virus ist ja längst da.

Es geht um Kontaktbeschränkungen.
 
@weierles

Hast Du auch so einen tollen gelben Stern-Aufnäher "ungeimpft"? :rolleyes:
Nein. Weil schliesslich bin ich ja geimpft, gegen praktisch alles ausser Covid. Weil ich es da schlicht nicht für notwendig halte.
Ich habe die ganzen Massnahmen satt und hinterfrage sie hart.

Meine Familie war positiv und in Quarantäne. Das schwierigste an der Krankheit sind nicht die Symptome, weil das Fieber ist nach einem Tag weg, genau wie bei den meisten nach der Impfung.
Aber eingesperrt sein, 10 Tage lang mit kleinen Kindern, das ist sehr hart. Da kommt man unnötigerweise an psychische Grenzen.

Deswegen verstehe ich alle Leute, die sich mit Demonstrationen wehren. Und ja, wer Kinder hat, darf diese auch mitnehmen. Wo soll man denn die Kinder lassen? Im Auto? Leute, wie alt seid ihr?

Alle Personen die wirklich wollen, haben sich geimpft. Und nun lasst die Massnahmen sein. Wir hatten nie eine Überlastung der Krankenhäuser. Im Gegenteil, in der Ostschweiz wurden sogar 2 Stück geschlossen weil sie nicht wirtschaftlich sind.
Begreift doch endlich mal, dass man mit Covid leben muss. Man kann es nicht besiegen. Und die allermeisten überleben es.

Weierles ist einfach noch ein bißchen härter als (ich hab extra mal nen .ch Artikel genommen)
Ich habe nie das Virus geleugnet. Ich sehe keinen Zusammenhang mit ihm.

Ich dachte, ihr Eidgenossen seid immer so freundlich und zurückhaltend? Jedenfalls wird es wohl diesmal kein Zahngold geben...
Wir sind meist freundlich. Aber wir mögen keinen Zwang. Deshalb haben sich ja auch 40% des Stimmvolks gegen die Massnahmen gestellt.

Shamrock, deine Forderungen sind einfach nicht menschlich und verstossen gegen ein Freiheitsrecht.
 
Zuletzt bearbeitet:
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Deswegen verstehe ich alle Leute, die sich mit Demonstrationen wehren. Und ja, wer Kinder hat, darf diese auch mitnehmen. Wo soll man denn die Kinder lassen? Im Auto? Leute, wie alt seid ihr?
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Ansonsten ist der Rest der Argumente in meinen Augen die klassischen Argumente der Wohlstandsmaden, die einfach ihr Wohl über alles stellen und nicht in der Lage oder Willens sind, mal über den Tellerrand zu schauen.
 
Weil du dich wie eine verhältst bzw. wie eine argumentierst.

ICH habe die Maßnahmen satt und hinterfrage sie.

MEINE Familie war in Quarantäne, das ist hart und belastend.

ICH behaupte, es gibt keine vollen Krankenhäuser, also wo ist das Problem.

ICH will mich nicht impfen lassen

Zu 1. Vielleicht braucht es solche Maßnahmen, weil Leute wie du meinen, man kann das Problem ja auch ohne deine Mitwirkung lösen. Sollen sich doch die anderen kümmern, dann passt das schon.

Zu 2. Da trifft die die Verweigerungshaltung quasi selbst.

Zu 3. Woher nimmst du die Expertise zu behaupten, es gebe keine Probleme. Was bildest du dir ein? Die Presse ist voll von Berichten zu überlasteten Kliniken, überlastetem Personal, was reihenweise kündigt, weil die Zustände auch vorher schon nicht gerade paradiesisch waren. Meine Oma bekommt ihre Augen-OP mehrfach verschoben, weil aktuell die Kapazitäten für die Nachsorge nicht bereitgestellt werden können, weil Personal in Richtung Corona-Betreuuung abgezogen werden muss. sind und werden ausgesetzt. Zwischenzeitlich mussten Mütter alleine zur Geburt ins Krankenhaus, ohne Begleitung bzw. den Vater. Es . Wenn man dabei keine Probleme erkennt oder sehen will bzw. ignoriert, dann ist man in meinen Augen eine Wohlstandsmade, die alles nimmt, aber nichts gibt.
 
Das Problem ist, dass die Impfung den Virus nicht ausrottet. Begreift das endlich.

Ich bezahle Steuern und Krankenversicherung. Ich gebe mehr, als ich nehme. Wenn zu wenig Personal da ist oder Infrastruktur, dann muss das aufgebaut werden. Aber das ist nicht passiert.

Glaubst du, ich sei Schuld, dass die Regierung nicht endlich die Versorgung ausbaut?
 
Es geht um Kontaktbeschränkungen.
OK, kann man machen, aber da sind Reisen an sich kein sehr grosser Faktor, und ob die Reise ueber eine Landesgrenze geht oder nicht ist ziemlich egal. Es haengt viel mehr davon ab, was man auf der Reise tut und wie man reist. Party im Urlaub ist aehnlich gefaehrlich wie Party zu Hause.

Das klassische Argument fuer Reisebeschrankungen und Grenzkontrollen war immer die regionale Eindaemmung, deshalb wurden sie auch bei jeder neuen Mutante immer wieder reaktiviert und dann weitgehend aufgegeben, sobald klar war, dass die neue Mutante im eigenen Land zirkuliert.

Ich bezahle Steuern und Krankenversicherung. Ich gebe mehr, als ich nehme. Wenn zu wenig Personal da ist oder Infrastruktur, dann muss das aufgebaut werden. Aber das ist nicht passiert.
Eher im Gegenteil, es wurde eine Auslastung von 85% zum Ziel gesetzt: (wohlgemerkt: der Artikel ist von 2015)

Das aendert aber wenig daran, dass die Situation jetzt akut ist und die Aenderungen, die in den letzten 10 Jahren mit Kostendruck gemacht wurden, nicht in einem Jahr rueckgaengig zu machen sind. Wenn Spitaeler Operationen verschieben, ist das fuer die Betroffenen natuerlich unangenehm bis lebensgefaehrlich (z.B. bei Krebs, wo die Verzoegerung die Prognose verschlechtert).
 
Die Impfung schützt jedoch zumindest vor schweren Verläufen und zumindest vor der Tatsache, dass irgendwelche Horste, Monikas und weierlesses unnötig lange Kapazitäten binden, die man auch für andere Dinge nutzen könnte. Weiterhin hast du ja auch noch andere Maßnahmen, über die Impfung hinaus kritisiert.

Und ja, ich glaube, dass Leute wie du eine Mitschuld daran tragen, dass die Situation aktuell ist, wie sie ist.
 
Ich habe während meiner Infektion, wie die Statistik hervor gesagt hat, keine fremde Hilfe benötigt. Ich habe niemandem ein Bett weg genommen.
Und ich bin überzeugt, dass mein Körper jetzt besser geschützt ist als jemand, der nur einen Teil des Virus als Impfung erhalten hat.

Nochmals, dass zuwenig Kapazitäten da sind, ist ein Versagen der Regierung. Wir haben seit 2 Jahren eine Pandemie und bauen immer noch nichts aus.
 
Ich habe während meiner Infektion, wie die Statistik hervor gesagt hat, keine fremde Hilfe benötigt. Ich habe niemandem ein Bett weg genommen.

Und das hast du auch vor deine Infektion schon so gewusst, oder hast du das Risiko einfach in Kauf genommen ohne eine Impfung es darauf ankommen zu lassen.
Du hast eben Glück gehabt und musstest nicht ins Krankenhaus.
Nur leider ist es so, das genügend ungeimpfte mit der gleichen Einstellung bei einer Infektion ins Krankenhaus kommen.
Konnte man vorher ja nicht Ahnen.

Weisst was..Ich bin Raucher... mache ich genauso, wenn ich irgendwann Lunkenkrebs bekomme, behaupte ich einfach, konnte man vorher ja nicht Ahnen das es soweit kommt.

Diese Einstellung kann man aber leider jedes jahr sehen.
Sobald der erste Schnee fällt, rennen alle zum Reifendienst.
Konnte man vorher ja nicht ahnen, das es im Winter Glatt werden kann und/oder Schnee fällt.:m
 
Das ist schön für dich. Dann hattest du mächtig Glück. Da man Art und Umfang der nötigen Hilfestellung im Vorfeld nicht weiß, ist das sicherlich kein Risiko, was man so einfach eingehen sollte.
Der zweite Teil mit dem besseren Schutz wird ja auch gerade in der deutschen Presse thematisiert. .

Beim letzten Punkt sind wir uns sicherlich einig, das da etwas schief läuft, aber nur weil es so ist, muss ich mich ja jetzt nicht querstellen um eine kurzfristige Lösung zu torpedieren und so lange in einer Verweigerungshaltung verharren, bis das Problem woanders, von jemand anderem gelöst worden ist.
 
Das hat nichts mit Glück zu tun. In meiner Altersklasse ist es schlicht normal.
Da frage ich mich Tatsächlich, welcher Alterklasse du angehörst, weil es einfach in jeder Alterklasse Krankenhaus Patienten gibt.
Und wie schon geschrieben, hast du das Risiko einfach in Kauf genommen.

Und im Bezug auf die Winterreifen ist das so, als wenn man sagt, mit dem PKW Hersteller XYZ passieren auf Glatteis sowieso wenig Unfälle.

Das ist einfach Fahrlässig und hat nichts mit Wissen zu tun.
Niemand kann 100% vorhersagen wie der Verlauf bei jemandem sein wird.
 
Da frage ich mich Tatsächlich, welcher Alterklasse du angehörst, weil es einfach in jeder Alterklasse Krankenhaus Patienten gibt.

In meiner Altersklasse 30-39 (das sind übrigens 2 von allen 8 Millionen in der Schweiz) sind es 3 von 100'000 verteilt auf 7 Tage. Das ist schlicht sehr wenig und hat nichts mit Glück zu tun.
 
Sicher sind es wenig, aber nicht 0 (Keine)
Ausschliessen kannst du es einfach nicht.

Anzunehmen, das es dich nicht erwischt ist Blauäugig. Genausogut hättest du Abkratzen können.
 
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