Petition 46483

Man muss sich mal abgewöhnen, in diesem Zusammenhang immer die Sinnfrage zu stellen.

Damit ich Geld bekomme, muss ich dem Arbeitzsamtsmenschen liefern, was der für seine Akten braucht, um seinerseits Gehalt zu kriegen. So einfach ist das.
 


Dann ist die Frage, was die anstellen müssen, um einen Regelverstoß zu Konstruieren. Man erscheint zum Termin und legt einen Stapel Papiere auf den Tisch. Sofern das nicht jeder macht, sollte man selbst bei Schikanierungsqouten auf der sicheren Seite sein. Ist ärgerlich und macht die Sache nicht besser, aber man hat seinen vollen Regelsatz.
 


Dann ist die Frage, was die anstellen müssen, um einen Regelverstoß zu Konstruieren. Man erscheint zum Termin und legt einen Stapel Papiere auf den Tisch. Sofern das nicht jeder macht, sollte man selbst bei Schikanierungsqouten auf der sicheren Seite sein. Ist ärgerlich und macht die Sache nicht besser, aber man hat seinen vollen Regelsatz.

Das ist einfach: Sie durchforsten die Bewerbungsschreiben und finden etwas, was ihnen nicht passt. Dann konstruieren sie den Vorfall, dass man mit der Bewerbung angeblich eine Einstellung verhindert hätte und schon kriegt der Erwerbslose eine Anhörung (die pro forma erfolgt) und anschließend die Sanktion und hat die Rennereien, das Dingens wieder wegzukriegen.

Und ja, das passiert wirklich.
 
Gibt es da Beispiele?
Verstehe mich bitte nicht falsch, ich will Deinen Beitrag nicht abwerten, in dem ich nach Quellen verlange. Ich bin ja nur ungläubig, weil es so absurd ist, nicht weil ich an der Wahrheit zweifel.

EDIT:Ich will ja jetzt keine Bewerbungsunterlagen sehen, Link zu einem Betroffenen Forum/Thread vielleicht
 
Zuletzt bearbeitet:

Strom muss vom Regelsatz bezahlt werden. Den bekommt man nicht vom Amt bezahlt.
Selbst ein HighEnd PC verbraucht im Idle Zustand vllt 130W, wenn man dann hypothetisch von 150W ausgeht und dies mal 40h im Monat bei 30ct/kWh dann sind das ganze 1,80€, wirklich enorm, manch Einer muss dafür sein ganzes Leben arbeiten...

Ja, ausdrucken, wenn man einen Teil der Kosten erstattet haben möchte und auch, wenn der Sachbearbeiter das fordert. Somit entstehen weitere Kosten (Druckerkosten/Papierkosten).
Grade im Internet geschaut, der Preis für eine Seite s/w kostet stolze 0,05€/Seite also bei 20 Bewerbungen * 2 Seiten = 2€ + 3,90 Versandkosten

Wenn man mal überlegt, dass es sogar Hartz4 Empfänger gibt die rauchen, dann kann ich nicht wirklich verstehen wie man sich diese Kosten von 8,70€ im Monat antun kann...
 
Dein Unverständnis kann ich nicht nachvollziehen, gerade bei Rauchern ist das Budget doch dann noch enger.
Bei einem ordentlichem Gehalt ist die Forderung mehr als 2 % seines Haushaltgeldes nicht für die eigenen Bedürfnisse , sondern für die einer Behörde, auszugeben vielleicht eher verkraftbar, aber würde sicher auch nicht weniger Abneigung erzeugen.
 
Jeder Mensch, der sich nicht mal Zigaretten leisten kann, hat nicht nur das Recht, sondern die Pflicht zu schummeln.

Der Amtsweg ist nicht der einzige, der zum Ziel führt. Anderswo weiß das jeder, hier muss man daran erinnern.
 
Dein Unverständnis kann ich nicht nachvollziehen, gerade bei Rauchern ist das Budget doch dann noch enger.
Wenn du lieber 3Päckchen Kippen in die Luft bläst, als dir was zu essen zu kaufen, sei es dir gegönnt, dann darfst du dich aber auch nicht beschweren, wenn dir nichts mehr zum fressen bleibt. Wenn ich mir jeden Monat einen neuen Ferrari in die Garage stelle, dann bleibt auch nichts mehr zum Fressen über, aber dann mache ich das halt nicht, weil ich nicht darauf angewiesen bin jeden Monat einen neuen Wagen zu haben. :unknown:
Der Punkt ist halt, dass das Exisitenzminimum eben das Exisitenzminimum darstellt und das heißt eben nicht, dass du dir damit Luxus leisten kannst, im Gegenteil, es sollte heißen, dass du dir keinen Luxus leisten kannst..



Bei einem ordentlichem Gehalt ist die Forderung mehr als 2 % seines Haushaltgeldes nicht für die eigenen Bedürfnisse , sondern für die einer Behörde, auszugeben vielleicht eher verkraftbar, aber würde sicher auch nicht weniger Abneigung erzeugen.
% skalliert halt. 2% von jedem beliebigen Einkommen sind immer gleich verkraftbar. Das ist das schöne an %-Angaben, dass man damit eine gleiche Belastung unabhängig vom tatsächlichen Wert erzeugen kann.
 
Der Gesetzgeber hat halt Tabak nicht als Luxus gewertet, sondern bei dem durchschnittlichen Bedarf mit vorgesehen. Damit mußt Du halt leben.
Schön , wenn Du der Meinung bist, die Prozentrechnung verstanden zu haben. Aber, daß bei höherem Einkommen das Existenzminimum nicht steigt, solltest Du nicht außer acht lassen.
 
Der Gesetzgeber hat halt Tabak nicht als Luxus gewertet, sondern bei dem durchschnittlichen Bedarf mit vorgesehen. Damit mußt Du halt leben.
Richtig, allerdings kann ich ganz gut damit leben, wenn es Leute gibt, die lieber ihre Kippen rauchen, anstatt Essen daheim zu haben. Da kann ich getrost sagen, dass das nicht mein Problem ist. Vielleicht sollten sich die Leute allerdings mal überlegen, wie sie ihre Prioriäten setzen.
Ich kann mir auch nicht alles leisten, aber ich setze meine Prioritäten dann so, dass ich das, was ich wirklich brauche, habe und nicht mein Geld für Unfug aus dem Fenster werfe und später rumheulen muss, es dass ich ja viel zu wenig bekomme. ;)
 
Nein,

die Unterschicht soll keine Freude am Leben haben.

Wolltest Du das sagen? Denkst Du in Punkto Bier genauso?

Was kann die Unterschicht noch so einsparen? Das klingt wieder verdammt nach dem Faulheitsvorwurf, der ja sogar vom Kapitalisteninstitut DIW widerlegt wurde.

Bleibt irgendwo Arbeit liegen oder gibt es zu wenig Arbeit?
 


Das hat nichts mit Faulheit zu tun sondern mit Dummheit, wer lieber säuft und trinkt anstatt zu essen.
 
Und das möchtest Du also vorschreiben?

Also sind die Arbeitslosen und Hartzer doch selber schuld, weil ja freie Arbeitsplätze in Mengen angeboten werden?
 


Vorschreiben wie kommst Du darauf?

Jeder darf machen was er will nur soll er dann mit den Konsequenzen leben.

Und einige Arbeitslose sind dort wo Sie sind völlig selbstverschuldet oder willst Du mir ernsthaft erzählen dass alle Arbeitslosen die besten Qualifikationen haben und dann nichts finden weil es nicht genug offene Stellen gibt?
 
Das ist unabhängig von der Schuldfrage. Egal ob ein H4 Empfänger an seiner Situation schuld ist oder nicht, ob er faul ist oder nicht, ob er wirklich nach Arbeit sucht oder nicht. Er lebt am Existensminimum, dafür kommt der Staat auf. Nicht für eventuelle Luxusgüter, das ist auch gut so wenn ich mir als Arbeitsloser jeden Tag eine Schachtel Kippen und am Wochenende ein Trinkgelage leisten könnte würde ich auch nichts mehr machen.
Ansonsten fordere ich für mich als derzeitigen Studenten auch eine Zulage damit ich das Rauchen und Trinken anfangen kann.
 
Ich wollte dies jetzt eigentlich nicht erzählen, aber da jetzt wieder mit Raucher und Säufer angefangen wird, halt Stammtisch-like und BILD-Zeitungs-Niveau, muss ich es wohl doch tun, um noch ein Stück mehr Perversitäten der Behörden und speziell Jobcenter Mitarbeiter zu zeigen:

Eine Internetbekanntschaft von mir mit Diagnose Entstadium Krebs und noch höchstens 5-6 Monate zu leben (Rentenantrag lief bereits, aber das ging sehr langsam von statten) bekam trotz Diagnose, trotz ärztlicher Atteste und Krankschreibung vom Jobcenter die Zuweisung zu einer Maßnahme namens "Fit für den Arbeitsmarkt". Diese wurde nicht angetreten, es wurde auf die ärztliche Bescheinigung, die Krankschreibung und den Rentenantrag verwiesen. Was passierte? Hat den Sachbearbeiter wenig gejuckt und auch nicht den Chef des Jobcenters und es hagelte eine 3monatige Sanktion.

2 Monate später war der junge Mann endlich berentet, aber er hatte keine Kraft mehr, gegen die Sanktion gerichtlich vorzugehen. Ist logisch, oder? Er wurde also trotz Diagnose, dass er nur noch ein paar wenige Monate zu leben hat, schikaniert :mad: und was anderes ist das nicht: Menschenverachtende Scheiße. (RIP an dieser Stelle :( )





Ist leider kein Einzelfall. Ich hatte mal in einer Maßnahme eine Teilnehmerin, die gerade den Krebs besiegt hatte. Aber sie war von Chemo und anderen Therapien noch schwer gezeichnet. Ihr Arzt hat sie weiterhin krank geschrieben, der Amtsarzt (vom Jobcenter) hat sie gesund geschrieben. :m Sie konnte keine 5 min stehen, geschweige denn sich auf irgendwas konzentrieren. Sie war noch völlig fertig mit den Nerven. Aber sofort ab in eine Maßnahme. :m Kurantrag lief, das war dem Jobcenter auch bekannt.
 
Das ist dann dennoch kein Fehler vom Gesetzgeber, sondern viel mehr eine Fehldiagnose vom Amtsarzt.
 
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