Die Folge selbst fand ich richtig gut, angefangen schon beim Nostalgie-Opener vom ersten Doctor und den Anspielungen (I.M.FORMAN oder Cole Hill School) oder auch die glitschenden "Desktopthemes" in der Tardis mit den "round things". Beim Opener bekam ich das erste Mal Gänsehaut.
Dann war es mal wieder wunderbar, Tennant als Doctor zu sehen, zusammen mit seinen für ihn typischen Macken (teils nachdenklich, teils Clownhaft mit Fakten um sich werfend (You´re a Zygon! ... surprisingly good kisser...), sich immer wieder in peinliche Situationen bringend (Oh... it was the horse...) oder auch seine Vorstellung gegenüber dem Kaninchen. Man konnte in der gesamten Folge - speziell am Ende - schön sehen, wie er (zeitlich) kurz vor The End of Time war.
Auch Smith war wieder schön in seiner Rolle zu sehen, der, der überzeugt von sich ist, keine Fehler macht (oder eingestehen will) und alles verplant hat. Inzwischen schau ich ihn auch richtig gern. Schade, das er bald seine Abschiedsvorstellung macht.
Passend dazu war, sozusagen als Gegenpol zu den beiden Komödianten, John Hurt. Endlich mal einer, der nicht gleich den Clown raushängen lässt, sondern dem man die Last auf seinen Schultern teilweise erkennen kann. Schön zu sehen, wie er den beiden anderen ab und an auch mal über den Mund fährt und zu ihnen meint, sie sollen doch endlich mal Erwachsen werden.
Was ich auch toll fand, war das Zusammenspiel zwischen den Doctoren, schon beim ersten Aufeinandertreffen der Sch...crewdriver-Vergleich ("Compensating?" - "For what?" - "Regeneration... it´s a lottery...") oder auch im Kerker, wo sie sich alle gegenseitig zum Genie machen und dann das einfachste der Welt übersehen. (Im übrigen find ich das etwas komisch, das das immer noch die gleichen Screwdriver in ner anderen Hülle sein sollen, so ist er doch, mehrfach sogar, zerstört worden im Zeitraum zwischen Hurt und Smith jetzt.) Teilweise fand ich manche Szenen aber auch wieder zu sehr gekünstelt.
Von der Grundstory her nichts spezielles: Monster of the week bedroht die Welt, aber nichts außergewöhnliches. War aber auch nicht notwendig, das hätte vermutlich auch das Zusammenspiel zwischen den Doctoren gestört.
Was mich dann schon eher gestört hat war Billie Piper. Ich weiß nicht, warum sie dort eingebaut wurde, allerdings hätte es auch jeder andere Schauspieler an ihrer statt getan. Das dürfte einfach nur Fanservice gewesen sein. Dafür hätte sie sich (oder uns) ehrlich gesagt nicht wieder mit der Überbissprothese malträtieren müssen.
Fanservice in anderer Art fand ich dann dafür den Auftritt vom vierten Doctor Tom Baker gegen Ende (egal, ob die Rolle jetzt der Doctor war oder nicht). Sehr schön anzusehen.
Das am Ende sogar alle 13 (inkl. Capaldis Augen, kleiner Vorgeschmack auf auf den Charakter vom nächsten Doctor?) Doctoren zusammen gerufen wurden, fand ich zwar vom logischen Zusammenhang her etwas komisch, für das Special war es aber gut. Letzte Gänsehaut gab es dann beim Gruppenfoto mit Ausblick auf Gallifrey (?) am Ende.
Das einzige, was mir wirklich gefehlt hat: Am Ende hätt ich gerne noch Eccleston nach der Regeneration gesehen.
Was nehm ich mir aus der Folge mit? Erstmal müssen wohl die Doctoren mal neu durchnummeriert werden. So ist ja Hurts War Doctor doch dem Namen "Doctor" gerecht geworden, hat er ja doch nicht Genozid am eigenen Volk begangen.
Um damit gleich mal den nächsten Punkt zu nennen: Gallifrey. Ich könnt mir vorstellen, das wir damit wohl den großen Storyplot für den nächsten Doctor haben: Finde Gallifrey! Go Home!