Pflanzenneurobiologie - Besitzen Pflanzen eine Intelligenz?

Ich rede übrigens mit Spinnen und anderen ekligen Tieren und gebe ihnen Namen, bevor ich ihnen Nahe komme um sie einzufangen und wegzutragen. Das kann ich sehr empfehlen, diese lassen sich dann nämlich leichter fangen :D.
 
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  • #25
Aus dem Original:
We begin by stating simply that there is no evidence for structures such as neurons, synapses or a brain in plants.

Das ist schon richtig. Das "Gehirn" der Pflanzen arbeitet nicht mit Neuronen, Synapsen oder einem Gehirn, so wie wir das kennen.
Deshalb hängen sich viele an den Begrifflichkeiten auf, die im Grunde alle falsch sind. Keine Neuronen-> Keine Neurobiologie z.b.

Da kommen z.B. Prionen zum Einsatz


Bei bestimmten Arten von Pflanzen fungieren diese als eine art Gedächtnisspeicher.
 
Zuletzt bearbeitet:
"Gedächtnis" ist auch schon ein irreführender Begriff.
Signalspeicherung und Verarbeitung. Das ist auch alles noch auf dem Niveau 'Sonnenblume dreht sich in Richtung Sonne'
 
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  • #27
Hatte ich auch gedacht, nur scheinbar können einige Arten auch Erfahrungen sammeln und dann entsprechend drauf reagieren, wie das Beispiel mit der (Achtung Wortspiel) Fallstudie zeigt.

"Mimosen klappen ihre Blätter nicht bei jeder beliebigen Berührung zusammen, sie sind in der Lage, zwischen gefährlichen und ungefährlichen Reizen zu unterscheiden", erklärt Mancuso. "Und sie können aus Erfahrungen lernen."

Um das zu demonstrieren, ließ der Botaniker eingetopfte Mimosen wiederholt aus geringer Höhe auf eine weiche Unterlage fallen. Anfangs falteten die Pflanzen ihre Blätter nach jedem Aufprall zusammen, aber spätestens nach dem sechsten Sturz zeigten sie keine Reaktion mehr. Offenbar hatten sie gelernt, dass ihnen die Erschütterung nicht schadet. Selbst einen Monat später konnten sich die Pflanzen noch an ihr gelerntes Wissen erinnern und blieben von erneuten Stürzen unbeeindruckt.

 
Das meinte ich mit Signalspeicherung.
Man kann trivial einen Computer so programmieren, dass er sich genau so verhält. Natürlich nicht mit einem echten Sturz :D, dazu bräuchte man dann zusätzlich Robotik.

"Wenn ich von Intelligenz spreche, meine ich die Fähigkeit, Probleme zu lösen", sagt Mancuso. "Und Pflanzen lösen Probleme, indem sie Entscheidungen treffen, genau wie Tiere und Menschen." Die Limabohne trifft demnach bei Milbenbefall die Entscheidung, einen Hilferuf via Duftmoleküle abzusetzen. "Meinetwegen sagen Sie freier Wille dazu."
Das ist genau der Blödsinn, wegen dem sich solche Mär von intelligenten Pflanzen bei Romantikern hält. Demnach ist ja jeder von mir programmierte (= extrem schlechte :D) Schachcomputer intelligent und hat einen freien Willen.
 
denk es mal von der anderen richtung aus an. was, wenn wir alle, flora wie fauna, nur verschieden große speicher sind, um im bild zu bleiben. wenn es einen freien willen nicht gibt, sondern nur die illusion.
den romantischen trieb als motivation unterstellst du nur, weil du keine anderen motive siehst, richtig? als zeichen siehst du den sprachgebrauch, die vermenschlichung von 'dingen', und da bin ich ganz bei dir, das ist problematisch. aber sprache trägt diese problematik ganz natürlich in sich, weil sie subjektiv ist. wenn du von programmierung und computern schreibst bedienst du dich der selben ungenauigkeit, die du hier bemängelst, und bist meiner meinung trotzdem nach ganz dicht dran.
 
Also wenn ich






lese (im letzten Artikel das mit dem Lügendetektor mal außen vor - das scheint ja wiederlegt zu sein)
Ergibt sich zumindest bei mir das Bild das eine Pflanze durchaus deutlich mehr ist als "nur" dummes Grün wie ein Stück Plastik das man Hergestellt hat.

Auch in der Wissenschaft ist es ganz oft so das man Studien hat die etwas "belegen" - jedenfalls Statistisch oder durch wiederholte Beobachtung etwas erforscht werden konnte - man aber nie oder sehr lange nicht erklären kann warum es so ist.
Deswegen ist die Beobachtung erstmal nicht falsch.
 
Pflanzen reagieren auf Umweltreize. Das tun alle Lebewesen und hat mit Intelligenz erst mal gar nichts zu tun.
 
der Artikel bei Wikipedia bezieht sich fast vollständig auf das Wort Intelligenz im Zusammenhang mit Menschen - aber keine Allgemein gültige Definition.
Wenn z.B. anhand von Vibrationen / Geräuschen erkannt wird das ein Schädling in der Nähe ist und die Pflanze darauf reagiert - und bei anderen Reizen nicht reagiert kann man klar argumentieren das der Reflex nur bei bestimmten Mustern ausgelöst wird.
Es sind aber Selektive Aktionen die aufgrund einer Ereignisses passieren und für mich mehr sind als bei einer Fleischfressenden Pflanze der Reflex die Kappe zu zu machen wenn die Haare im "Mund" berührt werden.
 
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  • #35
Beim letzten Absatz fällt der Begriff "Pflanzliche Intelligenz"
Die Pflanzenneurobiologie konstatiert, dass Pflanzen zumindest viele der Komponenten besitzen, die sich auch in tierischen Nervensystemen finden und greift in dieser Konsequenz auch die Frage nach einer „plant intelligence“ (pflanzlichen Intelligenz) auf.[22] Sie bezieht sich dabei auch auf den indischen Naturwissenschaftler Jagadish Chandra Bose (1858–1937), der aus der Beobachtung elektrischer Signale zwischen Pflanzenzellen als Reaktion auf Umwelteinflüsse schloss, dass diese über ein Nervensystem, eine Form von Intelligenz sowie über Erinnerungs- und Lernvermögen verfügen müssten.[23] Dementsprechend bemüht sich die Pflanzenneurobiologie um entsprechend breite Definitionen, die es erlauben, auch Pflanzen Intelligenz zuzusprechen. So sei Intelligenz definiert durch detaillierte sensorische Wahrnehmung, Informationsverarbeitung, Lernen, Gedächtnis, optimierte Erschließung von (Nahrungs-)Ressourcen, Selbsterkennung, Vorausschau und die Fähigkeit zur Problemlösung in wiederkehrenden und neuen Situation. Alle diese Eigenschaften träfen auch auf Pflanzen zu.[24]
 
Aber das ist doch keine Intelligenz. Pflanzen und Pilze kommunizieren untereinander. Bienen tun das auch. Aber deshalb würde niemand Bienen als intelligent bezeichnen.
 
Intelligenz bedeutet Bewußtsein und Selbstreflektion. Als Kind hatte ich einen großen Hund, der gern spazieren ging. Wenn ich also mit Leine und Halsband klapperte, kam der angerast. Kinder treiben Schabernack, also bin ich mal im Uhrzeigersinn ums Haus gerast. Er konnte mich natürlich mühelos einholen, also hab ich ihm gedroht, ihn mit der Leine zu verprügeln und bin weiter gerannt. Daraufhin kam er mir schwanzwedelnd gegen den Uhrzeigersinn entgegen. Was ist das für eine Leistung? Mich hat das seinerzeit schwer beeindruckt.
 
also hab ich ihm gedroht, ihn mit der Leine zu verprügeln und bin weiter gerannt.

Da frage ich mich, woher der Hund weiß wie es sich anfühlt mit einer Leine verprügelt zu werden ohne das man ihn damit verprügelt hat. Ist der so Intelligent? Sagt viel über dich aus...
 
Ich finde Bienen sogar sehr Intelligent - genauso wie Ameisen usw. - was die an "Berufen" haben, Aufgabenverteilung, Bauweise ihrer "Häuser" usw..
Da sind viele Tiere wesentlich Intelligenter als so mancher Mensch - so Selbstreflektion sind viele Menschen ebenso nicht fähig - dann sollte man denen auch absprechen ein Intelligentes Lebewesen zu sein?

Daher ja vorher meine Frage - kommt darauf an wie man Intelligent definiert - Intelligent aber nur im *Eigenen* Sinn mit Menschen zu vergleichen ist ein wenig vermessen.
Ein sehr Intelligenter Mensch definiert dann nur Menschen als Intelligent die im Kopf die Wurzel as 3232 Berechnen können?
 
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