Pharmakonzerne verhindern die Heilung von Krebs

omg.
wer von uns beiden muss sich jetzt mehr Sorgen machen?
;)
 
@TheOnly1 & elgitarre:
Neeeeiiiiiin, ihr habt einen unausgleichbaren Fehler in der Matrix hervorgerufen! Das Universum wird nur wegen euch untergehen!

Ohne den mittleren Teil wärs ne 7/10 geworden, aber durch das Kleinkindergedicht nur 5/10.
Die restlichen 3 Punkte hab ich abgezogen weil du fast nur bereits genanntes wiederholt hast.
Die Einleitung war allerdings super.

Bezogen auf meinen Beitrag oder auf den des TS? :D
Meinst du ich lese (bei so einem Thema) den ganzen Thread? :eek:
Und welches Gedicht überhaupt? Wenn schon musst du das als deutschen Aggro Berling yeah nigga bitches hip to the hop interpretieren. :D
Okay, da fehlen die Beleidigungen und "yeah" zwischen jedem anderen Wort, aber das kann man sich ja noch dazu denken. ;)
 
@ Tedious

Es kommt auf den Tumor an. Bei inoperbalem Lungenkrebs werden in der palliativen Chemotherapie heute das uralte Cisplatin und die neuern Zytostatika Vinorelbin, Gemcitabin und Taxoterre eingesetzt. Früher war das Schema Cisplatin + ein neueres, heute sind auch zwei neuere ohne Cisplatin erlaubt. Egal welche Kombination, die Überlebensdauer unterscheidet sich nur um Wochen, und es gibt Metastudien, die herausgefunden haben wollen, dass es überhaupt keinen Unterschied gibt. Trotz immer neuer Zytostatika hat kein wirklicher Fortschritt bezüglich des Heilerfolgs stattgefunden.

Allerdings sind Applikation und Nebenwirkungen im Normalfall bei Gemcitabin weit weniger belastend als bei Cisplatin. Dafür sind bei Gemcitabin Gerinnungsstörungen beobachtet worden, die zu Embolie und Schlaganfall führen können.

Wenn man sich so einen Fall rückblickend anschaut, kommt man zu dem Schluss, die ganze Quälerei mit der Chemotherapie hat sich eigentlich nicht gelohnt, außer für die Hersteller der teuren Medikamente.

Wenn man mitten drin steckt, sieht die Sache freilich anders aus. Kein Arzt sagt einem Patienten gerne, dass er nichts mehr machen kann. Und kein Patient hört das gerne. Die medizinisch sinnlose Behandlung gibt dem Patienten Hoffnung, ohne die sein Leben noch schwerer erträglich wäre. Und je neuer das Präparat, desto besser, vielleicht geschieht ein Wunder.

Kennst Du neue Zytostatika mit durchschlagendem Erfolg, also nur Zytostatika, keine monoklonalen Antikörper? Ich sehe nur, dass im Ernstfall immer noch die ganz alten eingesetzt werden, Cisplatin, Fluorouracil und sowas.
 
Weg von mabs und mibs ist es dünn. J&J hat Ibrutinib auf dem Schirm, filing ist als "2013-2015" angekündigt. Oraler, selektiver inhibitor von Bruton's tyrosine kinase (Btk), B-cell non-Hodgkin's lymphoma. Schaut nicht schlecht aus.

Dabrafenib + Trametinib, gefiled bei der EMA 07/02/2013, NDA 09/07/2013 (Priority Review). BRAF mutant melanoma.

Apremilast, PDE-4, TNF-alpha, Interleukin-2, Interferon gamma, and nitric oxide synthase Hemmer. Filings wohl noch 2013

Rest hängt in Klinik 3.
 
Außerdem aus marktwirtschaftlicher Sicht Quatsch. Das eine Unternehmen, dass eine Heilung für Krebs auf den Markt bringt, würde sich damit nämlich dumm und dämlich verdienen.

Ne wieso? Wenn es eine Heilmöglichkeit gäbe, wäre es vermutlich keine Pille oder Flüssigkeit die man nimmt und schwubbs ist man wieder gesund sondern eher eine Art Therapie. Und die sind für gewöhnlich teuer. Selbst wenn man davon ausgeht, dass es ein "einfaches" Medikament ist: Der Patient kauft es, nimmt es, und braucht es danach nie wieder. Und schon haben wir dasselbe Problem wie etwa bei Glühbirnen die nicht kaputt gehen: Am Anfang ist eine hohe Nachfrage da, aber irgendwann ist der Markt eben gedeckt und die Firma geht pleite. Was ist also lukrativer: Wundermittel einmal verkaufen oder den Patienten über Jahre hinweg mit Medikamenten versorgen die seine Krankheit mildern?
Ich bin ja nicht jemand der direkt mit Verschwörungstheorien anfängt. Aber ich kann mir gut vorstellen, dass neue Innovation in dem Bereich von großen Pharmakonzernen aufgekauft und in die Schublade gelegt wird. In anderen Bereichen wird das schließlich nicht anders gemacht. Wir leben nunmal in einer gewinnorientierten Welt.
 
Wenn du den Patient aber einmal heilst, dann heißt das nicht, dass er nicht noch mal einen Tumor bekommen kann.
Ein (Achtung:) marktwirtschaftlich "gutes" Mittel würde etwa lediglich die Bildung von Tumorzellen unterdrücken, sodass du es ab Ausbruch bis zu deinem möglichst (späten) natürlichen Tod nehmen musst.

Wenn du dir überlegst, mit 30 ein Tumor und du nimmst das Mittel bis du mit 90 ins Gras beißt, ist besser, als ein Mittel, dass dich 10 Jahre mit dem Tumor leben lässt, bis du daran verreckst. Schließlich hast du bei dem einen Medikament "nur" 10 Jahre, die du es verkaufen kannst, bei dem anderen eben einfach mal 60.
Ein Medikament, das du ein mal verkaufst und das dann den Patienten ein für alle Mal heilt, wäre zwar aus moralischer/menschlicher Sicht am besten, aber marktwirtschaftlich wohl eine Katastrophe.
 
...Der Patient kauft es, nimmt es, und braucht es danach nie wieder. ...

yo, wenn der Patient an Krebs stirbt braucht er es aber auch nie wieder.
Und keine Kopfschmerztabletten, und kein Viagra und auch sonst keine Pharmaprodukte.
Deine Logik ist falsch.
 
Würde ich auch behaupten, der älteste Mafiaspruch der Welt hält uns am Leben:
Tote Menschen werfen keinen Profit ab.

Sowohl im ganz primitiven Einzelfall als auch im Organisierten gesamten trifts zu:
Der eine der ein Wunderheilmittel verkauft wird so reich das er keine Fick mehr auf das Wohl oder Interessen anderer geben muss und andersherum siehts so aus das lebende Menschen ziemlich hohe Kosten(in vielen Bereichen) haben um dieses Leben weiterhin zu erhalten.

Sind ja nicht nur Medikanete die lebende brauchen, das fängt bei Lebensnotwendiger Nahrung an und hört bei sinnloser Scheiße wie Statussymbolen(wo es keiner Grenze nach oben gibt) auf.
 
Phase 3: Profit
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1980 hielt man einen Menschen für normal, wenn er ein Jahr lang um einen nahen Angehörigen trauerte.
1994 empfahl man Psychiatern mindestens zwei Monate Trauerzeit abzuwarten, bevor man Traurigkeit, Schlaflosigkeit, Konzentrationsstörungen und Apathie als behandlungsbedürftige Depression einstufte.
Mit dem neuen Katalog psychischer Störungen wird ab Mai 2013 empfohlen, schon nach wenigen Wochen auf Depressionen zu untersuchen.
 
Sind ja nicht nur Medikanete die lebende brauchen, das fängt bei Lebensnotwendiger Nahrung an und hört bei sinnloser Scheiße wie Statussymbolen(wo es keiner Grenze nach oben gibt) auf.

Naja das interessiert dich als Pharmakonzern aber normal weniger. Du willst ja deine Medikamente verkaufen und keine Nahrungsmittel, Tablets oder Smartphones.
Ich habe mich mit meinem letzten Post vielleicht etwas weit aus dem Fenster gelehnt. Ob es sich lohnt hängt wohl hauptsächlich davon ab, wie aufwändig die ich nenns mal "Wunderheilung" ist und wie lange der Betroffene ohne sie leben könnte. Gerade letzteres hängt wohl stark davon ab, um welche Art von Krebs es sich handelt und wie weit er bereits fortgeschritten ist.

Generell geht der Trend ja auch bei Pharmaunternehmen in die Richtung, den Leuten Medikamente zu verkaufen die sie gar nicht brauchen. Gerade in diesem Bereich finde ich das sehr bedenklich. Gesund ist das wohl definitiv nicht, gerade auch was die Nebenwirkungen angeht. Den Leuten irgendwelches Gedöhns andrehen das sie nicht brauchen ist zwar auch nicht gutzuheißen. Aber Medikamente sind noch mal eine ganz andere Liga, hier geht es schließlich direkt um die Gesundheit. Hab dazu heute woanders einen interessanten Thread zu gesehen:
Ich will ja nicht mit unbegründeten VTs anfangen aber das ist doch schon etwas komisch. Zumal ich von der Freundin eines Freundes deren Vater Arzt ist gehört habe, dass sie alle auf den Rat ihres Vaters (also des Arztes) nicht geimpft wurden. Als ich letztens beim Arzt war empfahl er mir dringend noch vor dem Winter eine Grippeimpfung. So langsam weiß ich nicht mehr was ich davon halten soll...

Ein Medikament, das du ein mal verkaufst und das dann den Patienten ein für alle Mal heilt, wäre zwar aus moralischer/menschlicher Sicht am besten, aber marktwirtschaftlich wohl eine Katastrophe.

Das war auch mein ursprünglicher Gedanke bei meinem letzten Post. Aber das Gegenargument stimmt schon. Der Normale Mensch braucht ja über sein Leben hinweg schon hier und da mal das eine oder andere Medikament. Hier spielt denke ich eine Rolle, wie lange der Patient mit herkömmlichen Medikamenten noch am Leben gehalten werden kann. Ich meine wenn ein Krebskranker nur noch ein paar Jahre lang zu leben hat und in diesem Zeitraum dauerhaft Medikamente nimmt die seine Schmerzen lindern, dann verdienen die Pharmakonzerne da sicher mehr dran wie wenn sie ihm ein "Wundermittel" geben und er kauft die nächsten Jahrzehnte hier und da mal eine Packung Viagra und Kopfschmerztabletten. Aber das lässt sich so pauschal wohl nicht sagen, da die Lebenserwartungen ja von Fall zu Fall sehr unterschiedlich sind.
 
Und da wäre es jetzt toll gewesen den gesamten Kontext, zum Beispiel den Rest des Beitrags zu berücksichtigen. Im pöhsen Pharmaunternehmen arbeiten egoistische Einzelpersonen und um etwas zu per Patent schützen zu lassen muss man es Veröffentlichen. Jetzt klar?

Zum Thema Impfung:
Das Thema Immunsystem ist ja wohl ein ganz kleines bischen zu komplex für derart pauschale Antworten, meinst du nicht auch?
 
Würde ich auch behaupten, der älteste Mafiaspruch der Welt hält uns am Leben:
Tote Menschen werfen keinen Profit ab.

Und das ist die beste Lebensversicherung, die es geben kann. Besser als jede Moral.


@ Casper

Deiner Theorie zufolge hätten Antibiotika nie entwickelt werden dürfen. Die sind ein typisches Beispiel für die Pille, die gesund macht.

Natürlich sind Aidsmedikamente oder Blutdrucksenker das bessere Geschäft, weil die Patienten ihre Pillen 20 Jahre oder länger täglich schlucken müssen. Tatsächlich fließen in die Forschung und Entwicklung bei solchen Medikamenten bedeutend mehr Gelder als in die Entwicklung neuer Antibiotika. Das heißt aber nicht, dass ein Pharmakonzern diesen Markt verschmähen würde.

Nur wenn ein Verlustgeschäft droht, weicht er aus. Das erste spezifisch gegen eine bestimmt Sorte Krebs wirkende Medikament wäre beinahe nicht produziert worden.

Warum? Diese Sorte Krebs ist so selten, dass der Konzern keine Chance sah, die hohen Kosten für die vorgeschriebenen klinischen Tests jemals wieder einzuspielen. Auf öffentlichen Druck hin hat er es dann trotzdem produziert.
 
Zuletzt bearbeitet:


Da Du Dich hier nicht weiter meldest, bitte studier Medizin oder besuche ein paar Jahre lang ein paar Vorlesungen. Da deinem Thread sämtliche Grundlagen fehlen, du tickst doch nicht richtig. Kennst Dich mit Pharmaunternehmen genauso aus wie Du Dir selbst am Ellenbogen lecken kannst. Lächerlich nenn mal ein paar seriöse Quellen... bitte den Thread schließen weil bullshit und entgegen aller Grundlagen um einen Diskussionsthread zu eröffnen.
 
Dito, den Startmüll haben wir sauber und fachgerecht entsorgt, dem Spinner den Kopf gestreichelt und sein Aluhelmchen aufgesetzt und jetzt läuft es vernünftig weiter. Genau so muss es laufen, nicht mit Zensur und Vertuschung.

Nicht nur das sie uns am Leben erhalten wollen, nein, die wolen uns sogar ziemlich Gesund machen, denn wer schwer krank ist kann wohl kaum das System weiterfinanzieren. Vergiss nicht, irgendwer muss die Kohle ranschaffen und da gilt wieder unsere Mafia Lebensversicherung. Für Parasiten muss es Wirte geben. Alles andere ist Evolutionsbiologisch quatsch, würden Menschen nicht im großen so ticken wären wir schon sehr lange ausgestorben.
 
Zu deinem ersten Absatz kann ich dir nur zustimmen, Argumente sind i.d.R. besser als Beleidigungen, Sperren o.ä.

Das Pharmakonzerne (nicht Einzelpersonen in eben diesen) Ziele haben außer der Gewinnmaximierung würde ich nicht behaupten. Es sind eben kapitalistische Konzerne, die von Aktionären gelenkt werden (und da ist eben häufig der gemeinsame Nenner die Rendite). Wie es "Tedious" ja schon schrieb, die Entwicklung von Medikamenten kostet unglaublich viel Geld, von daher ist es für ein wirtschaftliches Unternehmen eben nicht unerheblich wie viel Gewinn mit einem noch zu entwickelten Medikament (wahrscheinlich) zu erzielen ist (und wie hoch die Erfolgsaussichten sind ein solchen zu entwickeln).

Bei seltenen Krankheiten ist es zumeist die universitäre bzw. die zivilgesellschaftliche geförderte Forschung (MPG, Leibnitz, Stiftungen, Vereine, Privatpersonen, …) die diese erforscht. Ich bin auch kein Freund von Pharmakonzernen, aber die Behauptung diese würden bewusst Krebs erzeugen ist quatsch. Ich wäre ja froh wenn es so einfach wäre aber das leben ist komplizierter, gerade da draußen. Hier im Internet ist es ja noch ganz kuschelig :-)

Deine letzten beiden Sätze bekomme ich irgendwie nicht zusammen. Entartet Zellen sind kein Parasiten. Aber wahrscheinlich habe ich da grade ein Brett vor dem Kopf.
 
Zuletzt bearbeitet:
Keinnt jemand das Buch "Der König aller Krankheiten. Krebs - eine Biografie" von Siddhartha Mukherjee? Es hat 2011 den Pulitzer-Preis bekommen, was für ein Sachbuch ganz außergewöhnlich ist. Es hat 669 Seiten und kostet 25 Euro, gut angelegtes Geld, es ist wirklich unglaublich gut. Wer das gelesen hat, dürfte gegen VT immun sein.

Nixon hat 1971 den War on Cancer ausgerufen und den National Cancer Act verabschieden lassen, es wurden riire Summen für Forschung und Therapie ausgegeben, ohne greifbares Resultate, weil der Krebs damals noch nicht mal ansatzweise verstanden worden war. Aber an Geld und gutem Willen hat es beim Krebs nie gefehlt.
 
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