Realistischer als das der technische Fortschritt diese Problem nicht behehen wird, ist dann eher das man Müll 300000 Jahre sicher in einer Höhle lagern kann, irgendwie ist suspekt, oder ?!
Genau deshalb ist es ja so schwer Argumente für die Atomkraft zu finden.
Ob es irgendwann mal die Möglichkeit gibt entstandene Abfälle abzureichern ist ungewiss (und nach jetzigem Kenntnisstand zumindest massiv energieintensiv). Also wohin mit dem Zeug?
Macht man es wie die EDF und bringt den Müll nach Russland, wo er mit Sicherheit ordentlich versorgt wird, dafür sind die Kannisterköpfe ja bekannt (man denke nur an die vorbildliche Lagerung der berühmten Saatgutbestrahler) ?
Irgendwo bei uns auf Halde legen, damit man zumindest die Bewässerungsgefahr wie aktuell in der Asse, ausschliessen kann?
Und da es eben momentan keine sichere Entsorgungsmöglichkeit für den radioaktiven Abfall gibt, sollte er so gut wie möglich vermieden werden.
Das mag für diese Jahrzehnt stimmen, aber da gab es auch noch keine Hochleistungsrechner, die heute eben den technologischen Fortschritt massiv beschleunigen.
Mich stört nur immer an dieser ganzen Diskussion, dass man zum Einen 300k Jahre verplant, aber auf der anderen Seite nicht bereit ist eine Lösung in wenigen zu Jahren/Jahrzehnten zu erwarten bzw. als völlig unrealistisch zu betrachten.
Der Unterschied ist nunmal: Die Halbwertszeiten sind Science, was Du erwartest Fiction.
Ich werd sicher nicht heute meine Fahrzeuge verkaufen und mein Führerschein aufs Spiel setzen, nur weil es ja möglich ist, dass jemand das Beamen von komplexer Materie erfinden könnte.
Des weiteren wäre selbst wenn eine Lösung bereit stände der Steuerzahler derjenige der dafür aufkommen darf, dass die Energiekonzerne ihren Atomstrom, befreit von den Lasten der Nachsorge, auf den Makt schmeissen konnten, und so den regenerativen (welch doofes Wort, treffender wäre doch "unerschöpflichen") Energiequellen das Wasser abgrub.
Die Preise für die Stollen, in denen das Gas gelagert werden sollen, werden dann bald auch richtig in die Höhe schießen, bleibt dann noch zu hoffen das dieses dann immer noch kosten effizient ist
Unsere Speicherkapazität beträgt momentan ca. 19Mrd Kubikmeter. Bei einem Heizwert von 9,9kWh/m3 entspricht das einer möglichen Leistung von 21,4 GigaWatt, und das 24/7.
Oder um es anders auszudrücken. Sollen 80% des Stroms auf regenerativen Quellen kommt, wird zur Überbrückung von Schwankungen ein Speicher von 30TWh Kapazität benötigt.
Unser Gasnetz bietet momentan ca. 200 TWh (im Vergleich dazu: Alle Pumpspeicherkraftwerke in D haben zusammen eine Kapazität von wahnsinnigen 0,04 TWh).
Man merkt, dass die Mär von unmöglicher Energiewende ohne die Landschaft mit Speichern vollzupflastern einfach nur Propaganda ist, und noch dazu keine gute.
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