Taser für deutsche Polizisten?

..Eure Meinung?...
Meine ist in diesen Thread nicht gefragt und meine Beiträge wurden grundlos gelöscht.

Wenn ich schreiben würde Taser , tolle Idee Bodycam, supi und Drohneneinsatz, spitze, dann bleibt meine Meinung möglicherweise stehen.
 
@Aruta:

Deine Beiträge wurden von meinem Kollegen Gandalph gelöscht. Bitte wende dich bei Fragen dazu an ihn.

So und jetzt wieder back to Topic.
 
vor allem wenn man den Polizisten erklärt es sei eine harmlose Waffe die keine Schäden hinterlässt.
Na jut, warum sollten man Polizisten das so sagen, wenn es gar nicht stimmt?
Auf der anderen Seite ist natürlich der Sinn der Einführung von Tasern der, dass auch eine nicht-letale Waffe zur Verfügung steht. Da ist also eigentlich dem Hintergrund der Einführung das Senken der Hemmschwelle schon immanent.
 
Zuletzt bearbeitet:
Taser gehören nicht zu den nicht letalen Waffen, sie sind nur noch weniger letal. Das musste wohl geändert werden nachdem es zu viele Tote durch Taserbeschuss gab.

MfG
Mr. J
 
Die brauchen keine Taser, sondern ne Nachschulung im Bereich "Verhältnismäßigkeit unmittelbarer Zwangsmittel", ein Kommunikations/Deeskalationstraining und dazu eine Behörde, die Straftäter in Uniform wirksam verfolgt und vor Gericht zerrt. Dann dürften sich nämlich ca 70% der "Gewaltvorfälle gegen Polizisten" erledigen. Für die restlichen Fälle, in denen sie tatsächlich angegriffen werden, verfügen sie über umfangreiche Mittel, benötigen aber eventuell eine entsprechende ausbildung am Einsatzmittel. Gerade so ein Schlagstock lässt sich weitaus vielfältiger einsetzen als nur zum zudreschen.

Bis dahin dürfen sie weiterhin damit rechnen, infolge nicht gestoppter Straftäter in den eigenen Reihen auf die Fresse zu bekommen. Deal with it.

Wenn ich mir über Jahre so effektiv meine Reputation kaputtmache wie Teile des deutsche Polizeiapparates - besonders die BFE/das USK - muss ich mich auch nicht wundern, wenn ich in 90% der Fälle nur auf Ablehnung und in den restlichen 10% auf Fäuste und Flaschen treffe. Für solche Leute ist im Zug neben mir auch kein Platz mehr frei.

PS: Nein, ich mache aus meiner Ablehnung denen Gegenüber keinen Hehl. Spätestens nicht mehr nach der Aktion in HH am 21.12
 
Spätestens nicht mehr nach der Aktion in HH am 21.12
Sag an.

Hat denn eigentlich auch mal jemand Zahlen zu Fällen von Polizeigewalt? Mir ist da bisher gar nicht so viel zu Ohren gekommen. Ich dachte immer, das sei vor allem ein US-amerikanisches Problem (wobei ich auch das nicht wirklich weiß, ist eher so ein Eindruck).

[EDIT:]
Ach, meinst du die Aktionen da bei der Roten Flora, an der Schanze und so oder was?
 
Na ja, wenn ich an den Beitrag gestern oder vorgestern denke von der Demo der erzkonservativen Ecke, damit Aufklärung über Homosexualität NICHT in die Lehrbücher aufgenommen wird und wie die Polizisten die Gegendemonstranten angegangen sind... au backe, wenn die Taser in die Pfoten kriegen. Die Gegendemonstranten in dem Fall haben keinerlei Gewaltaktionen gezeigt, sondern nur geschimpft wie die Rohrspatzen und wollten nicht von dem Fleck weg. Erst wurden sie geschubst von den Polizisten (Räumung des Platzes für die Demonstranten) und dann wurde der Schlagstock gezogen und drauf los gedrescht. Zwar jetzt nicht so viele Schläge, aber 1 oder 2 x gezielt kann jeden zu Boden schicken. Wo ist denn da die Verhältnismäßigkeit? Steine oder schlimmeres sind nicht geflogen und es wurde auch nicht angegriffen von Seiten der Gegendemonstranten. Nun stelle man sich vor, diese Polizisten kriegen Taser in die Hand und tasern dann bei solch einer Aktion munter drauf los.
 
[EDIT:]
Ach, meinst du die Aktionen da bei der Roten Flora, an der Schanze und so oder was?
Jupp. Was ich dort erlebt habe war das allerletzte, über den ganzen Abend verteilt. Wie es dann zurechtgelogen wurde - man erinnere an den NTV-Artikel (NTV!), der das ganze dann zumindest wesentlich näher an die Wahrheit brachte - tat das übrige. Das war nach dem G8-Gipfel mal wieder so eine totale Fail-Aktion, die sehr deutlich vermittelt hat, was der deutschen Polizei denn die Rechte Andersdenkender wert sind - nicht mal das Papier, auf dem sie geschrieben wurden.

Und solange dieser Fakt besteht, solange müssen wir auch nicht über zusätzliche Einsatzmittel reden, sondern erstmal wieder ein gewisses Maß an Rechtsstaatlichkeit auch in die Polizeibehörden tragen. Bis dahin ist jede weitere Einsatzbefugnis ein weiteres Messer im Rücken unserer demokratischen Gesellschaft.
 
Magst du das erzählen? Vielleicht überzeugt das auch Leute, die meinen, Taser in der Hand unserer Polizisten wäre toll.
Wurde doch schon 100mal erzählt?
Die Demo bewegt sich friedlich - nein, römische Lichter sind keine Gewalt - nach vorn, nachdem bereits 2 Tage vorher die Route und der Beginn (15:00 Uhr) abgeklärt wurde. Das war gegen 15:04 Uhr. Bis hier wurde die Polizei in keinster Weise angegriffen, auch die Demonstranten waren friedlich. Sachbeschädigung trat ebenfalls nicht auf.
Zuvor war bereits eine unangekündigte kleine Spontandemo von der Haltestelle Sternschanze bis zur Flora gezogen, ohne jeglichen Begleitschutz und ohne Vorfälle.

Die Kundgebung trifft auf scheinbar relativ unvorbereitete Polizisten, die hektisch Helme aufsetzen und mit brutalster Gewalt und unter sofortiger (!) Zuhilfenahme von Wasserwerfern auf die ersten Reihen eindreschen. Ab diesem Zeitpunkt flogen Böller, Steine und Rauchbomben, größtenteils um die völlig freidrehenden Beamten, die alles in Reichweite niederknüppelten - egal wie gekleidet oä, völlig unverhältnismäßig - auf Distanz zu halten. Dies gelang unter massivsten Anstrengungen eine Zeit lang. Ich verbuche das unter "Selbstschutz", das vorgehen der Polizei war komplett auf Provokation und Eskalation ausgerichtetund hatte nichts mit ergebnisorientiertem oder deeskalierendem Verhalten zu tun.

Danach wurde die Demo aufgelöst, es gab in der ganzen Stadt Hetzjagden auf Kleingruppen, die teilweise zusammengeknüppelt (inklusive Journalisten mit deutlich sichtbaren Presseausweisen!) und einfach liegen gelassen wurden. Es bestand also nicht einmal die Absicht, Straftäter zu verfolgen.

Ich weiß bis heute nicht was man damit bezwecken wollte. Die anschließende Lachnummer "Gefahrengebiet" war ähnlich sinnfrei und nicht zielführend.
Wieso es hier keine rechtlichen Konsequenzen gab, ist mir ebenfalls schleierhaft. Rechtsstaatlich absolut untragbar, mittlerweile aber scheinbar "normal".
 


Dieses Nachfragen nach Geschichten über die bösen Bullen ist doch Kokolores.

Ich habe beim NATO-Doppelbeschluss und am Zaun von Brokdorf (da gab's wenigstens noch Schlagstöcke und Wasserwerfer :cool:)
auch genug unangenehme Erfahrungen gemacht.

Aber genauso habe ich gute Polizisten im Leben erlebt. Hilfsbereit, tröstend, zuvorkommend und sehr engagiert :T
 
Aber genauso habe ich gute Polizisten im Leben erlebt. Hilfsbereit, tröstend, zuvorkommend und sehr engagiert :T
Echt? dann schick die mir mal vorbei - ich hab sie jedenfalls noch nicht getroffen.
In den Momenten, in denen man sie tatsächlich mal gebraucht hätte, dauert es ewig bis sie ankommen, damit sie später Anzeigen einstellen können, weil sonst der Kaffee kalt werden würde, bzw sie massiv überarbeitet sind, da ständig Stellen gestrichen werden.

Genau aus solchen gründen rufe ich die Jungs höchstens dann, wenns vorbei ist. Fährt man in 90% der Fälle eh besser mit.

Mit dem Verein bin ich zu 100% fertig.
 


Kennt man ja. Immer wenns auf die Fresse gibt, sind plötzlich die Batterien leer. Warum macht man den kameraführenden Beamten nicht einfach für die Aufnahmen haftbar?
 
Weil der Beschiß dann so furchtbar schwer wird...
Die werden wohl kaum Regeln zu ihrem Nachteil erlassen.

MfG
Mr. J
 

Falls Du noch nicht hast, solltest Du vielleicht einen eigenen Blog aufmachen.
Dann kannst Du dort Deinen Aufreger des Tages bloggen.
 
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