Mit 23 Jahren zu behaupten, daß die Leute früher weniger blöd waren halte ich für gewagt und kann ich auch guten Gewissens widersprechen.
Sicher mache ich mich über Leute lustig, die mich beim Diktieren fragen, ob ich, wenn ich kaufmännisches Und sage, ein großes oder kleines meine.
Es ist auch traurig, wenn man jemand im Bus hört, der nicht weiß, wie seine Buslinie heißt. "Die Zahl mit der 5 und der 8"
Aber ich oute mich jetzt mal selber als jemand, der Fehlleistungen oft als Arbeitsweise einkalkuliert.
Ich denke öfters erst nach, wenn etwas nicht funktioniert. Natürlich nur da, wo es unkritisch ist, also nicht beim Herd anschließen o.a..(nicht Teil meiner Arbeit)
Erfahrung äußert sich oft als richtige Intention.
Auch bei Fachgesprächen kann man bei guten Kollegen Dinge raushauen, wo man sich 2 Sekunden später selber die Hand an den Kopf haut.
Verblödet ist man nur, wenn man den Fehler nicht erkennen will, oder wenn man sich keine Hilfe holt. Es gibt Dinge , die sieht man auch nach Stunden nicht, während der andere unvoreingenommen nur einen Blick braucht. Derjenige, der sich nach einer halben Stunde Hilfe geholt hat ist besser, als der, der nach 8 h das Problem selber gelöst hat.
Fernsehen macht auch nicht dumm.
Daß bei einem heute 50 jährigen andere Hirnareale stärker sind, dafür andere schwächer, als bei einem heute 20 jährigen, ist ein interessanter Fakt, hat aber erst einmal nur etwas mit anderen Anforderungen in der Entwicklung zu tun.