Wenn ich das richtig verstehe, bleibt die Grundsicherung doch erhalten, nur diejenigen, die sich nicht an die Spielregeln halten, haben eben mit Sanktionen und Kürzungen zu rechnen. Das ist doch ganz normal. Ich sehe keinen Grund das abzuschaffen. Entweder man braucht tatsächlich die Grundsicherung, weil man nichts hat, wovon man leben könnte oder man versucht sich illegal die Grundsicherung (ggf. zusätzlich zu anderen Einkünften) zu ergattern und da sehe ich es als vollkommen legitim an, wenn man sie dann eben nicht/ nur zum Teil erhält.
Geh erst mal arbeiten, dann hast du vielleicht irgendwann auch mal Ahnung, wovon du redest.
Und verabschiede dich mal von dem Märchen, Hartzer würden grundsätzlich immer nur bescheißen und diverse Sachen für ein Vermögen bei ebay verhökern.

Die breite Masse hat übrigens nichts, wovon sie leben könnte und braucht eben deshalb die Grundsicherung.
Tipp: Google mal nach einer Erwerbslosen-Initiative und unterhalte dich dort mit den Betroffenen von Angesicht zu Angesicht. Allerdings wäre ich mit deinen Sprüchen, die du hier so ablässt, dort dann etwas vorsichtiger.
Das mag alles sein, aber mal ehrlich, ist es im Berufsleben anders? Mach ich einen Fehler, vergesse was etc, krieg ich eine auf den Deckel.
Üblicherweise bedeutet "eins auf den Deckel kriegen" dann aber nicht gleich, dass einem die Lebensgrundlage genommen wird. Im Regelfall ist im Übrigen auch kein Vermögen vorhanden, mit dem man ggf. mal ein paar Monate überbrücken könnte. Wer sanktioniert wird, dem fehlt selbst bei nur 10 Prozent Kürzung schon Geld, um den Monat über die Runden zu kommen. Noch schlimmer wird es, wenn 30 oder mehr Prozent gekürzt wird - oder bei U25 gleich 100 Prozent.
Mal abgesehen davon, dass diese Sanktionspraxis als grundgesetzwidrig angesehen werden dürfte. Nicht nur, dass gegen diverse Grundrechte wie bspw. Vertragsfreiheit verstoßen wird. Das BVerfG hatte ja im Jahr 2010
, dass der Regelsatz das absolute Existenzminimum darstellt. Es ist also nicht nachvollziehbar, wie ein absolutes Minimum noch weiter abgesenkt werden kann.
Zu den Sanktionen gehören neben den vielgerühmten Meldeversäumnissen (bei denen bei nicht erhaltenen Vorladungen die Jobcenter gerne behaupten, sie wären zugestellt worden (Beweislastumkehr)) übrigens auch z.B. die Weigerung, an einer Sinnlosmaßnahme teilzunehmen. Maßnahmen sollen ja gerne vergeben werden, um die generelle Arbeitswilligkeit eines Hartzers zu testen.
Last but not least haben wir dank Hartz-IV endlich das von der Wirtschaft gewünschte Billiglohn-Segment. Wer Sanktionen fordert, um eine Arbeitsaufnahme zu jedem Preis zu fordern, muss sehen, dass dadurch der eigene Marktwert verringert wird. Dadurch dreht sich die Lohnspirale nämlich fleißig nach unten - böse wird das Erwachen, wenn es einen dann mal selbst erwischt. Und auch das ist heutzutage nichts ungewöhnliches mehr.
Ich habe nach einer Maßnahme gegen den danach wohl verlockenden Missbrauch von "Das Amt sagt mir was? Haha, wayne!". Anscheinend gibt es dann keine weiteren Maßnahmen was so nicht richtig ist.
Das dann auch mal auf Deutsch bitte.
100€? Ist doch i.O. damit ist keine Existenz vernichtet.
Ich weiß nicht wo du lebst. In meinem Universum würden nach der Sanktion nur noch 282,-€ übrig bleiben. Ich könnte davon nicht einen Monat lang leben.
(Sind übrigens nur 267,40€, da die Sanktion 114,60€ beträgt. Differenz zu den 282,-€ sind rd. 15,-€, also in etwa drei Tage essen oder nicht essen. So wird einem vielleicht mal die Auswirkung bewusst, die läppische 15 Ocken auf einen Hartzer haben.)
So begeisterst Du Leute für dein Anliegen, ich stelle nur Fragen und so wird darauf reagiert?

Sehr nett.
Viele Fragezeichen sehe ich bei deinen Postings nicht. Entweder machst du was falsch oder du stellst gar keine Fragen. Ich würde mal sagen du laberst ziemlich viel Mist. Vielleicht solltest du auch meinen obigen Tipp beherzigen.
Es kann nicht die Lösung sein, die Schule schwänzen zu müssen um dem Amt hinterher zu rennen...
Schlimmer noch... es wird teilweise sogar gefordert, von der Schule abzugehen, um endlich eine Ausbildung zu beginnen und so dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen.
Es folgte ein Briefwechsel, unter Androhung von Sanktionen wurde Jenny schließlich zu einem Gespräch ins Jobcenter geladen. Der Berater schob ihr eine Eingliederungsvereinbarung über den Tisch. Mit dem Vertrag sollte Jenny zusichern, sich um eine Lehrstelle zu bemühen.
Das Nichtunterzeichnen einer Eingliederungsvereinbarung bedeutete übrigens im Jahr 2010 noch... richtig - eine Sanktion von 30% (100% bei U25).
@Alle die gegen Sanktionen sind
Was würde denn passieren, wenn es keine Sanktionen geben würde ?/QUOTE]
Ich hätte gerne ein paar Beispiele mehr. Wenn die 3-4 Millionen Hartzer doch alle so faul und assi sind, dürfte es doch kein Problem sein, mehr als diesen Einzelfall beizubringen.

Siehe Tipp... Du wirst ganz erstaunt sein, wie viele Menschen auch ganz ohne Sanktionen Bewerbungen schreiben, ganz einfach weil sie arbeiten wollen.