Petition 46483

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Ganz neutral gefragt: Warum Sanktionen abschaffen? Offenbar scheint das Problem in deren Umfang und Umsetzung zu liegen. Spricht etwas dagegen Sanktionen für wirklich offensichtliche Fälle beizubehalten und dafür Dinge wie Zwangsbewerbungen abzuschaffen?

Das Problem mit den Sanktionen ist folgendes: Es gibt keine Rechtsgrundlage dafür. Siehe BVG Urteil vom 09.02.2010. Nur wird das von den Jobcentern nur zu gern ignoriert. Es gibt in den JC interne Arbeitsanweisungen, die Sanktionen im Prozentraum von X fordern und bei erreichen auch prämieren...
Das hat schon lange nix mehr mit dem zu tun, was mal geplant war. Das ist nur noch das verwalten von Menschen unter Umständen die nicht zu tolerieren sind. Und wo Unrecht zu Recht gemacht wird, da wird Widerstand zur Pflicht.

fkr: 6 oder 7 Postings über mir, ziemlich am Ende... Lesen hilft!
 
Was macht es für einen Unterschied, ob es z.B. 1 h oder 15 h wäre ?
 
Schade, dass niemand beantworten kann, wie viel Zeit das in der Woche fordert, wobei doch der halbe Thread schon Hartz 4 bezogen hat und nur Probleme hatte...

Meine Güte, wie willste das denn aufgebröselt kriegen? Es ist unterschiedlich, aber hier ein paar Beispiele:

Sinnlosmaßnahmen: 30 bis 40 Stunden die Woche
1 Euro Jobs: 30 Stunden die Woche
Stellensuche im Internet: rund 8 Stunden die Woche, evtl. mal mehr oder auch mal weniger
Bewerbungen schreiben/anrufen/online/e-mail: zwischen 5 und 20 Stunden pro Woche
mit dem Amt herumschlagen in welcher Form auch immer: zwischen 1 und 20 Stunden die Woche
Informieren über Rechte: rund 5 Stunden die Woche, oder auch mehr
Bewerbungsgespräche/Termine beim Jobcenter: pro Termin/Bewerbungsgespräch zwischen 20 min und 4 Stunden
Rumfahrt wegen persönlicher Vorstellungen bei 2-3 pro Woche: 5 bis 7 Stunden inkl. Fahrtzeit pro Woche
Widersprüche, Klagen, Gerichtstermine: 5 bis 10 Stunden die Woche
Formulare ausfüllen: 1-5 Stunden
 
Wenn ich das richtig verstehe, bleibt die Grundsicherung doch erhalten, nur diejenigen, die sich nicht an die Spielregeln halten, haben eben mit Sanktionen und Kürzungen zu rechnen. Das ist doch ganz normal. Ich sehe keinen Grund das abzuschaffen. Entweder man braucht tatsächlich die Grundsicherung, weil man nichts hat, wovon man leben könnte oder man versucht sich illegal die Grundsicherung (ggf. zusätzlich zu anderen Einkünften) zu ergattern und da sehe ich es als vollkommen legitim an, wenn man sie dann eben nicht/ nur zum Teil erhält.
Geh erst mal arbeiten, dann hast du vielleicht irgendwann auch mal Ahnung, wovon du redest.
Und verabschiede dich mal von dem Märchen, Hartzer würden grundsätzlich immer nur bescheißen und diverse Sachen für ein Vermögen bei ebay verhökern. :m
Die breite Masse hat übrigens nichts, wovon sie leben könnte und braucht eben deshalb die Grundsicherung.
Tipp: Google mal nach einer Erwerbslosen-Initiative und unterhalte dich dort mit den Betroffenen von Angesicht zu Angesicht. Allerdings wäre ich mit deinen Sprüchen, die du hier so ablässt, dort dann etwas vorsichtiger. ;)

Das mag alles sein, aber mal ehrlich, ist es im Berufsleben anders? Mach ich einen Fehler, vergesse was etc, krieg ich eine auf den Deckel.
Üblicherweise bedeutet "eins auf den Deckel kriegen" dann aber nicht gleich, dass einem die Lebensgrundlage genommen wird. Im Regelfall ist im Übrigen auch kein Vermögen vorhanden, mit dem man ggf. mal ein paar Monate überbrücken könnte. Wer sanktioniert wird, dem fehlt selbst bei nur 10 Prozent Kürzung schon Geld, um den Monat über die Runden zu kommen. Noch schlimmer wird es, wenn 30 oder mehr Prozent gekürzt wird - oder bei U25 gleich 100 Prozent.
Mal abgesehen davon, dass diese Sanktionspraxis als grundgesetzwidrig angesehen werden dürfte. Nicht nur, dass gegen diverse Grundrechte wie bspw. Vertragsfreiheit verstoßen wird. Das BVerfG hatte ja im Jahr 2010 , dass der Regelsatz das absolute Existenzminimum darstellt. Es ist also nicht nachvollziehbar, wie ein absolutes Minimum noch weiter abgesenkt werden kann.

Zu den Sanktionen gehören neben den vielgerühmten Meldeversäumnissen (bei denen bei nicht erhaltenen Vorladungen die Jobcenter gerne behaupten, sie wären zugestellt worden (Beweislastumkehr)) übrigens auch z.B. die Weigerung, an einer Sinnlosmaßnahme teilzunehmen. Maßnahmen sollen ja gerne vergeben werden, um die generelle Arbeitswilligkeit eines Hartzers zu testen.

Last but not least haben wir dank Hartz-IV endlich das von der Wirtschaft gewünschte Billiglohn-Segment. Wer Sanktionen fordert, um eine Arbeitsaufnahme zu jedem Preis zu fordern, muss sehen, dass dadurch der eigene Marktwert verringert wird. Dadurch dreht sich die Lohnspirale nämlich fleißig nach unten - böse wird das Erwachen, wenn es einen dann mal selbst erwischt. Und auch das ist heutzutage nichts ungewöhnliches mehr.

Ich habe nach einer Maßnahme gegen den danach wohl verlockenden Missbrauch von "Das Amt sagt mir was? Haha, wayne!". Anscheinend gibt es dann keine weiteren Maßnahmen was so nicht richtig ist.
Das dann auch mal auf Deutsch bitte.

100€? Ist doch i.O. damit ist keine Existenz vernichtet.
Ich weiß nicht wo du lebst. In meinem Universum würden nach der Sanktion nur noch 282,-€ übrig bleiben. Ich könnte davon nicht einen Monat lang leben.
(Sind übrigens nur 267,40€, da die Sanktion 114,60€ beträgt. Differenz zu den 282,-€ sind rd. 15,-€, also in etwa drei Tage essen oder nicht essen. So wird einem vielleicht mal die Auswirkung bewusst, die läppische 15 Ocken auf einen Hartzer haben.)

So begeisterst Du Leute für dein Anliegen, ich stelle nur Fragen und so wird darauf reagiert? :T Sehr nett.
Viele Fragezeichen sehe ich bei deinen Postings nicht. Entweder machst du was falsch oder du stellst gar keine Fragen. Ich würde mal sagen du laberst ziemlich viel Mist. Vielleicht solltest du auch meinen obigen Tipp beherzigen. :rolleyes:

Es kann nicht die Lösung sein, die Schule schwänzen zu müssen um dem Amt hinterher zu rennen...
Schlimmer noch... es wird teilweise sogar gefordert, von der Schule abzugehen, um endlich eine Ausbildung zu beginnen und so dem Arbeitsmarkt zur Verfügung zu stehen.


Es folgte ein Briefwechsel, unter Androhung von Sanktionen wurde Jenny schließlich zu einem Gespräch ins Jobcenter geladen. Der Berater schob ihr eine Eingliederungsvereinbarung über den Tisch. Mit dem Vertrag sollte Jenny zusichern, sich um eine Lehrstelle zu bemühen.
Das Nichtunterzeichnen einer Eingliederungsvereinbarung bedeutete übrigens im Jahr 2010 noch... richtig - eine Sanktion von 30% (100% bei U25).

@Alle die gegen Sanktionen sind
Was würde denn passieren, wenn es keine Sanktionen geben würde ?/QUOTE]
Ich hätte gerne ein paar Beispiele mehr. Wenn die 3-4 Millionen Hartzer doch alle so faul und assi sind, dürfte es doch kein Problem sein, mehr als diesen Einzelfall beizubringen. ;)
Siehe Tipp... Du wirst ganz erstaunt sein, wie viele Menschen auch ganz ohne Sanktionen Bewerbungen schreiben, ganz einfach weil sie arbeiten wollen.
 
Zuletzt bearbeitet:
Wegen Eingliederungsvereinbarungen: Wenn man diese nicht unterschreibt, ergeht ein Verwaltungsakt (EGV mit Rechtsfolgebelehrung) und die Nichtunterschrift unter dieser wird dann sanktioniert.

Also Quasi werden Nichtunterzeichnungen von EGVen immer noch sanktioniert, nur halt über 2 Wege, anstatt direkt.
 
1) hartz 4 bekomm ich zwar nicht, aber als student hat man ja auch nicht so viel geld :(
wenn man hartz4 bekommt, kriegt man die miete (warm?, kalt?) bezahlt und 380€ zum leben?
ich weiß nicht ob ich irgendwie ne ausnahme bin, aber ich schaffe es locker mit 380€ im monat auszukommen. so viel brauch ich eig noch nicht einmal, meistens komm ich mit 280-300€ gut durch den monat. hungern musste ich bis jetzt noch nie und abends (natürlich nicht jeden abend) kann ich auch ohne probleme mal weggehen, ohne dass das geld knapp wird. von daher kann ich immer nicht verstehen, warum die hartz4-empfänger immer sagen, sie hätten kein geld.
aber wie gesagt, kann sein, dass ich da ne ausnahme bin.

2) die petition geht durch und die § werden gestrichen. ich bin hartz4-empfänger.
warum sollte ich jetzt auch nur die kleinste anweisung des amts befolgen? warum sollte ich arbeiten?

wenn wirklich soviel willkür bei den ämtern herrscht, wie hier behauptet wird, warum dann nicht einfach gesetzliche richtlinien einführen, wann man sanktioniert und wann nicht?
oder man machts wie die arbeitgeber auch: erst abmahnen (2 oder 3 mal) und dann sanktionieren. bei schweren verstößen kann man auch sofort sanktionieren (wie die fristlose kündigung).

und wie heir schon oft gesagt wurde: wenn ich weiß, dass es um meine existenz geht, dann streng ich mich doch ein bisschen an.
 
& bevoller
Übrigens arbeiten viele Erwerbslose ehrenamtlich oder in 1 Euro Jobs. Oder sind Aufstocker. Somit ist dein Argument wieder ad absurdum geführt, dass sie ja alle keinen Finger krumm machen müssen.
Ich hätte gerne ein paar Beispiele mehr. Wenn die 3-4 Millionen Hartzer doch alle so faul und assi sind, dürfte es doch kein Problem sein, mehr als diesen Einzelfall beizubringen.
Siehe Tipp... Du wirst ganz erstaunt sein, wie viele Menschen auch ganz ohne Sanktionen Bewerbungen schreiben, ganz einfach weil sie arbeiten wollen.
1. Wenn ihr lesen würdet...

Nochmal zur Erinnerung:
Ändert trotzdem nichts da dran, dass man ein Leben auf Kosten der Gesellschaft führen könnte ohne auch nur einen Finger krumm machen zu müssen...
2. Seit wann sind Aufstocker Erwerbslose
Dann müssten genug Arbeitsplätze frei sein und auch angeboten werden. Aber es fehlt an allen Ecken und Enden Arbeitsplätze und somit wird es immer Erwerbslose geben.
Ich sage dazu nur Mindestlohn, aber näher will ich auch nicht drauf eingehen sonst wird man hier wieder in dein Kettenkarussell gezerrt

Ich habs dir ja schon angeboten: Wenn du die Aussicht darauf so toll findest, gib deinen Arbeitsplatz für jemanden frei, der gerne arbeiten möchte.
Auf so ein Niveau lass ich mich nicht herab. Du würdest mich da sowieso nur mit deiner Erfahrung schlagen...

@Kapitn
Ja, da spricht etwas dagegen. Es ergibt keinen Sinn Menschen dafür zu bezahlen, andere Menschen zu schikanieren, weil sie sich nicht um Jobs bemühen, die, falls es sie gibt, von ihnen gar nicht gewollt sind und sie diese dann denen, die sie wollen wegnehmen würden.
Ziel ist es erst mal in einen Job rein zukommen dann kann man sich immer noch um einen besseren Job bemühen.

Die ganze Emotionalität die hier immer wieder auf den Tisch geschmissen wird verhindert schon von vornherein eine Diskussion, die objektiv ist und mit Fakten belegt wird. DJ Xtendend ist da auf jeden Fall beispielhafter als Destiny und bevoller...
Btw. immer wird hier nur aus der Sicht der Hartz4 Empfänger "Fakten" genannt. Wo sind die Ansichten und Fakten aus Sicht der Jobcenter und deren Mitarbeiter ??
 
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@EquiNoX:

Die finanzielle Situation von Studenten ist mit denen von Harz-IV-Empfängern meistens nicht zu vergleichen. Die Lebenssituation ist eine völlig andere, genau wie die sonstigen Kosten, Ersparnisse und Einnahmequellen. Mobilität im Nahverkehr: 100 bis 300 Euro im Jahr; Anschaffungskosten für Elektronik, Haushaltsgeräte: entweder nur sehr geringe (weil Wohnheim) oder die Eltern kaufen die erste Einrichtung (die dann die ersten 10 Jahre hält); hier und da: Geld von Eltern, Großeltern, Wochenenden zu Hause (spart Geld für Essen). Daher ist der 1:1-Vergleich des zur Verfügung stehenden Geldes nichtssagend.

Zum Thema: Das Angst-Regime ist Wesentlich für Harz IV. Das bedeutet, ohne Angst vor existenzieller Zerstörung ist das System verkrüppelt. Fehlt am Ende noch, dass der Satz um 100 Euro erhöht wird, würde die Bierbrauereien sicher freuen. Und die Tabakindustrie. Und mein Traumjob wäre langweilig geworden: Schwächlinge quälen. Dabei hätte es mir sicher so viel Spaß bereitet: Hier mal 10%, da mal 100%, und wenn sie dann auf dem Marktplatz sitzt und bettelt, nach der Arbeit schön in ihren Becher rotzen. Und ihr dann 10 Cent in die Rotze werfen, denn Leistung muss belohnt werden. Irgendwann wird sie es schon lernen. Welch schöne Vorstellung, und ich will sie mir erhalten. Deswegen unterschreibe ich da nichts.
 

Auf wen soll sich das beziehen? Es gibt viele Leute, die Arbeiten wollen und wenige, die es nicht wollen. Aber selbst für die , die wollen, gibt es nicht genug Arbeit.
Das steht ja auf einem ganz anderem Blatt. Wenn mir sowieso wenige Jobs angeboten werden, wenn überhaupt, kann ich nicht noch verlangen, dass dieser mein Traumjob ist oder mir gut gefällt.

Btw. der prozentuale Anteil der Sanktionen, bezogen auf NRW bei 3,1 Prozent(im März diesen Jahres), daher wieder nur eine Minderheit die wieder zur absoluten Mehrheit heraufbeschworen wurde...

 
Was ich so von Bekannten höre ist, dass die Sanktionen oft willkürlich gezogen werden und von Bearbeiter zu Bearbeiter unterschiedlich gehandhabt wird. Sollte die Petition dagegen sein würde ich sie sofort unterzeichnen, da sowas nicht sein kann.
 
Das steht ja auf einem ganz anderem Blatt. Wenn mir sowieso wenige Jobs angeboten werden, wenn überhaupt, kann ich nicht noch verlangen, dass dieser mein Traumjob ist oder mir gut gefällt.

Junge, junge. Bist du gut in Mathe? Scheint nicht so.

Also nochmal:

Wenige Jobs stehen vielen Arbeitslosen gegenüber.

Nicht jeder Arbeitslose ist für jeden freien Job qualifiziert.

Es fehlt also an den Kenntnissen.

Daher kann auch nicht jeder Arbeitslose jeden freien Job annehmen.

Abgesehen davon: Selbst wenn das gehen würde, wären es immer noch zu wenig Jobs, um alle Arbeitslosen in Arbeit zu bringen.

Da verstehst Du etwas grundlegend falsch. Daß es zu wenig Jobs gibt, bedeutet nicht, daß es nicht genug Jobs gibt, so daß daß sich jeder einen aussuchen kann, sondern es gibt mehr Personen, die einen Job suchen, als es Jobs gibt.

Unsere Befürworter von Sanktionen scheinen nicht so gut in Mathe zu sein, dass sie nicht kapieren, dass es viel mehr Leute, die Arbeit suchen, als es Jobs gibt.

Und sie begreifen auch nicht den Zusammenhang.

Und sie wissen auch nicht, was ExistenzMINIMUM bedeutet, nämlich dass es NICHT MAXIMUM bedeutet.


Dass schon wieder Studentenbeispiele kommen, habe ich erwartet, aber: Studenten suchen es sich selbst aus, ob sie studieren oder nicht UND das Studium ist zeitlich begrenzt. UND: Sie müssen oftmals keinen eigenen Haushalt schmeißen; sie müssen nicht ständig zum Jobcenter rennen; sie müssen nicht unsinnige Bewerbungen schreiben; sie müssen nicht gegen rechtswidrige Sanktionsbescheide vor Gericht ziehen; wenn sie Fehler machen, kriegen sie höchstens weniger Punkte oder eine schlechte Note und nicht die Entziehung der Existenz bis hin zur Obdachlosigkeit, weil die Miete nicht mehr gezahlt werden kann.



Übrigens gibts ja immer den hübschen Spruch: Fordern und Fördern. Aber von Fördern ist keine Rede, da man um jede Weiterbildung kämpfen muss wie ein Tiger. Ich kann ja mal ein Beispiel bringen:

Eine Freundin von mir wollte eine Umschulung. Sie hat 4 Jahre für gekämpft. Sie hat immer wieder Unterlagen beigebracht, sie hat immer wieder passende Umschulungskurse herausgesucht und bei wirklich jedem neuen Sachbearbeiter musste sie diese Unterlagen immer wieder beibringen, obwohl diese schon x-mal in der Akte waren. Ich war einmal bei einem Termin dabei. Die Sachbearbeiterin kannte nicht einmal den Unterschied zwischen Weiterbildung und Umschulung und wollte natürlich auch wieder dieselben Unterlagen haben, die meine Freundin schon zig mal beigebracht hat. Kurze Zeit später war die Sachbearbeiterin in einer anderen Abteilung und das Spielchen ging von vorne los. Da fässt man sich doch echt an den Kopf. Und als es dann doch endlich nach 4 (!) Jahren geklappt hat, musste meine Freundin erst mal zu einer Psychologin. Für eine Umschulung! Als wenn sie einen an der Klatsche hat.
 

Bist ganz schön arrogant, dafür das du es nicht so mit dem Leseverständnis hast...

Nochmal:
Mir ist klar, dass ich mit ner KFZ-Mechaniker Ausbildung nicht direkt qualifiziert bin für ne Pflegestelle, aber ich darf mich dann auch nicht verweigern, wenn mir ne Tellerwäscherstelle im Altenheim angeboten würde, wo ich durch weitere Lehrgänge auch in einen Pflegeberuf reinkommen kann. Ich kann aber nicht ewig drauf warten, dass mir ne KFZ Mechaniker Stelle zu flattert.

Abgesehen davon: Selbst wenn das gehen würde, wären es immer noch zu wenig Jobs, um alle Arbeitslosen in Arbeit zu bringen.
Diese Leier spielst du jedes Mal...
Versuch doch erst ein Mal das eine Problem zu lösen bevor man sich dem zweiten zuwendet...

Mich würde immer noch interessieren, warum du arbeitslos warst.
Könnte eventuell an deiner Arroganz liegen, die du hier z.B. auch an den Tag legst...
 
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  • #55
Die ganze Emotionalität die hier immer wieder auf den Tisch geschmissen wird verhindert schon von vornherein eine Diskussion, die objektiv ist und mit Fakten belegt wird.
Das möge man den Betroffenen verzeihen. Das Thema ist zu sensibel um es völlig emotionslos zu diskutieren. Da durch die Medien gern das Bild des assozialen Hartzers gezeichnet wird – und leider nur zu oft, gern von den Stammtischparolengröler aufgenommen – ist es schwierig, wenn nicht unmöglich eine vernünftige Disskussion zu führen.
Ich bin zwar – zum Glück – nicht betroffen aber durch die letzten 5(!) Jahre in einer Arbeitsloseninitiative, weiß ich mit Sicherheit mehr, als den Schund den ich täglich in den Medien präsentiert bekomme. Und es kann ja wohl nicht sein, das z.B. ein Hilfeempfänger mit der Bitte um einen Termin über die Hotline geht und daraufhin keine Terminbestätigung, sondern einen Verwaltungsakt als Einladung vom Amt bekommt...
Des weiteren wird völlig willkürlich sanktioniert – die Rechtsunkenntnis der Fallmanager ist dabei keine Entschuldigung.
Auf der anderen Seite, sind fast alle Hilfeempfänger die wir betreuen, schonmal gut und gerne seit 2 und mehr Jahren ohne Eingliederungsvereinbarung, Sanktionen und mit sämtlichen Zahlungen die ihnen zustehen unterwegs... Das würde aber der normalsterbliche Bürger, niemals ohne weiteres erreichen. Wenn man sich aber Hilfe sucht, bekommt man sie auch. Das beinhaltet aber eben genaue Prüfungen der Leistungsbögen (gut 90% sind grundfalsch), Begleitung zum Amt (Begleitperson nach § 13 Abs. 4 SGB X), Erstellen von Widersprüchen, Klagevorbereitung beim zuständigem SG... Das wichtigste aber ist immer wieder, das die Menschen wie Menschen behandelt werden – und davon ist auf den Jobcentern nichts aber auch gar nichts zu merken!
DJ Xtendend ist da auf jeden Fall beispielhafter als Destiny und bevoller...
Danke!
Btw. immer wird hier nur aus der Sicht der Hartz4 Empfänger "Fakten" genannt. Wo sind die Ansichten und Fakten aus Sicht der Jobcenter und deren Mitarbeiter ??
Deren Ansichten bekommst du jeden Tag unterschwellig in den Medien präsentiert. Ich kann aber gern mal nächste Woche meinen Kollege fragen. Der ist inzwischen bei uns in der AI – ist ein ehemaliger Mitarbeiter des Jobcenters (früher ARGE) unserer Stadt. Der ist bestimmt bereit, dir Auskunft zu erteilen.
Was ich so von Bekannten höre ist, dass die Sanktionen oft willkürlich gezogen werden und von Bearbeiter zu Bearbeiter unterschiedlich gehandhabt wird. Sollte die Petition dagegen sein würde ich sie sofort unterzeichnen, da sowas nicht sein kann.
Dan unterschreibe bitte – genau darum geht es doch. :T
 
Muss ehrlich sagen dass der Studenten - ALGII Empfänger Vergleich sehr hinkt.
Gibt zwar unter Umständen Ähnlichkeiten wenn man BAföG bekommt, aber das isses dann auch.

Finde diese Schikane der Menschen auch einfach nur widerlich, verstehe wenn man da irgendwann auch einfach diesen Menschen (Sachbearbeitern) mit Ekel gegenübertritt da dort, wie ich es bisher erlebt habe, viele Menschen arbeiten die sich anscheinend ne Freude aus dem schikanieren der ALGII Empfängern machen.
In meinen Augen gehören die Sanktionen abgeschafft, wenn jemand nicht arbeiten will lasst ihn, dann muss er aber auch am Existenzminimum leben und kann sich nichts wirklich leisten.
Allein durch den sozialen Druck werden die Leute aber weiter auf der Suche bleiben einen Job zu finden, von selbst aus.
Zumindest denke ich das und habe es auch bisher so erlebt von den Leuten die ich kenne.
Hinzu kommt dass der Mensch ein soziales Wesen ist, und ohne Geld keine Teilnahme an Kultur etc. daher ausschluss aus der Gesellschaft, dies wird in meinen Augen einfach sicherstellen dass die Leute weiter versuchen werden zu arbeiten.
 
Danke für die Statistik und die Quelle :)

Wieso ich die Zeiten wissen möchte? Einfach um zu sehen, wie viel es wirklich ist. Die Auflistung von Destiny666 kommt mir übertrieben vor. Aber kann natürlich auch sein, dass das der Standard ist. Wie gesagt: Kenne mich da nicht aus.

Womit ich mich jedoch auskenne, ist, dass es Leute gibt, die einen 40-Stunden-Job für 500 € Brutto (!) im Monat haben. Das lasse ich einfach mal als Vergleichswert hier stehen.

@DJ Xtended: Deinen Post zu den "Zeiten" habe ich gelesen. Bin aber netterweise davon ausgegangen, dass du das nur als Scherz gemeint haben kannst. ;)

@über mir: Den Studentenvergleich kann man natürlich nicht immer bringen. Passt auch nicht überall. Aber es gibt genügend Studenten, die eben kein Bafög bekommen und somit gezwungenermaßen arbeiten müssen, oder aber nicht studieren können. So ist das leider. Auch hier kommen immer wieder beschwerden. Und auch hier gibt es Sanktionen. Wenn man seinen halbjährlichen Antrag zu spät abgibt, bekommt man halt zu spät Geld. Und zwar: Das komplette Monatsgeld.

Davon bin und war ich nie betroffen, da mir nie Bafög zu stand. Jedoch habe ich es oft genug bei anderen Studierenden beobachtet. Ob ich dort auch solch eine Willkür bei den Sachbearbeitern vorliegt, oder es generell so ist, kann ich daher nicht beurteilen.
 
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  • #58


Um zu sehen "wie es wirklich ist", musst du in Hartz 4 rutschen. Nur so bekommst du nen richtigen Einblick. Das willst du aber nicht wirklich...

Ich kenne Leute, die verdienen 450 € als Minijob - von 500 € brutto hab ich noch nix gehört. Was soll das sein? :eek:
Es gibt TZ (6 Stunden am Tag) für 9 €/h in der Reinigung... Nur finden die keine Leute... :unknown:

Und nein, das war nicht als Joke gemeint.
 
Also um eines klarzustellen: Ich kenne beide Seiten. Sehr gut sogar und ich kann zur anderen Seite nur sagen, dass es bei den Ämtern genug Leute gibt, denen es regelrecht eine Freude ist, Erwerbslose zu schikanieren und ihnen das Geld zu kürzen/streichen.



Bezüglich Aufstockung, Sanktionen und unzumutbare Jobs, bitte einfach mal das hier alles durchlesen:



 
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Junge, es geht da nicht um Ausschimpfen, sondern darum, dass die Existenzsicherung vernichtet wird.
Bitte sprich anständig mit mir.

Die meisten Dinge, die du hier aufzählst sind lächerlich und/oder ließen sich vermeiden. Wenn die einzige Aufgabe, die du hast, die Wahrnehmung gewisser Termine ist, dann sollte das wohl noch funktionieren, besonders dann, wenn du darauf angewiesen bist. Klar, wenn du durch deine Tätigkeit nur noch irgendwelche Belohnungen erhältst, die nicht wirklich wichtig sind, dann wirst du irgendwann faul und lässt die ein oder andere Belohnung aus und fährst damit etwas entspannter.

Was Krankheit betrifft, geht man zum Arzt und lässt sich krank schreiben. Soll ich dir mal erzählen, wie es im Zivildienst ist? Bist du krank, musst du zum Amtsarzt(!) und die Krankmeldung muss noch am selben Tag bei deiner Dienststelle abgegeben werden, sonst darfst du damit rechnen, dass spätestens am nächsten Tag ein paar Leute vorbei kommen und nicht um dir Tee und eine Wärmflasche zu kochen.. Da ist es scheiß egal, wie sterbenskrank du bist!

Schule als Argument für "kann einen wichtigen Termin nicht wahrnehmen", kannst du wohl keinem erzählen. Dann ruft man in der Schule an "Sorry, Termin XY, ich kann morgen nicht kommen." und keiner wird dir deswegen ans Bein pissen.

Natürlich kann es mal passieren, dass man mal etwas vergisst, aber hier hat die Erfahrung wohl gezeigt, dass es überdurchschnittlich oft passiert, wenn man eben keine lächerlichen Sanktionen einführt.
 
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