Die Energiewende - Traum oder Trauma?

Nun hängt die Gefährlichkeit endgelagerten Atommülls aber nicht von dessen Herkunftsland ab. Wenn Du Deine eigene Einschätzung russischer Fähigkeiten im Umgang mit solchen Material glauben würdest, müsstet Du eigentlich verlangen, dass die schlampigen Russen ihren eigenen Atommüll bei den ordentlichen Deutschen endlagern.
Etwa weil wir ordentlichen Deutschen das Problem so gut im Griff haben? Und schwupps sind wir wieder bei der Asse.
Das in Russland die Problematik anders angegangen wird, ist hinlänglich bekannt. Das passende Schlagwort "Saatgutbestrahler" hatte ich schon geliefert.
Es geht ja nicht nur drum das Zeug so zu verstauen, dass nicht durch Umwelteinflüsse Radioaktivität austritt. Es geht auch darum das Zeug so gut wegzupacken, dass nicht jeder Möchtegern-Bomber drankommt und uns gehörigen Spass mit einer schmutzigen Bombe bereitet.

Der reindeutsche Transrapid ist ein Haufen Schrott, das Gemeinschaftsprojekt Airbus fliegt und floriert.
Willst Du uns nun wirklich erklären, dass der Transrapid gescheitert ist, weil es kein Gemeinschaftsprojekt war?
Hätten sich die Track-Kosten von ca. 43 Millionen USD / km (Maglev) bzw 34 MUSD/km (RRL) wohl verringert wenns internationaler gewesen wäre?

Beim "ersten" Atomausstieg hat irgendein Grüner mal fantasiert, dass im Bereich erneuerbare Energien mittelfristig mehr Leute in Deutschland arbeiten würden, als in der Automobilindustrie.
Und was ist passiert? Der ganze Scheiß wird (völlig überraschend) zu 1/3 des Preises in China produziert. Die haben unsere angeblich ach so tolle unglaubliche technologische Fortschritte in diesem Sektor binnen ein paar Jahren wett gemacht, oder das Knowhow einfach transferiert, während wir hier das alles auch noch quersubventionieren.
Das wir bei den Produktionskosten der Solarzellen nicht mit China mithalten können dürfte niemanden wundern,
anders sieht es bei eher technischen Dingen aus, wie zum Beispiel den P2G Reaktoren etc.
 
Das (noch) im Windbereich ist sehr angebracht. Als mein Oberboss vor 2 Jahren in China war, hat er dort mal mit einem deutschen Ing. gepapelt, der dort drüben genau in dem Bereich was hochgezogen hat. Damalige Aussage 5-8 Jahre, dann sind die technologisch soweit ran, dass hier genau dasselbe passieren wird, wie mit der Solarbranche. Na bisschen Zeit ist ja noch, also schauen wir mal.
 
Damalige Aussage 5-8 Jahre, dann sind die technologisch soweit ran, dass hier genau dasselbe passieren wird, wie mit der Solarbranche. Na bisschen Zeit ist ja noch, also schauen wir mal.
Bei den Windanlagen haben wir nur den einen Vorteil, dass es sich nicht um Massenware, wie nun eben Solarzellen, handelt, die man gemütlich produzieren, auf ner Palette gestapelt in den 25Fuß Container schieben kann.
 


Glaub nicht das dass passiert.

Ein durschnittliches Windrad wiegt weit über 150to mit allem.

Der ungefähre Versandpreis von China per Schiff nach Deutschland liegt bei 5€ pro Volumenkilo. Durch das sperrige Format (bekommt man ja nicht in die Container) eher bei 10-20 € / Kilo.

Wenn ich also mind. 7 € für mind. 150to rechne ergiebt das 1.050.000 € allein für den Versand auf dem allergünstigsten Wege für das kleinste Windrad....

Und das ohne Verpackung und zusätzliches Handling.
 


Das bezog sich dann aber auf Windräder. Dies könnte bereits eine Technik von gestern sein, wie schon erwähnt.
 
Das stimmt doch überhaupt nicht. Solarzellen werden tatsächlich viel in China produziert, aber z.B. bei Windenergie sieht das ganz anders aus, da sind in den letzten Jahren doch so einige Arbeitsplätze geschaffen worden. Grad keine Lust die Zahlen rauszusuchen, sind aber nicht schwer zu finden.

Das mit den einigen Arbeitsplätzen war bei der Solarbranche auch so. Diese Arbeitsplätze haben den Steuerzahler eine Menge Geld gekostet.

Aber gebracht hat es nichts, wie man heute sieht. Bei den Windrädern dauert es vielleicht noch ein bisschen, dann sind wir in diesem Marktsegment genau so weit wie bei den Solarzellen.

Was ich nicht verstehe:

Wie kommt einer auf die Idee, Deutsche könnten was herstellen, was die Chinesen nicht herstellen können?

Wie funktioniert das, wie geht das? China ist Amtomacht mit eigenen Sateliten im Weltraum und eigenen Raketen, um die Sateliten hochzuschießen! Doch nicht Deutschland.
 
Ich glaube nicht dass das so zählt, das Weltraumprogramm ist staatlich, hier geht es aber um die Wirtschaft.

Die Chinesen hab erst seit kurzer Zeit überhaupt eine eigene Entwicklung und die schwächelt noch brutal.
Kopieren und nach fertigen Plänen fertigen können sie, nur eigene Entwicklungen haben sie kaum.

Was für hochtechnologische Produkte kommen den aus China? Welche Maschinen? Anlagen? Flugzeuge? Rüstung?

Dort wo die Chinesen eigene Innovationen haben müssten wie z.B. im Maschinen- und Anlagenbau oder bei der Luftfahrttechnik oder bei der Rüstung haben die Chniesen nur 2. und 3. Klassen Ware und keine hightech-Produkte.

Ein Chinesisches Unternehmen bietet zwar Stanzteile viel günstiger an als ein deutsches aber die Stanzmaschinen kommen aus Deutschland.
 
Wie funktioniert das, wie geht das? China ist Amtomacht mit eigenen Sateliten im Weltraum und eigenen Raketen, um die Sateliten hochzuschießen! Doch nicht Deutschland.

Alles nichts, wofür man modernste Technik benötigen würde. Das gab es schon vor 50 Jahren.
 
Denk doch nicht so einseitig an den Binnenmarkt. Denk mit an den Export und da verschiffen wir primär in die USA, Indien und eben nach China, wenn ich da noch auf dem Laufenden bin. China fällt dann irgendwann flach, gut Indien weiß ich nicht, die sind sich ja nicht grün und ich glaube kaum das der Transport China->USA recht viel teurer ist als Deutschland->USA

Dazu vielleicht mal dieses, hab ich grade gefunden und passt ganz gut.
 
Wie gesagt, die Energiewende ist beim besten Willen nicht gewollt:


Süddeutsche schrieb:
Im Jahr 2011, schreiben die Beamten, haben die 27 Länder der Europäischen Union erneuerbare Energien mit 30 Milliarden Euro an Staatsgeld gefördert. Mit weitaus mehr Steuermilliarden unterstützten die Regierungen herkömmliche Energien: Es gab 35 Milliarden Euro für nukleare Anlagen und 26 Milliarden Euro für fossile Kraftwerke. Indirekt wurde die Energieerzeugung aus Kohle und Gas sogar mit weiteren 40 Milliarden Euro gefördert. In einer Fußnote weisen die Bürokraten darauf hin, dass die nationalen Regierungen diese Summe jährlich aufbringen müssen, um soziale und gesundheitliche Folgen abzudecken. Summa summarum bezuschussen die Regierungen die Energiebranche also mit mehr als 130 Milliarden Euro jährlich (Haftpflichtversicherungen für Atommeiler sind da noch nicht eingerechnet), wovon aber nur 30 Milliarden Euro an grüne Kraftwerke gehen.
Kurzum: 100 Milliarden pro Jahr für fossile und nukleare Energieträger, Haftpflichtversicherung für AKWs nicht mit eingerechnet.
Demgegenüber stehen 30 Milliarden für erneuerbare Energien.

Und dann auch noch den zugehörigen Subventionsbericht schönigen... naja, man kennt es ja schon vom Armutsbericht.
 
China meldet inzwischen jährlich mehr Patente an als die Staaten der EU zusammen.

Die Geschichte "die können nur kopieren" habe ich schon mal gehört, damals über die Japaner.

Und dann kamen Toyota, Sony, Panasonic, Olympus etc.

Ja und die haben auch eigene Produkte auf den Markt gebracht die technolgisch und qualitativ gesehen, vor dabei waren.

Ein Patent kann auch der neue Klappverschluss für ein Katzenklo sein, was ich aber meine sind z.B. Fertigungsverfahren für Touchscreens, neue Werkstoffe, Anlagen für die Produktion usw.

Nehmen wir mal als paradebeispiel die Lithographie.

Die Anlagen zur Chipherstellung die jetzt kommen, arbeiten mit EUV-Technik (Extreme-Ultra-Violet) im Ultra-Hoch-Vakuum.

Die Technik um diese Anlagen zu bauen hat aktuell nur der Zusammenschluss ASML (Holand) / Carl Zeiss (Deutschland).

Diese Unternehmen investieren seit Jahren in die Entwicklung und haben auch die Weltmarktführerschaft inne.

Konkurenz gibt es nurnoch durch die Firmen Nikon und Canon. Und wenn eine Chinesisches Unternehmen hier mithalten wollte müssten sie Know-How von Jahrzenten nachholen.

Ähnlich sieht es z.B. mit deutschen / europäischen Fräs- und Drehmaschien oder Stanz- und Biegemaschinen aus.

Alle Maschinen die in der Branche vertreten sind kommen aus Europa oder Japan.

Aus Russland, China oder Asien kommen hier nur die Low-Budget Maschinen die nicht viel kosten dürfen aber auch nicht viel können müssen.
 
Das kannst du so auch nicht sagen.

Wir haben im Rahmen des Marschall-Planes die neuesten Maschinen und so bekommen, was wir jedoch draus gebaut haben ist rein deutsche Arbeit gewesen.

Also ja, das Startkapital damals war Ami das Know-How haben wir ja nicht klauen können^^
 
Das kannst du so auch nicht sagen.

Ich spreche von WK1. Deutsche Industrieprodukte hatten damals einen miserablen Ruf, sie gingen schnell kaputt. Darum das Label "Made in Germany", eine Auflage der allierten Sieger. Für britische Maschinen gab es um 1900 Ausfuhrverbote, damit sie nicht abgekupfert werden konnten. So war die Lage gewesen.

Ursache: Das deutsche Facharbeitersystem.

Musst Dir das so vorstellen: Der Facharbeiter soll ein Getriebe zusammenbauen. Ob was draus wird, ist abhängig von seinem Geschick. Da stehen also die Kisten mit den verschiedenen Zahnrädern herum, aber er kann sie nicht nehmen, wie sie kommen, die Toleranzen sind viel zu groß. Er muss probieren, welche am besten zusammenpassen und vielleicht mit der Feile nachbearbeiten. Dafür braucht er Fingerspitzengefühl und einen guten Tag. Wenn er die Nacht durchgesoffen hat, ist das Getriebe vermutlich nach zwei Monaten im Eimer.

In England war man mit der Präzisionsfertigung von Teilen viel weiter, und die Amerikaner haben sie perfektioniert. Die hatten nämlich keine Facharbeiter, dafür aber viel Erfahrung mit industrieller Präzisionsfertigung, wegen Schusswaffen, Nähmaschinen und Schreibmaschinen. Bei denen ist höchste Präzision geboten, sonst klemmt's.

Folge: Der Facharbeiter scheidet als Fehlerquelle aus. Die Teile passen immer und müssen nie nachbearbeitet werden. Zusammenbauen können sie Ungelernte am Fließband. Und die Maschinen, die dabei herauskommen, sind extrem haltbar und zuverlässig wir das berühnte Modell T von Ford.

Wenn man sich so ein System schon abgucken kann, ist es leicht, es nachzumachen. Die Mathematik hat Jahrtausende gebraucht, um bis zur Differenzialrechnung zu kommen, ein Schüler schafft das heute in 9 Jahren. Und genau so ist es mit Maschinen. Wenn eine existiert, kann man sie auch nachbauen. Wie lange man dafür braucht, hängt ab vom Einsatz an Manpower und Kapital.
 
Ich spreche von WK1. Deutsche Industrieprodukte hatten damals einen miserablen Ruf, sie gingen schnell kaputt. Darum das Label "Made in Germany", eine Auflage der allierten Sieger.
Zu der Zeit galt das "Label" bereits als Qualitätsmerkmal. Es ist über 30 Jahre älter.
 
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