Joachim Gauck will nicht, dass es Volksabstimmungen gibt

Das wäre durchaus denkbar, aber ob das wirklich schlimmer wäre, als die Diktatur der egoistischen, geldgieren, uninformierten Politiker, die sich durch die Unternehmen steuern lassen?

das stimmt womöglich.
Aber auch hier sieht man doch, dass die breite Bevölkerungsschicht dann auch bei einer Wahl wieder nur nach Bildzeitungslage wählt.
Wenn tatsächlich alle Wähler sich vor der Wahl mal richtig mit dem Thema beschäftigt hätten, dann wäre das Wahlergebnis doch anders gelaufen.

So ist halt Demokratie.
Aber nein, im Ernst. Bloß keine Volksabstimmungen.

Es ist doch so.
Für viele Themen macht das keinen Sinn, weil zu komplex und die Mehrheit sich damit nicht auskennt, oder nicht die Muse hat sich damit zu beschäftigen.
Eine Abstimmung mit diesen Voraussetzungen kann doch nicht sinnvoll sein.

Andere Themen die nicht so komplex sind, bei denen wird dann nach aktueller Medien-Propagandalage entschieden.
Auch das kann nicht sinnvoll sein.

Und bitte nicht von euch ausgehen.
Alleine die Beteiligung hier im Bereich Politik ist doch schon deutlich mehr als die breite Masse zustande bringt.
 
Wer hätte das gedacht, aber ich stimme elgitarre zu.

Unsere Politik hat ein Problem. Volksabstimmungen sind nicht die Lösung. Viele lassen sich einfach von Hypes und Stimmungen leiten. Das Problem ist, dass unsere Politiker nicht an die Zukunft denken und nicht in die Zukunft planen.

Volksabstimmungen halten sich immer nur an Tagespolitik und emotionale Themen. Die sich von Woche zu Woche ändern können. Also genau das Gegenteil davon, was unsere Politik brauch.

Ich will lange, durchdachte Pläne sehen, die wirklich etwas ändern und keine Sensationspolitik, die wir sowieso schon haben.
 
@Destiny666

"auf Bundesebene in Deutschland nicht gut vorstellen."

Der übliche Scheiss von den Empörungsseiten. Hauptsache auf irgendeinen Schwachsinn abdröhnen.
Fakt ist nun mal dass er "Joachim Gauck will nicht, dass es Volksabstimmungen gibt" nicht gesagt hat.
Warum postest Du dann diesen Schrott wenn du selber schon sehen kannst wie das wieder billigst manipuliert und rabuliert wird.....

Genau darum wurde das auch nicht als News gepostet, wäre wohl sowieso nicht durchgekommen.
 


Eventuell veranlassen vermehrte Volksabstimmungen den Bürger aber erst, sich wirklich mit der Materie auseinanderzusetzen. Es wird doch gerne der Punkt angeschoben, dass es sowieso nichts bringt zu wählen und dass man nichts bewegen kann, sich ohnehin nichts ändert. Diese Aussagen wären dann nichtig.

Man hätte quasi direktes Mitbestimmungsrecht und man würde als Bürger tatsächlich gefragt werden und in politische Entscheidungen miteinbezogen werden und das außerhalb der Wahlen.

Dadurch würde man die ein oder andere Tat der Politiker vielleicht auch ein wenig mehr hinterfragen und dementsprechend auch die Kreuze setzen bei der nächsten Wahl.
Das ist natürlich viel Konjunktiv, aber wie gesagt, ich glaube nicht, dass sich die Politik dadurch erheblich verschlechtern würde, ganz im Gegenteil.
 


Eventuell veranlassen vermehrte Volksabstimmungen den Bürger aber erst, sich wirklich mit der Materie auseinanderzusetzen. Es wird doch gerne der Punkt angeschoben, dass es sowieso nichts bringt zu wählen und dass man nichts bewegen kann, sich ohnehin nichts ändert. Diese Aussagen wären dann nichtig.

und auch hier gehst du von einem speziellen Typus Mensch aus.
Die meisten sind mit sich selbst beschäftigt. Das ist das Problem in unserer Gesellschaft.
Gewählt und abgestimmt wird dann genau so, dass man selbst am besten dabei wegkommt.
Alleine schon daher ist das nichts mit Volksabstimmungen.
Bei sehr, sehr vielen Entscheidungen MUSS halt einfach Rücksicht auf Minderheiten genommen werden.
Und das geht bei einer Volksabstimmung halt nicht.
 
Gewählt und abgestimmt wird dann genau so, dass man selbst am besten dabei wegkommt. Alleine schon daher ist das nichts mit Volksabstimmungen.

Es ist nichts grundsätzlich Schlechtes daran, dass jeder Abstimmende nur an sich selbst denkt. Wichtig ist nur, dass jeder auch weiß, was gut für ihn ist und was nicht. Den Schwachen in der Gesellschaft helfen die Starken meistens nicht aus Selbstlosigkeit, sondern weil sie selbst einsehen, dass ihnen das Helfen zwar etwas kostet, aber die Alternative schlechter für sie (die Starken) wäre. Genau hier zeigt sich in manchen Gesellschaften aber schon das Problem: Wenn diejenigen, die entscheiden, glauben, sie könnten sich vor solchen schlechten Auswirkungen ihrer Entscheidungen bewahren, treffen sie schlechte Entscheidungen (für die Gesellschaft) aus Eigennutz. Zumindest von dieser Art des Entscheidens aus Eigennutz ist die große Mehrheit der Menschen einer Gesellschaft aber gefeit, weil sie wissen, dass sie als Teil der Gesellschaft auf ihre Funktionstüchtigkeit angewiesen sind. Trotzdem bestehen natürlich viele Verirrungen in den Köpfen der meisten Menschen, die sie letztendlich doch wieder für sie selbst schlechte politische Entscheidungen treffen lassen (z.B. der Arbeiter, die erst für die Abschaffung der Arbeitslosenhilfe stimmt, weil sie ihn etwas kostet, und der anschließend selbst als Arbeitsloser verhungert).

Letztendlich lässt sich jede (politische) Entscheidung zurückführen auf Nutzen oder Werte. Aber ich sehe die Deutschen nicht als besonders an Werten orientiert handelnde Menschen, bleibt eben nur das Handeln aus Eigennutz. Aber dafür sind die meisten, wie schon angedeutet, schlicht zu dumm.
 


Bei einer selbstlosen Politik und Regierung, die das Volk an erste Stelle stellt und persönliche Präferenzen und eigene Vorteile missachtet und hintenanstellt, würde ich dir recht geben. Von diesem Fall sprechen wir hier aber leider nicht.

Es spricht des Weiteren niemand davon, das ALLES per Volksabstimmung geregelt werden soll. Wenn Rücksicht auf Minderheiten genommen werden muss oder es existieren andere Begebenheiten dieser Form, dann entscheidet man das eben wie bisher. Ohne Volksentscheid.
 
Als ob sich unsere Demokratie nicht verbessern ließe .... :D

Natürlich geht das auch mit Volksabstimmungen. Man sollte nur nicht der Totaldemokratie verfallen und über jeden Parkplatz abstimmen lassen.

Zur Zeit ist es ja so, daß unsere Führungskräfte bei Wahlen alles Mögliche versprechen und es finddet keine Erfolgskontrolle statt, ob die Versprechungen auch eingehalten wurden.

Einige zentrale Fragen sind aber so wichtig, daß man sie abstimmen lassen sollte. Dazu wäre es erforderlich, die genauen Konsequenzen eines Beschlusses vorher darzustellen.

Beim Rentensystem zB geht es doch nur um die Frage, die Kosten hin- und herzuschieben aber die Systemfrage nicht zu stellen. Beispiel.: Schweizer Modell nach dem sich alle Einkommen an der Rentenfinanzierung beteiligen müssen.

Stattdessen wird mit Rister und Co herumgeeiert und die Finanzdienstleister verdienen sich mit der "kapitalgedeckten Rente" dumm und dusselig. Das ist ein Betrugssystem, weil niemand weiß, wieviel Rendite in 20 Jahren zur Verfügung stehen werden. Und dann muß der Steuerzahler wieder nachlegen.

Derartige Grundsatzfragen sollte man abstimmen lassen.
 
Es wird sich doch seit vielen vielen Jahren dagegen gewehrt, dass das Volk in dieser "Demokratie" auch mal eine Entscheidung fällen kann und nicht nur 1 x in 4 Jahren auf Bundesebene irgendein blödes Kreuz bei einer Partei, was hinterher sowieso wieder ignoriert wird.
Stell dir den Durchschnittsdeutschen vor. Und dann erinnere dich, dass die Hälfte aller Deutschen dümmer ist als der.

Auf Bundesebene sollte der Bürger kein direktes Mitspracherecht haben. Eingeschränkt auf kommunaler Ebene allerdings schon.
 
Dieter85 schrieb:
Stell dir den Durchschnittsdeutschen vor. Und dann erinnere dich, dass die Hälfte aller Deutschen dümmer ist als der.

Das stimmt einfach so nicht. Das Intelligenzniveau ist in fast allen Ländern gleichbleibend - 2% überdurchschnittlich, 2% unterdurchschnittlich und der Rest bewegt sich im akzeptablen Durchschnittsbereich. Es geht nicht um Dummheit. Es geht um mangelnde politische Bildung, bzw Politikverdrossenheit.
 
Natürlich geht das auch mit Volksabstimmungen. Man sollte nur nicht der Totaldemokratie verfallen und über jeden Parkplatz abstimmen lassen.

Schön und gut. Doch wo werden die Grenzen gezogen und durch wen?

Bei grundsätzlichen Fragen (siehe Rente, siehe Gesundheitssystem) dreht sich unsere Politik im Kreis.
Probleme werden verschoben, mehr nicht. Hier wäre eine Beteiligung der Bürger besonders wichtig. Ganz unabhängig davon, wie deppert oder clever der einzelne auch sein mag.
 
@TheHSA: Wenn du es so definierst, dann liegt der Anteil der "politisch Dummen" wohl höher als 50 Prozent, oder?
 
Bei grundsätzlichen Fragen (siehe Rente, siehe Gesundheitssystem) dreht sich unsere Politik im Kreis.
Probleme werden verschoben, mehr nicht. Hier wäre eine Beteiligung der Bürger besonders wichtig. Ganz unabhängig davon, wie deppert oder clever der einzelne auch sein mag.

Gerade hier wäre eine direkte Abstimmung fatal. Die Rente ist nunmal kein Gebiet wo man einfach mit Ja, Nein oder Dazwischen stimmen kann. Da hängt finanziell so viel dran. Über grobe Richtungen könnte man abstimmen lassen alles andere würde ins Kaos führen, dafür fehlt einfach der Weitblick.

Viel sinniger wäre es Politiker an Wahlversprechen zu binden, wenn auch nur eingeschränkt.
 

Naja, das kann man recht einfach berechnen - man siehe sich die Wahlbeteiligung an und rechne alle raus, die a) nicht wählen und b) aus Tradition wählen. Dann hast du deine "politisch Dummen". Ich glaube, der Anteil läge bei ca 60%. Aber solchen Menschen kann geholfen werden, sie sind nicht dumm im klassischen Sinne.
 
Das stimmt einfach so nicht. Das Intelligenzniveau ist in fast allen Ländern gleichbleibend - 2% überdurchschnittlich, 2% unterdurchschnittlich und der Rest bewegt sich im akzeptablen Durchschnittsbereich.[...]

Woher nimmst du diese Erkenntnis? Der IQ ist normalverteilt und wird regelmässig so angepasst, dass der Durchschnitt bei 100 liegt. Allen Unkenrufen zum Trotz steigt der IQ der Menschheit weiterhin.

MfG
Mr. J
 


Das was ich nannte IST die Normalverteilung. Der Durchschnitt wird angehoben, aber die Verhältnisse bleiben gleich.
 
Welche Werte sind deiner Meinung nach dann noch "normal"?

MfG
Mr. J
 

Laut Wiki ist "Durchschnitt" 85 bis 115. Ich bin kein IQ-Forscher, aber um die Verteilung in der Gesellschaft weiß ich seit Jahren.
 
Die Frage ist viel eher, was ist IQ? Für mich ist das kein Zahlenwert. Für mich kann auch ein Mensch mit extrem hohem IQ einfach nur richtig dumm sein.
Für mich definiert sich Intelligenz darin, wie ein Mensch die Welt wahrnimmt, wie und ob er sie versteht und entsprechend handeln kann.
 
Über grobe Richtungen könnte man abstimmen lassen

Habe es auch so gemeint und an generelle Richtungen/Grundsätze gedacht. Fachliche Details können nicht durch Laien geklärt werden.
Damit wären dann sehr viele Politiker außen vor.

Als sogenannter sachkundiger Bürger fühle ich mich verarscht, wenn ich zwar gehört werde, aber bei den Kommunalpolitikern kein Gehör finde.
 
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